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„Meine Hofgeschichte“
Kursabschluss für Salzburger, Berchtesgadener und Chiemgauer Teilnehmer in Aschau i. Chiemgau 

Aschau (hö) 27.03.06 – Die Spezialisierung und Qualifizierung innerhalb der Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof sind Teil der erfolgreichen Entwicklung dieses Tourismussektors in Bayern und Salzburg. Davon zeugte eine Feierstunde zum Abschluss eines Kurses, den 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten. Thema des Kurses war „Meine Hofgeschichte“.

Die Frauen und Männer aus dem EuRegio-Gebiet Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein befassten sich vier Tage lang mit der allgemeinen Agrargeschichte sowie mit dem Auswerten von Daten für eigene Hofgeschichte. Zudem standen Besuche im Staatsarchiv München und im Landesarchiv Salzburg auf dem Programm. Rosmarie Reiter als Vorsitzende von Urlaub auf dem Bauernhof für die Region Rupertiwinkl und Berchtesgaden übernahm die Projektleitung und sie erinnerte bei der Abschlussveranstaltung im Mehrzweckraum der Tourist-Information von Aschau i. Chiemgau, dass sich in der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein rund 2.500 Bauernhöfe mit 35.000 Gästebetten bei einem Umsatz von rund 140 Millionen Euro befinden. Die Fortbildungs-Seminare sind in den letzten Jahren immer wieder auf neue Erkenntnisse und Bedürfnisse abgestellt worden. Nunmehr hat man sich erstmals und ausführlich der Geschichte gewidmet. „Hofgeschichte erfahrbar machen“ – so lautete der Titel der Kurstage. Alltägliches – wie zum Beispiel Buttern - wurde als neue Chance in der Vermietung entdeckt. Bürgermeister Kaspar Öttl von der Gemeinde Aschau erinnerte an die vielfältigen und guten Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Projekten  als er sagte: „Bei vielen Leuten ist der geistige Schlagbaum erst dadurch gefallen, dass wir im Tourismus über die Grenzen offen zusammengearbeitet haben“. Wolfgang Bude als Leiter der Tourist-Information Aschau und seit vielen Jahren Motor der Werbegemeinschaft „Urlaub grenzenlos zwischen König und Kaiser“ sprach in seinem Grußwort von der Wichtigkeit der Geschichte für die Einheimischen wie für die Gäste. „2008 wird es in Aschau und Rosenheim eine geschichtsträchtige Landesausstellung geben, das bedeutet eine zusätzliche Chance für den Tourismus“, so Bude. Gertraud Bruckmaier von der Strukturentwicklungsgruppe Oberbayern-Ost mit Sitz im Landwirtschaftsamt Töging hat in ihrem Beruf Urlaub auf dem Bauernhof sowie die EU-Förderungen als Schwerpunkt. Sie sprach in ihrem Beitrag von den reichen Erfahrungen, die man bei Studien über die Vorfahren machen können. „Die Ur-Sehnsucht nach Wurzeln in der Heimat entspricht auch den Gästewünschen nach Geborgenheit und Information“, so Frau Bruckmaier, die die Werte Tradition, Feste und Gastfreundschaft eng mit den Zielen der Geschichtspflege verknüpfte und aus den gemachten Erfahrungen festhielt: „Auch wenn Bauer-Sein nie ein Honigschlecken war, so kann man doch dankbar gegenüber den Vorfahren sein und dies auf informative Weise zum Ausdruck bringen“. Letztlich ist es nach den Ausführungen der verschiedenen Redner sogar denkbar, dass eine Hof-Chronik oder die Hof-Geschichte ein Alleinstellungsmerkmal sein können, das die Beziehungen zwischen Gastgeber und Gäste vertiefen kann. Ehe es für alle 19 Teilnehmer des Kurses unter der Leitung von Marianne Willer-Gabriel aus Aschau und von Ernst Höntze ein Teilnahme-Zertifikat gab, wurde noch eine neue Diskussion angestoßen. Aus den Reihen der Teilnehmer wurde nämlich angeregt, dass man sich in einem weiteren Seminar oder Kurs mit dem Thema „Zeit-Management auf dem Bauernhof“ beschäftigen sollte. Gerade die Vielfalt der Aufgaben für Familie, Tiere, Hof und Gäste beansprucht die Gastgeber enorm. An der Diskussion beteiligten sich auch Matthias Untermayer als stellvertretender Vorsitzender der Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof für den Chiemgau sowie Vorstandsmitglied Albert Krahbichler von Urlaub am Bauernhof in Salzburg. Lobend herausgestellt und auch im Rahmen des Abschlusstages mit Interesse begutachtet wurde die im Vorjahr mit dem Innovationspreis des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnete Initiative „Bauernland und Bauersleute“ im Priental. Aschauer und Sachranger Bäuerinnen haben sich nach einer brillanten Idee aus den eigenen Reihen daran gemacht, ihr Hofleben in regelmäßigen und ganzjährigen Führungen der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Das neue Programm „Bauernland und Bauersleut – Bavarian Walking“ ist ab sofort bei der Tourist-Information in Aschau i. Chiemgau, Telefon 08052-904937 erhältlich. Nähere Informationen zu den gemachten Erfahrungen beim Kurs „Meine Hofgeschichte“ gibt es bei Rosmarie Reiter, der Vorsitzenden von Urlaub auf dem Bauernhof Rupertiwinkel-Berchtesgaden, Telefon 08682-954815.

Foto/s: Hötzelsperger  

1.        Rosmarie Reiter erhält aus der Hand von Gertraud Bruckmaier eine Teilnahmebescheinigung zum Kurs „Meine Hofgeschichte“

2.        Gertraud Bruckmaier erinnerte in ihrem Vortrag, dass Diplome immer schon eine Motivation für die Landwirtschaft waren, hier zeigt sie eine Urkunde aus dem Jahr 1910 für eine mustergültige Dungstätte (Misthaufen).

3.        Die 19 Teilnehmer mit den Referenten sowie mit Bürgermeister Kaspar Öttl und mit Tourist-Info-Leiter Wolfgang Bude (links) nach dem Kurs-Abschluss in Aschau.

Weitere Informationen: Rosmarie Reiter, der Vorsitzenden von Urlaub auf dem Bauernhof Rupertiwinkel-Berchtesgaden, Telefon 08682-954815.

 

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Stand: 26. September 2002