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Trotz Regen pilgern 3.200 Trachtler nach Maria Eck
Wahres Glaubenszeugnis mit Weihnachtsschützen, Predigt und Dank

Maria Eck (hö) 21.05.06 – Aus 105 Trachtenvereinen des Gauverbandes I beteiligten sich 3.200 Trachtlerinnen und Trachtler bei der nunmehr 56. Wallfahrt zur Mutter Gottes nach Maria Eck. Von Siegsdorf aus betend zog die große Trachtlergemeinschaft zum Klosterberg und dort wurde trotz regnerischer Witterung gemeinsam ein Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert.

Gauvorstand Peter Eicher hatte allen Grund, allen Beteiligten für die eindrucksvolle Veranstaltung zu danken. Als nicht selbstverständlich bezeichnete es bei der Begrüßung Zweiter Gauvorstand Sebastian Gasteiger, dass sich eine so große Zahl an Trachtenvereinsmitgliedern auf dem Weg von Siegsdorf machen, um betend Maria Eck zu erreichen.

„Auch wenn die früheren Beweggründe der Kriege heute nicht mehr so vordergründig scheinen, so haben wir dennoch allen Grund, uns an den Herrgott und an die Mutter Gottes zu wenden.

Unwetter, Schneekatastrophen wie in Bad Reichenhall und Hochwasser bedürfen unserer Gebete“, so Gasteiger. Pfarrer Hans Krämer aus Inzell bat die gläubigen Trachtler, sich jeden Tag aufs Neue auf die Orientierung durch die Liebe  einzulassen.

„Die Gebote sind keine Einschränkung, sondern eine Lebenshilfe“, so der Geistliche, der dazu ergänzte, dass Tradition als Wurzel einer gewachsenen Lebenserfahrung das Fundament zur Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft sein kann.

„Setzen wir die Liebe als Wünschelrute des Glaubens zur Orientierung im Leben weiter ein“, bat der Geistliche, der Gauvorstand Peter Eicher auch dafür dankte, dass trotz des argen Regens die Predigt nicht ausfallen sollte, weil diese in der Geschichte der Wallfahrt noch nie ausgefallen ist. „Vergelt´s Gott“ sagte Pfarrer Krämer den Trachtlern über den Wallfahrtstag hinaus, als er dafür dankte, dass sich die Trachtenvereine in wertvoller Weise um Kinder, Jugendliche und religiöse Feste glaubwürdig sorgen.

Hauptzelebrant Krämer wurde im Altardienst noch von den Konzelebranten Pater Berard und Pater Adam vom Kloster Maria Eck unterstützt. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Mitglieder der Musikkapelle Piding unter der Leitung ihres Kapellmeisters Hans Eder. Mit über 100 Ehrensalutschüssen wurden die Wallfahrer von den Weihnachtsschützen aus Engedey begrüßt.

Die 17 aktiven Mitglieder des mit 25 Jahren jüngsten Weihnachtsschützenvereins aus Berchtesgaden hielten mit ihrer Munition und Tradition der nassen Witterung bestens stand. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich auch Landrat Georg Grabner vom Berchtesgadener Land, stellvertretender Landrat Georg Klauser aus Traunstein, Zweiter Gauvorstand und Ehrenmitglied Sepp Schmid vom Chiemgau-Alpenverband sowie einige Ehrenmitglieder des Gauverbandes I.

Ein Dank galt noch den vielen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz, die mit ihrem Ordnungsdienst der großen Trachtlerwallfahrt einen ruhigen Ablauf garantierten. Für Gauvorstand Peter Eicher war es abschließend wichtig, dass die Trachtler ihre Aufgaben auch in der Erfüllung von Glaubenswerken sehen. Ein Trachtler aus Bad Endorf drückte  dieses Gesinnungsgut am Rande der Wallfahrt angesichts des strömenden Regens so aus: „Der Regen von heute vergeht, wenn aber auch in 50 oder 100 Jahren noch die Trachtler von Siegsdorf nach Maria Eck zur Mutter Gottes pilgern, dann hat unser heutiges Kommen einen wahren Sinn gehabt“.

 Fotos: Hötzelsperger

Eindrücke von der Wallfahrt 2006 der Trachtler vom Gauverband I zur Mutter Gottes nach Maria Eck.

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Stand: 26. September 2002