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Sachrang
(hö) 01.06.02 - Wenn die
Bevölkerung und Vereine von Sachrang in ihrem Prientaldorf etwas
anpacken, dann soll es schon gescheit sein. Dieses Resümee konnte man
dem inzwischen dritten Sachranger Bauern-, Kunst- und Handwerker-Markt
abgewinnen, der sich als grenzenloser Treffpunkt von Ausstellern,
Bewirtern, Musikanten und Besuchern erwies und der erstmals richtiges
Wetterglück hatte. Herrlichstes, fast zu schönes Sommerwetter und
ganze 80 Fieranten, die nicht nur ihre Waren zum Markt, sondern auch
eine gemeinsame Gesinnung mitbrachten, waren die Garanten für das
Gelingen des Marktes. Gemein war allen Beteiligten, dass sie heimische
Traditionspflege mit gekonnten Erzeugnissen vom brauchbaren Gegenstand
bis zum essbaren Genuss zu einem Gesamt-Angebot verflechten konnten.
Unter der Federführung des Verkehrsvereins Sachrang mit Vorsitzendem
Benno Pertl gelang es wieder, gute, aktive und rare Standleute diesseits
und jenseits der real nicht mehr vorhandenen Landesgrenze nach Sachrang
zu locken. Die Anbieter aus Tirol und aus dem Chiemgau und darüber
hinaus aus Bayern wiederum verführten die Besucher mit ihren Ideen und
Produkten. Das ganze Dorf war eine Straße der handwerklichen und
kulinarischen Reize. Unterbrochen wurde dies in angenehmer Weise von
musikalischen Darbietungen wie von der Jugendblaskapelle Aschau unter
der Leitung von Wolfgang Fischer. Angenehm war es auch, dass die örtlichen
Gastronomen mit ihren Biergärten und Möglichkeiten voll in das
Freiluft-Konzept eingebunden wurden. Letztlich gab es für alle
Beteiligten einen Sinn, mit dabei zu sein. Auch wenn mancher
Stand-Anbieter weniger verkaufte, so konnte er sich doch einem großen
Publikum in Erinnerung bringen. „Kontakte knüpfen oder Freundschaften
erhalten sind heute wichtiger als große Geschäfte machen“, nach
diesem Motto zeigten sich die Aussteller durchwegs redselig und vorführungsfreudig.
Die lebendige Marktstraße zeigte praktische Arbeitsweisen mit dem Holz
ebenso wie die stets steigende Palette des Prientaler Bergbauernladens,
der sich bestens mit drei Ständen in die Straße der
bayerisch-tirolerischen Direktvermarkter einreihte. Ein ganz besonders
gelungenes Ausstellungsplatzerl war das Müllner-Peter-Museum, das sich
an diesem Tag als Trachten-Ausstellungsort präsentierte. Das Umfeld der
Museumsräume war geeignet für religiöse Volkskunst, für Lederhosen,
für Musikinstrumente oder für Ranzen und Hüte, die allesamt aus dem
Priental oder dem nahen Samerberg stammen. Sogar richtig gesponnen wurde
in den historischen Räumen. Monika
Franzke und Herbert Reiter von den Tourismusstellen in Sachrang und
Aschau verstanden es darüber hinaus, mit dem „Grenzenlos-Truck“ die
Reichhaltigkeit der heimischen Wander-, Einkehr- und Kulturregion zu
vermitteln. „Einfach gut“, so ein Sachranger Austragler, der es
schon aufgrund seiner Lebens- und Landwirtschafts-Erfahrungen wissen
musste und die Veranstaltung auf den Punkt brachte.
Fotos:
Hötzelsperger
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