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Lobende Minister-Worte
Ehrungen bei 60. Almbauerntag in Brannenburg

Brannenburg (hö) 15.10.07 – „Der Staat dürfe die in Jahrhunderten gewachsene Berglandbewirtschaftung mit ihrer klein- bis mittelbäuerlichen Struktur und den häufig schwierigen Bewirtschaftungsvoraussetzungen nicht schutzlos dem Wettbewerb der zunehmend globalisierten Lebensmittelerzeugung aussetzen“ – mit diesen Worten sagte Bayerns Landwirtschafts- und Forst-Minister Josef Miller den Bauern und Almbauern in Bayern seine weitere Unterstützung zu.

Seine Rede beim 60. Almbauerntag des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern in Brannenburg fand viel Gehör. Immerhin gibt es in Bayern knapp 10.000 Betriebe im bayerischen Berggebiet. In den letzten 30 Jahren wurde keine Alm oder Alpe in Bayern aufgegeben. Auch der „Bestoß“ der Almen ist stark geblieben. Wie Minister Miller berichtete, wurden heuer rund 19.500 Rinder (davon 1.400 Milchkühe), 2.7000 Schafe und Ziegen sowie 480 Pferde von den 710 oberbayerischen Almen wieder ins Tal gebracht.

Der 60. Almbauerntag begann am zweiten Festtag mit einer Kirchenfeier unter Gottes freiem Himmel nahe dem Brannenburger Schloss in traumhafter Umgebung. Pfarrer Bernhard Bielasik von Brannenburg sprach in seiner auf die Almleute eingehenden Predigt von den Bergplätzen, an denen  sich Himmel und Erde berühren. Nach dem Gottesdienst machte sich ein großer, farbenprächtiger und lebendiger Festzug auf den Weg durch Brannenburger Straßen und Fluren. Kutschen, Leutewagen mit den geehrten Almleuten, Tiere und viele Ehrengäste nahmen mit den Orts- und Brauchtumsvereinen von Brannenburg, Degerndorf und Flintsbach daran teil.

Unter den Ehrengästen waren unter anderem Landesbäuerin Annemarie Biechl, die Landtagsabgeordneten Jakob Kreidl und Sepp Ranner, Landrat Dr. Max Gimple, Bürgermeister Peter Gold sowie Vertreter der Alpwirtschaft aus dem Allgäu und verschiedener Behörden und Verbände. Bei der Vollversammlung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern in der Wendelsteinhalle gab es zahlreiche Ehrungen.

Ehrungen für Almleute aus dem Landkreis Rosenheim

Insgesamt 27 Almleute wurden für langjährige Almarbeit mit Urkunden ausgezeichnet. Für den Landkreis Rosenheim waren dies: aus dem Almbezirk Aschau Therese Stoib (30 Jahre auf Brandlberg-Alm) und Paul Moosmüller (30 Jahre auf Schlechtenberg-Alm), aus dem Almbezirk Bad Aibling Vitus Gasteiger (15 Jahre auf Schloß-Alm), aus dem Almbezirk Brannenburg Carolina und Benno Rauscher (32 Jahre auf der Schuhbräu-Alm), aus dem Almbezirk Oberaudorf Marie-Luise Ospalski (40 Jahre auf Lenau-Groß-Alm), Maria Trattner (35 Jahre auf der Grafenherberg-Alm) und Elisabeth Beiel (30 Jahre auf der Grafenherberg- und Zacher-Alm) und aus dem Almbezirk Samerberg Kathi Schweinsberger (40 Almsommer auf der Ziffer-Alm), Josef Sattlberger (20 Jahre auf der Doagl-Alm) und Christine Astner (11 Sommer auf der Daffnerwald-Alm).

Die Geehrten bekamen zusätzlich zu ihrer Urkunde noch einen Geldbetrag, den der „Förderverein Bundesminister Josef Ertl und Helmut Silbernagel“ stifteten. Dieser Förderverein unterstützt auch Almen, die eine schwierige Erschließung haben und er macht mit seinen Ehrungen auch Mut zum Weitermachen trotz harter Bedingungen. Heuer wurde aus dem Rosenheimer Land Wolfgang Bauer von der Hansen-Klausen-Alm im Brannenburger Gebiet mit dieser speziellen Ehrung bedacht.

Ein wichtiges Anliegen ist dem Almwirtschaftlichen Verein auch das partnerschaftliche Verhältnis von Alm- und Annehmviehbauern. Aus dem Landkreis Rosenheim kamen folgende geehrte Partnerschaften: Hans Gschwendtner (Almbauer)  von der Hilsteiner-Alm mit Maria Fuchs (Annehmviehbauer) aus Tuntenhausen (seit 22 Jahren), Fritz Gumpertsberger von der Rauchalm mit Franz Voggenauer aus Frasdorf (seit 51 Jahren), Simon Gfäller von der Langen-Groß-Alm mit Michael Grimm aus Bad Feilnbach (35 Jahre), Simon Gfäller mit Peter Bartl aus Flintsbach (35 Jahre), Josef Gasteiger von der Schlipfgrubalm mit Sepp Spann aus Fischbachau (20 Jahre), Johann Grad von der Sattlalm mit Sepp Antretter aus Brannenburg (30 Jahre) und Josef Bichler von der Mitteralm mit Johann Astner aus Flintsbach (30 Jahre).

Foto/s: Hötzelsperger

1.   Leute, die Verantwortung für das bayerische Almleben tragen: von links: Minister Josef Miller, Bürgermeister Peter Gold, AVO-Geschäftsführer Michael Hinterstoißer, gastgebender Bezirksalmbauer Klaus Vogt und AVO-Vorsitzender Georg Mair.

2.   Eindrücke vom Festzug

3.   AVO-Vorsitzender Georg Mair bei seiner Ansprache bzw. mit Minister Miller

Weitere Informationen: Almwirtschaftlicher Verein Obb., Tel. 08025-5044

 

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Stand: 20. Oktober 2007