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Freiraum für die natürliche Gewässerentwicklung
Gelungene Gewässerpflegeaktion am Weberbachl in Kammer

Traunstein (es) 26.04.06 -  Im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion der Stadt Traunstein, des Agenda-Arbeitskreises Naturschutz und Siedlungsökologie, des Landschaftspflegeverbandes und des Bunds Naturschutz  wurde am Weberbachl am Standortübungsplatz in Kammer mehr Freiraum für die natürliche Gewässerentwicklung geschaffen. Ermöglicht wurde diese Aktion, die die Stadt als Musterprojekt für weitere Struktur verbessernde Maßnahmen an den zahlreichen Gewässern im Stadtgebiet ins Leben gerufen hat, von der Standortverwaltung Bad Reichenhall, die den Raum für die drei Bachaufweitungen zur Verfügung gestellt hat.

Zunächst führte der Bauhof an dem rund 300 Meter langen Teilstück des Weberbachls  Erdarbeiten durch. Zusammen mit fünf kurzen Baumstämmen als Sohlschwellen, die den Wasserlauf und die neu gewonnen Flächen etwas einstauen sollen, wird verhindert, dass sich der Bach weiter eintieft. Zahlreiche freiwillige Helfer, darunter auch einige Kinder und Jugendliche pflanzten daraufhin unter Anleitung von Jürgen Sandner vom Landschaftspflegeverband insgesamt 200 heimische und autochtone (das heißt aus Samen süddeutscher Herkunft stammende, in Baumschulen herangezogene und deshalb besonders gut an unser Klima angepasste) Sträucher wie Pfaffenhütchen, Heckenkirsche und Hasel.

Die Erdarbeiten werden im Rahmen des Gewässerpflegeprogrammes zu 30 Prozent vom Freistaat gefördert, die Kosten für die Pflanzen zu 50 Prozent vom Landschaftspflegeverband getragen.

Dank dieser Maßnahmen können sich im Laufe der Jahre naturnahe Gehölzstrukturen entwickeln, die Lebensraum für Hecken bewohnende Vogelarten - wie zum Beispiel Goldammer oder Neuntöter - bieten und gleichzeitig den Bach abschnittsweise beschatten. Dies wirkt sich günstig auf den Sauerstoffgehalt im Bach aus, da sich das Wasser im Sommer nicht so stark erwärmt. Während der Arbeiten mussten leider auch Gewässerverschmutzungen festgestellt werden. Die Verursacher konnten ermittelt werden, die Einleitungen wurden abgestellt.

Mit diesem Projekt möchte die Stadt Traunstein aufmerksam machen auf die hohe Bedeutung der Bäche und Fließgewässer im Stadtgebiet und gleichzeitig die Bereitschaft in der Bevölkerung und bei den Gewässeranliegern wecken, bei künftigen Maßnahmen, mitzuarbeiten. Für weitere Auskünfte steht Heinrich Vogl vom  Sachgebiet Stadtentwässerung, Tel. 0861/65-267, gerne zur Verfügung.

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Stand: 26. September 2002