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Sehenswertes Schleching
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Verkehrsamt SchlechingTourist Information

83259 Schleching/Obb Schulstraße 4 Telefon 08649/220 Fax 08649/1330
Mail: info@schleching.de 
Internet: www.schleching.de 


GeigelsteinbahnGeigelsteinseilbahn

Doppelsesselbahn. Baujahr 1986/69. Talstation: 630 m; in Schleching, Ortsteil Ettenhausen. Bergstation: 1102 m (Wursteinalm, unter den Felsen des Breitensteins). Kapazität: 450 Personen in einer Stunde. Betriebszeiten: 15. Dezember bis 15. April und 1. Juni bis 31. Oktober. Begin 9.00 Uhr (Juli/August 8.00 Uhr); Ende 17.00 Uhr. Mittagspause 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr (Bei Bedarf auch durchgehender Fahrbetrieb).


Schleching  Eine preisgekrönte Gemeinde

Die Gemeinde Schleching liegt in der einmaligen Berglandschaft zwischen Chiemsee und den Chiemgauer Alpen. Eine außergewöhnliche Fauna und Flora findet sich vom Talbereich (570 m NN) über die Hochflächen der Almen bis hin zu den Berggipfeln. Auer- und Birkwild, Gämsen und Rotwild, Murmeltiere, Mauerläufer und andere selten gewordene Tiere haben hier noch ihre Heimat. 16 Enzian- und 40 seltene Orchideenarten sowie das größte bayerische Vorkommen des Roten Kohlröschens konnten durch den behutsamen Umgang mit der Natur im Schlechinger Tal bis heute bewahrt werden

Mehr als ein Drittel des 45 qkm großen Gemeindegebietes umfasst hochwertige Naturräume, so zum Beispiel

• das Durchbruchstal der Tiroler Achen, die Entenlochklamm, die wir alten Saumpfaden folgend auf dem sog. Schmugglerweg erwandern können

das Naturschutzgebiet um den 1813 m hohen Geigelstein, dem Blumenberg des Chiemgaus

• das Hochmoor Mettenhamer Filze mit zahlreichen seltenen Pflanzen umgeben von behutsam gepflegten herrlich blühenden Streuwiesen

• das Raitener Flutried, das im Juni von blauen Iris-Blüten übersät ist und viele andere landschaftliche Kleinode wie Auwälder, Buckelwiesen, Almen und Heckenlandschaften

Diesen einmaligen Naturraum zu pflegen und zu bewahren liegt den Schlechingern besonders am Herzen. Unter dem Motto “Gesunder Lebensraum, Herausforderung für uns alle“ schlossen sich Bauern und Bürger daher 1997 im Okomodell Schlechinger Tal zusammen, um eine umweltverträgliche, nachhaltige Gemeinde- und Landschaftsentwicklung zu verwirklichen

Die tragenden Säulen sind dabei:

Der Erhalt der Natur und Kulturlandschaft

Die Sicherung der landwirtschaftlichen Betriebe

• Die Förderung und Entwicklung eines naturverträglichen Tourismus

Die Landwirtschaft hat im Schlechinger Tal eine Schlüsselfunktion für den Erhalt der Kulturlandschaft, den Naturschutz, den Tourismus und das Brauchtum

Um diese naturnahe Landbewirtschaftung erhalten zu können, verfolgt das Okomodell das Ziel eine regionale Vermarktung aufzubauen

Eigene Richtlinien sorgen dafür, das der Verbraucher weiß, was er bekommt - ein naturnah erzeugtes Produkt aus der Region. “Schlechinger Naturprodukte“ sind echte und ehrliche Qualitätsprodukte. Schlechinger Schmankerl werden in Gasthäusern im Ort, in Lebensmittelläden und direkt beim Bauern angeboten

Doch geht es der Gemeinde Schleching nicht nur um die Landwirtschaft. Alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche - auch der Tourismus - werden in das Okomodell miteinbezogen www.oekomodell.de

Die Bürger selbst geben die Impulse und treffen sich regelmäßig im Initiativkreis. Das “Okomodell Schlechinger Tal“ hat Kreise gezogen und wurde 1999 auf das gesamte Achental ausgeweitet.

Die Gemeinde Schleching ist stolz, dass sie für ihre Bemühungen um eine nachhaltige Landschafts- und Gemeindeentwicklung bereits mehrfach mit Umweltpreisen ausgezeichnet wurde:

1998 Umweltpreis der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (ARGE Alp)

2000 Bayerischer Umweltpreis
für den Initiativkreis des Ökomodells

2001 Auszeichnung als “Gemeinde der Zukunft“ durch das Internationale Gcmeindenetzwerk “Allianz in den Alpen“

2002 Bayerisches Staatsministerium ehrt Schleching als “Umweltbewusste Gemeinde“

Alle Gäste sind herzlich eingeladen mit uns die eindrucksvolle Schönheit unserer unersetzlichen Natur zu genießen und an unserem reichhaltigen kulturellen Leben teilzunehmen!


