Kurznachrichten 2001

Touristiker bereiten sich auf Bayern-Natur-Tag am 16. Juni vor: Aschau/Samerberg (hö)  -  Die Natur wird in Zukunft eine immer größere Rolle im Tourismus spielen. Haben schon in den vergangenen Jahren Veranstalter, Gemeinden und Tourismusverbände bei ihren Maßnahmen und Slogans die Natur als Bestandteil der Angebote dargestellt, so kommt es in diesem Jahr zu ganz besonderen Aktivitäten. So ist zum Beispiel das „Europäische Jahr des Öko-Tourismus“. In Bayern hat sich das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen für Sonntag, 16. Juni einen Aktionstag einfallen lassen. Unter dem Motto „BayernTour Natur 2002“ werden bereits jetzt die einzelnen Veranstaltungen zusammengetragen, koordiniert und dann bayernweit durchgeführt. Naturkundliche Wanderungen, Radltouren auf geschichtsträchtigen Spuren oder naturschützerische Informationen in ganz unterschiedlicher Weise können in das Maßnahmen-Paket geschnürt werden. Die Tourist-Info von Aschau und deren Leiter Wolfgang Bude bieten auch für diesen Tag ihr neues Angebot „Ökologie und Kultur – alles Käse, oder was?“ an. Mit einem Biologen geht es dabei für individuell zusammengestellte Interessenten oder auch für Gruppen, Firmen oder Vereine durch die Bergbauernregion Priental (Bayern) und Hatzenstädt (Tirol). Auf Schusters Rappen und unter fachkundiger Führung von Markus Sichler sind entlang des Weges schöne Ansichten möglich. So zum Beispiel im neuen Müllner-Peter-Museum von Sachrang oder in der Sennerei, die sich mit einem stärkenden Becher Milch mit diesbezüglichen Erläuterungen anbietet. Nähere Auskünfte gibt es bei der Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937 sowie bei allen 14 bayerischen und tirolerischen Mitgliedsgemeinden der Werbegemeinschaft „Grenzenlos zwischen Kaiser und König“.

Kräuter-, Alm- und Samerwanderung am Samerberg am 16. Juni 2002

In der Nachbargemeinde und in der Ferienregion Samerberg bereitet man sich mit einer Kräuter-, Alm- und Samerwanderung am 16. Juni auf den bayernweiten Natur-Wandertag vor. „Da wir an diesem Tag auch die Bergmesse auf der Wagneralm haben, können wir nicht nur ein passendes Wander-, sondern auch ein sonntag-geeignetes Programm vorschlagen!“ – so Hans Auer vom Verkehrsverein Samerberg, der als Samer auch dabei sein wird, wenn man die Wanderung teilweise auf dem Rücken von Samerberger Pferden genießen kann (Näheres beim Verkehrsverein Samerberg in Törwang, Telefon 08032-8606). Weitere Programme und Vorschläge für den Aktions-, Wander- und Natur-Tag des Bayerischen Umweltministeriums werden die einzelnen Gemeinden, Verkehrsämter und Verkehrsvereine noch ausarbeiten sobald die Arbeiten nach einer guten Winterferienzeit abgeschlossen werden konnten. Ansprechpartner beim Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen sind Herr Holzmann, Telefon 089-9214-3509 oder Herr Schuster, Telefon 089-9214-3375.  

Winter-Zufriedenheit entlang der Berge im Rosenheimer Land: Wendelstein-Samerberg-Aschau (hö)  -   Ferienzeit und Winterspaß passten wie schon lange nicht mehr so gut zusammen wie in den vergangenen zwei Wochen. Einer Umfrage bei heimischen Tourismustellen, Bergbahnen und Wirten zeigte, dass mit dem Ende der bayerischen Ferien übereinstimmende Zufriedenheit herrschte. Anbieter, die in erster Linie vom Schnee abhängig sind, strahlten mit der Wintersonne um die Wette. So zum Beispiel Hans Bauer von der Samerberger Ski-Schule, der Ski-Kurse für rund 150 Kinder anbieten konnte. „Viele Jahre mussten wir auf Sachrang ausweichen oder ganz absagen. Aber heuer haben uns die heimische Hochriesberg-Region sowie die Hochriesbahn wieder dienen können, weil der Schnee einfach super war!“ – so der junge Skilehrer aus dem traditionsreichen Familienunternehmen (Telefon 08032-989451). Lediglich die kalten Temperaturen der letzten Tagen machten den Kindern ein wenig zu schaffen, so dass am morgen noch am Übungslift trainiert wurde und erst kurz vor Mittag auf den beliebten Sessellift von Grainbach übergewechselt wurde. Die Hochriesbahn selbst hatte nach Aussagen von Inhaber Sepp Schwaiger und von der fleißig arbeitenden Bella Forster sehr gut. „Am ersten Tag waren es noch mehr Mark, inzwischen überwiegen die Euro!“ – so eine Feststellung zu der reibungsfreien Währungsumstellung. Nach den Ferien wird sich die Hochriesbahn (Telefon 08032-97550) an den Wochenendtagen wieder in Betrieb finden. Ganz oben auf der Hochries betreibt Klaus Staller das Bergbahnstüberl. Auch bei ihm kehrten viele und zufriedene Winterurlauber ein. Dennoch waren der viele Schnee und einige Regentage hoch oben am Berg nicht ganz optimal. Außerdem sind nach Klaus Staller und nach den Berichten der Wintergäste einige Wanderwege-Verbesserungen notwendig. „Mit dem Alpenverein, der Gemeinde, dem Verkehrsverein Samerberg und mit den weiteren Almwirten wollen wir uns schon in den nächsten Tagen zusammensetzten, um einige Verbesserungsmaßnahmen für das Jahr 2002 zu erörtern!“ – so Verkehrsvereinsvorsitzender Hans Auer vom Samerberg zu den angesprochenen Wanderwege-Defiziten.

Schnee- und Ski-Vergnügen auch nach der Ferienzeit

Zufriedenheit herrschte auch bei der Wendelsteinbahn in Brannenburg. Beste Schneeverhältnisse und täglicher Betrieb von 9 bis 16 Uhr sind die Voraussetzungen, dass man auch nach den Fest- und Ferientagen frisches Pistenvergnügen genießen kann. Auf eine besondere Aktion in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Seilbahnen darf man sich für das Wochenende am 19.  und 20. Januar freuen. Kinder bis 16 Jahre erhalten in Begleitung eines Elternteiles an diesen beiden Tagen freie Fahrt. Bereits während der derzeitigen Hochbetriebstage treffen die Wendelsteinbahn-Verantwortlichen nach Auskunft von Frau Hugel die Vorbereitungen für die 90-Jahres-Feier der Zahnradbahn am 25. Mai. Hierzu sowie zu aktuellen Angeboten gibt es nähere Informationen bei  der Wendelsteinbahn, Telefon 08034-3080.

Auch die dritte Bergbahn der Gemeinschaft des „Gipfel-Trios im Rosenheimer Land“, die Kampenwandbahn in Aschau (Telefon 08052-4411) geht mit Zufriedenheit in den Jahresanfang. Solang genügend Schnee liegt wird nach Auskunft von Frau Zbil auch an den Wochentagen gefahren. Trotz des großen Andranges gab es auch bei der Kampenwandbahn keine Probleme mit der Geldumstellung. Interessant ist noch, dass es in diesen Tagen auf dem Berg zuweilen wärmer war als im Tal. Auch ein Beitrag für ein warmes Berg- und Wintervergnügen, wie die Bahnleitung vermeldete.

Von guten Belegungen bei Quartieren, insbesondere bei Ferienwohnungen zum Jahreswechsel, sowie von guten Besuchen von Gastwirtschaften und Veranstaltungen können die Verkehrsämter und Kurverwaltungen berichten. Die Tourist-Info von Aschau hatte ebenso wie die Frauen des Verkehrsvereins von Sachrang alle Hände voll zu tun, um den Prientalgästen vom reichen Winterangebot zu berichten. Auch wenn der erste Abschnitt der bekannten Schlittenhunderennen von Sachrang mangels Beteiligung nicht ganz so waren wie man es sich wünschte, so hofft man am Samstag, 5. Januar und am Sonntag, 6. Januar (Beginn jeweils um 10.30 am Berger-Feld) bei traumhaften Rahmenbedinungen auf einen guten Erfolg im zweiten Anlauf. Die Wirte des Kulinarischen Herbstes aus den Gemeinden Bernau, Frasdorf, Aschau und Amerang starteten zur Euro-Umstellung eine eigene Aktion zum bargeldlosen Zahlen. „Eigentlich hätten wir diese Aktion nicht starten brauchen, weil die Leute und wir bestens vorbereitet waren. Es gab überhaupt keine Probleme. Aber dennoch gilt bei uns bis zum 28. Februar, dass wir Stammgästen ein bargeldloses Zahlen oder die Bezahlung per Rechnung ermöglichen wollen!“ – so Georg Westenthanner als Wirt des Aschauer Bistro Pinot. Als Dritter Bürgermeister der Prientalgemeinde Aschau freute sich der Wirt aber nicht nur über die Freundlichkeiten in seinem Lokal. „Eine Gemeinde wie Aschau mit einem umfassend zur Verfügung gestellten Wander-, Sport- und Kultur-Angebot braucht gut frequentierte Ferienzeiten und einen Schnee, der in direkt in die Ferien fällt!“ – so der vielfach engagierte Gastronom. Auch am Samerberg waren die Anbieter und Wirte  zufrieden. Ob die Einkehrer beim Traditions-Gasthof „Zur Post“ in Törwang oder bei den vielen weiteren Gastwirtschaften im Hochtal oder die Wanderer, die auf die verschiedenen Almwirtschaften vom Dandlberg bis zur Hochries gingen und zum Teil mit ihren Schlitten zu Tal fuhren: allesamt waren sie zufriedene Gäste, weil das Angebot wetterbegünstigt war. Ganz besonders profitierten die Gäste und Einheimischen, die sich an einer der mehrfach angebotenen Schnee-Schlittenfahrten mit Pferden beteiligten. „Eine Fahrt in der Kutsche über den Samerberg bleibt den Gästen bestimmt in bester Erinnerung!“ – so Michael Stuffer aus Siegharting am Samerberg. Auf Wunsch und nach Schneelage werden solche Pferde-Kutschfahrten auch noch nach den Feiertagen angeboten. Näheres hierzu gibt es beim Verkehrsverein Samerberg, Telefon 08032-8606 oder 8787.  

Winter-Vorbereitungen der Chiemgauer Trachtenjugend: Chiemgau (hö)  - Mit vielen Proben, guten Vorsätzen und allerhand Brauchtums-Terminen gehen die Verantwortlichen des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte in das Neue Jahr 2002. Insgesamt 23 Trachtenvereine gehören dem vor 75 Jahren in Marquartstein gegründeten Verband an. Aus den Reihen der Vereine von Amerang bis Sachrang und von Staudach bis Höhenmoos stellt sich alle Jahre die so genannten Gaugruppe zusammen. Die besten Dirndl und Buam aus dem Gaudirndldrahn und aus dem Gaupreisplatteln bilden die Gaugruppe. Zum Jahresende benannten die Gauvorplattler Albert Rauch aus Atzing und Klaus Löhmann aus Prien nach den Ergebnissen und Abstimmungen die Mitglieder der Gaugruppe 2002, die den Chiemgau bei vielfältigen Auftritten präsentieren. Dieser aktiven Trachtengemeinschaft gehören an: aus Frasdorf Irmi Prankl und Monika Kink, aus Greimharting Rosi Wimmer und Brigitte Wallner, aus Bernau Monika Lackerschmid, aus Niederaschau Kathrin Kramer, aus Sachrang Martina und Kathrin Bauer, aus Grassau Monika Huber, aus Reit im Winkl Natalie Noichl und aus Höhenmoos Regina Gasbichler. Bei den Buam  sind es folgende Aktiven, die der Gaugruppe angehören: Markus Maier aus Schleching, Josef Hamberger aus Sachrang, Franz Eder aus Hohenaschau, Schorsch Fischer aus Prien, Franz Schnaiter und Christian Lampersberger aus Hittenkirchen, Martin Riepertinger, Sepp und Christian Lackerschmid sowie Andreas und Thomas Rummelsberger aus Bernau, Toni Seitz vom Trachtenverein Marquartstein-Piesenhausen, Peter Reiter aus Niederaschau, Seppi Enzinger aus Frasdorf, Florian Mayer aus Greimharting und Jakob Steiner aus Atzing. Im Rahmen einer Zusammenkunft zum Ende des abgelaufenen Trachtenjahres gab es im Trachtenheim von Hittenkirchen eine eigene Zusammenkunft für die Aktiven der Trachtenvereine. Rund 100 Dirndl und Buam aus verantwortlichen Positionen der Trachtenvereinsarbeit trafen sich hierzu mit den Gauvorplattlern. Dabei wurden neue Vorplattler aus den Vereinen vorgestellt und grundsätzliche Aufgaben der Plattler und Dreherinnen innerhalb der Trachtenarbeit diskutiert. Preisrichterobmann Sepp Spiegelberger aus Wildenwart informierte zu den aktuellen Wertungsrichtlinien. Geplant ist zudem die Zusammenstellung sämtlicher Plattler und Trachtentänze im Chiemgau in Form eines Notenheftes für Blaskapellen und zur eigenen Dokumentation. Wichtige Termine sind für die jungen Trachtlerinnen und Trachtler des Chiemgaues am 7. Juli das Gaudirndldrahn in Frasdorf, am 4. August das Gaupreisplatteln in Schleching sowie am Christ-Himmelfahrtstag die Bitt- und Dankwallfahrt des Chiemgau-Alpenverbandes nach Raiten. Mit der Bestimmung der verschiedenen Plattler für die einzelnen Klassen beim Gaupreisplatteln endete die informative und harmonische Zusammenkunft im Trachtenheim von Hittenkirchen. Die Gauvorplattler Albert Rauch und Klaus Löhmann freuten sich ob des guten Zuspruches in der kalten Jahreszeit seitens der Jugend und gemeinsam stellten sie fest: „Wenn wir im Sommer wieder mit der Kurz´n auftreten, dann soll man wissen, dass wir auch jetzt im Winter an einer guten Qualität der Auftritte arbeiten!“.

Chiemsee-Tourismus bereitet sich trotz Umzugs auf nationalen und internationalen Messeeinsatz vor : Chiemsee (hö) – Mit fast 150 Seiten recht umfassend und mit aktuellen Angeboten aus allen 18 Mitgliedsgemeinden recht informativ hat die Chiemsee Tourismus KG mit neuem Sitz in Bernau-Felden ein neues Ferienjournal für das Jahr 2002 herausgegeben. Diese Werbebroschüre steht für den Versand bei gezielten Anfragen sowie für Interessierte in den Kur- und Verkehrsämtern sowie bei der Chiemsee-Geschäftsstelle im Bernauer Hatzhof kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich bereiten die Mitarbeiter der Tourismus KG in guter Abstimmung mit den Tourismusstellen in den Landratsämtern Rosenheim und Traunstein den Besuch bedeutender Reisemessen vor. Sowohl bei Publikums- als auch bei Fachmessen will man alte Kunden betreuen und neue Gäste gewinnen. Wie Marion Schaller als Marketing-Fachkraft des Tourismusverbandes Chiemsee zum Jahreswechsel mitteilte, geht es schon bald mit den neuen Chiemsee-Broschüren auf Reisen. Den Auftakt bildet der Besuch der „Grünen Woche“ in Berlin, die im großen Berliner Messegelände unterhalb des Funkturmes bereits am 11. Januar ihre Pforten öffnet. Zu den stärksten Messen für die Chiemsee-Touristiker zählt seit Jahren die Messe „Caravan-Motor-Touristik“ (CMT) auf dem Stuttgarter Killesberg. Diese dauert vom 19. Januar bis 27. Januar. Anfang Februar wird dann die internationale Messe „Holiday-World“ in Prag besucht. Innerhalb von Deutschland sind dann die Touristikmessen „Reisen Hamburg“ im Februar, „CBR München“ ab 16. Februar sowie Ende Februar „Freizeit Nürnberg“ und „Reise Essen“ von großer Wichtigkeit. Zwischendurch schauen die Messeleute vom Chiemsee mit ihrem Personal aus den verschiedenen Verkehrsämtern auch noch bei der großen Mailänder Messe „BIT“ und bei der Messe „UTAZAS“ in Budapest vorbei. Den Abschluss des ersten Messeblockes im Jahr 2002 bildet traditionell die weltgrößte Fach- und Publikumsmesse für Tourismus „ITB“ in Berlin. „Auch wenn wir derzeit mit den Umzugsarbeiten in die neue Geschäftsstelle im Hatzhof mehr als beschäftigt sind, wollen wir uns doch wieder mit großem Engagement auf den Messen zeigen!“ – so Marion Schaller inmitten der großen Umzugskartons und zwischen den Messepaketen. Für Abstimmungen zu den Werbeaktivitäten auf den deutschen und internationalen Messeplätzen steht die Chiemsee Tourismus KG unter der Telefon-Nummer 08051-96555-0 zur Verfügung. Die Chiemseer Tourismusorganisation nimmt die Messeaufgaben für die Gemeinden rund um den Chiemsee sowie von Halfing, Amerang bis Sachrang vor.

Herausforderungen und Zusatz-Termine für Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing im Jahr 2002 : Atzing  (hö) – Mit einigen Herausforderungen haben sich die Verantwortlichen des fast 300 Mitglieder starken Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing für das Jahr 2002 zu beschäftigen. Wie Zweiter Vorstand Albert Rauch zum Jahresbeginn bekannt gab, will man nach der Versteigerungsfeier am Samstag, 5. Januar ab 20 Uhr im Gasthaus Stocker (mit Robert Gmeiner als Versteigerer und mit Priener Musikanten unter der Leitung von Seppi Messerer junior) zwei besonders wichtige Themen angehen. Einmal soll in einer außerordentlichen Generalversammlung am Freitag, 22. Februar mit der Neuwahl der Vorstandschaft die Voraussetzung für die Bewältigung der bevorstehenden Vereinsaufgaben geschaffen werden. Wie berichtet legte der bisherige Vorstand Jakob Steiner sein Amt bei der Herbstversammlung nieder. „Die vorgezogenen Neuwahlen wollen wir abhalten, weil damit in der bis zum Herbst 2004 gültigen Amtszeit die Bauzeit des dringend notwendigen Vereinshauses möglich ist. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, ist allerdings eine verstärkte Mithilfe aller Mitglieder und das Zusammenhelfen untereinander notwendiger denn je!“ – so Albert Rauch in seinem Appell an die Trachtlerinnen und Trachtler von Atzing. Gemeinsam mit dem Förderverein „Atzinger Feuerwehr- und Gemeindehaus e.V.“ und mit der Gemeinde Prien will man Abhilfe gegenüber den derzeitig dürftigen Probenräumen und eingeschränkten Veranstaltungsmöglichkeiten schaffen. Gerade die Nachwuchsarbeit mit den in Atzing sehr starken Kinder- und Jugendgruppen will man bis zur Verwirklichung neuer Räumlichkeiten nachhaltig pflegen. Damit verbunden sind auch die aktive Wahrnehmung der Aufgaben von Jugendleitern und Vorplattlern mit allen aktiven Dirndl und Buam. Aber auch um das Wohl der weiteren Ehrenmitglieder und Mitglieder will sich die Vorstandschaft sorgen. Ganz speziell für die über dreißig in Atzing vorhandenen Röckefrauen will man für das kommende Trachtenjahr eine Abstimmung erzielen. Aus diesem Grunde findet am Freitag, 11. Januar ab 19.30 Uhr im Gasthaus Stocker in Atzing eine eigene Röckefrauen-Zusammenkunft statt. Weitere wichtige Termine für den Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing im neuen Jahr sind die Trachtenwallfahrt nach Raiten am Christ-Himmelfahrtstag,  die Waldfeste im Buchenwald von Munzing am 21. Juli und am 28. Juli, der Besuch des Gautrachtenfestes am letzten Juli-Wochenende in Schleching sowie der gemeinsam mit Wildenwart durchzuführende Jahrtag am Sonntag, 13. Oktober. Die gesamten Termine 2002 vom GTEV Atzing sowie von allen weiteren Ortsvereinen aus dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wildenwart sind dank einer traditionellen Förderung durch die Volksband-Raiffeisenbank Chiemsee in einem eigenen Trachtenkalender zu ersehen. Dieser praktische Veranstaltungsführer ist kostenlos bei den jeweiligen Vereinen, in den Dorf-Geschäften, in  den Wirtschaften von Wildenwart und Atzing sowie bei den Vereinsvorständen erhältlich.

