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Sehenswertes Gstadt
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Verkehrsamt

Verkehrsamt Gstadt Seeplatz 5 83257 Gstadt am Chiemsee Tel: 08054/442 Fax: 08054/7997 

 

 

Geschichte

Erste uns aus Funden bekannt gewordene Bewohner am Chiemsee waren Kelten (ca.300v.Chr.) und Römer (bis etwa 400n.Chr.). Das Römermuseum in unserem Nachbarort Seebruck zeigt erstaunlich viele Beispiele ihrer Kultur. Gollenshausen soll seinen Namen von einer römischen Familie haben, die eine Villa am aussichtsreichen Hochufer baute. Schon um 620 sollen irische Mönche erste Einsiedeleien und die Chiemsee—Klöster eingerichtet haben. Was aber gewiss ist:

Bayernherzog Tassilo III. gründete 772 das Benediktinerinnenstift auf der Fraueninsel. Als "Hofmark" gehörte Gstadt mit seiner Pfarrkirche St.Petri, eines der ältesten Gotteshäuser im Chiemgau, zum Kloster. Vom “Gestade“ legten die Boote zur kürzesten Überfahrt nach der Insel ab. Und so blieb es bis heute: Die Chiemseeschiffe haben hier einen wichtigen Hafen. Golduneshusa (Gollenshausen) wurde erstmals 924 urkundlich erwähnt. Damals soll schon eine Kirche gestanden haben. Die spätgotische St.Simon- und Judas Kirche aus dem 15. Jahrhundert ist heute sehenswert wegen ihrer Fresken an der südlichen Außenwand (1430 entstanden).

Durch die Jahrhunderte blieben unsere beiden Dörfer und die 13 Weiler, die zum Gemeindegebiet gehören, der Landwirtschaft treu. Industrielle Ansiedlungen blieben uns erspart; die freie Landschaft hat immer noch Vorrang. Und so soll es bleiben.

Die ersten Touristen kamen zu uns, als es noch keine Eisenbahn gab. Sie fuhren mit der Postkutsche von München über Rosenheim und machten die Fußwanderung von der Station Weisham (an der Straße Rosenheim—Seebruck) bis nach Gstadt. Ihr Ziel war die Fraueninsel. Kunstmaler der Münchner Schule, allen voran Max Haushofer, hatten ab 1828 ihre “Sommerfrische“ entdeckt. Ihnen folgten Dichter wie Felix Dahn, Viktor von Scheffel und Schriftsteller wie Steinheil und Eugen Ortner. 1934 malte der Expressionist Max Beckmann in Gstadt, und die Reihe berühmter Persönlichkeiten, die bei uns gerne weilten, ließe sich fortsetzen. Etliche Werke von Heinrich Heidner, Prof.Albert Stagura, Max Märtens, Hermann Gröber und anderen berühmten Chiemsee-Malern hängen noch heute in den Gaststuben der Wirtshäuser.

 

 

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Stand: 26. September 2002