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Historisches

Handwerklich gutes Instrument gehört bei Peter Baumann zum guten Ton
Besuch beim Blechblasinstrumentenbauer in Hohenaschau im Chiemgau

Aschau (hö) – Handwerkliches Können und Musikalität treffen in guter Weise aufeinander, wenn man mit Peter Baumann aus Hohenaschau zu tun hat. Der junge Mann hat sich nämlich als Instrumentenbauer und als aktives Mitglieder der Musikkapelle Aschau eine Herzensangelegenheit zur Berufsaufgabe gemacht. Mit seinen in der Brannenburger Blechblasinstrumentenbauer-Lehre, in den USA als Ventilbauer und in Geretsried als Schallstück-Macher erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten kann Peter Baumann heute in seinem eigenen Betrieb viele Ideen umsetzen.

Erblich unbelastet (die Vorfahren waren und sind Bauunternehmer) ging Peter Baumann zielstrebig an seinen Wunsch-Beruf heran. Sein Traum war es immer, eine reine Handwerkstatt mit individueller Instrumenten-Anfertigung zu haben. Hintergrund des Zieles war es, dass der Musikant aufgrund vieler Recherchen alte, fast schon vergessene Bauweisen mit neuem Leben erfüllte. So galt die Baß-Trompete als  nicht mehr im Stil von früher vorhanden. „Ein Instrument hat ein Eigenleben, das nur individuell gestaltet werden kann!“ – so der Instrumentenbauer, der das Wiederaufleben des alten Baustils mit viel Aufwand und Perfektionierung betreibt und den heutigen Ansprüchen anpasst.

Vom Rohling zum Klangkörper

Ein ganz und gar gewöhnlicher Blech-Rohling ist der Ausgangspunkt für ein neues, nach vielen Kundengesprächen und Überlegungen wachsendes Einzelstück. Stundenlanges Arbeiten mit Blei, Biegewerkzeugen und speziellen Hämmern und Eisen bringen als erstes den Korpus zum Vorschein. „Eine Stärke meiner Werkstatt ist das Zusammensetzen der Ventilstöcke im Haus, damit bin ich individuell und  flexibel für alle Kundenwünsche!“ sagt der Handwerker, der überwiegend mit Goldmessing, Messing und Neusilber bei den einzelnen Instrumenten verwendet.

Baumann´s Instrumente erklingen weltweit

Zu den Kundschaften von Peter Baumann gehören Laien- und Berufsmusiker, zumeist aus dem deutschsprachigen Raum. Aber auch an der Königlich-Schottischen Oper zu Edinburgh, in Italien, in Amerika und in Japan trifft man den richtigen Ton mit Instrumenten, die im Priental hergestellt wurden. Seit zehn Jahren hat sich Peter Baumann auf die komplette Herstellung von Konzert-Flügelhörnern, von Konzert-Trompeten sowie von Baß-Trompeten spezialisiert. Der Klang und die Qualität seiner Instrumente haben entlang der musikalisch aktiven Alpenkette von Salzburg bis Garmisch-Partenkirchen einen guten Namen. „Wenn die Zeit reicht, dann mache ich auch gerne einmal auf Kundenwunsch ein Tenorhorn oder ein Bariton!“ – so der Musikfachmann, der in seiner neuen Werkstätte in Hohenaschau auch einen Ausstellungsraum mit vielen Musterinstrumenten anbieten kann. Der Verkauf von Blechblas-Instrumenten aller bekannten und namhaften Markenhersteller und die Reparatur von Instrumenten gehört auch noch zur Angebotsvielfalt des Instrumentenbauers. Aber besonders freut sich Peter Baumann, wenn ein von ihm handgefertigtes Einzelstück im Chor eines guten Orchesters ertönt. Sozusagen nach dem Motto: „Zum guten Ton eines guten Musikers gehört es auch, dass er mit einem gescheiten Instrument spielt!“.

Anton Hötzelsperger

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