Hittenkirchener Trachten-Termine 2002 : Hittenkirchen (hö) – Ein aktives Vereinsjahr 2002 erwartet die Trachtlerinnen und Trachtler des Trachtenvereins „Almenrausch“ Hittenkirchen. Dies kann man einem eigenen Terminkaleder entnehmen, den in diesen Tagen Vorstand Christoph Kaufmann im eigenen Trachtenheim vorstellte. Dank einiger Gönner und befreundeter Firmen war die Herausgabe der kleinen Broschüre zur praktischen Nutzung durch Vereinsmitglieder und Vereinsfreunde wieder zum Jahresanfang möglich. Die Vielfalt der Veranstaltungen im Trachtenjahr 2002 beginnt traditionsgemäß mit einigen Faschingsterminen. So finden im bestens geeigneten Trachtenheim der Kinderfasching am Sonntag, 27. Januar, das Maskierte Weiber- und Dirndlkranzl am Freitag, 1. Februar sowie der maskierte Volkstanzkurzsabschluß am Rosenmontag, 11. Februar statt. Nach dem Fasching bestimmen am Samstag, 9. März der Pfarrabend, am 12. April das Frühjahrstanzfest mit der „Kohlbazi- und Fellnerhof-Musi“ sowie am 5. Mai der eigene Trachtenjahrtag das Kalendergeschehen. Gleich mehrfach ist 2002 das Hittenkirchener Trachtenheim Veranstaltungs-Treffpunkt für den Chiemgau-Alpenverband. So zum Beispiel am Sonntag, 14. April mit dem Gau-Jugendtag und am 25. Oktober beim Gauball. Zwischendurch finden vor allem Tanzabende sowie am 11. Oktober der über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Sänger- und Musikanten-Hoagart statt. Zusätzlich zu den eigenen Vereinsterminen weisen die Hittenkirchener mit ihrem Kalender auch noch auf das 6-Vereine-Jugendpreisplatteln mit Dirndldrahn in Bernau am 14. Juli, auf das Gaudirndldrahn am 7. Juli in Frasdorf, auf das Gautrachtenfest Ende Juli in Schleching und auf das Gaupreisplatteln am 4. August in Schleching hin. Nähere Veranstaltungs-Informationen sowie den kostenlosen Trachtentermine-Planer für die Hittenkirchener Trachtler gibt es bei den Vorständen Christoph Kaufmann, Telefon 08051-4683 und Jakob Irrgang, Telefon 08051-1833.


„Ohne Fleiß kein Preis!“ – Gemeinderat Aschau beschäftigt sich mit Jahres-Aufgaben und mit Blick über die nächsten Kommunalwahlen hinaus: Aschau (hö) – Eine schöne Gepflogenheit der Gemeinde Aschau ist es, bei der letzten Zusammenkunft des Gemeinderates vor dem Jahreswechsel gemeinschaftlich mit der Verwaltungsspitze Bilanz zum abgelaufenen Jahr zu ziehen und die wichtigsten Vorhaben des kommenden Jahres zu erläutern. Bürgermeister Kaspar Öttl brachte es dabei auf den Punkt, als er sagte: „Heuer hatten wir viel Arbeit, aber weniger wird es 2002 nicht zu tun geben!“. Damit sprach er nicht nur den Fleiß des Rates und all seiner Mitarbeiter in Rathaus, Bauhof und weiteren Plätzen an, sondern auch die hohe Anzahl an Projekten, die anstehen.

Im Jahr 2001 gab es in elf Gemeinderats-, sechs Bauausschuß- und zwei Werkausschuß-Sitzungen insgesamt 300 Beschlüsse. Dies waren 20 Beschlüsse mehr als im Vorjahr. 54 Trauungen standen 78 Sterbefälle und 42 Geburten  gegenüber, so dass derzeit in Aschau genau 5.163 Leute mit Hauptwohnsitz und 1.332 Personen mit Nebenwohnsitz leben. Die insgesamt etwas mehr gewordenen Bürgerinnen und Bürger in der Gesamtzahl von 6.495 Einwohnern sollen nach dem Willen des Bürgermeisters auch zukünftig in Aschau von der Gemeinde wohl betreut sein. Zu den wichtigsten Aufgaben des nunmehr zu Ende gehenden Jahres gehören die Ausbauten innerhalb des Rad- und Wanderwegenetzes. „Die lange Maßnahme nach Sachrang werden wir wohl erst im Jahre 2003 zum Abschluss bringen!“ – so Bürgermeister Öttl, der bei der weiteren Instandsetzung des Prientalweges auch auf die Mitarbeits-Bereitschaft der Nachbargemeinde Frasdorf hofft. Für die flächengrößte Gemeinde innerhalb des Landkreises Rosenheim galt es zudem zahlreiche Wasserbaumaßnahmen, Brückensanierungen und Straßenverbesserungen zu bewerkstelligen. Seit 1978 wurden mit dem Abwasserzweckverband Priental 150 Millionen Mark verbaut. „Für die Gemeinde Aschau sind nach den letzten Abschnitten die Arbeiten abgeschlossen, wir konnten alle Förderungen noch in Anspruch nehmen!“ – so Öttl bei seinen zufrieden stellenden Umweltbericht. Sanierungen rund um die Festhalle, Umbauten zugunsten der Schule, die Eröffnung des 450.000 Mark teuren Wertstoffhofes, die Trinkwasser- und Löschweiher-Versorgung im Gschwendter Bereich und nicht zuletzt die Erstellung eines Leitbildes waren weitere erfolgreich gemeisterte Herausforderungen. Einen großen Wert legten und legen die Gemeinde Aschau und vor allem Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock als Senioren- und Behinderten-Beauftragter in der Fürsorge für Behinderte, Kranke, Senioren und Neubürger.

Tourismus mit Höhen und Tiefen

Den Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig will die Gemeinde Aschau nach guten Erfahrungen weiterhin mit den Nachbargemeinden zusammen fördern. Die Mitgliedschaft beim Tourismusverband Chiemsee hält Öttl genauso wichtig wie die Zusammenarbeit mit der Grenzenlos-Werbegemeinschaft „Zwischen Kaiser und König“. In bisher drei von der Europäischen Union geförderten Projekten wurden bereits 1,6 Millionen Mark für touristisches Marketing den sieben bayerischen und sieben Tiroler Gemeinden zur Verfügung gestellt. Die Eröffnung des Öko-Kulturweges und des Müllner-Peter-Musuems in Sachrang sind langfristig wichtige Bausteine dieser Kooperationen. Die enge Abstimmung mit der heimischen Land- und Alm-Wirtschaft ist für die kommenden Jahre eine besondere Aufgabe. „Die Landschafts-Pflege-Förderung ist ein Anliegen, das wir nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern in der Tat spüren sollten!“ sagte Bürgermeister Öttl mit Blick auf die gerade im Priental schwierige Landwirtschaft. Für das Grenzdorf in Sachrang plant die Gemeinde Aschau im kommenden Jahr eine bessere EDV-Vernetzung mit der Hauptstelle der Tourist-Info sowie ein eigenes Info-Terminal. Schwer zu schaffen machen den Aschauer Tourismusverantwortlichen die Schließungen von verschiedenen Häusern (Würzburger Heim und Pater-Rupert-Mayer-Haus) sowie die schlechten Auslastungen einiger großer, gewerblicher Häuser. „Wenn große Betriebe nur zehn Prozent und zum Teil sogar noch weniger an Jahres-Auslastung haben, dann stimmt entweder die Betriebsführung oder die Anmeldemoral nicht“ mit diesen klaren Worten bat Öttl um eine verstärkte und offenere Zusammenarbeit.

Steuerkritik mit Blick auf Vorhaben im Jahr 2002

Kritisch setzte sich Öttl in seinem Jahresbericht auch mit den Vorhaben für 2002 auseinander. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Neubau des viel zu klein gewordenen Rathauses. Erste Pläne werden bereits erarbeitet. Mit Blick auf die Bundes- und Landespolitik sieht Öttl für die Gemeinden aber wenig Finanz-Spielraum in den kommenden Jahren. „Der Einbruch in der Gewerbesteuer-Abteilung, die Folgen der Öko-Steuer und Reformen, die zum Teil gar keine geworden sind, lassen die Gemeinden als letzte in der Kette am meisten leiden!“ so Öttl. Nicht vergessen soll man bei aller Gewohnheit die Sorge um die Sicherung der Chiemgau-Bahn. Über die Kommunalwahlen hinaus gilt es auch noch die Fertigstellung der Gesamt-Chronik von Aschau, den Bau einer Kombinierten Sporthalle, die Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Fahrzeuges und vieles mehr anzupacken. Um all diese Aufgaben realisieren zu können, bat Öttl, weiterhin sachgerecht, fleißig und ideenreich zum Wohle der Bürger und mit den Bürgern tätig zu bleiben. Als Motor in dieser Entwicklung bezeichnete Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock in seiner Ansprache Kaspar Öttl. Nach den Berichten zum Aschauer Jahresgeschehen 2001 und dem Ausblick wurden die Gemeinderäte noch von einem wohl zubereiteten Jahresabschlussessen im Gasthof Baumbach in Hohenaschau belohnt.


Finanzierung der Totenfahne von St. Salvator nach Kirchen-Hoagart gesichert: St. Salvator (hö) – “Frisch aufg´spuit und g´sunga“ im doppelten Sinne hieß es auf Initiative von Kirchenpfleger Kaspar Steindlmüller und von Jakob Steiner aus Atzing in der Filial- und Wallfahrtskirche von St. Salvator. Am so genannten Winter-Johannitag boten die Kirchenverantwortlichen und die Mitglieder der Kreuztracht von St. Salvator einen volksmusikalischen Abend an, der es gleich zweimal in sich hatte. Einmal verzichteten die Veranstalter mit Rücksicht auf eventuelle Kirchenschäden auf die Beheizung des Kirchenraumes. Zum anderen wurde den Besuchern zumindest um´s Herz warm. Freiwillig, unentgeltlich und aus freien Stücken spielten und sangen die Dirndl und Buam der Wildenwarter Soatnmusi, Liesi Huber aus Siegharting als Harfen-Solistin, der Höhenmooser Zwoagesang, die Schlierholzer Sänger, das Bläserensemble aus Traunstein sowie das Bläser-Duo Gertraud und Regina. Zwischen den Liedern und Weisen, die ganz der weihnachtlichen Zeit und der derzeitigen Rauhnachtzeit angepasst waren, ließ sich Kläri Hötzelsperger aus Stetten mit einigen Lesungen hören. Ihre Geschichten zeugten „Von der Liebe des Heiligen Johannes“, von Humor und von winterlicher Feinfühligkeit vergangener Zeiten. Für ein Orgel-Solo sorgte Barti Prankl. Er begleitete auch die Leute beim gemeinschaftlichen Singen des Schlussliedes „O Du fröhliche...“.  Unter den Gästen befanden sich auch Pfarrer Bruno Fink aus Prien und Pfarrer Stanislaus Gresazek aus Rimsting. Organisator Jakob Steiner dankte abschließend allen Beteiligten für ihr gutes Werk. Schließlich kommen die gesamten Erlöse aus diesem inzwischen vierten Kirchen-Hoagart von St. Salvator zur Weihnachtsferienzeit den abschließenden Arbeiten zur Renovierung der Totenfahne der Kirche St. Salvator zugute. Diese 1948 von Johann Rinser gestiftete Fahne versieht ihren Dienst bei allen Beerdigungen in St. Salvator sowie bei den Gräberumgängen. Nachdem bereits verschiedene Aktionen, Veranstaltungen und damit verbunden Sammlungen für die Kirchenfahne durch Mitglieder der Kreuztracht und des Atzinger Trachtenvereins stattgefunden haben, ist es möglich, die Gesamtkosten in Höhe von 5.000 Mark aufzubringen. Einen schönen Anteil erbrachten wieder die Spenden des diesjährigen Weihnachtssingens und Musizierens. Angeregt von der guten Volksmusik spendeten die Besucher nicht nur einen abschließenden Applaus, sie brachten ihre Freude auch mit einer Spende zum Ausdruck. Treffend sagte ein Zuhörer beim Verlassen des Kirchenportals: „Vergelt´s Gott für die schöne Stunde!“. Nach der Veranstaltung gab es für die Sängerinnen, Sänger und Musikanten eine gute Brotzeit in einer wärmenden Stube.  


Jahresversammlung des Sachranger Trachtenvereins: Almtanz-Minus 2001  und Maibaum-Pläne 2002 Sachrang (hö) – Von einem guten Miteinander in Fragen der Brauchtumspflege kann man in Sachrang sprechen. Wohltuend waren nämlich die Jahresberichte, Ehrungen und Lobesworte anlässlich der Mitgliederversammlung des Trachtenvereins „D´Geiglstoana“ von Sachrang nach einem gemeinsam gefeierten Gottesdienst in der Sachranger Pfarrkirche mit Pfarrer Josef Götz. Der Geistliche gehörte ebenso wie Bürgermeister Kaspar Öttl, Ehrenvorstand Simon Bauer und einigen Ehrenmitgliedern und Ortsvereins-Vorständen zu den Ehrengästen der Zusammenkunft. Auch wenn die heurigen Almtänze in guter Abstimmung mit dem Verkehrsverein ein „Draufzahl-Geschäft“ waren, so war es Kassier Walter Franzke doch möglich, einen guten Kassenbericht vorzulegen. Begründet war dies vor allem mit der fleißigen und ehrenamtlichen Arbeit beim Dorffest und mit dem Zusammenhalten untereinander. Wichtigste Ereignisse außerhalb des Dorfgeschehens waren heuer die Teilnahme beim Gautrachtenfest in Reit im Winkl und die Mitwirkung beim Sechs-Vereine-Jugendpreisplatteln in der Festhalle von Hohenaschau. Für das Jahr 2002 werden bereits jetzt die Vorbereitungen für einen neuen Sachranger Maibaum getroffen. Wie Vorstand Christoph Bauer in seinem Bericht erläuterte, soll dieses Ereignis vom winterlichen Baumfällen bis zum fertigen Anbringen der Maibaum-Figuren wieder ein schönes Zeugnis lebendiger Brauchtumspflege werden.

Ergänzungswahlen und Ehrungen: Zwanzig Jahre war Sepp Pertl junior Fähnrich der Sachranger Trachtler. Aufgrund beruflicher Überlegungen musste er nunmehr dieses Amt zurückgeben, so dass eine Neuwahl für ihn und für den ebenfalls ausscheidenden Fahnenbegleiter Peter Pfaffinger aus Mitterleiten eine Ergänzungswahl erforderlich wurde. Die Neuwahlen ergaben Christoph Bauer junior als Fähnrich sowie Josef Hamberger junior und Christian Singhartinger als Begleiter. Für langjährige Vereinstreue ehrte die Vorstandschaft die Mitglieder Thomas Moser (50 Jahre), Michael Vordermayer (40 Jahre) sowie Angelika Anker, Siegfried Obermayer, Franz Pfaffinger, Sepp Prankl, Maria Rupp, Johanna Schwaiger und Elke Trost (jeweils 25 Jahre) mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“ und mit Ehren-Präsenten.


Große Spende der Sachranger Frauen bei festlichem Gottesdienst übergeben : Sachrang (hö) – Reiche Früchte gab es dank fleißiger Frauenhände in Sachrang. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes konnte nämlich Verena Reck als Vorsitzende des Sachranger Frauenbundes den Erlös des diesjährigen Advent-Basares bekannt geben und einige Spenden verteilen. Insgesamt 15.103 Mark kamen zustande, weil die Frauen zeitaufwendig, gekonnt und ehrenamtlich Hand anlegten. 10.000 Mark davon gehen wieder zu den in Sachrang bestens bekannten Hilfsmaßnahmen von Schwester Hedi nach Brasilien. 2.000 Mark übergab Frau Reck an Bürgermeister Kaspar Öttl als Beitrag der gemeindlichen Hilfsaktion für die Kinderklinik von Aschau. „Großartig, was die Frauen von Sachrang heuer wieder geleistet haben!“ – mit diesen Worten dankte der Bürgermeister für das Geschenk und für die große Gemeinschafts-Initiative. Ebenfalls 2.000 Mark gingen an die Prientaler Bergwachtgemeinschaft Wasserburg-Rosenheim-Sachrang. 600 Mark bekommen die Bedürftigen im Frauenhaus Rosenheim in Abstimmung mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen. Der Erlös aus der Fundgrube vom Basar in Höhe von 1.113 Mark wird innerhalb des örtlichen Kindergartens wertvolle Verwendung finden. Und schließlich haben auch die Sachranger Klöpflkinder mit 1.806 Mark gut gesammelt. Dieser Betrag wurde von Christine Hamberger übergeben, um vor Ort wichtige Hilfsmaßnahmen unterstützen zu können. Pfarrer Josef Götz hatte vielfachen Grund, nach dem Gottesdienst, der von einem Kufsteiner Bläserchor musikalisch gestaltet wurde, vielfältigen Dank zu sagen. Ein besonderes „Vergelt´s Gott“ kam noch für Marianne Parigger. Sie übergab als Sonderzuwendung der Frauenbund-Kasse an den Ortspfarrer noch eine Spende von 1.000 Mark für die Renovierung der Kirchenorgel. Wie Pfarrer Götz dazu mitteilte, kamen seit dem Spendenaufruf anlässlich des Priesterjubiläums 37.000 Mark zusammen. Damit dürfte es möglich sein, dass die 120 Jahre alte Orgel im Frühjahr wieder in neuem Klang ertönt.


Brauchtums-Fahrt und Bus-Reise zur „Grünen Woche“ nach Berlin vorgesehen: - Mitfahrtgelegenheiten Samerberg (hö) – Die „Grüne Woche“ in Berlin ist Ziel einer Brauchtums- und Tourismusfahrt vom Samerberg und Chiemgau. Auf Einladung des Bayerischen Landwirtschaftsministerium wird es am Freitag, 18. Januar mit der Landwirtschaftsschule von Wolfratshausen zu einem einstündigen Bühnen-Programm in der großen Halle der „Grünen Woche“ kommen. Am Programm werden sich die Samer Sänger vom Samerberg, die Grainbacher Goaßlschnalzer sowie Chiemgauer Schuhplattler und Musikanten beteiligen. Für interessierte Brauchtums-Gruppen sowie für Vermieter, Wirte und auch sonst reisefreudige Bürgerinnen und Bürger besteht noch die Möglichkeit, an der Busfahrt teilzunehmen. Das Programm sieht am Donnerstag, 17. Januar um Mitternacht die Abfahrt, am Freitag, 18. Januar einen Empfang mit Mittagessen in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin, den Besuch mit Veranstaltung auf der „Grünen Woche“ im Berliner Messegelände sowie am Samstag eine Stadtrundfahrt von Berlin vor. Die Rückkehr in den Chiemgau ist für Samstagabend vorgesehen. Nähere Informationen für die Busreise, die mit Programm, teilweiser Verpflegung und Übernachtung in einem Hotel 120 Euro je Person bei Unterbringung im Doppelzimmer kostet, gibt es beim Verkehrsverein Samerberg, Telefon 08032-8606 sowie bei Busreisen Bogenhauser-Rieder in Törwang, Telefon 08032-8702. Anmeldungen werden bis Freitag, 5. Januar erbeten.


Bad Endorfer Weihnachtszauber 2001: 3500 Lichter, fünf Musikgruppen und eine Wohlfühlstraße. Bad Endorf, 11.12.2001. Bad Endorf hat sich für die Weihnachtszeit etwas ganz Besonderes einfallen lassen: den mit 3.500 elektrischen Lichtern bestückten und damit wohl hellsten Christbaum Bayerns. Doch nicht nur das. Beim "Bad Endorfer Weihnachtszauber 2001" ist neben ganz viel Licht auch jede Menge Musik und Entspannung geboten.

