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Prien am Chiemsee
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Ortsgeschichte
Im Jahre 1958 feierte Prien - zugleich mit der Landeshauptstadt München - das 800jährige Bestehen des Ortes. Sicherlich ist das Jahr 1158 nicht das Gründungsjahr, denn beim Anwesen "Moar z´Bruck" in der Nähe der Prienbrücke wurden römische Bodenfunde gemacht und die Priener Ortsteile Trautersdorf und Ernsdorf werden schon im Jahre 790 und 963 als Siedlungen nachgewiesen.

Brunnen am MarktplatzPriener Kirche Der Ortsname Prien taucht als "Priene","Prienni" oder "Prine" - hergeleitet von der keltischen Bezeichnung des Flusses "brig-enna" - die aus den Bergen Kommende  -, erst im späten 12. Jahrhundert im Schenkungsbuch des Klosters Herrenchiemsee und dem Verwaltungsbuch des Grafen Siboto von Falkenstein, dem berühmten "Codex Falkensteinensis" auf. In der im Jahre 1158 auf Herrenchiemsee ausgestellten Urkunde des Salzburger Erzbischofs Eberhard I. über die Vogtverleihung der im westlichen Chiemgau gelegenen Güter an den Grafen Siboto ist u. a. festgelegt, daß er zweimal Gericht zu halten habe, aber die Insel nur betreten soll, wenn er dahin gerufen wird. So hat Siboto auf dem Festland einen Verwaltungs- und Gerichtsort errichten müssen. Und dieser Mittelpunkt wurde Prien, damals offenbar schon ein kleines Zentrum von Handwerkern und Kaufleuten. Die Urkunde vom 12. September 1158 wurde zum Geburtsbrief  von Prien. Die Grafen von Falkenstein waren nicht berechtigt, Prien das Marktrecht zu verleihen. Sie haben aber mit der Pfarrei und der Gerichtsschranne Voraussetzungen dafür geschaffen, daß sich Prien siedlungsgeschichtlich und wirtschaftlich zu einem Marktflecken entwickeln konnte. Wenn auch das verliehene Vogtrecht später in zwei Herrschaften, Hohenaschau und Wildenwart, getrennt wurde, konnte dies an der Stellung Priens nichts ändern.

Für die Bedeutung und den Charakter des Ortes Prien zeugt eine Urkunde von 1331, die Prien als Sitz einer Hochgerichtsschranne ausweist, und der seit mindestens 1438 bestehende Katharinenmarkt sowie das 1438 beurkundete Bestehen von Zünften der Kaufleute, Krämer, Schuster und Weber.

 

DIE ZEITGESCHICHTE DER LETZTEN 100 JAHRE

1845 Im August 1845 erwarb der Kupferschmiedemeister Josef Feßler das erst am 12. Mai vom Stapel gelaufene Dampfschiff des Grassauer Zimmermanns Wolfgang Schmid und gründete damit die Chiemsee-Schifffahrt. Der Name des ersten Schiffes auf dem Chiemsee ist ebenso wie des 2., 1846 in Dienst gestellten Schiffes, unbekannt.
Der Raddampfer „Herzog Maximilian" war der 3. Dampfer auf dem Chiemsee und wurde 1851 in den Dienst gestellt.

1856 Der Bau des Distriktkrankenhauses in Prien wurde im Sommer begonnen und bis zum Herbst unter Dach und Fach gebracht. Im Januar 1858 fanden die Einweihung des Maximiliansspitals statt.

1860 Die seit 8 Jahren laufenden Arbeiten am Bau der Eisenbahn fanden am 25. April ihr Ende mit dem Eintreffen des 1. Probezuges der aus den Lokomotiven „Viktoria" und „Dürer" und mehreren Personenwagen bestand. Die Strecke Rosenheim-Traunstein wurde am 7. Mai 1860 dem öffentlichen Verkehr übergeben. Am 1. Oktober wurde in Prien auch der Postbotendienst eingeführt. Heimathafen der Chiemsee-Schifffahrt ist seit 1860 Prien/Stock.

1862 Das bisherige Priener Landgericht wurde dem Bezirksamt Rosenheim unterstellt.

1874 König Ludwig II. kaufte einem Holzhändler die gesamte Herreninsel ab um den schönen Wald vor Abholzung zu retten.

1875 Am 1. Mai fand die feierliche Einweihung des neu erbauten Gemeindehauses (Rathaus) nach Jünfjähriger Bauzeit statt.

                    1877 Prien erbaut sich ein neues Schulhaus.

1878 Reichsrat Theodor Freiherr von Cramer-Klett baut die Eisenbahnlinie Prien-Aschau.

1887 Das Königschloß Ludwig II. auf der Herreninsel wird für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben. Am 5. Juni 1887 wurde die „Chiemseebahn" konzessioniert und am 9. Juli 1 887 in Dienst gestellt.
Sie verkehrt heute noch mit den Garnituren aus den Jahren 1887/88 und ist die älteste Dampfstraßenbahn der Welt, die ihren Betrieb bis heute aufrechterhalten konnte.

1894 Am 6. November wird der Friedhof in Neugarten feierlich eingeweiht.

1897 Am 3. Juni erfolgte die Erhebung des bisherigen Dorfes Prien zur Marktgemeinde.

                    1898 bekam Prien am 2. Januar das elektrische Licht.

