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Besuch beim schönsten Dorf
Kritik und Ehrungen in Rosenheim  - Aktiver BHG-Kreisverband Rosenheim

Nussdorf/Rosenheim (hö) 12.12.05 – Die Gemeinde Nussdorf am Inn und dort speziell der Gastronomiebetrieb von Georg Staber waren Ziel eines Informationsbesuches von Mitgliedern des Hotel- und Gaststättenverbandes (HOGA) Rosenheim. Bürgermeister Sepp Oberauer informierte dabei über die nationalen und internationalen Medaillen-Errungenschaften seines Ortes und über die damit verbundenen Auswirkungen. „An Übernachtungen konnten wir aufgrund unserer Bettenstruktur nur wenig zunehmen, beim Tagestourismus allerdings haben wir eine deutliche Zunahme verspüren können“, so der Bürgermeister. Aus erster Hand wurden bei dieser Zusammenkunft die Gastronomen noch über die Einsatzmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen informiert. „Am richtigen Arbeistplatz eingesetzt sind Mitarbeiter/innen mit Schwerbehinderung voll leistungsfähig und oft sogar motivierter als ihre nicht behinderten Kollegen“, so Herr Mühlbauer von der Stiftungsgesellschaft Johann Peters in Rosenheim. In den weiteren Diskussionen war die bürokratische Lebensmittelüberwachung mit den aktuellen Fleischgroßhändler-Skandalen ein Thema. Im Frühjahr soll dieses Thema noch gesondert in einer Veranstaltung behandelt werden.

Ehrungen und Kritiken

Im Gasthof Alt-Fürstätt in Rosenheim trafen sich die Rosenheimer Gastronomen zu verschiedenen Themen. BHG-Kreisvorsitzender Franz Bergmüller kritisierte dabei die Vorverlegung der Sozialversicherungsbeitragsabführung, was dazu führt, dass im Januar zweimal die Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden müssen, um die Rentenbeiträge zu stabilisieren. „Dies kostet der Wirtschaft 20 Milliarden Euro oder umgerechnet 400 Millionen Zinsaufwendungen für das erforderliche Kapital“, erläuterte Bergmüller. Seine zweite Kritik galt den unverschämt hohen Forderungen der GEMA und den immer mehr werdenden Verwertungsgesellschaften. Hierzu wird der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband eine Musterklage führen. Hingewiesen wurde noch darauf, dass bis zum 31. Dezember die Fernlehrgänge der Berufsgenossenschaft zur Beitragseinsparung beim arbeitssicherheitstechnischen Dienst noch kostenfrei sind. Die Konjunkturaussichten betrachtete Bergmüller eher pessimistisch. Vor allem die angekündigte Mehrwertsteuer-Erhöhung ist hierfür ein Grund. „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass in den meisten EU-Ländern für die Hotellerie und Gastronomie der reduzierte Mwst-Satz gilt und dass bei uns Bäcker und Metzger Würste mit 7 Prozent MWST verkaufen können und wir Wirte zahlen den vollen Mwst-Satz. Das verstehe, wer wolle“, so Franz Bergmüller, der, ebenso wie der Bayerische Dachverband, von der EU gleichberechtigte Mehrwertsteuersätze fordert.

Ehrungen

Für mehr als 20 Jahre der Mitgliedschaft beim Hotel- und Gaststättenverband Kreisverband Rosenheim konnte Franz Bergmüller an die drei Wirtsfamilien Wiesner (Yachthotel in Prien), Mehlhart (Jägerhof in Bernau) sowie Theisen (Seehotel Feldhütter in Prien) eine Ehrenurkunde mit Erinnerungsnadel aushändigen. Das Ehepaar Dorothea und Rainer Lechner vom Berggasthof Aschbach bekamen eine von BHG-Präsidenten Wiggerl Hagn unterzeichnete Ehrenurkunde für ihr 40jähriges Betriebsjubiläum.

 Die 1. Aufnahme zeigt von links: Franz Bergmüller, Ingeborg Wiesner (Yachthotel Chiemsee), Willi Mehlhart (Jägerhof Bernau) und Marga Theisen (Seehotel Feldhütter in Prien) und stellvertretenden Vorsitzenden Claus Hähle.

Die 2. Aufnahme zeigt von links: Dorothea Lechner, 1. Vorsitzenden Franz Bergmüller, Rainer Lechner sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Claus Hähle und Willi Mehlhart.

Text/Foto: hö

Weitere Informationen: BHG-Kreisvorsitzender Franz Bergmüller, Telefon 08063-295

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Stand: 26. September 2002