Naturschutzgebiet Geigelstein

Seit dem 1. Juni 1991 steht das Gebiet des Geigelsteins unter Naturschutz. 3000 ha einmalige Kultur- und Naturlandschaft um den Blumenberg sind nach zähem Ringen mit Befürwortern, Gegnern und Behörden wegen der besonderen Schutzwürdigkeit vor dem Zugnff unserer Freizeitgesellschaft gerettet worden.

Dieses von jahrhundertelanger Almwirtschaft geprägte Gebiet hat in Bayern mit seiner Vielfalt an Fauna und Flora eine Sonderstellung. Romanische Namen von Weideflächen zeugen von uralter Besiedlung. Unter anderem: Touren, von Natur aus gegebener Weidefläche, Gabron, die Ziegenweide, Rafen, die große Mure, Maden, die kleine Mure, Trischübel heißt Türschwelle, Prien (Priena) der Bergfiuß, sowie Ramsen oder Ramsental Bärlauchgebiet.

Das Schutzgebiet reicht von 600 m bis 1.800 m Seehöhe und erstreckt sich von der momentanen bis in die alpine Stufe.

Die Gipfel der Geigelsteingruppe ragten während der Eiszeit als Inseln aus den Strömen des Inn- und Kitzbühler Alpengletschers. So war die Hochfläche der Roßalm eisfrei. Sie gilt daher als Beispiel einer tertiären Landoberfläche.

Merglige Gesteine, durchsetzt mit zahlreichen Fossilen im Bereich der Roßalm. Rätische Schichten im Gebiet der Rudersburg. Hauptdolomit, Lias, Wettersteinkalke, sowie die Kössner Schichten wechseln sich in diesem Gebiet ab. Flysch und Lias ergänzen die zahlreichen geologischen Formationen.

Als Hauptgrund für die Unterschutzstellung des Geigelsteingebietes ist dessen floristischer Artenreichtum zu nennen. Wegen der Vorkommen verschiedenster Gesteinsarten auf kleinstem Raum auf der Roßalm und den sich daraus ergebenden geologischen Ubergangszonen ist die Vegetation sehr vielfältig. So kommen im Geigelsteingebiet sowohl arktischareale Florenelemente wie das Scheuchzers Wollgras, als auch südalpine Endemiten wie die blaßgelbe Wicke vor. Für die Eberrauten, Geiskraut und Bergpippau bildet das Geigelsteingebiet die Arealgrenze. Dieses Gebiet beherbergt außerdem eine Reihe von botanischen Kostbarkeiten und ist einziger bayerischer Fundort für eine Unterart des alpinen Habichtkrautes und das größte Vorkommen des Roten Kohlröschens in Bayern.

Die Mohnraute, eine Urpflanze und die Mutter aller Farne ist häufig anzutreffen. Unter anderem ist das Gebiet der Roßalm das größte bayerische Vorkommen des Milchweißen Mannsschildes und das einzige Vorkommen der Breitblättrigen Glockenblume östlich des Inns.

Außerdem werden für das Gebiet Seltenheiten wie der Rippensame, Strauß blättrige Glockenblume, das Edelweiß, die Sumpfgladiole, Reinbestände des Narzissenblütigen Windröschens geführt. Besonders zahlreich tritt der Gelbe Gepunktete Enzian, Ungarische Enzian auf der Roßalm im Gebiet des Breitensteins auf.

Unsere schönste Orchidee, der Frauenschuh, ist bei uns noch häufig anzutreffen. Massenbestände der Aurikel, vom Bergwohlverleih, vom Türkenbund sowie von der Kuhschelle, haben in diesem Bereich ihre Standorte.

Ausgehend vom Erholungsverkehr auf der Priener Hütte und dem bisherigen Sessellift zur Wuhrsteinalm verursacht der zunehmende Tourismus bereits Schäden an der empflindlichen Vegetationsdecke auf den angrenzenden Almmatten, Trompelpfade zum Geigelsteingipfel, die zum Teil durch starke Regenfälle in Gräben erodierten, sind Nutzungsschäden durch den Erholungsverkehr. Hier befinden sich gerade die floristisch wertvollsten Bereiche. Um die Erhaltung des Pflanzenstandes zu gewährleisten, muß daher der Tourismus gelenkt werden.

Die Fauna wird durch Erholungssuchende vor allem im Winter und während der Balzzeit empfindlich gestört. Der Geigelstein wird für den Tourenskifahrer immer wieder empfohlen. Dieses ist mit den Lebensgewohnheiten der Rauhfußhühner nicht vereinbar. Seltene Vegetationsbestände konnten sich auf den Almen nur deshalb einstellen bzw. erhalten, weil die Almanger nur extensiv durch die Weide genutzt wurden.