Von Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Dezember, dürfen sich alle Besucher auf eine wunderschöne Einstimmung auf Weihnachten freuen. In einem Zelt am
Moosbauer Platz wechseln sich am dritten Adventswochenende hervorragende künstlerische Darbietungen ab. Den Anfang macht am Freitag ab 19:00 Uhr der Chor des Ludwig-Thoma-Gymnasiums aus Prien. Er singt Auszüge aus dem Musical "Joseph" von Andrew Lloyd Webber.
Weiter geht es am Samstag um 14:30 Uhr mit einem Hirtenspiel, das vom vierköpfigen Gospelchor "Quo Vadis" gesanglich begleitet wird. Um 19:30 Uhr dann das musikalische Highlight des Bad Endorfer Weihnachtszaubers: Der international bekannte Opernsänger Ludwig Baumann gibt ein klassisches Konzert mit Klavierbegleitung. Vervollkommnet wird sein Auftritt durch mehrere Solisten seiner derzeitigen "Aschenputtel"-Produktion, einer
Kinderoper, die ab 20. Dezember im Ballhaus in Rosenheim aufgeführt wird. An diesem Abend bekommt man darauf, zumindest ausschnittsweise, schon einmal einen kleinen Vorgeschmack. Der Eintritt zu dem Benefizkonzert beträgt 40 Mark pro Person und geht an den Kinderhort Bad Endorf.
Die Weihnachtsgeschichte liest am Sonntag ab 14:00 Uhr der beliebte bayerische Mundartdichter Helmut Zöpfl, gefolgt um 15:00 Uhr von einem
Auftritt des Bad Endorfer Gesangsvereins. Den Abschluss bilden am Sonntag ab 19:00 Uhr "Bavaria Blue" mit ihrer Sängerin Christiane von Kutschenbach. Die Musikgruppe unterhält mit Jazzvariationen in Saitenmusikbesetzung. Eintritt 22 Mark.

Was wäre der Bad Endorfer Weihnachtszauber ohne die CHIEMGAU THERMEN? Das Jod-Thermalbad des oberbayerischen Kurortes sorgt am Sonntag, 16. Dezember, für die nötige Entspannung im vorweihnachtlichen Getümmel. Im Foyer-Café gibt es ab 10:00 Uhr ein Adventsfrühstück, gefolgt von einem lauschigen Kaffeeklatsch am Nachmittag. Ebenfalls ab 10:00 Uhr ist die "Wohlfühlstraße" in den CHIEMGAU THERMEN geöffnet. Bis 17:00 Uhr kann man sich dort Behandlungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und Naturheilkunde angedeihen lassen oder die Magnetfeldtherapie, Osteopathie und spezielle Pflegebäder zu Sonderpreisen ausprobieren. Anmeldung unter Tel. 08053/200-922 wird empfohlen.


Drei weitere Bände zur Aschauer Chronik rechtzeitig auf dem Gabentisch: Aschau (hö) – Drei von insgesamt 22 Bänden einer umfassenden Chronik für die Gemeinde Aschau i. Chiemgau stellten Bürgermeister Kaspar Öttl sowie die Verantwortlichen des örtlichen Heimat- und Geschichtsvereins noch kurz vor Weihnachten in der geschichtsreichen Gaststätte „Schloßeinkehr“ zu Hohenaschau der Öffentlichkeit vor. Damit kamen die Bände 13 bis 15 mit den Themen „Landwirtschaft im Priental“, „Kirchengeschichtliches aus dem Priental“ sowie „Frühgeschichte und Herrschaft“ noch rechtzeitig auf den Gabentisch der Heimat- und Geschichtskundler und ihrer Freunde.

Landwirtschaft im Priental Verfasser des zweigeteilten Werkes sind Dr. Stefan Breit, der sich bereits im Priental mit verschiedenen Veröffentlichungen (u.a. auch für die Haus- und Hofgeschichten sowie für den Band „Verbrechen und Strafe“ zur Heimat-Chronik von Aschau) einen lesenswerten Namen gemacht hat sowie Marianne Willer-Gabriel, eine Volkskundlerin mit engem Bezug zum Almleben und zum Priental. „Landwirtschaftliche Erwerbsquellen in Aschau“, Getreideanbau in einem Gebirgstal, der Anbau von Gemüse und Flachs sowie die Viehhaltung bis ca. 1850 sind die Hauptkapitel der Beschreibungen von Dr. Breit. Bei seinen Beschreibungen und reichen Erinnerungen beschränkt sich der Autor nicht nur mit dem Aschauer Tal und seinen Almen. Aufgrund damaliger Gerichts- und Ämter-Verbundenheit kommt es vielfach zu erzählenden Berührungen mit der Nachbarschaft wie Wildenwart und Söllhuben. Fachlich beraten wurde Dr. Breit ebenso wie seine Mit-Autorin von Frau Dr. Margot Hamm vom Haus der Bayerischen Geschichte, die sich erst vor wenigen Monaten mit der Fertigstellung einer Museums-Konzeption für den Müllner-Peter-Verein von Sachrang überaus und überörtlich verdient gemacht hatte. Im zweiten Teil des Landwirtschafts-Bandes schreibt Marianne Willer-Gabriel unter dem Titel „Die Landwirtschaft im 20. Jahrhundert“  zu Milch- und Getreidewirtschaft, zu Veränderungen durch die Mechanisierung, zum Strukturwandel bei den einzelnen und gut dargestellten Höfen, zur Almwirtschaft sowie zur Molkereigenossenschaft. Als überzeugter Sponsor stellte sich für diesen Band die Rosenheimer Firma Gervais DANONE zur Verfügung. Erhältlich ist das Buch mit der ISBN-Nr. 3-9804643-3-4 bei der Tourist-Info Aschau, 83229 Aschau i. Chiemgau, Telefon 08052-904938.

Kirchengeschichtliches aus dem Priental Rupert Wörndl aus der Nachbargemeinde Frasdorf hat sich als vielfältig in der Heimatkultur tätiger Fachmann ein zweites Mal recht mühsam für die Gemeinde Aschau und deren Chronik zur Verfügung gestellt. Der Leiter des Staatlichen Forstamtes Traunstein und Erste Vorsitzende des Frasdorfer Heimat- und Kulturvereins verfasste bereits den leider schon vergriffenen Band „Wälder und Almen“. Für den nunmehrigen Band „Kirchengeschichtliches aus dem Priental“ kamen Rupert Wörndl nicht nur die profunden Heimat-Kenntnisse, sondern auch sein Besuch des Erzbischöflichen Studienseminars in Traunstein sowie sein religiöses und gesellschaftliches Engagement zugute. Der Verfasser füllte über 500 Seiten mit Informationen zum Beginn des kirchlichen Lebens im Priental, mit Geschichts-Daten über die Zugehörigkeit zum Kloster Herrenchiemsee sowie über Zusammenhänge mit der Diözese Salzburg. Wallfahrten, kirchliche Feste und Brauchtum in Verbindung mit dem Glauben, Messstiftungen, Bruderschaften, sakrale Kunstdenkmäler in ihrer Bedeutung für die Pfarrei, die Auswertung von Visitationsprotokollen, Kirchenrechnungen, Pfarrer-Persönlichkeiten und auch die Evangelische Kirchengemeinde kommen zum Vorschein. Dekan Josef Winkler von der Katholischen Pfarrgemeinde Aschau ließ es sich ob dieses einzigartigen Werkes nicht nehmen, als fördernder Pate zu diesem Band 14 der Aschauer Chronik zur Verfügung zu stehen. Dem Autoren und damit auch den Lesern kommt zugute, dass neben den Archivalien der Herrschaft Hohenaschau die schriftlichen Überlieferungen der Katholischen Kirche am umfangreichsten erhalten blieben. So fleißig wie die Arbeit der Unterlagen-Studien von Rupert Wörndl war, so spannend ist nunmehr das Ergebnis für die Leser. Der Band „Kirchengeschichtliches aus dem Priental – Die Pfarreien Aschau und Sachrang“ ist bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937 erhältlich (ISBN 3-9804643-4-2).

Frühgeschichte und Herrschaft Der mit gut 290 Seiten „kleinste“ Band von den drei gemeinsam vorgestellten Bänden bei der Präsentation in der Schlosseinkehr hat die Frühgeschichte und die Herrschaft zum Inhalt. Im ersten Teil zum Thema „Vor- und Frühgeschichte im Priental“ erinnert der gebürtige Aschauer Dr. Werner Zanier an Funde und Erkenntnisse früherer Epochen. Die Zuordnung und Auswertung von gefundenen Gegenständen kommt ebenso wie seine wissenschaftliche Vorgehensweise dem hohen Anspruch der Aschauer Chronik zugute. Auch Dr. Stephan Kellner, der sich mit der Geschichte der Herrschaft Hohenaschau beschäftigte, trägt zu wichtigen Grundlagen-Kenntnissen für Aschau und seine Vergangenheit bei. Von ersten schriftlichen Aufzeichnungen bis zu vielfältigen Dokumenten-Auswertungen gelang es dem Autoren Dr. Kellner die Entstehungsgeschichte der Herrschaft, die Genealogie ihrer Inhaber sowie die Chronologie wichtiger Daten zusammenzutragen sowie diese überschaubar für die Leser zu gestalten. Auch der 15. Band der Aschauer Chronik ist bei der Tourist-Info von Aschau, Telefon 08052-904937 zu bekommen (ISBN-Nr. 3-9804643-5-0). Alle drei neuen und auch die bereits vorher erschienen Bände sind zum „Mischpreis“ von 48 Mark bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937 erhältlich.


Bürger und Polizei arbeiten im Chiemgau Hand in Hand: Jahresberichte, Spenden, Neuwahlen und Aktueller Sicherheitsbericht bei Versammlung in Prien-Atzing Atzing (hö) – Erstaunlich viele Aktivitäten und höchst Interessantes aus erster Hand gab es für die Mitglieder der Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei Chiemgau im Dienstbereich der Polizeiinspektion Prien zu vermelden. Anlässlich einer gut besuchten Zusammenkunft aus den Reihen des inzwischen 353 Mitglieder starken Vereins im Gasthaus Stocker in Atzing standen die Rechenschaftsberichte, Spendenübergaben, Neuwahlen und vor allem ein Referat zur aktuellen Sicherheitslage von Oberbayerns Polizei-Vizepräsidenten Heinz Spörl im Mittelpunkt. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich auch Leitender Polizeidirektor Franz Mayer von der Polizeidirektion Rosenheim, Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer, Polizei-Kollegen aus Rosenheim und dem Inntal, Vertreter des Priener Lions-Clubs und Mike Liedl von der Country-Band „Ragtop“, die sich schon des öfteren für die Ziele der Sicherheitsgemeinschaft engagierte.

Als Vorsitzender der Gemeinschaft informierte Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger zusammen mit Schriftführer Peter Fenzl von einer hohen Aktivitätenliste. Bei über 50 Terminen und öffentlichen Veranstaltungen bemühten sich die Vereinsverantwortlichen, polizeiliche Interessen und Bürgersorgen  einander anzunähern. Persönliche Kontakte und Aufklärungs-Veranstaltungen schafften viele wichtige Informationen und Vertrauen. So zum Beispiel bei einer von 300 Leuten besuchten Lawinen-Informationstagung in Aschau, bei Vorträgen in der Polizeiinspektion, bei Aktionstagen in verschiedenen Chiemgauer Schulen oder bei Begegnungen mit Senioren. Ein wichtiger Bestandteil der Aufgaben war die enge Kooperation mit der Wasserwacht, dem BRK und der Feuerwehr. „Mit diesen Selbsthilfeorganisationen wollen wir uns die Arbeit und Freizeit im Sinne der Sicherheit teilen!“ – so Vorsitzender Kollmannsberger. In diesem Zusammenhang übergab Polizei-Chef Peter Wendl an Wasserwacht-Vorsitzenden Walter Poppe den Schlüssel für den zukünftig gemeinsam nutzbaren Tank der Rettungsboote. Gemeinsamkeiten gab es auch über den Dienstbereich hinaus. So verständigte man sich mit der Sicherheitsgemeinschaft Inntal unter der Leitung von Bürgermeister Fritz Tischner aus Rohrdorf, dass man den bisherigen Informationsaustausch mit einer gegenseitigen Mitgliedschaft fördern wolle. Außerdem war der Verein unterwegs bei Informationsbesuchen zu den Polizei-Freunden von Vohenstrauß und in die Priener Partnerstadt Valdagno. Bürger-Einbindung bedeutet mehr Bürger-Sicherheit!“ nach diesem Motto will Bürgermeister Kollmannsberger den „Schulterschluss zwischen Polizei und Bürgern auf gleicher Augenhöhe“ noch weiter ausbauen. Hierzu ist nach seinen Worten Zivil-Courage erforderlich.

Nach den Berichten erklärte Prüfer Sepp Ritzinger die ordnungsgemäße und von Spenden gut ausgestattete Vereinskasse. Schnell und einstimmig vereinbarte man noch, den bisherigen Mitgliedsbeitrag von 15 Mark auf zukünftig 7,5 Euro umzuändern. Unter der Leitung von Gemeinderat Michael Anner erbrachten die Neuwahlen folgende Ergebnisse: Erster Vorsitzender Lorenz Kollmannsberger, Zweiter Vorsitzender Ignaz Maier, Schriftführer Peter Fenzl, Kassierin Renate Modes, Kassenprüfer Sepp Ritzinger und Reinhard Becker sowie als Beisitzer Georg Moosmüller, Christa Rosenke, Walter Poppe und Heinz Spörl. Kraft Amtes gehört auch Peter Wendl als Leiter der Polizei-Inspektion Prien der Vorstandschaft an.

Spenden für Amerika und Prienerin Aus den jüngsten Erlösen eines Benefizkonzertes mit der Band „Ragtop“ konnten 4.000 Mark an Spenden verteilt werden. Jeweils die Hälfte bekamen Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer und Hermann König von der Polizeidirektion Rosenheim. Ruhsamer und König werden dieses Geld den vom Terroranschlag in New York betroffenen Familien geben. „Laßt Worten Taten folgen!“ – nach diesem Motto haben sowohl Feuerwehr als auch Polizei im Landkreis Rosenheim den Opfern aus den Reihen der Rettungsdienste in Amerika diese Maßnahmen ins Leben gerufen. Dank der neuen Spenden, die abzugsfrei weitergegeben werden, können wertvolle Beträge weitergeleitet werden. Mit viel Mut und wohl auch mit der Kraft der Verzweiflung stellte sich eine Priener Frau vor, die ebenfalls die Hilfe der Sicherheitsgemeinschaft erfahren wird. In Abstimmung mit Polizei-Chef Peter Wendl und Dritter Bürgermeisterin Renate Hof wurde die Frau auserwählt, weil sie für ein behindertes Kind nur teuere medizinische Maßnahmen in Ost-Europa wahrnehmen kann, wenn sie hierzu selbst das Geld aufbringt. Krankenkassen und andere Institutionen kamen bislang nicht auf obgleich sich bereits erste Erfolge der Therapie abzeichnen. „Bei diesem Fall handelt es sich wahrlich nicht um Scharlatanerie, sondern um eine ernste medizinische Alternative für eine frühkindliche Schädigung mit guten Aussichten auf Erfolg!“ sagte Vorsitzender Kollmannsberger bei seinen Erläuterungen zu dieser außergewöhnlichen Hilfs-Aktion. Der betroffenen Priener Familie soll dadurch geholfen werden, dass ihr die Erlöse von Selbstverteidigungskursen für Frauen und Mädchen überlassen werden. Diese Kurse mit dem Motto „Weg mit der Angst – Vertrauen bringt Hilfe“ werden von der Sicherheitsgemeinschaft erstmals im März in enger Zusammenarbeit mit dem TUS Prien angeboten. Dessen Ju-Jutsu-Abteilungsleiter Bernhard Weisser erläuterte die neue Kooperation, das 10stündige Angebot mit einmonatiger Dauer sowie die psychologischen und sportlichen Inhalte des Kurses.

Die bayerische Sicherheitslage nach dem Terror in Amerika „Die Sicherheitslage in Bayern nach dem 11. September und ihre Auswirkungen auf das Verhältnis Bürger-Polizei“ – zu diesem Thema referierte der gebürtige Endorfer Heinz Spörl als Vizepräsident der Polizeidirektion Oberbayern.  Dabei informierte Spörl auch etwas aus dem Nähkästchen als er sagte, dass unmittelbar nach dem Terroranschlag von Amerika der tägliche Aufwand für den Schutz gefährdeter Objekte in seinem Dienstbereich 500 Mannstunden betrug. Bislang 131 Milzbrand-Verdachtsfälle kamen noch hinzu. Außerdem begann ganz bewusst der Dialog mit insgesamt 91 islamitischen Organisationen in Oberbayern. Die kürzlich beschlossene Mehrung von 600 Stellen bei Polizei und 50 Stellen beim Verfassungsschutz in Bayern ist zwar eine Hilfe, aber letztlich nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein. Letztlich aber gab es für den Polizei-Vizepräsidenten drei wichtige Erkenntnisse und Veränderungen durch den Terroranschlag in Amerika. So ist der Bürger innerhalb seiner Kontaktfelder aufmerksamer und beobachtender geworden. Die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen finden besseres Verständnis und für die Ziele von öffentlicher Ordnung und Sicherheit sind wichtige Gemeinsamkeiten von Bürgern und Polizei erkannt worden. Nach eindrucksvollen Bildern von der Katastrophe in New York und von den Bergungsmaßnahmen sagte Bürgermeister Kollmannsberger: „Mehr Wissen baut Angst und Hysterie ab. Bleiben wir wachsam und vergessen wir die Bilder von Amerika nicht!“.   Mit einem Dank an das gute, vertrauensvolle Miteinander von Mitgliedern der Sicherheitsgemeinschaft und der Polizei-Inspektion Prien dankte abschließend Dienststellenleiter Peter Wendl allen Versammlungsbesuchern von Atzing.  


Freude zu Seniorenheim-Bilanz, Ärger mit Umwelt-Ministerium und weitere Themen im Aschauer Gemeinderat: Aschau (hö) – Von erfreulichen Entwicklungen beim gemeindlichen Seniorenheim „Priental“ konnte Gemeindekämmerer Siegfried Loer im Rahmen einer Gemeinderatssitzung von Aschau berichten. Die für das Jahr 2000 erstellte Bilanz wurde nach Abstimmung mit dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband vorgelegt. Das Jahres-Defizit betrug 102.000 Mark. Demgegenüber standen allerdings die Erwirtschaftung des gesamten Schuldendienstes und eine Abschreibung in Höhe von 370.000 Mark. Der nunmehrige Auftrag für die örtliche Prüfung wurde einstimmig beschlossen. Noch vor dem Ende der Legislaturperiode des derzeitigen Gemeinderates soll bereits die komplette Jahresrechnung 2001 für das Seniorenheim vorgelegt werden. Besonders erfreulich war noch die Mitteilung, dass für heuer bislang eine Seniorenheim-Auslastung von 99 Prozent zu verzeichnen ist.

Immer höhere Beteiligung der Gemeinde bei Bach-Ausbauten „Narrisch verärgert über den Freistaat und gegenüber dem Umweltministerium“ zeigte sich Bürgermeister Kaspar Öttl in Bezug auf den Ausbau des Huberbaches. Nach dem Unwetter vom 7. Juli 1987 beantragte die Gemeinde Aschau den Ausbau von mehreren Fließgewässern in der Gemeinde zum Schutz der Bürger und Bewohner. Zu damaliger Zeit galten 5 Prozent Beteiligungskosten für die Gemeinde als Richtschnur. Beim Ausbau des Fuchsluger-Baches wurden bereits 15 Prozent Gemeindeanteil abgerechnet. Entgegen der Empfehlung des Wasserwirtschaftsamtes wurden für den Ausbau des Huberbaches vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen 30 Prozent gefordert. Nach einigem Hin und Her landete man schließlich bei 25 Prozent, was für die Gemeinde Aschau einen Kostenanteil von 64.000 Euro bedeutet. Bestandteil des Beschlusses wurde noch, dass man von der Ministeriums-Vorgehensweise, die in einem Beitrag sogar als „Erpressung“ bezeichnet wurde, sehr enttäuscht sei.

Eine Annäherung gab es zu einem Zustimmungsvertrag mit der Firma Isar-Amperwerke bzw. der Firma E.ON Bayern. Nach Rücksprache mit dem Bayerischen Gemeindetag wird nunmehr im Bayerischen Staatsanzeiger bekannt gegeben, dass die Gemeinde Aschau die Vergabe eines neuen Konzessions- und Straßenbeleuchtungsvertrages beabsichtigt. Eventuelle Anbieter oder Mitbewerber können sich noch bis 11. Januar bei der Gemeinde Aschau melden. In der Januar-Gemeinderats-Sitzung soll dann die Vergabe endgültig geregelt werden. Unproblematisch war die Behandlung der vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes Schafelbach Nord II in der Gemarkung Umrathshausen. Keinerlei vorgebrachte Bedenken lassen nunmehr zu, dass die Bauwerber im vorgesehen Baufenster eine Giebelrichtungsänderung vornehmen können. Einige Satzungs-Neufassungen über die Benützung des gemeindlichen Kindergartens kamen den Wünschen von Kindergartenleitung und Eltern entgegen und wurden einstimmig vorgenommen. Bekannt gegeben wurde noch, dass vor kurzem in der Festhalle von Hohenaschau ein Einbruch zu verzeichnen war. Lediglich einige Schäden am Wintergarten veranlassten Bürgermeister Kaspar Öttl zu der Bemerkung: „Wenn´s schon einbrechen, dann sollten´s wenigstens auch etwas stehlen!“. Froh darüber, dass dem nicht so war, widmete man sich noch einer freien Aussprache. Dabei bat Gemeinderat Franz Pfaffinger, dass man einigen in letzter Zeit festgestellten Unannehmlichkeiten beim Fischer-Haus in Sachrang nachgehen sollte. Bürgermeister Kaspar Öttl versprach, sich mit den Zuständigen der Landeshauptstadt München, die für den Betrieb des Hauses Verantwortung tragen, ins Benehmen zu setzen und den verschiedenen Klagen nachzugehen.


