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Im Chiemgau gesehen

Seit 15 Jahren:
„Konrad´s Spielerein“ in Burg ein Tipp für Familien, Urlauber  und Handwerker

Burg bei Tengling (hö)29.3.02 – Spielereien nennt Konrad Bauer im versteckten Burg bei Tengling seine seit nunmehr 15 Jahren angesammelten Werke. In seinem Garten präsentieren sich aber wahrlich mehr als spielerisch erstellte Kunstwerke. Handwerkliche Fähigkeiten zugunsten von kleinen Bauobjekten, die an die heimische Berufskultur vergangener Tage erinnern, sind und waren Grundlage für die Entstehung von „Konrad´s Spielereien“.

In Burg nahe der gleichnamigen Wallfahrtskirche aus dem 16. Jahrhundert mit Patrozinium am Maria-Himmelfahrts-Tag 15. August findet man die öffentlich zugängliche Rarität, wenn man auf dem Weg von Palling nach Waging bei Tengling abbiegt. Von dort braucht man nur noch der Beschilderung folgen und alsdann wird man schon von Konrad Bauer erwartet. Mit Wissen und Stolz erzählt der pensionierte Seilbagger-Fahrer gerne, dass er seit 15 Jahren an seinem ständig wachsendem Gesamtwerk bastelt. Alle Winter kommt ein neues Berufs-Thema und ein neue Bauteil hinzu. Das maßstabsgetreue Bauen von Leuten und Handwerkern sowie von Maschinen und Häusern war eine anfängliche Herausforderung, die mit dem Entstehen eines ersten Hauses nahe am Hausbach noch gesteigert werden konnte. Die Dampfmaschine, die er zum ersten Haus bastelte, und die ersten Figuren rührten sich dadurch, dass sie mit Ketten, Rädern, Riemen, Seilen, Schnüren, Gleisen und Kurbeln miteinander verbunden waren. Gleichsam vom Anfangserfolg der ersten Jahre selbst angetrieben sorgte er nach der Dampfmaschinen-Szene des Jahres 1990 im Jahr 1991 für ein funktionierendes Sägewerk und ein Jahr später für eine dreigeschossige Mühle. In den nächsten Wintermonaten waren dann ein Bauernhof, eine Bergbahn sowie eine Weberei dran. Dann bastelte Bauer 1998 eine Skilift-Landschaft und 1999 einen Bagger mit einer Holzfäller- und Holzknechte-Situation. Vor zwei Jahren wurde eine Schmiede mit eigener Huf-Schmiede und mit einem Wagner fertig. Anschließend folgte sozusagen für die vorjährige Frühjahrs-Premiere mit der Erbauung eines Bergwerkes eine ganz neue Erfahrung und handwerkliche Rarität. Das Bergwerk, das natürlich tiefer gehen musste als alle bisherigen oberirdischen Werk- und Arbeitsstätten, zeigt unter anderem einen Steinbruch, Kompressor-Arbeiten und zwei Aufzüge (Art Paternoster). „Die speziellen Kenntnisse hatte ich entweder aus meinem eigenen Berufsleben oder aus Fach-Büchern. Das Interesse und die Geduld waren bisher immer groß genug, so dass ich meine Ziele eigentlich leicht, sozusagen spielerisch erreichen konnte!“ sagte Konrad zu seinen Spielereien bei einem Spaziergang durch seine Anlagen in diesen Frühjahrstagen. Stolz zeigt er dabei seine neuesten Werke vom eben erst zu Ende gehenden Winter: es sind dies eine Mostpresse und Szenen der Hanfbearbeitung.

Ab heuer: geöffnet alle Tage

Geöffnet hat seine besondere Welt voller Handwerker und Leben im Miniatur-Maßstab alle Tage. Für Schulklassen nimmt er gerne zu speziellen Führungen Anmeldungen entgegen. Ein Eintritt für Einheimische und für Feriengäste, die stets besonders überrascht und dankbar sind, wird nicht extra erhoben. Spenden für die verschiedenen Auslagen werden aber nicht abgelehnt. „Konrad´s Spielereien“ sind ein bestimmt lohnenswerter Ausflug in die Waginger-See-Gegend, sollte mit einem Besuch in der Kirche von Burg verbunden werden und empfiehlt sich für Familien und für alle, die Freude am Basteln und Handwerk haben. Für Kinder gibt es gleich neben den Sehenswürdigkeiten eine Schaukel, so dass sich die Kleinen auch selbst etwas rühren können. Anfragen und Auskünfte gibt es bei Konrad Bauer in Burg, Telefon 08687-558.

 

Fotos: Hötzelsperger

Verschiedene Motive, z. T. mit Konrad Bauer, z. T. Ausschnitte mit einzelnen Figuren.

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Stand: 26. September 2002