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PfarrkirchePfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Durch die Schenkung des Erzbischofs Odalbert von Salzburg ist der Bestand des Gotteshauses bereits für das Jahr 928 urkundlich nachgewiesen. Aus ihr ergibt sich, dass die Kirche schon vor 928 erzbischöflich salzburgischer Besitz war. Das Gotteshaus wurde in der Zeit der Spätgotik (um 1415) völlig neu erbaut.
Hauptförderer des Kirchenbaues waren die Laiminger. Es ist davon auszugehen, dass dieser Kirchenbau im Lauf des späten 15. und des beginnenden 16. Jahrhunderts noch beträchtlich erweitert wurde.

Im Sommer 1725 wurde das Gotteshaus durch Sturm und Gewitter soweit beschädigt, dass ein Neubau unvermeidlich erschien. Die Leitung des Baues wurde dem Mitglied des kurfürstlichen Geistlichen Rates in München, Johann Emanuel Nikolaus Freiherr von Pienzenau und dem damaligen Pfarrer Haagn übertragen. Dem Herrn Franz Armand Cajetan von Fossa (auf Schloß Forchteneck), welcher sich dem Vorhaben hartnäckig widersetzte, wurde unter Strafandrohung auferlegt, 2000 Gulden aus dem Zechschrein des Gotteshauses für den Bau zur Verfügung zu stellen, wogegen dieser "öffters häßlich protestieret hat".
Mit der Bauausführung wurden Thomas Mayr, Maurermeister von Grafing und Matthias Cronast, Gerichtszimmermeister von Kling, beauftragt.

Der Kirchenbau wurde im Mai 1727 begonnen. Man hat zuerst das neue Langhaus errichtet. Dabei wurden die alten Seitenmauern bis in einer Höhe von 2.~0 m erhalten. Anstelle eines kostspieligen Ziegelgewölbes wurde ein Lattengewölbe erstellt. Noch im gleichen Jahr konnte der neue Dachstuhl aufgesetzt werden. 1730 ist der Bau dann zum endgültigen Abschluss gekommen.
1732 wurde ein ursprünglich für die Traunsteiner Stadtpfarrkirche vom Traunsteiner Tischler Johann Wolfgang Dersch gebauter Hochaltar, der dort jedoch wegen Geldmangels noch nicht gefasst war, angekauft. Die Altarfiguren schnitzte der Traunsteiner Bildhauer Georg Andreas Dietrich.

Der eindrucksvolle Innenraum mit spätbarocken Hochaltar, Rokoko-Seitenaltären und Rokokokanzel1773 hat schließlich, wie eine Inschrift auf ihrer Rückseite besagt, "die Halfingerische gemeyn samtt anderen guetthätern" die beiden neuen Seitenaltäre machen und fassen lassen. Um diese Zeit entstand auch die prächtige Kanzel des Gotteshauses. 
Halfing war durch mehrere Jahrhunderte die bedeutendste marianische Gnadenstätte im westlichen Chiemgau zwischen Inn, Chiemsee und Alz. Die Wallfahrt zu „Unserer lieben Frau am Moos“, wie das um 1430 entstandene Gnadenbild (und auch die Kirche selbst) genannt wurde, muss im Lauf des 15. Jahrhunderts aufgekommen sein. Weiteren Aufschwung nahm die Wallfahrt durch die Einführung einer Skapulierbruderschaft 1648 bzw. 1660.
Das weitere Aufblühen der Wallfahrt in der Barockzeit manifestiert sich in der Erweiterung der Kirche um 1680 und im Kirchenneubau 1727. Die Halfinger Kirche präsentiert sich als sehr große Spätbarockkirche mit einem mächtigen spätgotischen Turm. Die Kirche ist 39 m lang und gehört zu den größten Gotteshäusern im Chiemgau. Sie wurde zum Vorbild für die 1735 erbaute Pfarrkirche in Prien. Das Patrozinium der Kirche wird am Fest Mariä Himmelfahrt begangen. Es scheint sich dabei um eine Einführung neuerer Zeit zu handeln, denn 1708 wird ausdrücklich Mariä Geburt als Patrozinium angegeben.


