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Der Bär und der Samerberg
Der Bär ist zwar tot, aber er wird weiterleben...

Samerberg (hö) 26.06.06 – Ganz Deutschland ist inmitten der euphorischen Fußball-Weltmeisterschaft traurig: Bruno, der einzigartige Bär wurde erlegt, sein Fell wird gerade verteilt...! Auch am Samerberg, der Hochtalgemeinde zwischen Inn und Chiemsee am Nordrand der Alpen ist das unrühmliche Ende des Bären mit Trauer aufgenommen worden. „Auch wenn das Sterben des Bären nicht mit der Geschichte von Jennerweins Tod zusammenpasst, doch jägerische Voreiligkeit ist sicher auch beim Bären im Spiel gewesen“, so ein Vertreter des Verkehrsvereins Samerberg beim montäglichen Routinetreffen im Verkehrsamt in Törwang. Dessen Leiter Anton Hötzelsperger bekam wenige Stunden vor dem Bärentod noch exklusiv eines der letzten Bilder vom lebenden Bären Bruno.

Als Hötzelsperger am Sonntagabend in seinem Heimat-Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing einen guten Freund traf, dann erzählte dieser von seiner nachmittäglichen Motorradtour in das Spitzingseegebiet. „Da habe ich sogar den Bären fotografiert“, sagte der Motorradfahrer aus den Reihen des Atzinger Trachtenvereins, der allerdings namentlich nicht genannt werden möchte, nichtsahnend, welche Bedeutung dieses Bild noch bekommen könnte. „Du kannst aber das Bild gerne haben“, so seine Bereitschaft, auch anderen Leuten eine Freude zu machen. Kurz vor Mitternacht – nach Ende des Preisplattelns  in Atzing – wurde dann der Foto-Chip übergeben und kurz nach Mitternacht wurde das Bild mit einem Text an Freunde und Medien versandt. Ein paar Stunden später war das Bärenleben beendet.

Was bleibt sind Erinnerungen – und das Bild. Für den Verkehrsamtsleiter vom Samerberg gibt es zwei, allerdings nur teilweise tröstende Gedanken: Der erste wäre: „Der Bär ist tot, es lebe der Bär“ – gemeint ist damit das Samerberger Maskottchen, natürlich ein Bär, ein Samerbär. Dieses Maskottchen gibt es seit gut einem Jahr am Samerberg und es kommt bei Groß und Klein gut an. „Wichtig ist auch, dass es nicht gejagt werden kann, das Maskottchen als Stoffbär ist nicht auszurotten“, freut sich Uwe Hog vom Samerberg, der die Idee zum Samerbär hatte. Der zweite Gedanke ist noch nicht ausgedacht. Jedenfalls planen die Samerberger –unabhängig vom Schicksal des Bären Bruno – ein Freizeitangebot zum Thema „Bären“, die Vorbereitungen laufen seit einiger Zeit. „Es soll kein Denkmal für Bruno werden, sondern vielmehr der gescheiten Gattung Bär grundsätzlich gewidmet werden“, so das Verkehrsamt, das sich aber noch nicht weiter zu diesem Thema äussern möchte. Schließlich ist noch einige Tage Bären-Trauer-Zeit und die wird auch am Samerberg eingehalten....

Foto: Hötzelsperger

Der Samerbär – Maskottchen der Hochtalregion Samerberg (www.samerberg.de)

Weitere Informationen: Verkehrsamt Samerberg, Telefon 0032-8606

 

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Stand: 20. August 2006