Rückläufige Tourismuszahlen regen Gemeinderat von Aschau zu 200-Betten-Hotel bei Festhallengelände an: Aschau (hö) – Die aktuellen Novemberzahlen waren für die Mitglieder des Aschauer Gemeinderates Anlass zu einer Grundsatz-Tourismus-Diskussion. Als sich bei späterer Tagesordnung  dann noch die Änderung des Flächennutzungsplanes für Hohenaschau als Thema ergab, da wurden die Zusammenhänge deutlich: um weitere Rückgänge im Tourismus in der Gemeinde Aschau vermeiden zu können ist ein mindestens 200 Betten großes Hotel erforderlich.

Der jüngste November hat gegenüber dem Vorjahres-November einen Rückgang von 19,7 Prozent bei den Gästen und von 12 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnen müssen. Danach ergibt sich für die bisherige Jahresstatistik von Januar bis November 2001  bei den Gästen ein Minus von 0,8 Prozent und bei den Übernachtungen von 3,2 Prozent. „Im Tourismus muss etwas passieren, dem Abbau von Gästezimmern müssen wir dringend mit einem geeigneten Hotelbetrieb entgegentreten!“ sagte Bürgermeister Kaspar Öttl bei der Erläuterung der Tourismuszahlen. Und Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock ergänzte als er sagte: „Der springende Punkt ist, dass wir Tourismus nicht mehr als Nebenbei-Angebot, sondern professionell betrachten müssen. Defizite, wie zum Beispiel das magere Angebot bei den Gaststätten-Öffnungszeiten am Montagmittag müssen auf den Prüfstand!“ – so Haberstock bei seinem Appell an alle Verantwortlichen. Dritter Bürgermeister Georg Westenthanner bat zu bedenken, dass der Trend immer mehr in Kurz-Urlaube und zu hochwertigen Wellness-Angeboten geht.   Gemeinderat Franz Pfaffinger ergänzte, dass in Aschau die Unterbringung von Bussen schwierig sei. Letztlich sagte Bürgermeister Öttl: „Die gewerbliche Vermietung ist unsere wichtigste Grundlage für den Wirtschaftsfaktor Tourismus auch wenn wir darüber hinaus die Privatvermietung sowie Urlaub auf dem Bauernhof brauchen und für bedeutsam halten!“.

200-Betten-Hotel bei Festhallengelände gefordert Mit diesen grundsätzlichen Meinungen war man bereits auf die konkrete Aufgabe der Flächennutzungsplan-Behandlung eingestimmt. Nördlich der Festhalle soll die bisherige Darstellung „landwirtschaftliche Nutzfläche“ in „sonstiges Sondergebiet“ umgewandelt werden. Im Rahmen der Verfahrensabwicklung kam es zwischenzeitlich zu Bedenken und Anregungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt und der Regierung von Oberbayern. Einem empfohlenen Obstbaumgürtel entgegnete Gemeinderat Hans Rucker mit den Worten: „Obstbäume müssen auch gepflegt werden, sonst sind sie keine Naturbereicherung!“. Damit soll die Obstbaum-Frage noch einmal mit der Fachbehörde erörtert werden. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Anregungen billigte schließlich der Gemeinderat die Änderung des Flächennutzungsplanes. Beim weiteren Verfahren, wie zum Beispiel dem Aufstellen eines Bebauungsplanes wird es noch zu konkreten Abstimmungen kommen. Somit stehen den verschiedenen Verhandlungen für den Neubau eines großen Hotels nahe der Festhalle nichts mehr im Wege. In jedem Falle wird sich der Gemeinderat mit diesem Thema schon bald wieder und des öfteren noch beschäftigen.


Musikförderverein Aschau i. Chiemgau als 50. Verein der Gemeinde gegründet: Robert Schneikart Erster Vorsitzender Aschau (hö) – Unmittelbar nach der Gründung des „Musikfördervereins von Aschau i. Chiemgau“ hatten dessen 17 Gründungsmitglieder im Wintergarten vom Gasthaus Baumbach in Hohenaschau schon einen guten Grund zum Feiern. Schließlich ist ihre Gemeinschaft der nunmehr 50. in der Gemeinde Aschau eingetragene Verein. Ziel des neuen und  gemeinnützigen  „Musikförderverein Aschau i. Chiemgau“ ist es, die Musikkapelle Aschau zu unterstützen und ein Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsförderung zu legen. Bei der Gründungsversammlung wurde bereits eine erste Vorstandschaft gewählt. Erster Vorsitzender ist Robert Schneikart, Andreas Wörndl sein Stellvertreter. Als Beisitzer stellten sich Erster Bürgermeister Kaspar Öttl und Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock sowie Fridolin Obermaier zur Verfügung. Gemeinderat Lorenz Ablinger übernahm die Aufgabe des Kassenwartes. Elisabeth Linhuber stellte sich als Schriftführerin zur Verfügung und die Aufgaben des Rechnungsprüfers werden Benno Pertl und Josef Hamberger übernehmen. Der Jahresbeitrag wurde auf 15 Euro festgesetzt. Die aktive Gründungs-Vorstandschaft konnte unmittelbar nach der Versammlung bereits 15 weitere Mitglieder aufnehmen, so dass dem Verein derzeit 32 Frauen und Männer angehören. Nähere Auskünfte und auch Beitrittserklärungen gibt es bei den Mitgliedern der Vorstandschaft, bei der Sparkasse und im Rathaus.


Adventliches Kurkonzert der Priener Blaskapelle ein großer Erfolg : Prien (hö) – Ein gut besuchtes und viel beachtetes Adventliches Kurkonzert gaben die Mitglieder der Musikkapelle Prien im Kleinen Kursaal im Haus des Gastes zum Besten. Die große Schar der Frauen und Männer der Blaskapelle unter der Leitung von Dirigentin Michaela Haindl und von Musikmeister Georg Rappel hatte sich hierzu mit eigenen Einstudierungen extra vorbereitet. Dafür sagte bereits zur Begrüßung Kurdirektor Thomas Eisenhofer von der Priener Tourismusgesellschaft einen herzlichen Dank. Das Musikprogramm begann schwungvoll mit dem „Freundschafts-Marsch“ und mit dem „Coburger Marsch“. Es folgten eine Festliche Ouvertüre des tschechischen Komponisten Friedrich Smetana, die tschechische Polka „Chodunska“, „Pachelbel´s Canon“ von Johann Pachelbel sowie Bläser- und Adventweisen. Als Bläserquartett traten Georg Rappel,  Thomas Obermüller, Florian Obermüller und Erwin Mrotzek in Erscheinung. „Give us peace“ lautete das Abschlussstück mit den Trompeten-Solisten Georg Greilhuber und Thomas Obermüller. Nach dem Erfolg des Adventskonzertes haben sich die Priener Blasmusikanten bereits an die Vorbereitungen für das traditionelle Neujahrskonzert gemacht. Die Proben laufen, das Konzert am Neujahrstag, Dienstag, 1. Januar beginnt um 11 Uhr im Großen Kursaal von Prien.


Wandervielfalt dank Gratis-Bus für Gäste mit Kurkarte im Priental : Erlebnisreicher Öko-Kultur-Weg im bayerisch-tirolerischem Grenzgebiet Aschau (hö) – Auf gleich zwei außergewöhnliche Wander-Touren machte dieser Tage im Rahmen der Wintersaison-Vorbereitungen die Tourist-Info von Aschau aufmerksam. Einmal für Bewohner und Gäste der Region auf die vielfältigen Möglichkeiten mit dem See-Gipfel-Bus vom Bernauer Chiemsee-Ufer bis zur Tiroler Grenze nach Sachrang. Und zum anderen auf die Sehenswürdigkeiten entlang des Öko-Kultur-Erlebnisweg im bayerisch-tirolerischen Grenzbereich.

„Das Busseln zwischen Bayerischem Meer und Prientaler Bergen ist seit Oktober für Gäste mit Kurkarte sogar kostenlos. Überrascht vom günstigen Angebot zeigten sich in der Anfangsphase die Nutzer in erster Linie von den vielen Quer-Verbindungen!“ – damit meinte Wolfgang Bude vor allem die Umsteigemöglichkeiten wie beispielsweise zur Linie auf das Gschwendt oder zu den aussichtsreichen Seiser-Gaststätten. Aber am meisten beeindruckte bisher die individuelle Möglichkeit der Wanderwege-Zusammenstellung. Aufgrund der zahlreichen Haltestellen und des umfassend ausgebauten Wanderwegenetzes im gesamten Priental bis zum Chiemsee sind die Routen-Alternativen schier unerschöpflich.

Der bayerisch-tirolerische Öko-Kultur-Erlebnisweg ist gepflastert von natürlichen und kulturellen Schönheiten. Auf der Empfehlungsliste dieses Wege-Programms, das unter fachkundiger Führung des Biologen Markus Sichler auch für Gruppen ab zehn Personen angeboten wird, stehen unter anderem die Besichtigung des neuen Müllner-Peter-Museums mit Heilkräutergarten in Sachrang, das Naturdorf Sachrang, die Sennerei Hatzenstädt (mit gesunden Kostproben) oder die Ölbergkapelle.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Wander-Tipps im Winter sowie ausführliches Wanderkarten-Material gibt es bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937.


Themenvielfalt und Wegerechts-Diskussionen bei bäuerlicher Gebietsversammlung in Atzing: Atzing (hö) – Das weite Feld der Wege- und Fahrtrecht-Regelungen stand im Mittelpunkt einer gut besuchten Gebietsversammlung von Bäuerinnen und Bauern im Gasthaus Stocker in Atzing. Auf Einladung des Ortsverbandes Wildenwart trafen sich die landwirtschaftlichen Vertreter aus Prien, Rimsting, Greimharting und Frasdorf um sich Neues aus der Rosenheimer Geschäftsstelle des Bauernverbandes sowie Genaues zu Geh- und Fahrtrechten sagen zu lassen. Bauernobmann Anton Stein aus Arbing hieß zu Beginn vor allem Michael Hartl als Vertreter der Sparkasse Rosenheim, einige Gemeinderäte und die Vertreter des Maschinenringes willkommen. Alsdann referierte Angelika Streicher vom Bayerischen Bauernverband (BBV) zu aktuellen Themen. „Nach den in fast allen Ortsverbänden durchgeführten Neuwahlen wollen die Bauersfamilien mehr über Sachthemen erfahren. So zum Beispiel über die Anzeige- und Meldepflicht nach dem neu verfassten Bundesimmissionsgesetz oder über die Rentenreform“ sagte die BBV-Vertreterin. Auch die ab 1. Januar zu berücksichtigende Bauabzug-Steuer wird die Landwirte treffen. Äußerst angetan war Frau Streicher noch von einem jüngsten Pilot-Projekt an der Rosenheimer Hauptschule zur Verbesserung des Rindfleisch-Absatzes. „Die Kinder und Jugendlichen haben vom lebenden Tier bis zum gedeckten Tisch und in verschiedenen Lern-Lektionen die Vorzüge heimischer Fleisch- und Viehwirtschaft erfahren. Die Erfahrungen waren so gut, dass wir im kommenden Jahr drei weitere diesbezügliche Maßnahmen im Rosenheimer Landkreis starten wollen!“ so die Referentin.

Vom Weg abgekommen und auf den Hund gekommen – breite Diskussionen Ralph Baier, Juristischer Referent in der BBV-Geschäftsstelle für Oberbayern mit Sitz in München hatte als gelernter Landwirt und als fachkundiger Jurist eine Fülle an Fragen zum Wege- und Fahrtrecht zu beantworten. Bei insgesamt 40.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Oberbayern ergeben sich nach den Ausführungen des Referenten ungezählte und individuelle Situationen, die mit Besitz, Nutzung und Recht zu tun haben. Details zu Grunddienstbarkeiten, zu Notwegerechten oder zu Gewohnheitsrechten stießen auf großes Interesse. Zwischendurch kam die Versammlungsdiskussion vom Wegerecht ab und sozusagen auf den Hund. Das Freilaufen der Hunde und die damit verbundenen Verunreinigungen der landwirtschaftlichen Wiesen mit oftmals schwerem Schaden am Vieh durch Futterbeeinträchtigungen stört die Bauern der heimischen Gemeinden schon lange und sehr. Einer Anregung aus den Versammlungsteilnehmern nach können wie seit zehn Jahren in Rottach-Egern auch im Chiemgau Gemeinden einen Leinenzwang für Hunde verordnen. Ohne diese Verpflichtung ist es nach den Ausführungen des Agrar-Rechtlers Baier nicht möglich, die streunenden und verunreinigenden Hunde zu verhindern. Weitere Fragen ergaben sich für die Bauern zum Kiesabbaurecht verschiedener Gemeinschaften sowie zur Besonderheit des Triebrechtes. Priens Bauernobmann Ludwig Srohmayer gab noch aktuelle Informationen zum FFH-Thema und von einer Sitzung des Petitionsausschusses im Bayerischen Landtag bekannt ehe Obmann Stein dem Referenten mit einem Selbstgebrannten aus der Region für sein Kommen und Vortragen Dank sagte.


Grainbacher Trachtenverein Hochries-Samerberg voller Tatendrang: Jahresversammlung mit Ausblick und Neuwahlen. Grainbach/Samerberg (hö) – „Einem ereignisreichen Trachtenjahr 2001 soll ein besonders interessantes Brauchtumsjahr 2002 folgen!“ – nach diesem Motto informierte die Vorstandschaft des Grainbacher Trachtenvereins die zahlreich versammelten Mitglieder bei der Jahresversammlung im Gasthaus Maurer in Grainbach. Erster Vorstand Hans Sattlberger hielt in seinem Rückblick fest, dass die Trachtenarbeit nicht nur vor Ort und innerhalb des Vereins geleistet wurde. „Eine glänzende, letztlich auch Völkerverständnis weckende Reise war die Fahrt „D´Schiffleit keman“ zusammen mit den Freunden von Neubeuern und Nußdorf auf Inn und Donau bis Budapest“ erinnerte Sattlberger den Reisehöhepunkt. Daheim waren das „Bergfahr´n mit Vorführung der Holzarbeit mit Rössern“ im Januar, das Theater „Alter schützt vor Reichtum nicht“ mit Spielleiter Peter Wiesholzer, das Almsingen bei den vier Almen und Hütten des Moserbodens unter der musikalischen Gesamtleitung von Konrad Bauer, der Berggottesdienst auf der Hochries, das 25jährige Jubiläum der vereinseigenen Goaßlschnalzergruppe auf der Oberwagneralm sowie die CIOFF-Tagung mit dem Bayerischen Trachtenverband als Gastgeber die bedeutsamsten Ereignisse. Leider abgesagt werden musste kurzfristig wegen der Terrortaten von Amerika eine Reise zur Steubenparade nach New York.
Von der Bettelhochzeit bis zum Almsingen
In guter Abstimmung mit Bürgermeister Ernst Kunz von der Gemeinde Samerberg werden zukünftig im Alten Grainbacher Schulhaus Plattlerproben möglich sein. Damit sollen nach den besonderen Wünschen von Vorstand Sattlberger die Jugendlichen wieder mehr für die Trachtensache begeistert werden können. Weitere Anliegen des Vorstandes bei seinen Ausführungen waren das öftere Tragen der Tracht bei festlichen Anlässen und zur Kirche sowie das Mitmachen, wenn der Trachtenverein Hochries-Samerberg zu großen Trachtenfesten eingeladen ist. Dies wird im Jahr 2002 insgesamt sechsmal der Fall sein. Zusätzlich sind die Historischen Samer mit ihren Rössern bei zwei weiteren Trachtenfesten zur Mitwirkung eingeladen. Weitere wichtige Termine für die Grainbacher Trachtenvereinsmitglieder sind am Faschingsdienstag eine Bettelhochzeit, die nach 13 Jahren wieder einmal am Samerberg stattfindet, im März die Aufführungen des Bauerntheaters aus den Reihen des Trachtenvereins und am 11. August wieder ein Almsingen auf dem Moserboden.
Umfassende Neuwahlen für große Vorstandschaft Bei den Neuwahlen gab es folgende Ergebnisse: 1. Vorstand Hans Sattlberger, 2. Vorstand Alfons Haas (neu für Hans Bauer), 1. Kassier Simon Stuffer (für Fred Wiesholzer), Schriftführerin Irmgard Wörndl, 1. Vorplattler Sepp Schwaiger, 1. Schnalzer Christian Bauer (für Fredi Wiesholzer), 1. Dirndlvertreterin Katharina Wagner, Theaterspielleiter Peter Wiesholzer, Fähnrich Peter Sattlberger (für Christian Irger), Frauenvertreterin Kathi Estermann (für Rosi Sattlberger), 2. Kassier Hans Auer, 2. Vorplattler Peter Wiesholzer junior (für Wolfgang Wagner), 1. Jugendbuamleiter Michi Sattlberger junior, 2. Jugenddirndlleiterin Susi Köppl, 1. Musikant Hansi Sattlberger junior, Fahnenbeisteher Hansi Sattlberger junior und Christian Irger (für Peter Sattlberger), 2. Musikant Peter Sattlberger, 2. Jugendbuamleiter Hansi Sattlberger (für Simon Stuffer), 2. Jugenddirndlleiterin Hanni Schwaiger, Trachtenwartin Irmgard Wörndl sowie Kassenprüfer Franz Bauer und Hans Stuffer.


Wahrheit des Lichtes suchen – Volksmusikalisches Adventsingen in der Pfarrkirche von Bernau : Bernau (hö) – „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen!“ – mit diesem hoffnungsgebendem Gebet eröffnete Pfarrer Wilhelm Gröner das diesjährige Bernauer Adventsingen in der Bernauer Pfarrkirche St. Laurentius. Alsdann ließen die Hafenstoaner Alphornbläser ihre großen Instrumente im ansonsten stillen Kirchenraum erklingen. Nach einem adventlichen Hymnus, vorgetragen von Pfarrer Gröner, wechselten sich heimische Sänger- und Volksmusikgruppen in der Gestaltung des Adventsingens ab. Dies waren die Schwarzenstoaner Sängerinnen, die Berger-Dirndl, das Bernauer Klarinettentrio, die Bläsergruppe aus den Reihen der Musikkapelle Bernau, die Alphornbläser und der Kirchenchor von Bernau unter der Leitung von Christl Diwischek. Sprecher Hansjörg Decker brachte den Christen Nachdenkliches („Suchen wir die Wahrheit des Lichtes und lassen wir uns nicht hinters Licht führen!“) und Passendes aus der Bibel nahe. Eine volksmusikalische Form bekam bei diesem Adventsingen der hoch und groß über dem Altar angebrachte Spruch „Dies soll Zeichen des Bundes sein, den ich zwischen mir und allem Fleische auf Erden errichtet habe“. Den Abschluss der Darbietungen bildete der Andachtsjodler, in dem sich letztlich auch die Besucher einstimmen konnten. Pfarrer Gröner hatte allen und guten Grund zum Schluss den vielen Mitwirkenden und Vorbereitungskräften gleichermaßen ein „Vergelt´s Gott“ zu sagen.


Gutes Miteinander von Jagdgenossen und Jägern in Atzing: Atzing (hö) – Ein starkes Miteinander hat das abgelaufene Jahr innerhalb der Jagdgenossenschaft und Jägerschaft von Atzing geprägt. Schwerpunkt der gemeinsamen Tätigkeiten war die Neuvergabe der Jagdpacht für die Jagdbögen Süd und Nord. Von bisher neun auf nunmehr sechs Jahre Pachtdauer einigte man sich bereits bei einer außerordentlichen Zusammenkunft im Frühjahr. Bei der nunmehrigen traditionellen Herbst-Versammlung berichteten sowohl Genossenschaft als auch die Jäger von einer gut funktionierenden Übereinkunft und von problemfreien Formen der Zusammenarbeit.

