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Ortschronik Samerberg Ein Blick zurück in der Geschichte des Samerbergs Samerberg meint nicht einen Berg im engeren Sinne, sondern bewohntes Gebiet, hier ein Hochtal, oben auf der Höhe. Benannt wurde er vom Inntal her nach dem nächsten Kirchort, dem 788 in der "Notitia Arnonis" erwähnten "hrosulza" (=Roßholzen). Im Laufe der Zeit wurde "hrosulzasberg" abgewandelt zu "Rossoltesberg", verkürzt zu "Rossoltsberg", aber auch ganz richtig zu "Roßholzberg". Die Form "Rosserberg" erscheint erst spät, nämlich nach 1400 im Salbuch des Klosters Seeon. Ab dem Scharwerksbuch von 1552 ist das auch die Bezeichnung für das bisherige Amt Thalmann. Zur Unterscheidung vom Amte wurde der eigentliche "Rosserberg" von den Umwohnern in Samerberg umbenannt (1746 erstmals nachweisbar). Die Besiedelung des Samerberges erfolgte erst nach 600 vornehmlich durch den Adel. Nach damaligem Rechtsbrauch musste das ausersehene Stück Land durch Abbrennen von Feuern, Anhacken von Bäumen markiert und abgegrenzt werden. Dreitägiger Aufenthalt darin machte es zum Eigentum. Im einzelnen lässt sich die Besiedelung nicht nachweisen. Erst im 11. Jahrhundert erfahren wir von weiteren Orten: Törwang, Hundham, Grainbach, Bichl, Mitterhof, Weikersing, Ried, Holzmann. Bei der Teilung des Herzogtums Bayerns 1255 fiel das
Gericht Rosenheim an Niederbayern-Landshut. Das Amt Thalmann, um 1320
zuerst genannt, ist nach dem Steuerbuch von 1445 in neun
Hauptmannschaften geteilt. Die Güter werden aufgeführt in der
Reihenfolge Nußdorf, Steinkirchen, Höhenmoos, Rohrdorf, Törwang, Roßholzen,
Grainbach, Altenbeuern, Lauterbach. Von schulischen Aktivitäten auf dem Samerberg berichtet zum erstenmal das Visitationsprotokoll von 1629. Ein erstes Schulhäuschen wurde 1760 erbaut und der Bruderschaft Maria von Trost in Törwang übergeben. Um 1800 ging die Regierung daran, für die Besteuerung
gerechtere und genauere Grundlagen zu schaffen durch eine Grundstücksvermessung.
Zu diesem Zweck wurden Steuerdistrikte geschaffen: Schilding vom Inn bis
zur Mitte des Samerberges, Törwang für die Osthälfte mit einigen
Ortschaften von Rohrdorf und Höhenmoos. Die Flurpläne waren 1812
erstellt, die Kataster 1815. Die Grundstücksbewertung
ergab eine Art Einheitswert für die Anwesen. Nebenher lief die Bildung
von Ruralgemeinden (=Landgemeinden). Die vier Hauptmannschaften erstanden
wieder als Gemeinden. Steinkirchen mußte allerdings fünf Ortschaften an
Törwang abtreten. Bei der Verwaltungsreform um 1970
wollte der Samerberg einem Diktat von oben zuvorkommen. In einer
Volksabstimmung vom 6.11.1969 entschieden sich 88% der Wähler
für eine Gemeinde Samerberg mit Sitz in Törwang. Erster Bürgermeister
wurde Georg Huber, dem 1984 Josef Deindl folgte. Seit 1990
ist Ernst Kunz als hauptamtlicher Bürgermeister tätig. Die Samerberger Langlaufloipen erfreuen sich großer Beliebtheit. Auf die einzelnen Vereine, angefangen mit dem 1815 gegründeten Veteranenverein Törwang über die religiös orientierten Vereinigungen und Trachtenvereine bis zur Gebirgsschützenkompanie, kann hier nicht näher eingegangen werden. Noch ein Wort zu den Einwohnerzahlen des Samerberges: Der Vikar zählte 1629 1200 Seelen, 1804 nur um 30 mehr. Im Jahre 1900 war die Einwohnerzahl auf 1050 abgesunken, heute beträgt sie 2145 Josef Rieder Ausführlich über die Geschichte des Samerberges berichtet das Buch
Nähere Auskünfte über den
Verkehrsverein Samerberg e.V. Dorfplatz 3
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werberingreport Stand: 26. September 2002 |