1899 Vom 14.- 17. September herrschte schweres Unwetter mit sehr erheblichen Wasserschäden, der Fluß Prien riß mehrere Häuser und Nebengebäude fort. Das Wasser im Chiemsee stieg so an, daß die Ortsteile Osternach, Stock und Harras lange Zeit unter Wasser standen.

1902 in den Jahren 1902 bis 1904 erfolgte eine Tieferlegung des Seespiegels mit dem Ziele der Vermeidung von Uberschwemmungsschäden und zur Gewinnung Landwirtschaftlicher Nutzflächen.

1919 Am 3. Februar stirbt die Königin Marie Therese in Wildenwart.

                    1922 Das Priener Gerichtsgefängnis wird im Juni aufgelöst.

1923 Die Einweihung des neuen Kriegerdenkmals mit Marktbrunnen an der Allerseelenkapelle Prien war ein besonders festliches Ereignis.

1924 Die Alpenvereinssektion Prien beginnt mit dem Bau der Hütte auf dem Geigelstein.

1925 Am 24. März landete das erste Flugzeug in Prien auf einer Wiese nördliche der Seestraße, welche später Flugplatz werden sollte.

1927 Die von der evangelischen Gemeinde erbaute Christuskirche wurde am 29. Juni feierlich eingeweiht. Die Pläne stammen von Professor Bestelmeyer München, den Altar schufen der Bildhauer Professor Friedrich Lommel und der Kunstmaler Professor Paul Roloff.

1929 In Harras gründete der Deutsche Hochseesportverband seine Yachtschule.
Der Verkehrsverein errichtet im Pavillon am Bahnhof eine Lesehalle.

1931 Prien erhält nun offiziell seinen Flugplatz.

1934 Der Priener Willy Merkl, der Sohn eines Bahnbeamten, kam als Leiter der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition im Himalaja ums Leben.

1935 Im Dezember starb in Prien die „Huterer Nanni", Frau Anna Kopp, geb. Brunhuber, die Schöpferin des Priener Trachtenhutes.

1941 Am 5. Dezember war die feierliche Eröffnung des Heimatmuseums im Haus am Friedhofweg 1.

1945 Im Jahre 1945 wurde die erste Kunstausstellung nach dem 2. Weltkrieg von Deutschland in Prien am Chiemsee durchgeführt.

1949 In Prien a. Chiemsee wird das Ludwig-Thoma-Gymnasium gegründet.

1954 Prien erhält im Sommer den Titel Luftkurort

1957 Im Pfarrgarten entsteht der Kindergarten.

1958 Prien feiert das 800-jährige Bestehen des Ortes

1960 erhält Prien a. Chiemsee das Prädikat „Kneippkurort", übrigens der einzige Kneippkurort Oberbayerns bis heute.

1970 Fertigstellung des gemeindlichen Warmbades mit Wärmehalle am Chiemseeufer. Errichtung des großen Kursaales.

1976 Gründung der kommunalen Realschule in Prien a. Ch.

1978 Errichtung der Franziska-Hager-Schule als Grund-, Haupt- und Sonderschule.

1978 Gründung der Musikschule in Prien.

1983 Einweihung des neuen Rathauses.

1984 Aufnahme des Schulbetriebes der Waldorfschule Chiemgau im ehemaligen Kreiskrankenhaus a. d. Bernauer Straße

1985 Einweihung der „Galerie im Alten Rathaus" als zweites Priener Museum.

1986 Baubeginn des Chiemsee-Ringkanals

1989 Eröffnung des umgebauten Haus des Gastes mit Kurgastbücherei, kleiner Kursaal und Kurverwaltung. Fertigstellung und Umbau des Ferienzielbahnhofes Prien a. Chiemsee.

Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses an der Bernauer Straße.

Fertigstellung der Chiemseeringkanalisation im Beisein von Bundespräsident Dr. von Weizsäcker u. Ministerpräsident Dr. Max Streibl. Bausumme: 200 Mill. DM.

1991 Fertigstellung des Umbaues der Landespolizeistation Prien. Baubeginn für das Freizeit- und Sportgelände an der Bernauer Straße.

1994 Eröffnung des Schul-Freizeit- und Sportzentrums mit Kegelbahnen und Gastronomie.

1996 Einrichtung eines Verkehrs- und Logistikzentrums durch das Frauenhofer Institut.

Jubiläum „70 Jahre Raddampfer Ludwig Feßler" der Chiemsee-Schiffahrt.

1997 100 Jahre „Markt Prien a. Chiemsee" mit zahlreichen Veranstaltungen und Jubiläumswochen.

Bau der „Eisenrichter-Bahnunterführung"

Beginn des Neubaues der „Seestraßen-Unterführung und  des Freizeithallenbades.                   

Festlichkeiten anlässlich der Markterhebung "100 Jahre Prien" 1997

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Nähere Auskünfte über die Kurverwaltung Prien
Haus des Gastes
83209 Prien am Chiemsee Alte Rathausstrasse 11
Tel: 08051/6905-0 Fax: 08051/6905-40

e-mail: info@prien.chiemsee.de www.prien.chiemsee.de

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Stand: 26. September 2002