Zu Beginn hieß  Jagdvorstand Hans Rauch aus Mupferting die zahlreichen Genossen, Bauern, ihre Ehefrauen und vor allem die Altenteiler willkommen. Ein besonderes „Grüß Gott“ galt Kaplan Georg Lindl aus Prien. In seinem Jahresrückblick erinnerte Rauch an viele Aufgaben. Auch wenn man bei einer heurigen Waldbegehung nur wenig Teilnahme-Interesse verzeichnen konnte, will man an dieser Gemeinschaftsform der Waldbegutachtung von Bauern und Jägern an einem Sonntag im Frühjahr noch einmal festhalten. Zum Abschussplan, der in der Regel für drei Jahre festgelegt wird, erzielte man mit den Jägern einen Kompromiss. Derzeit ist man mit den Verbissschäden und mit den Abschusszahlen sehr zufrieden, aber bei Veränderungen könnte man sich eine jährliche Korrektur vorstellen. Ein genossenschaftseigener Holzspalter soll nach Vorschlag der Vorstandschaft auch Nicht-Mitgliedern gegen entsprechende Leihgebühr zur Verfügung gestellt werden. Untergestellt ist der Holzspalter bei Zweiten Vorstand Albert Niedermayer in Mupferting. Die ständig steigenden Beiträge zur Tierseuchenkasse ließen die Vorstandschaft mit der Gemeinde Prien vereinbaren, dass zukünftig die Jagdgenossenschaft die Pauschale von 1.200 Euro jährlich bezahlt. Die weiteren Kosten müssen dann von der Gemeinde von den einzelnen Mitgliedern erhoben werden.

Für die Jäger bedankte sich Michael Schlosser senior bei den Jagdgenossen. Zugleich informierte Schlosser davon, dass die Tollwut in Bayern von Franken aus wieder im Vormarsch ist, dass der Fuchsbandwurm gefährlicher und aktiver einzustufen ist wie BSE und dass von Westerham-Feldkirchen und von Soyen her mit der Gefahr von Wildsäuen (Schwarzwild) zu rechnen ist. Die Trophäenschau, die heuer in der Aschauer Festhalle geplant war, musste wegen der BSE- und MKS-Krankheiten abgesagt und soll im nächsten Jahr neu angesetzt werden. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ galt der Wirtsfamilie und den Jäger-Frauen für das Herrichten und Servieren des schmackhaften Rehessens. Wohltuend waren auch der Schriftführerbericht von Josef Gelder und der Kassenbericht von Franz Zierer. Die Prüfer Hubert Summerer und Josef Bauer hatten mit dem Vorschlag der Vorstandschaftsentlastung letztlich eine leichte Aufgabe.  


Besuchereinbußen bei Galerie im Alten Rathaus von Prien wegen Events und Festivals im Chiemgau? : Kulturförderverein klagt Rückgang der Aufmerksamkeit trotz anspruchsvollen Angebots bei Besuchern, Politik und Publizistik. Prien (hö) – Die am Wochenende in der Priener Galerie eröffnete Ausstellung zum Künstler und Druckgrafiker Karl Caspar nahm der Vorsitzende des Priener Kulturförderverein Dr. Friedrich von Daumiller zum Anlass, um Rückblick auf ein schaffensreiches Ausstellungsjahr zu halten. Dabei goss er auch ein wenig Essig in den Wein. Im Rahmen der Jahresbetrachtung fiel dem Vorsitzenden nämlich auf, dass bislang so besucherstarke Ausstellungen wie die Präsentationen der Chiemgauer Künstler im Sommer heuer Federn lassen mussten. Auch die Freiluft-Ausstellung von Prof. Kirchner mit einer eigenen und seltenen Studio-Ausstellung in der Galerie fand nicht den erhofften Zuspruch im Vergleich zu den Vorjahren und gegenüber anderen Ausstellungen. Nicht die Kunst und die Verantwortlichen der Organisation, sondern die regionale Veranstaltungsdichte wollte Dr. von Daumiller für die Misere verantwortlich machen. „Events von Immling über Aschau bis hin zu den Inseln Herren- und Frauenchiemsee sorgen für ein Überangebot“ sagte Daumiller. Ausdrücklich von der Kritik frei hielt Dr. von Daumiller die Priener Seebühnen-Aktivitäten, da diese nicht nur gut und notwendig sind, sondern weil sie auch ein anderes Zielpublikum ansprechen. „Die Politik und die Publizistik hat aber im Laufe der Zeit und aufgrund der großen Neu-Veranstaltungen vergessen, dass in Prien höchste Kulturarbeit geleistet wird!“. Besonders lobte er das Engagement der Gemeinde mit Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger an der Spitze, der sich zusammen mit Kulturreferent und Kreisheimatpfleger Karl J. Aß  immer wieder erfolgreich um kulturelle Aktivitäten bemüht. „Die Galerie und die Anstrengungen sind für eine Gemeinde der Größenordnung wie Prien eine überdurchschnittliche Gesamtleistung!“ sagte der Kulturfördervereins-Vorsitzende, der noch darauf hinwies, dass sich die Mitglieder dieses Vereines nicht nur aus Prien, sondern aus dem gesamten Chiemgau und darüber hinaus zusammenfinden. Aber wie gesagt: Untergehen vor lauter Events und Festivals will man in den Ausstellungsräumen der Priener Galerie nicht. Die Ausstellung von Prof. Karl Caspar dauert bis 3. Februar. Sie ist geöffnet mittwochs bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr und zusätzlich samstags und sonntags von 11 Uhr bis 13 Uhr (Während der Weihnachtsfeiertage und zum Jahreswechsel ist die Galerie geschlossen). Nähere Auskünfte gibt es bei der Priener Tourismusgesellschaft im Haus des Gastes, Telefon 08051-69050 sowie bei der Galerie, Telefon 08051-92928.


Freie Wahlgemeinschaft setzt weiter auf Kaspar Öttl als Bürgermeister von Aschau i. Chiemgau : Aschau (hö) – Eine starke Bestätigung für die fast 16 Amts-Jahre als Bürgermeister war für Kaspar Öttl die Aufstellungsversammlung der Freien Wahlgemeinschaft von Aschau. Nahezu 200 Mitglieder und interessierte Bürger fanden sich hierzu in der Festhalle von Hohenaschau ein. Bei 167 Wahlberechtigten gab es 161 gültige Wahlzettel, die allesamt Öttl als erneuten Kandidaten vorschlugen. Der Bürgermeister freute sich über dieses Vertrauen und sagte zu im Falle seiner Wiederwahl, auch die vierte Legislaturperiode mit Gewissenhaftigkeit und Bürgernähe als Chef des Rathauses anzugehen.

Zu Beginn hieß Lenz Ablinger als Sprecher der Gemeinschaft die Interessierten am Gemeindegeschehen willkommen. Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock machte mit einigen Gedanken auf die Kommunalwahlen am 3. März und auf die Freie Wahlgemeinschaft aufmerksam. Aufgrund der inzwischen gewachsenen Einwohnerzahl von Aschau werden im nächsten Jahren nicht mehr 16, sondern 20 Gemeinderäte gewählt werden. Dies ist eine der veränderten Rahmenbedingungen, die in seinem Rück- und Ausblick auch Bürgermeisterkandidat Öttl erläuterte. „Grundsätzlich werde ich mich und meinen sachbezogenen Arbeitsstil nicht ändern, aber im Einzelnen will ich gerne auf Veränderungen reagieren!“ sagte Öttl. In den 18 Jahren seiner Bürgermeistertätigkeit hat sich Öttl vor allem für das Vereins- und Gemeinwesen gekümmert. Mit der Beibehaltung der Steuerhebesätze seit 25 Jahren hat die Gemeinde Aschau eine stabile Wirtschaftspolitik bewiesen. Im Baubereich – so Öttl weiter – sind von Sachrang bis Niederaschau zahlreiche Projekte gelungen. Kulturell können sich die Verantwortlichen der Gemeinde an bisher 13 Bänden einer umfassenden Chronik messen lassen. Am 10. Dezember werden drei weitere Bände vorgestellt werden. Zum Thema Hallenbad nannte der Bürgermeister ein Defizit, das zukünftig für ein Umdenken und für eine Aufgabe im neuen Gemeinderat sorgen wird.

In der schriftlichen Wahl zur Gemeinderatsliste unter der Leitung von Elisabeth Linhuber kam Bürgermeister Öttl in eigener Abstimmung auf den ersten Platz mit 154 Stimmen. Den zweiten Platz der dann folgenden Gesamtwahl mit 113 Stimmen erhielt sein Stellvertreter sowie Senioren- und Behinderten-Beauftragter Karl Haberstock vor Land- und Forstwirt Max Pfaffinger junior mit 98 Stimmen. Die weiteren Plätze belegten Lorenz Ablinger, Andrea Max, Werner Weyerer, Hildegard Linke-Pöpperl, Franz Anner, Theodor Metzler, Wolfgang Wörndl, Martin Blancke, Dr. Johannes Correll, Rainer Küblbeck, Johann Feistl, Dr. Christian Sterneder, Alois Breckl-Stock, Georg Maier, Josef Kink junior, Tatjana Mittermayer und Christian Reiter.

Nicht mehr zur Wahl stellen sich die bisherigen Gemeinderäte Arno Sattler und Hans Moosbauer. Beide waren seit 1984 Mitglied des Gremiums wofür ihnen von Bürgermeister Öttl ein besonderer Dank zugesprochen wurde. Nach den Weihnachtsfeiertagen wollen die Mitglieder der Freien Wahlgemeinschaft Aschau in einer Reihe von Wahlveranstaltungen über konkrete Ziele ihrer Arbeit informieren. 


Bürger und Bundeswehr in Aschau i. Chiemgau eine Einheit - eindrucksvolle Gelöbnisfeier von 100 Reichenhaller Gebirgsjägern: Aschau (hö) – Zeugnis einer funktionierenden Verständigung zwischen Bundeswehr und Bevölkerung war ein feierliches Gelöbnis, das das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall in Aschau ablegte. Einhundert Rekruten der dritten Kompanie mit ihren Offizieren bekannten sich dabei öffentlich für ihren Dienst. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Katholischen Pfarrkirche, der gemeinsam von katholischem Pfarrer Josef Winkler und evangelischem Pfarrer Johannes Sinn gestaltet wurde, begann der festliche Abend. Beim Festmarsch durch den Ort und beim Empfang an der Festhalle beteiligten sich die Aschauer Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen, mit der Musikkapelle Aschau sowie mit der Gebirgsschützenkompanie Aschau gleichermaßen. Zu Füßen der mächtigen Burg Hohenaschau fand dann der Festakt im Freien statt.

Bürgermeister Öttl: „Terror hat Politik die Augen geöffnet!“ „Wenn ich an das vergangene Jahr erinnere, als ebenfalls Reichenhaller Soldaten in Aschau waren, dann hat sich vieles, aber nicht alles verändert!“ – mit diesen besinnlichen Worten hieß Bürgermeister Kaspar Öttl die Gäste willkommen. Einmal erinnerte er an die Schreckenstat von New York und den daraus resultierenden Afghanistan-Krieg. Zum anderen wiederholte Öttl die letztjährigen Forderungen nach besserer Bundeswehr-Ausstattung und Finanz-Unterstützung, damit diese ihre zeitgemäßen Herausforderungen meistern kann.  „Es ist schon traurig, dass der feige Anschlag gegen Amerika erst die Verantwortlichen zum Handeln animiert hat!“ sagte Öttl.

Oberstleutnant Diera dankte seinerseits der Gemeinde Aschau und seiner Bevölkerung, dass es in einer oberbayerischen Gemeinde möglich ist, für die Leute und Ziele der Bundeswehr öffentlich einzustehen. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Nachbargemeinden wurde das Gelöbniszeremoniell feierlich beendet. Alsdann traf man sich noch in der voll besetzten Festhalle zum gegenseitigen Gedankenaustausch zwischen Bürgern und Bundeswehrlern. „Einfach toll, wie sich die jahrelange Freundschaft der Reichenhaller Gebirgsjäger zur Aschauer Kinderklinik mit der Abhaltung eines Gelöbnisses entwickelt hat!“ so eine Soldatenmutter aus Bad Reichenhall noch ganz unter dem Eindruck wie ihr Sohn und die Bundeswehr in Aschau i. Chiemgau angenommen worden sind.


  Bayerisch-Tirolerische Wald-Delegation besucht Samerberg zum Gedanken-Austausch: Samerberg (hö) – Der Wald und seine Pflege kennen keine Grenzen. Davon konnte man sich überzeugen, als sich zum ersten Male eine bayerisch-tirolerische Fachgruppe zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch im Landkreis Rosenheim trafen. Die Begehung begann bei Bauernobmann Josef Stuffer in Steinkirchen am Samerberg. Verantwortliche der Waldbesitzervereinigung Rosenheim-Bad Aibling und Gäste aus Tirol überzeugten sich praktisch im Pirschbezirk von Josef Stuffer. Dabei zeigte man sich beeindruckt von der Naturverjüngung des besichtigten Waldes, die ohne künstliche Eingriffe erfolgte. Bei einer Besprechung im Gasthaus „Zum Entenwirt“ in Törwang informierte Günter Biermayer als Forstpräsident von Oberbayern-Schwaben aus Augsburg zu aktuellen Themen der Waldbewirtschaftung. Weitere Beiträge kamen von Forstdirektor Peter Fuhrmann, dem Leiter des Forstamtes Rosenheim, von Forstdirektor Hans Soyer, dem Leiter des Forstamtes Wasserburg, von Oberamtsrat Gerhard Prentl vom Landratsamt Rosenheim als Leiter der Unteren Jagdbehörde, von Max Lochner, dem Sprecher der Jagdvorsteher im Landkreis und für Oberbayern und von Sepp Spann, dem Vorsitzenden der Waldbesitzer-Vereinigung Rosenheim-Bad Aibling. Vorbildliche Waldarbeit wurde dabei der Rosenheimer Region von einer hochkarätigen Delegation aus Tirol unter der Leitung von Landesforstdirektor Dr. Hubert Kammerlander  bescheinigt. Begleitet wurde Dr. Kammerlander von Vertretern der Landeswirtschaftskammer Tirol, von der Tiroler Landesregierung sowie von Forstdirektionen. Die Eigenbewirtschaftung und alternative Bewirtschaftungs-Modelle im Landreis Rosenheim fanden bei der Erörterung ebenso Zustimmung wie die Regelung „Wald vor Wild“. „Das Wild hat nur eine Chance, wenn es einen gesunden Wald vorfindet!“ – so die Fachleute übereinstimmend. Zur waldorientierten Förster- und Jäger-Arbeit wurden auch die Pächter angeregt, dem Tannen-Aufkommen und der Stärkung des Mischwaldes wieder mehr Beachtung zu schenken. Nach der Waldbegehung und Versammlung am Samerberg machte sich die bayerisch-tirolerische Wald-Gruppe noch auf zu einem Besuch des Bergmischwaldes von Sepp Spann in Bad Feilnbach und zu einem wärmenden Abschlussgespräch in der guten Stube des Rosenheimer WBV-Vorsitzenden. Dabei vereinbarte man, diese erstmalige Wald-Erörterung über Grenzen hinweg wieder einmal vorzunehmen.    


Erster Christkindlmarkt auf Frauenchiemsee eröffnet: Markt, Ausstellungen und Veranstaltungen bis zum 9. Dezember Frauenchiemsee (hö) – Fleiß, Geschmack und Mut setzten die Insulaner von Frauenchiemsee zusammen mit der Priener Tourismusgesellschaft ein, um erstmals den Gedanken eines Christkindlmarktes auf der idyllischen Fraueninsel zu verwirklichen. An zwei Wochenenden will man heuer den Versuch eines Insel-Marktes zur Adventzeit starten. Am ersten Wochenende war der Zuspruch reichlich gegeben. Schon bei der festlichen Eröffnung zeigte sich, dass Frauenwörth auch ohne den erhofften Schnee reich an vorweihnachtlicher Atmosphäre ist. Den Auftakt bildete ein Eröffnungskonzert im Münster mit Liedern, Motetten und Musik für Orgel, Harfe und Capella Vocale unter der Leitung von Kirchenmusiker Rainer Schütz von der Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ aus Prien. Dabei hieß der neue Geistliche der Fraueninsel, Pater Bonifaz alle Gäste willkommen. Er bat, Zeitpunkt und Örtlichkeiten des Zusammenkommens für die ganzheitliche Besinnung zu sehen. Insel-Bürgermeister Georg Huber stellte neben der geistigen auch den wirtschaftlichen Vorteil eines Christkindlmarktes auf der Fraueninsel heraus. Und Landrat Dr. Max Gimple vom Landkreis Rosenheim als Schirmherr lobte den erstmaligen Versuch mit einem umfassenden Programm. Neben den liebevoll und zur Adventzeit passenden Holzhäuschen hebt sich der Inselmarkt gegenüber anderen Märkten auf dem Festland im Rahmenprogramm dadurch ab, dass verschiedene Ausstellungen sind. So im Münster zum Thema „Christkindl im Kloster“, in der Torhalle und im Alten Vikarhaus „Das gnadenreiche Jesuskind“ und als Sonderausstellung „St. Eutyches als Schutzpatron des Augustiner Chorherrenstifts Herrenchiemsee“. In letzterer Ausstellung in der Torhalle wird übrigens erstmals seit der Säkularisation die Reliquie des Heiligen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben den Ausstellungen gibt es noch bis zum 9. Dezember eine Vielfalt an Veranstaltungen im Münster, in der Torhalle sowie Unter den Linden. Der Christkindlmarkt von Frauenchiemsee mit guten Schiffsverbindungen ab Prien und ab Gstadt hat von Freitag, 7. Dezember bis Sonntag, 9. Dezember letztmals von 14 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Nähere Informationen gibt es bei der Priener Tourismusgesellschaft im Haus des Gastes, Telefon 08051-6905-0.


Vereinegespräch schlägt Dorffest für die Kinderklinik vor: Aschau (hö) – Das Zusammentreffen von Gemeindeverantwortlichen und von Vereinsvertretern von Aschau ist nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch eine günstige Gelegenheit, neue Vereinbarungen für das gemeinsame Zusammenwirken im Priental zu treffen. So dankte heuer bei der Vereinsvorständebesprechung im Mehrzweckraum der Tourist-Info Bürgermeister Kaspar Öttl allen ehrenamtlichen Kräften in den Vereinen, dass sie sich in den Dienst der Gäste, Einheimischen und Allgemeinheit stellen. Anschließend wurden alle bisher bekannten Termine für das Jahr 2002 erfasst, damit diese von der Tourist-Info in eine Übersicht zusammengestellt werden können. Grundsätzlich einigten sich die Vereinsvertreter auf einen Vorschlag von Bürgermeister Öttl, die Reihe der Benefiz-Veranstaltungen zugunsten der Kinderklinik Aschau mit einem gemeinsamen Dorffest ausklingen zu lassen. An einem noch abzustimmenden Termin soll eventuell in Verbindung mit einem Sonntagsgottesdienst und mit einem Pfarrfest die Großveranstaltung geplant werden. Ein eigener Arbeitskreis will sich um die weiteren Details kümmern. Ehrenamtliche, die sich auch hierbei betätigen wollen, können sich bei der Gemeinde oder Tourist-Info von Aschau melden.


