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Im Chiemgau gesehen

80 Auto-Enten umrunden im Gänsemarsch den Chiemsee und feiern am Samerberg ihr 5. Treffen beim Entenwirt
Ältester Entenfahrer 87 Jahre und Anreise-Sieger kam aus Rom

Samerberg (hö) 17.08.02 -  Das hat der Chiemsee in dieser Form noch nicht gesehen: am helllichten Tage wurde er von 80 Enten aufgesucht, die das „Bayerische Meer“ nicht durchschwommen, sondern umrundet haben. Erstmals wagten sich nämlich die Auto-Enten vom inzwischen 5. Samerberger Ententreffen auf ihrem Ausflugs-Weg in Richtung See. Farbenprächtig und fröhlich sowie in schöner Kolonne fuhren die alt-ehrwürdigen und immer wieder aufpolierten 2CV-Fahrzeuge von Deutschlands einzigem Gasthof „Zum Entenwirt“ in Törwang hinunter ins Tal.

Über den Hittenkirchener Chiemseeblick, Prien, Rimsting und den Gstadter Fraueninselblick ging es dann weiter nach Seebruck, Chieming, Grabenstätt, Grassau, Bernau und über Frasdorf wieder zurück auf den Samerberg. Vor der Ehrenrunde am Samerberg hielt man letztmals noch am Grainbacher Malerblick an, um die Bergkulisse von Hochries und Heuberg zu genießen. Schließlich sind Berg-Erlebnisse für Enten ein besonderer Genuss.

Genüsslich war das 5. Ententreffen an drei Tagen für alle Teilnehmer allemal. Mit 87 Jahren war sogar Deutschlands ältester und wohl auch dienst-ältester aktiver Entenfahrer dabei. Hermann Brunnotte, ein weit bekannter Künstler und Bildhauer aus Waldkraiburg fährt seit 40 Jahren eine Ente. Mit einer 2CV mit Baujahr 1986 kam er diesmal und er bekam hierfür einen Ehrenpreis der Gemeinde Samerberg.

Bürgermeister Georg Huber von der Gemeinde Samerberg  dankte namens des Verkehrsvereins mit einem Freiaufenthalt in der Ferienregion Samerberg zwischen Inn und Chiemsee auch dem weitest angereisten Teilnehmer. Es war dies heuer Stefano Frare aus Rom, der mit seiner Münchner Freundin Julika zum Entenwirt auf den Samerberg kam. Peter Steinmaßl als rühriger Vorsitzender der Chiemgauer ENThusiastEN aus Freilassing war seinerseits voll des Lobes nach der Chiemsee-Rundfahrt. Auf einer eigens aufgebauten Enten-Schaukel vom Mit-Organisatoren Franz Kaffl (Entenhof Großkarolinenfeld) gab es noch lustige Geschicklichkeitstests für Fahrer und Fahrzeuge. Und wer es kleiner genoss, der ging zum Entenrennen der Firma Adelholzen. Schwester Theodolinde von den Adelholzener Alpenquellen stellte dieses Erlebnis in Form kleiner schwimmender Enten für einen guten Zweck zur Verfügung und auch persönlich vor.

Der gesamte Reinerlös kommt der neuen Orgel für die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ von Törwang zugute, die einen Tag nach dem Enten-Treffen feierlich eingeweiht werden konnte. Eine passende Symbiose für die Samerberger und ihre Gäste, denn das Ententreffen hatte Gott sei Dank keinen Blechschaden. Im Gegenteil: beim nächtlichen Lagerfeuer mit Mondschein-Licht, inmitten der Enten und eigens aufgebauter Strohballen und zur Musik der Rieder-Musi konnte man schon dankbar sein, dass es der gemütlichen und geselligen Entenschar auf dem Samerberg so gut ging.

Anton Hötzelsperger

Fotos: Hötzelsperger

Einige Eindrücke vom 5. Ententreffen 2002 und von der ersten Chiemsee-Umrundung von 80 Enten-Fahrzeugen im Gänsemarsch.

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Stand: 26. September 2002