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Money Money Money...
oder wie wer´d ich Manager.
(fw) 19.05.02 - Mich hätt´s fast vom Stuhl g´haun. Die IG Metall kämpft für 6,5 Prozent
mehr Lohn und die Firmenbosse lassen ihr G´halt jährlich bis 84 Prozent
steig´n.
„Eine Million Euro im Monat. Haben sie das verdient?“: so die Überschrift
des letzten Sternartikels.
Der Topverdiener unter den Managern ist der Sprecher des
Vorstand`s von Deutschlands größter
Bank, die Deutsche Bank. Sein Jahreseinkommen hat schon amerikanische Verhältnisse
ang´nommen. Herr Rolf E. Breuer verdient im Jahr zwölf Millionen sechshundert
zweiundachtzig tausend Euro. (12682000 €).
Laut Stern wär das ein Stundenlohn von rund 4000 Euro. Ja,
ich bin auch neidisch! Laut Aktiengesetz verdient ein Vorstand ang´messen nach
seinen Aufgaben und das Kontrollorgan fand die Summe von über zwölf Millionen
für ang´messen.
Und das entspricht in etwa dem Gehalt von 423
„normalen“ Angstellt´n. Der
gesamte Vorstand der Bank verdiente 63,4 Millionen € und das entspricht in
etwa 2100 nach Tarif bezahlten Arbeitnehmern.
Die Gehaltsentwicklung des Vorstand´s der Deutschen Bank
der letzten Jahre entspricht in etwa einer Erhöhung von 84 Prozent im Jahr,
laut Stern. Die IG Metall fordert im aktuellen Tarifstreit um lediglich 6,5
Prozent mehr Lohn und muss sich anhör´n, so viel ist nicht drin.
Da geh´t einem doch der Hut hoch. Und man kann´s
vollkommen verstehen, wenn die Arbeiter auf die Barrikaden steigen und damit in
Streik treten. „Ist das g´recht?“, fragen sich zurecht die Mitarbeiter.
Allein die Grundvergütung der Vorstände großer deutscher Unternehmen stieg im
Schnitt in fünf Jahren um 121 Prozent und ein Arbeitnehmer in der
Metallindustrie kam im selben Zeitraum grad mal auf gut acht Prozent.
Ulrich Schumacher, der Chef des Chipherstellers Infineon,
kassierte noch im Jahr 2000 8638000 € . Heute schreibt die Firma rote Zahlen.
Jürgen Schremp von Daimler- Chrysler, 6241000 € , wollte eine „Welt AG“
schaffen und stürzte den Konzern in die Krise. Sein Vertrag wurde trotzdem bis
2005 verlängert. Wendelin Wiedeking, Manager von Porsche, 6041000 € , einer
der Erfolgreichsten, bekam von Porsche eine Prämie in Millionenhöhe. 5247000
€ bekam Thomas Middelhoff von Bertelsmann. Für den Milliardengewinn durch
einen einzigen Deal, gab´s einen fetten Bonus. Hasso Plattner von SAP, führte
die von ihm gegründete Softwarefirma zum Erfolg und macht sich selbst reich,
mit 5194000 € Jahresgehalt.
Da hören sich die Gehälter der Kollegen, Ron Sommer von
der Deutschen Telekom mit 1845000 € und 1279000 € für Henning
Schulte-Noelle von der Allianz, direkt harmlos an. Noch ärmer dran sind
Jürgen Weber von der Lufthansa mit 1073000 € und Deutsche Bahn Vorstand
Hartmut Mehdorn mit 642000 €. Vorbildlich, Jürgen Weber verzichtete in der
Krise auf zehn Prozent des Grundg´halts.
Die bestbezahlten US-Manager kassierten alle über 100
Millionen Dollar. Der größte Teil ihrer Bezüg stammen aus Aktienoptionen.
Lawrence Ellison von Oracle 706,1 Mil.$, Jozef Straus von JDS Uniphase 150,8
Mil. $, Howard Solomon von Forest Laboratories 148,5 Mil. $, Richard Fairbank
von Capital One 142,2 Mil. $, Louis Gerstner von IBM 127,4 Mil. $, Charles Wang
von Computer Associates 119,1 Mil. $ und Richard Fuld jr. Von Lehman Brothers
105,2 Mil. $.
Da sollt noch einer sagen, dass unsere Politiker z´fui
verdienen. Die sind doch dagegen arme Würstchen. Und was sind dann mir?
Euer Chiemgauer
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