Neues Zeitalter für Mülltrennung in der Gemeinde Aschau hat begonnen – Wertstoffhof in Hohenaschau eröffnet: Aschau (hö) – „Herzlich willkommen im neuen Wertstoffhof! Vielen Dank dem Landratsamt und Herrn Bürgermeister für die Finanzierung und allen, die so tatkräftig mitgeholfen haben, besonders dem Bauhof-Team. Wir hoffen, unseren Bürgern einen übersichtlichen, neuen Entsorgungshof gestaltet zu haben. Ihr Wertstoffhof-Team!“ – mit dieser handgeschriebenen Begrüßungstafel wurde deutlich sichtbar, dass die Aschauer Bevölkerung eine neue Bereicherung erfahren hat. Ergänzend zu den gemeindlichen Wertstoff-Inseln gibt es im Bereich Hohenaschau neben dem Feuerwehrgebäude nunmehr einen Wertstoffhof, der es wahrlich in sich hat. Davon konnten sich im Beisein der Bürgermeister Kaspar Öttl und Karl Haberstock die Bewohner des Prientales bei einem „Tag der offenen Tür“ überzeugen. Mit übersichtlich aufgestellten Containern und Räumen sowie mit wärmendem Glühwein hieß man die Entsorger willkommen. Ein halbes Jahr Bauzeit mit vielen Hand- und Spanndiensten des gemeindlichen Bauhofes, verschiedener Firmen aus dem Ort sowie mit der Baumeisterfirma Pumpfer verging bis sich der große Gebäudekomplex öffnete. In seiner Begrüßung sagte Bürgermeister Öttl, dass man damit zeitgemäß und bürgernah ist. „Die Umwelt findet auf diese Weise eine hohe Beachtung!“ – so Öttl, der selbst bei seiner privaten Mülltrennung von der übersichtlichen Anordnung und Beschreibung begeistert war. Folgende Trennmöglichkeiten bestehen: Kunststoff-Flaschen aus PE, PP oder PET bis fünf Litern, Kunststoffflaschen, Becher und Obstschalen bis einen halben Liter Größe, Mischkunststoffe, Folien aus PE oder PP, die größer als DIN A 4 sind, Glas in allen Farben, Altkleider zur Wiederverwendung, Altpapier, holziger Sperrmüll, Sperrmüll allgemein, Reifen, Teppiche, Elektro-Großgeräte, Batterien, Knopfzellen, Akkus und Trockenbatterien, Ölfilter, Altöl, Fernseher und Bildschirme, Kühl- und Gefriergeräte, Elektrogeräte, Kork, Medikamente und Kosmetika, PU-Schaum- und Spraydosen, Feuerlöscher, Styropor, Weissblech und Versandkartons. Eine große Unterstützung war nach Auskunft von Heinz Scheck vom gemeindlichen Rathaus die Förderung durch das Landratsamt Rosenheim. Von den insgesamt 450.000 Mark an Kosten sind knapp 300.000 Mark an Zuschuss vom Landkreis zu erwarten. Die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes sind dienstags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Die Container und Behälter sind nur an diesen Zeiten zugänglich. Außerhalb der Öffnungszeiten gilt es wie bisher die Wertstoffinseln in der Gemeinde von Niederaschau bis Sachrang zu nutzen. Nähere Auskünfte zur neuen Vielfalt der Müllentsorgung gibt es beim Rathaus Aschau, Telefon 08052-9049-0.  


Evi Sachenbacher und Tobias Angerer für Winter-Olympiade qualifiziert: Saisoneröffnungslauf und 1. Internationaler Biriam-Grenzland-Cup in Sachrang konnte trotz Regen stattfindet. Sachrang (hö) – Kaum zu glauben: trotz regnerischer Witterung im gesamten Chiemgau brachten die Verantwortlichen des Wintersportvereins von Sachrang am vergangenen Wochenende die ersten großen Ski-Langlauf-Wettbewerbe mit Bravour über die (Loipen-) Bühne. Wie schon so oft, hat sich Sachrang als schneesicherer, winterfester und veranstaltungstauglicher Gemeindeteil von Aschau bestens bewiesen. Im Rahmen des Saisoneröffnungslaufes zum „Hans-Schwarzbraun-Pokal“ und zum 1. Internationalen Biriam Grenzland-Cup sicherten sich die beiden Weltklasse-Teilnehmer Evi Sachenbacher aus Reit im Winkl und Tobias Angerer vom SC Vachendorf die Teilnahme bei den kommenden olympischen Spielen in den USA. Insgesamt 233 Starter konnte der WSV Sachrang begrüßen. Nur ein Langläufer kam wegen Verlassen der Strecke nicht in die Wertung. Unter den Zuschauern wurde auch Hansi Wallner aus Prien als Inngau-Referent besonders begrüßt. Die abschließende Siegerehrung im Gasthaus „Sachranger Hof“ ergab folgende Ergebnisse bzw. Sieger:

Schüler 8 männlich: Werner Janik vom SC Aising-Pang vor Gabriel Huber vom SC Lattela Wörgl / Österreich. Schüler 8 weiblich: Michaela Apel vor Lisa Pollmann (beide WSV Aschau). Schüler 9 männlich: Anton Grötschl vom WSV Aschau. Schüler 9 weiblich: Michaela Müller vom SC Aising-Pang vor Darja Kneissl vom SC Lattela Wörgl, Schüler 10 männlich: Cajetan Fricke vom SC Prien vor Josef Wolf vom SC Ruhpolding. Schüler 10 weiblich: Isabella Jäkel vor Veronika Wildmoser (beide SV Oberteisendorf), Schüler 11 männlich: Pabian Alraum von der WSG Raubling vor Tassilo Fricke vom SC Prien. Schüler 11 weiblich: Steffi Horn von der WSG Raubling vor Christa Stöckl vom SK Ramsau. Schüler 12 männlich: Martin Wagner vom WSV Samerberg vor Hubert Ellmaier vom WSV Reit im Winkl. Schüler 12 weiblich: Carina Schuler vom SV Schwoich vor Greta Hoppe vom SC Rosenheim. Schüler 13 männlich: Max Bergmann vom SC Vachendorf vor Thomas Neudecker vom SV Oberteisendorf. Schüler 13 weiblich: Diana Schmid vom SV Oberteisendorf vor Jaya Hofmann vom WSV Aschau. Schüler 14 männlich: Thomas Schießl vom SV Oberteisendorf vor Daniel Angerer vom SC Vachendorf. Schüler 14 weiblich: Krissi Wachinger von der WSG Raubling vor Christine Hauser vom WSV Reit im Winkl. Schüler 15 männlich: Adiran Fricke vom SC Prien vor Korbinian Schallinger vom SC Vachendorf. Schüler 15 weiblich: Nadja Petutschnigg vom SC Lattela Wörgl vor Evi Hartlbauer von der WSG Raubling. Jugend 16 männlich: Korbinian Seifert vom SC Ruhpolding vor Bernhart Mayer vom SC Vachendorf. Jugend 16 weiblich: Monika Hauser vom WSV Reit im Winkl vor Franziska Göß von der SLV Bernau. Jugend 17 männlich: Tobias Reiter vom ASV Oberwössen vor Hansi Strehhuber vom SV Neukirchen. Jugend 17 weiblich: Monika Hofbauer vom TSV Siegsdorf vor Magdalena Prasser vom SC Schleching. Junioren 19: Helmut Trettwer vom SV Oberteisendorf vor Christian Garhammer vom GV Hausenberg. Junioren 19: Daniela Biechl vom SC Rosenheim. Herren: Tobias Angerer vom SC Vachendorf (10 km in 23.54.8 Minuten) vor Anton Strehhuber vom SV Neukirchen. Damen: Evi Sachenbacher (5 km in 13.10.3 Minuten) vor Andrea Graus vom LLC Walchsee. Herren AK1: Franz-Josef Windegger vom LLC Region Angerberg vor Sebastian Scheck vom WSV Aschau. Damen1: Bärbel Kogler vor Kathrin Ritzer (beide LLC Walchsee). Herren AK2: Hans Kofler vom WSV Ebbs vor Johann Hollaus vom SV Schwoich. Herren AK3: Sepp Kendlinger vom LLC Walchsee vor Albert Kurz von der SG Schönau. Herren AK4: Sebastian Rieder vom SV Schwoich vor Franz Laner vom LLC Region Angerberg. Schüler bis S7m: Manuel Sterneder vor Michael Osterhammer, beide vom WSV Aschau.


Blaskapelle beendet ereignisreiches Jahr - Lob, Ehrungen und Einlagen bei Versammlung im Alpenblick: Prien (hö) – Eine immer größer werdende Familie ist die Blaskapelle von Prien. Diesen Eindruck konnte man bei der heurigen Jahresschluss-Feier im Gasthaus „Alpenblick“ erzielen. Insbesondere die Riege der Jung-Musikantinnen und Jung-Musikanten wird immer umfangreicher. So erfreulich wie diese Entwicklung war für Musikmeister Georg Rappel und seinen Stellvertreter Peter Huber auch die Anwesenheit  der verdienten Alt-Musikanten und der vielfach „geplagten“ Ehepartner. „Alle zusammen haben wir wieder ein sehr anstrengendes und ereignisreiches Jahr gehabt, das nur deshalb so harmonisch verlaufen konnte, weil wir viel probten und stark zusammenhielten!“ sagte Georg Rappel bei seinem Rückblick. Als besonderer Ereignisse stellte der Musikmeister das eigene Starkbierfest im Großen Kursaal sowie die Auftritte beim Bundeskanzleramt in Berlin sowie beim Brandenburgtag in Luckau im Spreewald heraus. Ein „Exta-Vergelt´s Gott“ sprach Rappel der fleißigen Dirigentin Michaela Haindl aus, die sich viel und erfolgreich um die Haupt- und um die Nachwuchsgruppe sorgte. Im Beisein von Geschäftsführer Torsten Rudolph von der Priener Tourismusgesellschaft dankte Rappel auch für die achtmalige Teilnahme beim „Weissen Rössl“ auf der Seebühne in Bernau-Felden. Ein besonderer Höhepunkt im blasmusikalischen Wirken des abgelaufenen Jahres war das Kirchenkonzert. Pfarrer Bruno Fink als Ehrengast der Zusammenkunft hatte ebenso wie viele Konzertbesucher großen Respekt vor der musikalischen Leistung der Blaskapelle, die zudem für einen wohltätigen Zweck aufspielte. Im nächsten Jahr ist unter anderem die Mitgestaltung des Jubiläums von der Priener Liedertafel eine herausragende Aufgabe.

Dank vom Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger, der erst kürzlich im Rahmen einer Musikantenprobe die kommenden und gemeinsamen Aufgaben mit der Blaskapelle Prien erörterte, sprach von einer Gemeinschaft, die landauf und landab Gutes tut, um prienerischer Kulturgut zu pflegen. „Die Blaskapelle gehört zu jenen Faktoren, die eine Gemeinde wie Prien lebens- und liebenswert machen!“ so der Bürgermeister, der sich schon wieder auf ein fröhliches Neujahrskonzert im Großen Kursaal und auf ein gutes Musik-Jahr 2002 freute.

Ehrungen und Dank vom Musikbund Ober- und Niederbayern Leonhard Eisner vom Musikbund Ober- und Niederbayern nahm die Gelegenheit der Zusammenkunft wahr, um den Priener Blasmusikanten für ihren überörtlichen Einsatz zu danken. Auch wenn wegen Regens die heurige Veranstaltung „Klingender Chiemsee“ nicht stattfinden konnte, wollen der Musikbund sowie die Priener Blasmusik und andere Kapellen im Herbst kommenden Jahres diese Gemeinschafts-Veranstaltung wiederholen. Folgende Ehrungen konnte Eisner mit den Verantwortlichen der Blaskapelle vornehmen. Das Bronzene Leistungsabzeichen für Jungmusikanten bekamen Martina Berger und Martina Fischer. Christine Weidenspointner erhielt für ihre Leistungen bereits das Silberne Leistungsabzeichen. Seit  jeweils mindestens 15 Jahren aktive Mitglieder der Priener Blaskapelle sind Erwin Mrotzek, Petra Stoib, Georg Rappel, Dieter Piechatscheck und Martin Obermüller. Sie bekamen hierfür eine Bronzene Ehrennadel. Bereits 25 Jahre gehört Günter Weiss der Priener Kapelle an. Max Weidenspointner bekam eine Auszeichnung des Musikbundes, weil er als Kassier bereits seit zehn Jahren als Musik-Funktionär und ehrenamtlich tätig ist. Ganze 50 Jahre auf dem Musikantenbuckel hat Florian Künzner aus Pittenhart. Seit 30 Jahren ist er fester Bestandteil der Priener Blaskapelle. Dafür gab es aus den Händen von Leonhard Eisner einen Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände.

Einlagenfreudige Musikanten Dass Musikanten bei ihren Versammlungen keine Leute von Traurigkeit sind, bewiesen zwei Einlagen. Einmal von den Aktiven mit der Studio-Sendung „Sieben Musikanten – sieben Meinungen“ mit Geschichten aus dem Musikanten-Alltag des abgelaufenen Jahres. Das Kinderraten nach Vorbild einer bekannten Fernsehsendung nahmen sich die Nachwuchsmusikanten vor. Auch sie ernteten viel Beifall für ihre Einstudierungen. Mit dem kaiserlichen Satz vom „Weissen Rössl“ „Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut“ endeten die Einlagen der Jahresschlussfeier.


   

Blaskapelle beendet ereignisreiches Jahr - Lob, Ehrungen und Einlagen bei Versammlung im Alpenblick: Prien (hö) – Eine immer größer werdende Familie ist die Blaskapelle von Prien. Diesen Eindruck konnte man bei der heurigen Jahresschluss-Feier im Gasthaus „Alpenblick“ erzielen. Insbesondere die Riege der Jung-Musikantinnen und Jung-Musikanten wird immer umfangreicher. So erfreulich wie diese Entwicklung war für Musikmeister Georg Rappel und seinen Stellvertreter Peter Huber auch die Anwesenheit  der verdienten Alt-Musikanten und der vielfach „geplagten“ Ehepartner. „Alle zusammen haben wir wieder ein sehr anstrengendes und ereignisreiches Jahr gehabt, das nur deshalb so harmonisch verlaufen konnte, weil wir viel probten und stark zusammenhielten!“ sagte Georg Rappel bei seinem Rückblick. Als besonderer Ereignisse stellte der Musikmeister das eigene Starkbierfest im Großen Kursaal sowie die Auftritte beim Bundeskanzleramt in Berlin sowie beim Brandenburgtag in Luckau im Spreewald heraus. Ein „Exta-Vergelt´s Gott“ sprach Rappel der fleißigen Dirigentin Michaela Haindl aus, die sich viel und erfolgreich um die Haupt- und um die Nachwuchsgruppe sorgte. Im Beisein von Geschäftsführer Torsten Rudolph von der Priener Tourismusgesellschaft dankte Rappel auch für die achtmalige Teilnahme beim „Weissen Rössl“ auf der Seebühne in Bernau-Felden. Ein besonderer Höhepunkt im blasmusikalischen Wirken des abgelaufenen Jahres war das Kirchenkonzert. Pfarrer Bruno Fink als Ehrengast der Zusammenkunft hatte ebenso wie viele Konzertbesucher großen Respekt vor der musikalischen Leistung der Blaskapelle, die zudem für einen wohltätigen Zweck aufspielte. Im nächsten Jahr ist unter anderem die Mitgestaltung des Jubiläums von der Priener Liedertafel eine herausragende Aufgabe.

Dank vom Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger, der erst kürzlich im Rahmen einer Musikantenprobe die kommenden und gemeinsamen Aufgaben mit der Blaskapelle Prien erörterte, sprach von einer Gemeinschaft, die landauf und landab Gutes tut, um prienerischer Kulturgut zu pflegen. „Die Blaskapelle gehört zu jenen Faktoren, die eine Gemeinde wie Prien lebens- und liebenswert machen!“ so der Bürgermeister, der sich schon wieder auf ein fröhliches Neujahrskonzert im Großen Kursaal und auf ein gutes Musik-Jahr 2002 freute.

Ehrungen und Dank vom Musikbund Ober- und Niederbayern Leonhard Eisner vom Musikbund Ober- und Niederbayern nahm die Gelegenheit der Zusammenkunft wahr, um den Priener Blasmusikanten für ihren überörtlichen Einsatz zu danken. Auch wenn wegen Regens die heurige Veranstaltung „Klingender Chiemsee“ nicht stattfinden konnte, wollen der Musikbund sowie die Priener Blasmusik und andere Kapellen im Herbst kommenden Jahres diese Gemeinschafts-Veranstaltung wiederholen. Folgende Ehrungen konnte Eisner mit den Verantwortlichen der Blaskapelle vornehmen. Das Bronzene Leistungsabzeichen für Jungmusikanten bekamen Martina Berger und Martina Fischer. Christine Weidenspointner erhielt für ihre Leistungen bereits das Silberne Leistungsabzeichen. Seit  jeweils mindestens 15 Jahren aktive Mitglieder der Priener Blaskapelle sind Erwin Mrotzek, Petra Stoib, Georg Rappel, Dieter Piechatscheck und Martin Obermüller. Sie bekamen hierfür eine Bronzene Ehrennadel. Bereits 25 Jahre gehört Günter Weiss der Priener Kapelle an. Max Weidenspointner bekam eine Auszeichnung des Musikbundes, weil er als Kassier bereits seit zehn Jahren als Musik-Funktionär und ehrenamtlich tätig ist. Ganze 50 Jahre auf dem Musikantenbuckel hat Florian Künzner aus Pittenhart. Seit 30 Jahren ist er fester Bestandteil der Priener Blaskapelle. Dafür gab es aus den Händen von Leonhard Eisner einen Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold von der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände.

Einlagenfreudige Musikanten Dass Musikanten bei ihren Versammlungen keine Leute von Traurigkeit sind, bewiesen zwei Einlagen. Einmal von den Aktiven mit der Studio-Sendung „Sieben Musikanten – sieben Meinungen“ mit Geschichten aus dem Musikanten-Alltag des abgelaufenen Jahres. Das Kinderraten nach Vorbild einer bekannten Fernsehsendung nahmen sich die Nachwuchsmusikanten vor. Auch sie ernteten viel Beifall für ihre Einstudierungen. Mit dem kaiserlichen Satz vom „Weissen Rössl“ „Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut“ endeten die Einlagen der Jahresschlussfeier.  


  Zehnjähriges Preisschafkopf-Turnier in Wildenwarter Pfarrei „Christkönig“: Wildenwart (hö) – Josef Winkler aus Frasdorf heißt der neue Preisschafkopf-König von Wildenwart. Beim inzwischen zehnten Turnier der Pfarrei „Christkönig“ mit den Nachbars-Pfarreien erfreuten sich die Verantwortlichen des Pfarrgemeinderates wieder eines großen Spielerinteresses. Nach zwei Runden und letztmals mit Zehnerl und Mark gewann Winkler den Hauptpreis vor Ferdl Harrant aus Aschau und Wolfgang Pallauf aus Prutdorf. Für alle Teilnehmer gab es Wurst- und Haxn- sowie Honig-Präsente. Der Erlös von den Einlagen und von der Bewirtung, die durch die Wildenwarter Frauen erfolgte, kommt kirchlichen Aufgaben von Wildenwart zugute. Wie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rosemarie Anner zum Schluss mitteilte, ist das Preisschafkopfen seit seiner Einführung ein gutes Beispiel für die Zusammengehörigkeit innerhalb der Pfarrgemeinden geworden. Für die organisatorische Spiel-Abwicklung stellten sich in all den Jahren Fritz Fuihl und Hans Bauer zur Verfügung. Zum Dank für ihre Organisationsarbeiten überreichte Rosemarie Anner einen kleinen Geschenkkorb an die fleißigen Männer.


