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Staatspräsident a.D. Ion Iliescu aus Rumänien besucht Chiemsee
Staatspräsident a.D. Ion Iliescu aus Rumänien trägt sich in Goldenes Buch der Marktgemeinde Prien ein

Chiemsee (hö) 07.07.05 – Auf Einladung der Gesellschaft für Außenpolitik stattet Senator Ion Iliescu als ehemaliger Staatspräsident von Rumänien dem Chiemsee einen Besuch ab.

Anlass war ein Vortrag des Gastes aus Rumänien im Amerika-Haus von München.

Iliescu war Anführer der Revolution am 22. Dezember 1989 gegen Nicolae Ceausescu und er war bis 2004 im höchsten Staatsamte für Rumänien verantwortlich. Im Rahmen seines Chiemsee-Besuches trug sich Ion Iliescu in das Goldene Buch der Marktgemeinde Prien ein. Bürgermeister Christian Fichtl stellte dabei den Ort Prien, die Chiemsee-Region sowie den Landkreis Rosenheim vor, der mit der rumänischen Region Temeswar eine aktive Partnerschaft pflegt.

Anschließend ging es mit dem Polizeiboot zur Fraueninsel und von dort nach einer Klosterwirt-Einkehr mit einem Schiff der Firma Feßler nach Gstadt. Unsere Aufnahme zeigt Staatspräsident a.D. Ion Iliescu aus Rumänien mit Bürgermeister Christian Fichtl im Priener Rathaus.

 

Ex-Präsident Ion Iliescu äußert sich am Chiemsee zu seinen Vorstellungen über den EU-Beitritt Rumäniens

 Chiemsee (hö) – Der Besuch des ehemaligen Staatspräsidenten Ion Iliescu aus Rumänien am Chiemsee bot auch eine Gelegenheit zu einem Interview im Klosterwirt von Frauenchiemsee.

Der langjährige Staatspräsident, der auf Einladung der Gesellschaft für Außenpolitik nach Bayern kam und der sich von der bayerischen Gastfreundschaft und Landschaft sehr beeindruckt zeigte, erläuterte in seinen Ausführungen die Bestrebungen seines Heimatlandes zum Beitritt in die Europäische Union. „Nachdem der Europäische Rat 2002 entschieden hat, Bulgarien und Rumänien unter bestimmten Bedingungen im Jahr 2007 die EU-Mitgliedschaft zu ermöglichen, müssen wir nunmehr mit aller Kraft die Voraussetzungen hierfür schaffen. Wichtig ist, dass wir als rumänisches Volk 2007 stark sind und keinen Schock erleiden“, so Senator Iliescu. Die politische Persönlichkeit, die nach dem Sturz von Nicolae Ceausescu dreimal Staatspräsident bis zum Jahr 2004 war, sieht den Sinn des Bayern-Besuches vor allem darin, noch mehr über das Land Rumänien zu vermitteln. 40 Prozent der rumänischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Dies ist eines der größten Probleme auf dem Weg nach Europa. Die Justiz, deren vorrangigen Aufgaben vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Loslösung von der Politik sind, sowie die Ordnung von Sozialem,  Bürokratie und Industrie sind weitere große Aufgabenfelder für das Land. Insgesamt handelt es sich um einen komplexen Prozess, der über das Jahr 2007 hinausgehen wird. Derzeit ist Rumänien bemüht, dass Experten aus dem eigenen Land in europäische Nachbarländer kommen und umgekehrt europäische Fachleute in Rumänien helfen, damit bis 2007 die erwünschte Kompatibilität hergestellt wird.

Mit Kultur und Brauchtum Neues und Verbindendes schaffen

 „Über unser Land weiß man viel zu wenig“, sagte Ex-Präsident Iliescu. Besonders freut den Ehrendoktor der Technischen Universität von Temeswar, dass diese Region mit dem Landkreis Rosenheim eine enge Partnerschaft pflegt. „Der Austausch von Bevölkerungsgruppen ist ein ganz wichtiger Baustein im Zusammenwachsen der Länder und Kulturen. Gerade Bayern hat sehr viel Brauchtum, so dass wir hier mit unseren bodenständigen Gruppen etwas Neues aufbauen könnten“, meinte Ion Iliescu. In diesen Bemühungen will die seit 1948 bestehende, rund 600 Mitglieder umfassende und der Bayerischen Staatskanzlei sehr nahestehende Gesellschaft für Außenpolitik in München gerne unterstützend tätig sein. Deren Vorsitzender Dr. Horst Mahr informierte, dass die Gesellschaft für Außenpolitik in erster Linie Informationen über internationale Entwicklungen weitergibt zur gegenseitigen Verständigung verschiedener Völker. Dem Kuratorium seiner Einrichtung gehören neben Politikern und Wirtschaftsvertretern auch bayerische Persönlichkeiten wie Herzog Franz von Bayern an. (Telefon Gesellschaft für Außenpolitik : 089-295497

Rumänischer Staatsgast bekommt in Heimatsprache Chiemsee-Fisch auf der Fraueninsel serviert

Chiemsee (hö) – Da freute sich der ehemalige rumänische Staatspräsident Ion Iliescu sichtlich: als er bei seinem Chiemsee-Besuch in den Klosterwirt der Fraueninsel ging, wurde er nicht nur von Geschäftsführer Bernhard Nees, sondern auch von seiner dort als Servicekraft tätigen rumänischen Landsfrau Lili Pfaffl willkommen geheißen. „Ein Stück rumänischer Heimat inmitten des Bayerischen Meeres“ – so spontan der hohe Staatsgast, der sich dann die Chiemsee-Fische mit Erläuterung in rumänischer Sprache besonders gerne schmecken ließ.

Von links: Bernhard Nees, Ion Iliescu und Lili Pfaffl

Fotos: Hötzelsperger

1.      Im Polizeiboot auf dem Chiemsee: von links: Dr. Horst Mahr von der Gesellschaft für Außenpolitik, Präsident a.D. Ion Iliescu und Roland Kempf, PHM von der Wasserschutzpolizei am Chiemsee

2.      Ion Iliescu trägt sich ins Ehrenbuch der Wasserschutzpolizei ein. Links Dr. Horst Mahr

3.      Gut beschirmt auf dem Schiffssteg in Gstadt interessierte sich Ion Iliescu übe die schöne Chiemgauer Landschaft – trotz Regens...

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Stand: 26. September 2002