St. BartholomäusDie Filialkirche „St. Bartholomäus“ in Guntersberg

Die Guntersberger Kirche entstand ohne Zweifel im Hochmittelalter als Kapelle bzw. Eigenkirche des Ortsadelsgeschlechts der Guntersberger.
Beschreibung: Kleine, unverändert spätgotisch erhaltene Kirche, erbaut um die Mitte des 15. Jahrhunderts, wohl von einem Wasserburger Meister. Sakristei etwa Ende des 15. Jahrhunderts; Portalvorhaus um 1700. Turmhelm mit Giebeln neugotisch, 1880. Verputzter Quader- und Bruchsteinbau. Einheitlicher spätgotischer Freskenzyklus aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, 1952 freigelegt und restauriert. Es gibt wenig spätgotische Landkirchen in Altbayern, in denen die ursprüngliche malerische und farbliche Ausschmückung des Raumes so geschlossen und eindrucksvoll erhalten ist, wie hier.
Der Ort Guntersberg wird in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts urkundlich erstmals genannt, um 1160 als „Kunthartesperch“, um 1180 als „Gunthartisperge apud Putinhart“. Er war namengebender Sitz eines Ministerialengeschlechts, aus dessen großem Hof sich durch Teilung der spätere Weiler gebildet hat. Auch in nachmittelalterlicher Zeit waren noch zwei Höfe freieigen (der „Mayer“-Hof und ein Gütl), zwei Anwesen waren nach Herrenchiemsee und einer („Kriß“) nach Frauenchiemsee grundbar. Der Ort gehörte vor der Gemeindebildung zur Halfinger Obmannschaft, wurde aber 1808 dem Steuerdistrikt
Höslwang zugeteilt und dementsprechend 1818 der Gemeinde Höslwang. Die älteste Urkunde der Kirchenstiftung stammt aus dem Jahre 1329. Die Kirche gehörte schon im 15. Jahrhundert zum Halfinger Kooperaturbezirk und wurde bei der Erhebung von Halfing zur Pfarrei 1889 dorthin eingepfarrt.
Nach der Überlieferung wird seit dem Dreißigjähri
gen Krieg in Guntersberg vor allem der hl. Leonhard verehrt; der Leonharditag wird seitdem als Hauptfest der Kirche mit einem Umritt und Pferdesegnung begangen. Der Überlieferung nach feiern die Guntersberger 1997 ihren 375. Leonhardiritt.
Interessant ist auch, dass Guntersberg eine der vermögendsten Kirchen des Gerichts Kling war und wenigstens zeitweise der reichsten Stiftung im ganzen Inn- und Chiemgau, der Kirche Zaisering kaum nachstand. Das Gesamtvermögen erreichte anno 1775 den Stand von 27.821 Gulden und 52 Kreuzer.


Die Kapelle in MühldorfDie Kapelle „Unserer Lieben Frau“ in Mühldorf

Die heute bestehende Kapelle in Mühldorf wurde im Jahre 1831 von Josef Kroiß, Obermüller in Mühldorf, aufgrund eines Gelübdes erbaut. Mit der Errichtung Joseph Martl, Maurermeister von Esbaum (Gemeinde Höslwang) beauftragt. 1832 erhielt die Kapelle ihre Einrichtung.

Die Kapelle wirkt trotz ihrer geringen Größe wie ein kleines Kirchlein. Sie ist ein einfacher Bau in neubarocken Formen, bestehend aus einem nicht eingezogenen, kurzen Altarraum und einem längsrechteckigen Schiff, an das westlich ein vom Boden aufgemauerter Turm angebaut ist. Der Altar wurde 1832 erworben; vielleicht handelt es sich um einen der Nebenaltäre der gotischen Halfinger Kirche.

Die tiefe Gläubigkeit der Bevölkerung zeigt sich auch im Bau und der Erhaltung kleinerer Kapellen im Gemeindebereich, z. B. Marienkapellen in Egg und Holzham, Dorfkapelle Gunzenham, Schloßkapelle Forchtenegg, Lourdeskapelle Rundorf.