Winter-Ereignisse in Sachrang und viele Beschlüsse in Aschau: Aus dem Gemeinderat: Aschau (hö) – Im Aschauer Gemeindeteil Sachrang wird im Winter wieder was los sein. Entsprechend verschiedener Veranstaltungs-Anträge und breiter Vereins-Bereitschaften stimmte der Gemeinderat von Aschau der Abhaltung von Schlittenhunderennen am 26./27. Dezember diesen Jahres und am 5./6. Januar nächsten Jahres zu. Nach Rücksprache mit Anton Feistl als Vorstand des WSV Sachrang und mit Benno Pertl als Verkehrsvereinsvorsitzendem stehen keine Bedenken an. Unterstützung sagte auch WSV-Vorsitzender und Gemeinderat Dr. Manfred Gerner von Aschau im Rahmen der  Sitzung zu, so dass der Durchführung vorbehaltlich der Zustimmung seitens der betroffenen Landwirte und Grundstückseigentümer nichts mehr im Wege stehen dürfte. Erfreulich ist es zudem, dass der WSV Sachrang am 30. Dezember die Bayerischen Meisterschaften im Biathlon für die Schüler- bis zu den Senioren-Klassen zugesprochen bekam. Positiv bewertet wurde auch das Ansinnen des Verkehrsvereins Sachrang, am 29. Dezember zwischen Dorf- und Kirchstraße ein Ballonglühen mit Diskomusik zu veranstalten. Damit will man den winterlichen Erlebniserwartungen von möglichst vielen Prientalgästen entgegenkommen. Dies wiederum ist schon allein deswegen erwünscht, weil die heurigen Übernachtungszahlen gemäß der aktuell vorgetragenen Statistiken etwas rückläufig sind und weil man ab Dezember mit der Schließung des KAB-Hauses (Pater-Rupert-Mayer) in Hohenaschau mit weiteren Einbußen rechnen muss.  
Abrechnungen zu Gedenkmesse und Ferienprogramm:
Zufrieden stellend war die Abrechnung der Jubiläums-Gedenkmesse auf der Kampenwand. Wie Heinz Scheck von der Gemeindeverwaltung dem Gemeinderat vorlegte, verbleiben den beiden Gemeinden Höslwang und Aschau als gemeinsame Veranstalter nach Abzug aller Kreuzrenovierungs-, Organisations- und Bewirtungskosten jeweils 4.843.62 zur Zahlung übrig. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Festbroschüre „50 Jahre Chiemgau-Kreuz auf der Kampenwand“, das auch jetzt noch in der Aschauer Tourist-Info, Telefon 08052-904937 erworben werden kann. Im Vergleich zu anderen Chiemgau- und Feriengemeinden des Landkreises Rosenheim hat Aschau bei der Abrechnung des Ferienprogramms überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Bei 33 Aktionen und 711 Teilnehmern entstanden nach Abzug von Einnahmen und Spenden insgesamt Ausgaben von 1.287.64. Der Haushalts-Ansatz betrug 5.000 Mark. „Engagement der Ferienprogramm-Verantwortlichen und Mithilfe der Ortsvereine haben zusammen das gute Ergebnis bewirkt!“ lobte Bürgermeister Öttl die Leute und die Bilanz.
Verschiedenes:
Zum jüngst beschlossenen Umbau des Schulhauses konnte ergänzend mitgeteilt werden, dass das neu geplante Treppenhaus bei Bedarf auch bis zum Speicher verlängert werden kann. Einstimmigkeit herrschte auch bei der vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes „Hohenaschau Nord-West“ im Bericht des Hammersteinweges. Die Vergabe der Spenglerarbeiten für die Speisesaal-Erweiterung beim Seniorenheim Priental berücksichtigte einen Anbieter aus Oberaudorf. Nachdem gerade im Aschauer Gemeindebereich die Radlwege immer mehr werden, entschloss sich der Gemeinderat, einen Streuer für den Holder Kompakt-Geräteträger anzuschaffen. Die Mittel von gut 15.000 Mark sind im Haushalt vorhanden. Die Euro-Umstellung und teilweise Neufassung der Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der gemeindlichen Feuerwehr war unproblematisch. Hier folgte man den Empfehlungen des Landratsamtes Rosenheim. Bei der Darlehensaufnahme in Höhe von 100.000 Mark für die Wasserversorgung (keine Neuverschuldung) fand ein ortsansässiges Kreditinstitut Berücksichtung als man sich auf eine Laufzeit von zehn Jahren festlegte. Der Verein „Frauen- und Mädchennotruf e.V.“ in Rosenheim bekommt nach einigen Jahren der Pause wieder einen jährlichen Zuschuss von 200 Mark. Mit dem Bestattungsinstitut Hartl vereinbarte der Gemeinderat einen neuen Vertrag zum 1.1.2002. Wichtig war den Räten dabei, dass die Terminfestlegung bei Beerdigungen nach wie vor bei der Gemeinde verbleibt und dass sich das Unternehmen um eine Verbesserung der Lautsprecheranlage bemüht.  
Lawinenkommission
: Seit dem Zugspitz-Unglück im Jahre 1967 gibt es in Bayern Lawinenkommissionen. In Aschau wurde diese im Jahr 1973 gegründet. Gemeinsam werden seither von ehrenamtlichen Leuten aus den Reihen der Bergwacht, des WSV, der Polizei, der Gemeinde und der Bürgerschaft die Aufgaben wahrgenommen. Derzeit gehören folgende Personen der Kommission an: Klaus Aiblinger, Josef Müller, Georg Pfaffinger (auch nach dem Ausscheiden aus dem Polizeidienst), Max Pfaffinger junior, Helmut Rohnke, Anton Schauer, Heinz Scheck, Rudolf Seeleitner, Johann Thaurer, Erwin Wörndl und Rudi Wortmann. Nach Beschluss des Gemeinderates gehört als neues Mitglied auch der Polizist Christian Pfaffinger dem Gremium an. Im Rahmen der Informationen dankte Bürgermeister Kaspar Öttl allen Leuten, die sich im Winter im Dienste der allgemeinen Sicherheit zur Verfügung stellen.
Gutes Vereinsjahr und trotzdem Vorstands-Rücktritt: Einvernehmliche Problemlösungen beim Trachtenverein Bernau. Ein gutes Vereinsjahr mit „normalen“ Schwierigkeiten ging zu Ende. Doch zum Schluss der von genau 100 Mitgliedern besuchten Jahresversammlung stand der Rücktritt des Vorstandes auf der Tagesordnung. Balthasar Obermaier legte nach 15 erfolgreichen und engagierten Jahren dieses Amt nieder nachdem er vor einigen Wochen im Rahmen einer heftigen Diskussion beim Chiemgau-Alpenverband wegen einer Hallenparty der Aktiven vom Trachtenverein spontan seinen Rücktritt erklärt hatte. Auch wenn zwischen den Jungen und mit dem Gauverband zwischenzeitliche Aussprachen die Sachlage bereinigten, blieb Vorstand Obermaier bei seiner Entscheidung. „Ein Mann, ein Wort!“ – so der Trachtler, der auch ohne dem offiziellen Amt seinem bisherigen Vertreter und nunmehr obersten Trachtenverantwortlichen Mathias Schnaiter zur Seite stehen will.

Eingangs der Zusammenkunft im Gasthaus Kampenwand erinnerte Schriftführerin Anni Weingartner an ein Trachtenjahr, das von kirchlichen Aufgaben bis zum Bilderbuch-Gaufest in Reit im Winkl reichte. Kassier Anderl Pertl und der neue Revisor Peter Osterhammer lieferten gute Berichte ab. Lediglich die sechs Heimatabende haben dem Trachtenverein ein Defizit von 2.000 Mark beschert. „Dafür, dass wir die Abende ehrenamtlich gestalten, sollten wir nicht auch noch draufzahlen!“ sagte noch Balthasar Obermaier. Ein Gespräch mit der Gemeinde, mit der Musikkapelle und mit dem Verkehrsamt soll schon in den nächsten Tagen für das Jahr 2002 eine neue und einvernehmliche Regelung bringen. So stark wie noch nie ist die Jugendarbeit in Bernau. Während bei der Kinder- und Jugendgruppe insgesamt 53 Dirndl und Buam von Jugendleiterin Maria Winkler betreut werden, konnten die Aktiven beste Erfolge innerhalb des Gauverbandes verzeichnen. Sechs Buam und ein Dirndl gehören derzeit der Gaugruppe an. Vorplattler Michael Haas zeigte sich hierüber besonders stolz. Bedauerlich war gerade bei all diesen erzielten Erfolgen, dass die beiden bisherigen Vorplattler Michael Haas und Martin Riepertinger aus beruflichen Gründen das zeitraubende Amt nicht mehr weiterführen können. Zustimmung erhielten als ihre Nachfolger die aktiven Plattler Peter Riepertinger und Donat Fischer.

Mehr Unterstützung bei eigenen Veranstaltungen, insbesondere beim Dorffest-Aufräumen erbat sich Vorstand Obermaier in seinem Rückblick. Bei vielen wichtigen Entscheidungen gab es einvernehmliche Lösungen. So wurde der Mitgliedsbeitrag ohne Gegenstimme von fünfzehn Mark auf zehn Euro angehoben. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern erfolgt ab dem nächsten Jahr nur noch bei besonderen Verdiensten und nicht vor dem 60. Lebensjahr. Nach der bisherigen Regel wurden noch folgende Frauen und Männer aufgrund ihrer 30jährigen Vereinszugehörigkeit zu Ehrenmitgliedern ernannt: Erich Bauer, Franz Hartl, Bernd Kögl, Marianne und Sepp Lackerschmid, Balthasar Obermaier, Pauli Pertl, Jakob und Rudolf Schnaiter, Eberhard Schumann, Reinhard Stolz und Bartholomäus Mayer.

In ihren Grußworten würdigten Pfarrer Wilhelm Gröner sowie die Bürgermeister Lenz Steindlmüller und Klaus Daiber die Leistungen von Balthasar Obermaier und vom Gesamtverein. Sowohl für die Kirchen- als auch für die Gemeindegemeinschaft ist der Trachtenverein in Bernau ein bedeutsamer Partner. Abschließend bat Vorstand Schnaiter, weiterhin zusammenzustehen, damit wieder etwas zusammengeht. So zum Beispiel am kommenden Samstag, wenn aus Neustadt an der Weinstraße eine Besuchergruppe nach Bernau kommt. Tags darauf sind die Trachtler beim Volkstrauertag mit dabei. Und am 8. Dezember findet der Vereins-Hoagart statt. Im Frühjahr soll auf Anregung von Vorstand Schnaiter ein Trachtentauschmarkt und ein Hoagart mit einigen Bernauer Ortsvereinen und mit der Musikkapelle ins Auge gefasst werden. Mit dem Dank an die Wirtsleute für das gute Miteinander von Wirtschaft und Verein endete die Zusammenkunft des Trachtenvereins „D´Staffestoana“.


Sonder-Führungen bei Müllner-Peter in Sachrang möglich: Sachrang (hö) – Großen Zuspruchs erfreut sich das neue Müllner-Peter-Museum von Sachrang auch für ganze Gruppen. Aus diesem Grunde haben der Verein „Müllner-Peter-Museum“ sowie der Verkehrsverein vereinbart, auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten anzubieten. Nähere Informationen und Anmeldungen sind möglich unter 08057-378.


  Tiroler übernehmen Bewirtschaftung auf der Hochries: Hochries (hö) – Die Hochrieshütte des Deutschen Alpenvereins auf dem Wander- und Aussichtsberg der Rosenheimer hat eine neue gastronomische Führung. Monika Pietsch hat vor kurzem die Küchen- und Hausschlüssel an die Tiroler Peter Schwentner, seiner Frau Helene und an Schwester Christel übergeben. Im Beisein von Alpenvereins-Vorsitzendem Franz Knarr und Schatzmeister Dieter Vögele wurde die Übergabe an die in Ebbs beheimateten Gastronomie-Fachkräfte ein wenig gefeiert. „Auch wenn der Arbeitsplatz ungewöhnlich und zuweilen etwas beschwerlich sein kann, so hoffen wir doch, Wanderer von diesseits und jenseits der bayerisch-tirolerischen Grenze sowie Bergfreunde, die mit der Hochriesbahn von Grainbach am Samerberg aus kommen, begrüßen und zufrieden stellen zu können“ – so die neuen Pächter mit Zuversicht an ihrer neuen Wirkungsstätte, der Hochrieshütte mit bekannter Weitsicht.


Neuwahlen bei Bauernverband Wildenwart: Wildenwart (hö) – Mit immerhin noch 51 Mitgliedsbetrieben zwischen den Ortschaften Siggenham und Hendenham aus den beiden Gemeinden Prien und Frasdorf kann der Ortsverband Wildenwart vom Bayerischen Bauernverband aufwarten. Entsprechend gut war auch der Besuch der Jahresversammlung in der Wildenwarter Schlosswirtschaft. Obmann Anton Stein aus Arbing hatte vor der offenen und freien Aussprache in seinem Jahresrückblick an viele Aktivitäten in schwierigen Zeiten sowie an einen Kinder-Aktionstag mit den vier Klassen der Wildenwarter Grundschule auf vier Bauernhöfen erinnert. Auch eine Kiesaktion für die Pflege der öffentlichen Feld- und Waldwege wurde gestartet. Bauernobmann Ludwig Strohmayer aus Prien informierte über aktuelle Entwicklungen auf Kreisebene und übernahm dann die Leitung der Neuwahlen. Dabei wurden Anton Stein und Hans Rauch aus Mupferting in ihren Ämtern als Vorsitzende bestätigt. Zu Beisitzern wurden Christian Stoib aus Brandenberg und Ulrich Fischer aus Pfifferloh gewählt. Für die Milcherzeuger-Vertretung bekamen Hans Stoib aus Brandenberg und Albert Niedermayer aus Mupferting das Vertrauen. Abschließend regte man noch an, sich mit der neu gewählten Frauen-Vorstandschaft des BBV-Ortsverbandes sowie mit der Katholischen Landjugend zu einem Gedankenaustausch einmal zusammenzutun.


Starker Zusammenhalt bei Bauern-Ortsverband Hittenkirchen: Hittenkirchen (hö) – Zusammenstehen und Zusammenhalten ist in krisengeschüttelten Zeiten gerade an der Basis der Landwirtschaft angesagt. Davon präsentierte die Jahresversammlung des BBV-Ortsverbandes Hittenkirchen ein überzeugendes Bild. Zwei Drittel aller dreißig Mitglieder konnte Obmann Christoph Kaufmann in der Gaststätte Fischerwirt in Weisham willkommen heißen. Ein besonderer Gruß von Kaufmann, der dem Ortsverband bereits seit zehn Jahren voransteht, galt den Vertreterinnen und Vertretern der Raiffeisenbank und der Sparkasse. In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende auf fünf bewegte Jahre. „Die Erdgasleitung von Bad Endorf nach Bernau, die BSE-Krisen, die uns seit ihrem Ausbruch 1966 in England beschäftigt, das neue EU-Führerscheinrecht für die Landwirtschaft sowie der Landschafts- und Flächennutzungsplan haben uns ebenso auf Trab gehalten wie der Besuch von 25 Kreisversammlungen!“ erklärte Kaufmann. Der Zusammenhalt des Ortsverbandes war auch bei der BSE-Krise im Lande, bei der Maul- und Klauenseuche sowie beim heurigen Hagelunwetter angesagt. Demonstrationen, die auf die brenzlige Situation der Landwirte und ihrer Familien sowie auf die dauernd sinkenden Einkommenschancen hinweisen sollten, fanden in Rosenheim, München, Berlin und Brüssel statt.

Bürgermeister Steindlmüller lobt die bäuerliche Welt vor Ort

„Wichtig ist, dass die bäuerliche Welt zu Hause noch in Ordnung ist und dies ist in Hittenkirchen noch der Fall!“ – damit dankte Bürgermeister Lenz Steindlmüller in seinem Grußwort dem Obmann, seinem Stellvertreter Franz Schnaiter sowie den beiden Beisitzern Jakob Linner und Josef Wörndl. Die gesamte Vorstandschaft wurde bei den Neuwahlen unter der Leitung von BBV-Geschäftsführer Stephan Kürschner einstimmig in den Ämtern bestätigt. Bei der Wahl der Vertreter für die Milcherzeugergemeinschaft kamen Sepp Scheck, Martin Pfaffinger und Sepp Steinbichler zum Zuge. Bürgermeister Steindlmüller dankte in seinen weiteren Ausführungen noch für die miteinander gut abgestimmte und bereits durchgeführte Kiesaktion, für die gemeinsame Erörterung des Landschaftsplanes sowie dafür, dass sich vier Bäuerinnen und Bauern auf der CSU-Liste für die kommenden Gemeinderatswahlen als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben. Mit abschließenden und aktuellen Informationen von Stephan Kürschner aus der Bauernverbands-Geschäftsstelle von Rosenheim endete die harmonische, bäuerliche Zusammenkunft vom Hittenkirchener Ortsverband in Weisham


Trachtenwelt von Hittenkirchen ist noch in Ordnung – Jahresversammlung im Trachtenheim: Hittenkirchen (hö)  - „In Hittenkirchen ist die Trachtenwelt noch in Ordnung!“ – mit diesem Lob von Zweiten Bürgermeister Klaus Daiber von der Gemeinde Bernau anlässlich der Jahresversammlung im Trachtenheim wurden die vielfältigen Bemühungen und Leistungen innerhalb der dörflichen Gemeinschaft gewürdigt. Höhepunkt der Leistungs-Anerkennungen war dabei die Gratulation für Zweiten Vorstand Jakob Irrgang. Ihm wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Förderung von Tracht und Volkstanz die seltene Ehre des Gau-Ehrenvolkstanzwartes vom Chiemgau-Alpenverband zuteil. „Eine Auszeichnung, die uns allen in Hittenkirchen gebührt!“ sagte der Geehrte bei der öffentlichen Belobigung durch Ersten Trachtenvorstand Christoph Kaufmann.

Traditionsgemäß begann die Jahresversammlung nach dem gemeinsamen Kirchgang und einem wohlschmeckendem Abendessen. Gut 60 Mitglieder, unter ihnen Kaplan Georg Lind, ließen sich zu Beginn von Schriftführer Lars Sunde ausführlich über das Geschehen des abgelaufenen Trachtenjahres informieren. Zweiter Bürgermeister Klaus Daiber meinte daraufhin, dass man den Hittenkirchener Trachtenverein nicht mehr aus dem Bernauer Gemeindegeschehen wegdenken kann. Auch Dritter Vorstand Kaspar Steindlmüller hatte mit dem Verlesen des Kassenberichtes Zustimmung erfahren. Im Rahmen der Euro-Einführung wird der Beitrag zukünftig 12 Euro für erwachsene und 6 Euro für jugendliche Mitglieder unter 16 Jahren betragen. Erfreulich war der Bericht von Jugendleiter Florian Wörndl. Seit zehn Jahren betreut er mit Johanna Buchner den Nachwuchs. Seit letztem Jahr werden sie noch von Michi Pfaffinger unterstützt. Gemeinsam schaffte man es, dass sich die über 50 Dirndl und Buam mit Erfolg an der Trachtenarbeit beteiligen. Auch Vorplattler Peter Pertl informierte von einem hohen Leistungsstand. Mit Stolz und Recht gehören einige Buam der Gaugruppe des Chiemgau-Alpenverbandes an. Mit der Ankündigung einer neuen Volkstanzkurs-Reihe im Trachtenheim und mit dem Dank an Ersten Vorstand Christoph Kaufmann für dessen unermüdlichen Einsatz endete die Zusammenkunft. Die nächsten Veranstaltungen sind am Mittwoch, 7. November eine Gesundheitsbelehrung mit Dr. Otto Steiner ab 19.30 Uhr im Trachtenheim und am Freitag, 9. November ab 20 Uhr ein Volkstanz mit den Unterlandlern aus Tirol.

Neue Orgel und Fastentücher für die Pfarrei von Sachrang: Sachrang (hö) – Das rege Pfarrgemeindeleben von Sachrang spiegelte sich in den ausführlichen Berichten und Informationen bei der diesjährigen Pfarrversammlung deutlich wieder. Außergewöhnliche Punkte der Bekanntgaben und Erörterungen waren dabei die Renovierung der Kirchenorgel sowie die Restaurierung der drei Fastentücher.

Insgesamt rund 80.000 Mark kostet die Orgelrenovierung. Die Facharbeiten von Orgelbaumeister Linder aus Nussdorf am Inn sowie von der Firma Stein aus Inzell haben es bereits zugelassen, dass Organistin Irmgard Neumaier vor der Pfarrversammlung beim Gottesdienst das große Instrument zum Erklingen brachte. Nach dem bereits erfolgten Einbau der Holz-Pfeifen kommt es in nächster Zeit zur gänzlichen Fertigstellung mit dem Einbau der Zink-Pfeifen. Bereits 27.000 Mark an Spendengeldern sind laut Ortspfarrer Josef Götz eingegangen. Schöne Summen kamen unter anderem beim Priester-Jubiläum oder bei Kirchenführungen zusammen. „Herr Pfarrer, mach weiter so!“ – mit diesen Worten ermutigte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Pumpfer Pfarrer Götz zu weiteren Spendensammlungen. Die ursprünglich erhofften 30.000 Mark aus diesen Quellen könnten somit erreicht werden. Insgesamt 32.000 Mark werden die Renovierungsarbeiten der drei Fastentücher für den Hauptaltar und für die beiden Seitenaltäre kosten. Hierfür gibt es einen Ordinariats-Zuschuss von 12.000 Mark, so dass der Pfarrgemeinde noch 20.000 Mark verbleiben. „In diesem Zusammenhang dürfen wir uns auch wieder bei der Gemeinde Aschau bedanken, die sich wie schon bei der Pfarrkirchen- als auch bei der Ölbergkapellen-Renovierung aufgeschlossen gezeigt hat!“ – informierte Hans Pumpfer. In seinem umfassenden Rechenschaftsbericht erinnerte er auch an die Durchführung von Maiandachten, Engelämtern sowie an die Pfarrwallfahrt zum Augustiner Chorherrenstift nach Höglwörth und zur spätgotischen Kirche nach Westerbuchberg. Ein besonderes „Vergelt´s Gott“ galt Finny Koller für die Organisation und Finanzierung der sommerlichen, sehr gut besuchten Volksmusik-Gottesdienste in der Ölbergkapelle. Lobend erwähnt wurde auch die gemeindliche Überlassung der Schulhausräume im ersten Obergeschoss, die für den Pfarrgemeinderat und für die Kirchenverwaltung als Sitzungssaal sowie als Sekretariats-Zimmer zur Verfügung stehen.

