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Im Chiemgau gesehen
Feier am Kriegerdenkmal Prutdorf
Nach der Renovierung in den vergangenen Jahren bot das
Weihejubiläum den Wildenwarter Veteranen einen gelungenen Anlass zusammen mit
den Dorfvereinen, den Veteranenvereinen der Nachbarschaft und der ganzen
Dorfgemeinschaft zu feiern. Der neugewählte Vorsitzende der Interessengemeinschaft der
Krieger- und Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim
Pius Graf gratulierte den Wildenwartern zu ihrem Denkmal, es stehe mitten im
Dorf und damit mitten im Leben und mitten unter der Bevölkerung. Die Bürgermeister
der Gemeinde Frasdorf Benno Voggenauer und der Marktgemeinde Prien am Chiemsee
Christian Fichtl versprachen den Wildenwarter Veteranen auch künftig für den
Erhalt und Fortbestand der Kapelle zu sorgen. Die Patenvereine von Söllhuben
und Rimsting, sowie die Nachbarsvereine von Frasdorf, Hittenkirchen und Prien am
Chiemsee kamen mit ihren Vorständen und Fahnenabordnungen zur Maiandacht in die
Christkönigkirche Wildenwart und feierten anschließend gemeinsam im Saal der
Schlosswirtschaft von Wildenwart.
Am Himmelfahrtstag, 17.Mai 1928 weihte der Priener Pfarrer
Rupp das Wildenwarter Kriegerdenkmal ein. Über dreißig Veteranenvereine aus
der Region und vier Musikkapellen nahmen am anschließenden Festzug teil. In den
Festkutschen fuhren auch noch Veteranen der Kriege von 1866 und 1870/71 mit.
Kronprinz Rupprecht von Bayern und Prinzessin Helmtrud, die Schlossherrin von
Wildenwart nahmen den Vorbeimarsch der Vereine ab. Im Parademarsch defilierten
die Kriegervereine zehn Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges an ihrem
Feldherrn vorbei. Bereits 1926 begannen die Planungen für das Wildenwarter
Kriegerdenkmal: es sollte eine Kapelle errichtet werden und in dieser sollten
die Namen der Gefallenen auf Platten verewigt sein. Zusätzlich sollte ein
Wandgemälde an die Gefallenen erinnern; das Vorhaben, die Fotografien aller 36
Gefallenen anzubringen, ließ sich nicht verwirklichen.
Bei strömendem Regen war der Tag der Einweihung. Die
Chiemgauzeitung berichtete, dass bis auf einige Tiroler Vereine alle Militärvereine
der weiten Umgebung zur Einweihung gekommen seien. Drei Züge marschierten zum
Denkmal, Pfarrer Rupp hielt die kirchliche Weihe: Wo Bayerns letzte Königin
starb, habe man den Entschluss gefasst eine große Gedächtniskirche zu bauen.
Da dieser Plan sich aber nicht verwirklichen lasse, habe man hier in Prutdorf
dieses schlichte Heldenmal erbaut, welches ermahnen und lehren solle, was war,
was ist und was sein wird. Die Festansprache hielt Hauptlehrer Drexl, einer der
Hauptinitiatoren des Denkmalbaus. Bürgermeister Wallner übernahm die Gedenkstätte
von Veteranenvorstand Josef Schweiger und den Erbauern in die Obhut der Gemeinde
Wildenwart und versprach das Denkmal stets in treuer Pflege und Obhut zu halten.
Dieses Versprechen des ehemaligen Wildenwarter Bürgermeisters wurde durch die
Jahre hinweg gehalten. Seit dem Bau der Kapelle finden hier alljährlich die
Feiern zum Volkstrauertag und die Gedenkfeiern bei den Jahrtagen der Ortsvereine
statt.
Fotos: Rehberg 1.)
Feierstunde am Kriegerdenkmal (von links) Bürgermeister Benno Voggenauer,
Frasdorf - Pius Graf, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Krieger- und
Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim – Richard
Zettl, Vorstand Veteranen- und Kriegerverein Wildenwart – Bürgermeister
Christian Fichtl, Prien am Chiemsee – Heinrich Rehberg, zweiter Vorstand
Veteranen- und Kriegerverein Wildenwart 2.)
Richard Zettl, Vorstand Veteranen- und Kriegerverein Wildenwart bei der
Kranzniederlegung 3.)
Bei der Feier in der Schlosswirtschaft Wildenwart: Bürgermeister Benno
Voggenauer, Frasdorf - Pius Graf, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der
Krieger- und Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim
– Dekan Bruno Fink, Prien am Chiemsee - Richard Zettl, Vorstand Veteranen- und
Kriegerverein Wildenwart – Bürgermeister Christian Fichtl, Prien |
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werberingreport Stand: 26. September 2002 |