Auf wenigen, unerschlossenen Almen wie der Roßalm konnten sich seltenere Pflanzenarten ausbreiten und bis heute bestehen. Die floristische Vielfalt verdankt das Gebiet somit nicht zuletzt einer jahrhundertelangen extensiven Almbewirtschaftung. Ihre gänzliche Einstellung würde daher nicht den Naturschutz belangen. Nachfolgende Aufzählung vorkommender Arten zeigt die Bedeutung des Geigelsteinmassivs im Zusammenhang mit der roten Liste bedrohter Tiere in Bayern. Zur Gefährdungsstufe Ia: das Auerhuhn, das Birkhuhn, der Steinadler, das Alpenschneehuhn, das Haselhuhn und der Weißrückenspecht. Zur Gefährdungsstufe IIa: der Dreizehenspecht und die Waldschnepfe. Zur Gefährdungsstufe IIb: die Alpenbraunelle, der Sperlingskauz und der Rauhfußkauz. Bemerkenswert ist auch außerdem noch der Gänsesäger als Gastvogelart. Insbesondere für die Arten der roten Liste ist eine Sicherung der Brut-und Balzplätze erforderlich. Der Schutz der Rauhfußhühner wird daher im Schutzzweck und in den Verbotsbestimmungen zum Erholungsverkehr entsprechend berücksichtigt.

Allgemeine Tiergruppen wie Säugetiere und Amphibien sind repräsentativ vertreten. Das Murmeltier hat am Geigelstein seinen einzigen Standort in den Chiem- und Inngauer Alpen.

Die Roßalm wird derzeit von der Familie Probst aus Bad Aibling bewirtschaftet. Man sollte hier den großen Idealismus herausstellen, den die Familie aufbringt. Abwechselnd wird der Jahresurlaub für die Alm geopfert. Sollte einmal die Roßalm nicht mehr bewirtschaftet werden, würden bald die außergewöhnlich reichen Bestände seltener Blumen überwuchert und verschwinden. Darum sollten die Roßalmbauern vom Staat jede erdenkliche Unterstützung erfahren.

Derzeit wird vom Forst, der Unteren Naturschutzbehörde, der Regierung van Oberbayern und den Gemeinden Schleching und Aschau an einem Pflege- und Wegekonzept gearbeitet, um den Tourismus zu lenken. Die Schlechinger und Sachranger Bergwachten, machen vermehrt Streifen, verbessern Steiganlagen, betreuen das Gebiet vorbildlich.


SchleppliftWinter Informationen

Schleching mit seinem Skigebiet am Geigelstein bietet:
• ca. 4,5 km Skipisten, 1 Doppelsessellift, 2 Schlepplifte
• ca. 42 km Langlaufloipen
• ca. 20 km zusätzlich geräumte Winterwanderwege

Geigelsteinbahn (1 Sessel- und 1 Schlepplift) 570 — 1.200 m täglich 9.00 bis 16.30 Uhr
Auskunft: Schlechinger Seilbahn GmbH, Tel. 08649/335

1 Doppelsessellift Länge: 2.230 m; Höhenunterschied: 472 m Beförderungskapazität: 450 Personen stündlich
1 Doppelschlepplift (täglich 9.00 bis 16.00 Uhr) Länge: 1.200 m; Höhenunterschied: 330 m Beförderungskapazität: 700 Personen stündlich

Wichtig: Die Geigelstein-Abfahrt ist eine FIS-Strecke, auf der schon viele Deutsche Meisterschaften und internationale Ski-Rennen durchgeführt wurden. Die sehr familienfreundliche Abfahrt wird maschinell bestens gepflegt.
Brotzeitstationen sind die „Wuhrstein-Alm‘ sowie das "Liftstüberl" Nach dem Skifahren heißen Sie die bekannt guten Gastronomiebetriebe im Tal herzlich willkommen. Der Geigelstein ist auch ein einmaliges Skitourengebiet. Die Schlechinger Langlaufloipe führt unmittelbar am Parkplatz der Geigelsteinbahn vorbei.

LanglaufenSkiübungslift „Steinrücken" in Schleching-Ettenhausen, 086 49/541 (Oppacher/Ull) Länge: 245 m; Höhenunterschied: 60 m Betriebszeiten: 9.30 bis 17.00 Uhr; Mittwoch und Freitag von 18.00 bis 19.30 Uhr Nachtskilauf

Skischule Traudl Hächer: Schleching-Ettenhausen, Schlechingerstr. 6 Tel: 08649/319 Staatl. gepr. Skilehrer: Unterricht in allen Klassen. Martina Zellner Traudl Hächer

Eisstockschießen und Eislauf: Eisstockbahn neben dem Zellersee im Ortsteil Mettenham. Leihstöcke vorhanden. Bei entsprechender Witterung ist Eislauf auf Natureis möglich.


Fresken der Servatius KircheServatius Kirchlein

Das ganz besondere Erlebnis des Achentales ist ein Besuch auf dem Streichen. Eigentlich ist der Streichen eine ruhige Almweide mit einem Bergbauernhof. Doch da steht auf dem grünen Höhenrücken auch ein altersgraues Kirchlein, einem der drei Eisheiligen, dem heiligen Servatius, geweiht. Das Innere ist wie ein Fest: Fresken wie in Südtiroler Burgen; doch sind es Fresken, in denen man heilige Geschichten lesen kann wie in einem Buch.

 

 

 

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Stand: 06. März 2008