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Maria und Franz Riesinger von der Wildenwarter Schlosswirtschaft
Fast 33 Jahre in Diensten von Prinzessin Helmtrud von Bayern und von Herzog Max in Bayern

Wildenwart (hö) 18.01.07 – Prinzessin Helmtrud von Bayern persönlich als Tochter von Bayerns König Ludwig III.  erwählte vor fast 33 Jahren Maria und Franz Riesinger aus, um sie als Pächter für die zum Wildenwarter Schloss gehörende Schlosswirtschaft einzusetzen.  Bis zum heutigen Tag hat das Pächter-Ehepaar in beständiger, verlässlicher und gekonnter Weise ihre Dienste erfüllt. Doch jetzt legen Maria und Franz Riesinger den Kochlöffel und den Servierteller aus der Hand – sie gehen in Ruhestand.

Die fast schon königliche Treue und Verlässlichkeit von Maria und Franz Riesinger hat diese weit über Wildenwart, ihre Gemeinde Frasdorf und den Chiemgau hinaus bekannt gemacht. Herzog Max in Bayern als heutiger Schlossherr und Verpächter der Schlosswirtschaft konnte all die Jahre ebenso zufrieden sein wie ungezählte Gäste. Auch – oder gerade weil sich nichts an und in der Wildenwarter Schlosswirtschaft in den gut drei Jahrzehnten geändert hat, haben sich viele Stammkundschaften entwickelt. Die Speisenkarte war nie großen Schwankungen und Veränderungen unterlegen. Beständigkeit hatte diese Karte ebenso wie das helfende und bedienende Personal.

Doch nun gehen die Wirtsleute in Pension. Was bleibt sind viele und gute Erinnerungen. Franz Riesinger denkt bereits jetzt gerne zurück. Seine Stationen waren die Lehre im Hotel Rennbahn in seiner Heimat Neuburg an der Donau, dann das Theater-Restaurant in Ingolstadt, dann der Fürstenhof in Bad Brückenau und dann das Post-Hotel in Partenkirchen.

Dort lerne er die Wildenwarterin Maria Riesinger kennen und lieben. Die weiteren Stationen von Franz und Maria Riesinger vor ihrer gemeinsamen Aufgabe in Wildenwart waren das Queen-Elizabeth-Hotel im kanadischen Montreal, das Hotel Bachmaier am Tegernsee sowie die Schönheitsfarm Gruber in Rottach-Egern.

Wildenwart war eine schöne Zeit – darin sind sich Maria und Franz Riesinger einig. Erfolgreich waren sie unter anderem mit den Ortsvereinen und mit den Saalveranstaltungen sowie mit der Gemeinschaft „Kulinarisch Herbst im Chiemgau“, bei dem sie von Anfang an aktiv dabei waren. Gerne denken die Riesingers noch an das Jahr 1995 zurück als in Wildenwart die Ausstellung über König Ludwig III. war.

Über 7.000 Gäste sahen diese Ausstellung und die Wildenwarter Schlosswirtschaft war ein wesentlicher Bestandteil zum Gelingen dieser besonderen Präsentation auf dem Lande. Noch bis Ende Januar sind Maria und Franz Riesinger in der Schlosswirtschaft tätig. Dann geben sie die gastronomische Verantwortung in jüngere, wiederum Wildenwarter Hände.

Nach einer kurzen Phase des Umbaues wird Christoph Gelder aus Wildenwart die Küchenleitung übernehmen. Mit einer Einladung an die Ortsvereine und Nachbarn wollen sich die Noch-Wirtsleute für das stets gute und harmonische Miteinander verabschieden. Aber am Sonntag, 28. Januar ist dann wirklich Schluss. „Dann beginnt erst mal ein langer Urlaub....“, meinen Maria und Franz Riesinger mit einem Schuss Wehmut. 

Foto/s: Hötzelsperger

1.      Zu den vielen Stammgästen in der Wildenwarter Schlosswirtschaft gehörten auch BR-Intendant Dr. Thomas Gruber (li.) und Chiemsee-Verbands-Geschäftsführer Hermann Roth (re.). Vor fast 33 Jahren wurden Maria und Franz Riesinger von Prinzessin Helmtrud von Bayern (Bild oben) unter Vertrag genommen.

2.      Wurde vor kurzem umgebaut: das neue Schützenstüberl mit dem Wirte-Ehepaar und mit langjährigem Personal.

3.      Maria und Franz Riesinger

4.      Schloss Wildenwart auf alter Postkarte mit Teilen der Schlosswirtschaft

5.      Markanter Nord-Eingang der Schlosswirtschaft

6.      Franz Riesinger vor dem neuen Süd-Eingang der Schlosswirtschaft

Weitere Informationen: Schloßwirtschaft Wildenwart, Telefon 08051-2756

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Stand: 06. Februar 2007