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„Der Ehestreik“
Vom Priener Bauerntheater als willkommenes Angebot für Einheimische und Ostergäste bis 22. April noch drei Aufführungen im Kl. Kursaal

Prien (hö) 17.04.06 – „Wie Du mir, so ich Dir“ – so und so ähnlich verlaufen die zuweilen urkomischen Szenen im Osterstück des Priener Bauerntheaters bis es zum titel-entsprechenden Ehestreik kommt. „Der Ehestreik“ erfuhr am Ostermontag gleich zweifache Premieren. Am Nachmittag erfreuten sich über einhundert Senioren und Kinder an der Generalprobe und am Abend gab es dann ein ausverkauftes Haus im Kleinen Kursaal vom Haus des Gastes.

Ehe es zum Generalstreik der entschlossenen Frauen kommt, bringt die neue Bedienung Hanni beim Bräu im Dorf  das Tag- und Nacht-Leben der verheirateten Männer durcheinander. „Der Herrgott hätte gut daran getan, das Ripperl, aus dem er die Frau machte, mit Kraut zu essen!“ oder „Er sitzt beim Bier und ich beim Stall-Ausmisten“ waren Beispiele des Schlagabtausches vor dem Streik. Im Hause des Hans Schmied (Hans Wallner junior) und seines Vaters Bartl (Christian Wimmer) war nach wenigen Ehejahren bzw. nach 30 Jahren Ehe die Hauswelt immer in Ordnung. Nur jetzt, da die Bedienung beim Wirt nicht nur freundlich, sondern auch noch hübsch sein soll, kommt der Hausfriede in Unordnung. Gerade die ehrenhafte Bürgermeistersgattin (Brigitte Sperber), die ihrem Mann schon längstens das Wirtshausgehen „ausgeredet“ hat, organisiert eine Unterschriftenaktion zur Absetzung der Kellnerin. Die „Sündenfürchten“, wie die Bürgermeisterin genannt wird, schafft es, das Volksbegehren „Weg mit dem sündhaften Geschöpf und Wiederherstellung des häuslichen Friedens und der ehelichen Treue“ auf den Weg zu bringen. Sogar der Orts-Pfarrer (Klaus Kollmannsberger) wird in das Frauen-Begehren einbezogen. Doch wie es sich für ein kurzweiliges Bauerntheaterstück gehört, kommt es erstens anders als man zweitens denkt. „Kommt ein Pantoffel geflogen“ – dieses Scherzlied wurde gleich mehrmals strapaziert bis es zum doch noch guten Ende kommt. In den durchwegs gut besetzten Rollen glänzten mit ihren Bühnenleistungen Christine Furtner und Christine Perl als die Ehefrauen der Schmid-Männer sowie Anneliese Furtner, Marianne Bartl, Sabine Löhmann, Elli Angerer, Bene Fischer, Georg Fischer junior, Lenz Stockinger junior und Peter Thaurer junior. Für den Bühnenaufbau sorgten Peter Thaurer senior und Andreas Obermüller, die Bühnenmalerei übernahm wie immer gekonnt Rudi Eichwaldt, den Kassenservice teilten sich Hermine und Sebastian Maier, als Souffleuse war aufgrund der sicheren Spielweise und der stets gekonnten Einsätze Annemarie Lackerschmid nicht zu hören und für die unaufdringliche, aber gute Technik sorgte Andreas Titze. Spielleiterin Irmi Furtner dankte nicht nur allen aktiv Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne. „Gerade nach guten Feiertagen ist es angeraten, sich den frischen Speck wieder wegzulachen“, so Irmi Furtner, die für die weiteren Aufführungen im Kleinen Kursaal im Haus des Gastes einlud. Diese sind am Mittwoch, 19. April, am Freitag, 21. April und am Samstag, 22. April jeweils ab 20 Uhr (Vorverkauf im Stoffgeschäft Honsowitz in der Alten Rathausstraße 14 gegenüber dem Haus des Gastes). Vor Beginn des Theaters und in der ersten Pause unterhalten Mitglieder der Trautersdorfer Musik die Gäste. „Der Ehestreik als heiteres Dorfbegebnis in drei Aufzügen von Julius Pohl holt den Besucher auf angenehme Weise für ein paar Stunden aus dem hektischen Alltagsleben heraus auch wenn ihn zu Hause der Ehealltag wieder einholt...“, meinte ein Seniorenehepaar bei der nachmittäglichen Premiere und freute sich über die Leistungen der frisch und frei aufspielenden, recht jungen Mannschaft des  Priener Bauerntheaters.

Foto: Hötzelsperger

Szene aus dem Ehestreik des Priener Bauerntheaters

Weitere Informationen: Spielleiterin Irmi Furtner, Telefon 08051-2662

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Stand: 26. September 2002