Salzzoll) ihren Wohlstand und verhalf rasch zum
Stadtrecht (erste Hälfte 14. Jh.). Die Konkurrenz der Eisenbahn und damit der Rückgang
der Innschifffahrt zu Beginn des 19. Jh. führte zur Stagnation. Auf diese Weise blieb das
mittelalterliche Stadtbild des 14. bis 16. Jh. weitgehend unverändert. Wasserburg ist
eine der besterhaltenen alten Innstädte. Die enggedrängte Bauweise der Bürgerhäuser
mit Laubengängen, hohen Blendfassaden mit Treppengiebeln und Grabendächern ist hier
besonders gut zu sehen.
Sehenswert: Ehemaliges Benediktinerkloster Attel, Gründung
ca. 1137 durch Hallgraf Engelbert, Klostergebäude.a 17/18Jh.. 1803 säkularisiert, im 20.
Jh. umgestaltet. Kirche St. Michael, Neubau 171325 als
Wandpfeilerkirche mit Tonnengewölbe, schwerer Stuck, Stiftergrab von Wolfgang Leb (1509),
im Friedhof spätgotischer Karner. Stadtpfarrkirche St. Jakobus d. A.,
Neubau
nach Abbruch eines spätromanischen Vorgängerbaus 143178, durch Stetthaimer und
Krumenauer im 19. Jh. regotisiert, bei der Renovierung ab 1979 Wiederaufstellung der
neugotischen Altäre; Zürn-Kanzel. Kirche »Zu unserer lieben Frau«,
gotischer
Bau, 1324 erstmals erwähnt, 1755 im Rokokostil umgestaltet; 65 m hoher Kirchturm als
städtischer Wachtturm dienend. Heilig-Geist-Spital-Kirche
(1341), Stiftung
des Spitals, bis 1970 bestehend; Schnitzaltar. St. Michaels- und Gruftkirche,
säkularisierte
Doppelkirche von W. Wiser. Burgkapelle St. Agidius, (15. Jh.), Ausstattung
barock mit zum Teil älteren Einzelfiguren. Leprosenhauskirche St.
Achatz, spätgotischer
Bau von W. Wiser, Gedenkstätte für Bauernaufstand von 1705.
Max-Emanuel-KapelIe, Neubau des 19. Jh anstelle eines Vorgängerbaus zur Erinnerung an die Rückkehr Max
Emanuels aus den Türkenkriegen. Rathaus, spätgotische Doppelgiebelanlage
von J. Tünzl (145759) mit ehemaligem Schrannengewölbe (Eingangshalle); Brothaus
(jetzt Caf6), Ratsstube mit Ausstattung von 1564 und 1666 (Versammlungsraum) und Tanzsaal
(Großer Rathaussaal), 190204 neugestaltet, Freskobemalung der Fassade.
Burg, Umbau der mittelalterlichen Burganlage durch Herzog Wilhelm IV ab 1526,
Hochschloss, Zehentkasten, Rentmeisterhaus, Dechantei Zwerchmauern beiderseits des Burgbergs,
Veränderungen im 19. Jh durch Abbruch und Auffüllung der Wehranlagen.
Stadtbefestigung Brucktor, seit 1374 nachgewiesen, erneuerte Wandmalerei von 1568, Roter Turm und
sogenannter Hungerturm sowie Reste der Stadtmauer. Pulverturm. Kernhaus,
eine
der schönsten Rokokofassaden Süddeutschlands, 1738 von Johann Baptist Zimmermann
geschaffen. Gotische Bürgerhäuser mit Freskobemalung, Innenhöfen und
Brunnen. Burgställe St. Achatz und Limburg, Stammsitz der Hallgrafer von
Wasserburg. Museum der Stadt Wasserburg, Stadt- und Familiengeschichte,
Handwerk, sakrale Kunst, bäuerliche Möbel. Imaginäres Museum, Repliken
bedeutender Kunstwerke, Sammlung G. Dietz. Wegmacher-Museum, Werkzeuge,
Maschinen und Dokumente de~ Straßenbaus und der Straßenpflege. Feuerwehrmuseum,
Geräte aus dem 17. Jh. bis zur Gegenwart.
Freizeiteinrichtung: Sport-, Freizeit- und Badezentrum
BADRIA.
In der Umgebung: Ehemalige Benediktinerabteikirche Rott am
Inn gegründet zwischen 1081 und 1085 von Pfalzgraf Kuno, Stifterhochgrab 1485,
romanische Turmuntergeschosse (13. Jh.), spätgotisches Fresko am Südturm. Neubau
1759/1763 durch J. M. Fischer, Ausstattung vor Ignaz Günther (Altäre), J. Götsch
(Beichtstühle), M. Günther (Fresken und J. Rauch (Stuck).
Auskunft: Verkehrsbüro, 83512 Wasserburg am Inn, Tel. (0 80 71) 1 05 -0; Fax 4 06 01.