Der Halfinger Lehrbienenstand

Inmitten eines Waldgrundstücks liegt der Halfinger LehrbienenstandBereits 1983 suchte der Bienenzuchtverein Halfing - damals unter Leitung von Vorstand Georg Pichler - nach  einem geeigneten Grundstück zur Errichtung eines Lehrbienenstandes.
Was sich damals noch nicht verwirklichen ließ, gelang im Jahr 1990 Vorstand Johann Maier: Der Gemeinderat unter Bürgermeister Josef Bacher befürwortete die Errichtung eines Lehrbienenstandes auf dem gemeindlichen Grundstück der ehemaligen Halfinger Wasserreserve.
Mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Mitglieder und der Unterstützung durch großzügige Sach­ und Geldspenden wurde der erste Bau errichtet, welcher am 17.05.1992 festlich eingeweiht wurde. Vorstand Johann Maier und seine freiwilligen Helfer konnten viel Lob einheimsen für ihr enormes Engagement auf dem Gebiet des praktizierten Umwelt- und Naturschutzes.
Der neuerbaute Schulungsraum im Halfinger Lehrbienenstand Schon im Herbst 1992 wurde der Bau erweitert, da aufgrund des starken Interesses der Imker an den Lehrgängen der Schulungsraum zu klein wurde.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Lehrgangsteilnehmer - auch durch den Besuch mehrerer Schulklassen - extrem angestiegen, so dass der Schulungsraum erneut „aus allen Nähten platzte“. Vorstand Josef Aicher verstand es, die Mitglieder für einen Neubau zu begeistern. Der Gemeinderat mit Bürgermeister Paul Anner unterstützte das Vorhaben bei den Baubehörden und stellte das Bauholz sowie einen Teil der Dacheindeckung zur Verfügung. Wieder waren es die Vereinsmitglieder, die mit „Bienenfleiß“ in einer Bauzeit von ca. einem Jahr einen Neubau auf dem Flachdach des ehemaligen Hochbehälters errichteten. So entstand ein neuer Schulungsraum mit ca. 90 m², eine Küche und ein Arbeitsraum mit Wachsküche (für aktive Imker).
Am 25. Mai 1997 wurde diese moderne Aus- und Fortbildungsstätte, welche den Imkern aus der gesamten Region zur Verfügung steht, durch Herrn Pfarrer Werner eingeweiht.
Vorstand Josef Aicher dankte allen Helfern und Spendern, ohne deren Engagement ein derart großes und schönes Bauwerk für den Verein nicht finanzierbar gewesen wäre. Landrat Dr. Gimple, der in seinem Grußwort hierfür scherzhaft die Bezeichnung „Bienen-Universität“ gebrauchte, sowie Bürgermeister Anner würdigten ebenfalls die Leistung des Vereins.
Die Lehrgänge finden jeden 2. Samstag im Monat statt und können von jedem Imker - auch Anfängern und sonstigen Interessenten - besucht werden. Damit das Vereinsleben nicht zu kurz kommt, treffen sich die Halfinger Imker jeden 1. Freitag im Monat zu einem Dämmerschoppen in ihrer „Bienen-Universität“.


Ein Relikt aus alten Zeiten: Der Halfinger BahnhofDie Lokalbahnstrecke Endorf - Obing

Sie wurde am 15. Oktober 1908 dem Verkehr übergeben, was wiederum wirtschaftlichen Aufschwung für den Ort Halfing brachte. Der "Halfinger Express" wurde bis Oktober 1961 mit Dampf betrieben und beförderte neben Personen auch Kälber, Ochsen, Schweine und andere Güter. Ab 1961 verkehrte ein dieselbetriebener Schienenbus bis zur Einstellung des Personenverkehrs im Jahre 1968. Von 1968 bis 1996 wurde die Bahnstrecke noch mit Güterverkehr am Leben erhalten. Am 1. September 1996 kam die endgültige Stillegung der Strecke.


 

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Stand: 26. September 2002