Termine und Vortrag „Kirche Heute“

Pfarradministrator und Dekan Josef Winkler aus Aschau hatte bei den vielen Aktivitäten allen Grund zum Danksagen. Zugleich bat er um weiterhin gutes Zusammenwirken. Dies ist zum Beispiel möglich am Samstag, 15. Dezember bei der Senioren-Adventfeier mit Bewirtung, Hirtenspiel und musikalischen Beiträgen. Die Kinder-Krippen-Feier wird am Heilig-Abend wieder angeboten werden. Für die Pfarrgemeinderatswahlen am 17. März kommenden Jahres startete Vorsitzender Pumpfer einen Kandidaten-Aufruf. Besondere  Aufmerksamkeit erfuhr Pfarrer Dr. Hans Huber für seinen Vortrag „Kirche Heute“. Dabei machte der Geistliche mit Wohnsitz am Samerberg und mit Fortbildungs-Aufgaben im Ordinariat in ausführlicher, verständlicher und zeitgemäßer Weise auf Ziele und Veränderungen im kirchlichen Zusammenleben aufmerksam. Die Akzeptanz des Vortrages zeigte sich auch durch eine rege Beteiligung beim abschließenden Dialog-Gespräch mit dem Geistlichen.  


Gebirgschützen - Ehrungen: Prien (hö)  - Verdienstvolle Ehrungen waren angesagt, als sich die Priener Gebirgsschützenkompanie anlässlich ihres 40jährigen Bestehens seit der Wiedergründung im Beisein zahlreicher Ehrengäste im Priener Trachtenheim versammelten (wir berichteten). Jene Männer der ersten Stunde aus dem Jahre 1961 wurden geehrt, weil sie nach der Aufbauarbeit auch bis zum heutigen Tage der Kompanie-Gemeinschaft die Treue gehalten haben. Ein besonderer Dank und Willkommensgruß galt von Hauptmann Hans Schuderer dem Gründungs-Hauptmann und Ehren-Leutnant Ferdl Hacker. Der 80jährige Pensionist lebt heute in Tiefenbach bei Passau und interessiert sich nach wie vor über das Geschehen in seiner Priener Kompanie. Zum Dank für alle Leistungen zum Wohle der wehrhaften Brauchtumspflege bekam der Gründungs-Hauptmann das neue Gebirgsschützen-Buch, das anlässlich der heurigen 50-Jahr-Feier des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen herausgegeben worden ist. Das gleiche Buch-Präsent erhielten weitere Kameraden, die in all den 40 Jahren der Kompanie angehören. Es sind dies Paul Panzer, Sepp Stöttner, Alfons Eifertinger, Hans Lampersberger, Josef Niedermayer, Wally Steindlmüller, Adolf Ziereis, Rupert Dorrer und Simon Blank. Stellvertretend für den erst vor kurzem verstorbenen Hans Furtner nahm seine Witwe Gabi Furtner die Ehrengabe entgegen.


„Runder Tisch“ betreut Behinderte, Senioren und Neubürger in Aschau  und Sachrang: Aschau (hö) – Keine leere Worthülse ist für die Gemeinde Aschau der oftmals zitierte „Runde Tisch“. Seit ein paar Jahren wurde dieser für das Priental sowie für den Sozialplan im Rahmen der Alten- und Behindertenhilfe eingerichtet. Heuer trafen sich die Frauen und Männer dieses Zusammenschlusses unter der Leitung von Bürgermeister Kaspar Öttl bereits zum zweiten Male im Mehrzweckraum der Tourist-Info. War im Frühjahr noch die Vorbereitung des Seniorentages im Juli das Hauptthema, standen diesmal aktuelle Informationen von der Aschauer Kinderklinik im Hauptinteresse.

Erstmals beteiligte sich auch Frau Barbara Blaurock als Vertreterin der Evangelischen Kirche an der Gesprächs- und gegenseitigen Informationsrunde. Lobend erwähnte Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock als Senioren- und Behinderten-Beauftragter der Gemeinde Aschau die Vorstellung und den Inhalt des neuen Behindertenführers für den Landkreis Rosenheim. Dieser ist bis zum Jahresende kostenlos erhältlich, ab Januar ist mit einem Preis von 10 Mark zu rechnen. Bereits jetzt werden im Bürgermeister-Vorzimmer des Rathauses Änderungs- und Ergänzungs-Wünsche für einen späteren Neu- oder Nachdruck zusammengetragen. Zum Thema „Vorsorge-Vollmacht“ werden der Frauenbund Sachrang und die Caritas Prien am 22. Februar einen eigenen Informationsabend gestalten.  Mit den Ortsvereinen sollen verschiedene Vorschläge zur Integration von Neubürgern bei einer eigenen Versammlung vorgetragen werden.

„Was gibt es Neues in der Kinderklinik?“ – diese Frage beantwortete Frau Böhmert mit einigen erfreulichen Veranstaltungshinweisen. Das Zusammentreffen von behinderten und von „normalen“ Jugendlichen war im Sommer durchwegs gut und soll in Abstimmung mit Frau Andrea Max auch auf den Jugendtreff in Aschau ausgedehnt werden. Im August 2002 sollen drei Gruppen aus der Klinik in das „Würzburger Haus“ umziehen. Ab September 2002 wird dann der sechs bis sieben Jahre dauernde sowie rund 30 Millionen Mark teuere Umbau der Kinderklinik Aschau beginnen. Mit einem herzlichen Dank an alle stillen, aber sehr wertvollen Kräfte aus den Bereichen der gemeindlichen Alten- und Behindertenhilfe bedankte sich Bürgermeister Kaspar Öttl vom „Runden Tisch“. Im Frühjahr will man dann wieder einen Seniorentag für Aschau und Sachrang vorberaten. Vorschläge werden auch jetzt schon entgegengenommen bei Frau Niedermaier im Rathaus, Telefon 08052-904913.  


Bäuerinnen organisieren sich stärker für ihren Berufsverband: Gebietsversammlung mit Neuwahlen in Atzing (hö) – Die bäuerliche Berufsvertretung ist keineswegs nur Sache der Bauern und Männer. Immer mehr halten Bäuerinnen und Frauen Einzug in diesen Verantwortungsbereich. Davon konnte man sich ein schönes Bild bei der Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbandes im Gasthaus Stocker in Atzing machen. Aus den Ortsverbänden Prien, Rimsting, Greimharting und Wildenwart kamen die weiblichen Mitglieder zusammen. Wichtigste Aufgabe dabei war es, im Rahmen von Neuwahlen der veränderten Gesetzeslage Genüge zu tun. Neuerdings ist es nämlich so, dass in den örtlichen Verbänden eine Gemeinschafts-Vorstandschaft über die wichtigsten Entscheidungen bestimmt. Dieses Gremium setzt sich aus den beiden BBV-Vorstandschaften der Männer und Frauen zusammen.

Christa Stoib als gastgebende Ortsvorsitzende von Wildenwart freute sich anfangs vor allem über den starken Besuch, über Michael Hartl von der Sparkassen-Agrar-Abteilung als einzigem anwesenden Mann sowie über Johanna Hell aus Bruckmühl. Die Einsatzleiterin der Dorfhelferinnen kam auch als Mitglied des Kreisvorstandes der Landfrauen im Landkreis Rosenheim und als Beiratsvorsitzende der Dorfhelferinnen in Bayern nach Atzing. Als Wahlleiterin erläuterte Hell die neue Situation und die damit verbundene Aufwertung der Bäuerinnen-Arbeit innerhalb der BBV-Ortsverbände. Ehe es zu den umfangreichen Wahlen kam, sorgten Liesi Huber mit ihrer Tochter Marlies mit schönem Volksliedgut und Kläri Hötzelsperger mit heiteren Mundartgeschichten für angenehme Unterhaltung. Die Neuwahlen brachten dann folgende Ergebnisse: Ortsverband Greimharting: Rosi Riepertinger aus Hörzing übernahm das Amt der Ortsvorsitzenden Sonja Weiß aus Hitzing, die nunmehr ihre Stellvertreterin ist. Als Beisitzerinnen, die heuer erstmals gewählt wurden, stellten sich zur Verfügung Johanna Mayer aus Zacking, Elisabeth Möderl aus Krinning und Hildegard Mayer aus Ratzing. Ortsverband Prien: 1. Vorsitzende Brigitte Strohmayer, 2. Vorsitzende Rosa Weidacher aus Urschalling (für Sandra Fischer aus Ernsdorf), Beisitzerinnen Hildegard Geisler aus Hoherting, Michaela Obermüller aus Leiten und Julia Kollmannsberger. Ortsverband Rimsting: 1. Vorsitzende Margerethe Hengge aus Otterkring, 2. Vorsitzende Marianne Maier, Beisitzerinnen Maria Vordermaier, Barbara Feichtmayer und Rosi Wimmer aus Pinswang. Ortsverband Wildenwart: 1. Vorsitzende Christa Stoib aus Brandenberg, 2. Vorsitzende Ulrike Niedermayer aus Mupferting, Beisitzerinnen Anni Fischer aus Pfifferloh und Kläri Hötzelsperger aus Stetten. Mit einem Wildenwarter Kochbuch und einem selbst hergestellten Erdbeerlikör bedankten sich die Bäuerinnen bei Johanna Hell für ihr Kommen und für die aktuellen Informationen. Julia Kollmannsberger erklärte in der freien Aussprache noch die für das kommende Frühjahr vorgesehene Eröffnung eines regionalen Bauernmarktes, der auch den heimischen Bäuerinnen beim Absatz von Marmelade und anderen Produkten eine Chance sein soll. „Der Regionalmarkt, der in Prien entstehen soll, könnte für manchen Hof nach dem zweiten Standbein von Urlaub auf dem Bauernhof noch ein drittes Einkommens-Standbein werden!“ – so Julia Kollmannsberger.


Anstrengendes Vereinsjahr in Atzing Vorstand Jakob Steiner legt Amt nieder – Vereinshaus-Bau soll im Frühjahr beginnen Aus der Jahresversammlung des GTEV „Daxenwinkler“ Atzing: Atzing (hö) – Ein außergewöhnlich ereignisreiches und anstrengendes Vereinsjahr haben die Verantwortlichen und Aktiven des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing hinter sich gebracht. Wie die Jahres- und Rechenschaftsberichte bei der Jahresversammlung im Gasthaus Stocker in Atzing verdeutlichten, haben nicht nur der pralle Terminkalender, sondern auch die Anstrengungen für die Suche nach neuen Proben- und Veranstaltungsmöglichkeiten viel Kraft verzehrt. Aus diesen sowie aus gesundheitlichen Gründen bat Erster Vorstand Jakob Steiner um Verständnis, dass er vor Ablauf der Wahlperiode sein Amt niederlegt. Bis zum Frühjahr wird der Verein von Zweiten Vorstand Albert Rauch angeführt. Alsdann wird in einer außerordentlichen Versammlung eine vorgezogene Wahl der gesamten Vorstandschaft sein.

Ehe Jakob Steiner am Schluss der Versammlung seine Entscheidung bekannt gab, hatte er eine zweite harte Mitteilung für die Atzinger Vereinsmitglieder zu vermelden. Mit einer schweren Erkrankung befindet sich Vorplattler Michi Wallner im Krankenhaus. Ihm galten die besten Genesungswünsche von Vereinsseite. „Zusammenhelfen, damit auch in Zukunft in Atzing wieder etwas zusammengeht!“ – nach diesem Motto appellierten Vorstandschaft und Ehrengäste mehrfach an die etwa 80 anwesenden der insgesamt 280 Mitglieder. Zweiter Bürgermeister Rudi Koschorz von der Gemeinde Prien und Gauvorstand Sepp Schmid vom Chiemgau-Alpenverband zeigten sich übereinstimmend: „Die Jugendarbeit in Atzing ist beispielhaft. Auch das Bild, wie sich der Verein bei einer Versammlung in sauberer Tracht präsentiert, ist außergewöhnlich stark!“. Doch gilt es mit Blick auf die Zukunft auf der Hut zu sein und die Ärmel hochzukrempeln. „Wenn wir die hart erarbeiteten Erfolge in der Nachwuchsarbeit nicht aufs Spiel setzen wollen, dann müssen wir für die Proben wieder normale Verhältnisse bekommen!“ sagte Zweiter Vorstand Albert Rauch mit Hinweis, dass heuer im Vereinsstadel allein von der Jugend 38 Proben waren, dort aber die räumlichen und toilettenmäßigen Zustände unzureichend sind. „Die Gemeinde wird alles tun, um mit Förderverein und Feuerwehr dem Trachtenverein zu helfen!“ sagte Bürgermeister Koschorz optimistisch. Zugleich mahnte er jedoch zur Realität: „Ein Baubeginn vor dem Frühjahr 2002 scheint nicht möglich. Zuerst gilt es die schriftliche Zusage der Regierung von Oberbayern zum beantragten vorzeitigen Baubeginn abzuwarten. Dann werden wir nach bereits erfolgter Übereinstimmung mit allen Fraktionssprechern gemeindlicherseits mit Vermögensumschichtungen und Rücklagenbildungen für die finanziellen Voraussetzungen schaffen und schließlich gilt es, die Restfinanzierung zu klären!“ sagte Koschorz. Wie bereits berichtet, bestehen schon Skizzen und Zeichnungen für ein Feuerwehr- und Gemeindehaus nahe der Ballfabrik Obermaier. Dabei soll dem Trachtenverein über den Feuerwehrräumen ein eigener Raum angeboten werden, der so groß ist, um die Proben abzuhalten und um kleinere Veranstaltungen durchführen zu können. Zum Standort gibt es nach Auskunft von Bürgermeister Koschorz noch keine Entscheidung, doch dürfte eine rasche Verwirklichung nur auf einem gemeindeeigenen Grund möglich sein. Demnächst werden sich Gemeinderat und Förderverein wieder mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. Die beiden Vorstandschaften der örtlichen Feuerwehr und des Trachtenvereins werden ebenfalls wieder gemeinsam tagen. Dabei wird es auch zu einer Erörterung der gesamten Situation mit Wirt Thomas Stocker kommen, um alle offenen Fragen zwischen Dorfwirtschaft und zukünftiger Bewirtung im Vereinshaus gemeinsam zu bereden. Von den inzwischen erarbeiten Plänen berichtete Max Priller. Seit der Teilbürgerversammlung im Sommer in der Ballfabrik Obermaier hat sich nach außen hin nicht viel getan. Die mit der Bau-Entwicklung beauftragten Leute haben sich allerdings schon in vielen Details mit dem Vereinshaus beschäftigt. Davon zeugten die neuesten Vorschläge für den Trachtenvereinsraum, der eine Größe von 125 Quadratmetern bekommen soll. Eine kleine Bühne mit 27 Quadratmetern würde sich gut einfügen. (Über die Jahresberichte und über die Ehrungen berichten wir noch gesondert).  


Hufeisenfreunde von Kaltenbach gehen mit neuer Vereinshütte und Zuversicht ins zehnte Vereinsjahr – Jahresversammlung in Atzing: Atzing (hö) – Gut besucht war die diesjährige General- und Mitgliederversammlung der Hufeisenfreunde von Kaltenbach im Gasthaus Stocker in Atzing. Ein Jahr vor dem zehnjährigen Vereinsjubiläum freute sich Vorstand Peter Freund, dass sich die Mitglieder nicht nur aktiv beim sportlichen Vergleich auf der Wiese, tatkräftig bei der Mitarbeit des neuen Vereinshauses sondern auch interessiert über das Vereinsleben zeigten. „Damit können wir nach einem harten, aber guten Jahr zuversichtlich in die Zukunft schauen!“ – so der Erste Vorsitzende des Vereins, der inzwischen 130 Mitglieder zählt. Geprägt war das Vereinsjahr in erster Linie vom erfolgreichen Bau der Hütte in Kaltenbach nahe am Vereins-Wurfplatz. Schriftführerin Edith Panhans und Kassier Rudi Fellner hatten durchwegs gute Berichte zu diesem Gemeinschaftswerk. „Dass wir trotz der großen Maßnahme ohne Schulden dastehen, das ist schon sehr erstaunliche und erfreulich!“ – so der stolze Kassier, dem seinerseits eine mustergültige Kassenführung bescheinigt werden konnte. Sportleiter Stefan Freund erinnerte an eigene Turnier-Durchführungen, an den Besuch auswärtiger Veranstaltungen und an den vereinsinternen Vergleich innerhalb der Marktgemeinde. „Durchwegs mit sehr guten Erfolgen und einigen Siegen haben wir uns bestens geschlagen!“ sagte der Sportleiter mit Freuden. Ein interessant zusammengestellter Film von Fritz Appel brachte noch einmal Arbeitsumfang und Werdegang bei der Schaffung der neuen Hütte in Erinnerung. Vielfach sagte diesbezüglich Vorstand Peter Freund seinen Dank. „Angefangen von der Gemeinde Prien bis zu unseren einzelnen Mitgliedern und Förderern haben wir ein sinnvolles Gebäude errichtet!“. Bis auf Weiteres ist am Vereinshaus jeden Dienstag und Samstag Nachmittag Treffpunkt. Je nach Wetterlage wird dabei auch trainiert. Der nächste Termin für die Hufeisenfreunde von Kaltenbach und Umgebung ist Freitag, 21. Dezember die Versteigerungsfeier mit vorweihnachtlichem Beisammensein im Gasthof Stocker in Atzing.  


Sachranger Maibaum-Besonderheiten vor Wintereinbruch: Sachrang (hö) – Hoch hinaus wie kaum in einem anderen Chiemgauer Ort mit Maibaumtradition traute man sich zum Oktoberende im Priental- und Grenzort Sachrang. Der dortige Trachtenverein „D´Geiglstoana“ sorgt sich in guter Tradition, dass der Maibaum nicht nur zu einem festlichen Aufstell-Ereignis am 1. Mai, sondern auch, dass vor dem Winter die wertvollen Figuren fachmännisch abgebaut werden. Trachtenvorstand Christoph Bauer, zugleich Zweiter Vorsitzender des Chiemgau-Alpenverbandes, und sein Vorplattler Stefan Singhartinger wagten sich zu dieser Aufgabe nicht wie andernorts mit einer sicheren Feuerwehr-Drehleiter, sondern mit Steigeisen auf den fast 30 Meter hohen Baum in der Sachranger Ortsmitte. Die bergwacht-erprobten Trachtler schafften es von der Spitze des Baumes bis zum Boden, dass alle Brauchtums- und Handwerks-Figuren mittels einfacher Hilfsmittel abmontiert und eingelagert werden konnten. „Sieben Jahre hat dieser von unserem Ehrenvorstand gestiftete Maibaum unseren Ort verschönert. Jetzt muss er einem neuen Baum weichen, der in den für Baumfällarbeiten günstigen Rauhnacht-Tagen zwischen Weihnachten und Dreikönig geschlagen werden wird!“ sagte Christoph Bauer. Ob dann wieder wie vor sieben Jahren die Niederaschauer Freunde vom Trachtenverein „Edelweiß“ oder andere „Diebe“ wachsam und brauchtumsgemäß auf  der Lauer sind, wird sich erst noch zeigen.


Schulhaus-Verbesserungen in Aschau: Aschau (hö) –  Viel Geld nehmen die Gemeinderäte von Aschau in die Hand, um bei der Grund- und Teilhauptschule eine Umgestaltung der Hausmeisterwohnung sowie die Herstellung eines zweiten Rettungsweges zu ermöglichen. Nach fachlichen Besichtigungen vor Ort ergaben sich zusätzliche Brandschutzmaßnahmen, so dass die Baukosten insgesamt 415.000 Mark betragen werden. Mit Zuwendungen in Höhe von rund 100.000 Mark ist staatlicherseits zu rechnen. Dem Ansinnen zur Verbesserung in der Niederaschauer Schule, die früher einmal die Gemeindekanzlei beherbergt hatte, wurde einstimmig zugestimmt. Erfreulich war die Abrechnung des Aschauer Marktes 2001. „Insgesamt wurden an 146 Fieranten Standplätze vergeben, aber ebenso viele Absagen mussten wir erteilen!“ sagte von der Rathausverwaltung Heinz Scheck. Nachdem die Einnahmen ziemlich genau den Ausgaben entsprachen, wenn man die gemeindlichen Arbeitsleistungen einkalkuliert, entschloss sich der Gemeinderat, die Standgebühren zwar dem Euro anzupassen, aber nicht zu erhöhen. Die Gebühren sind ab 2002 sechs Euro für einen laufenden Meter bei einem Platz und 12 Euro bei einem Stand. Ein eigener Beschluss war die Vergabe des Glückshafens im kommenden Jahr. Hierzu hatte sich die Pfadfinderförderung Mountain Scout Aschau e.V. bei der Gemeinde angemeldet. Nachdem weitere Bewerbungen nicht vorlagen, werden sich die Aschauer Pfadfinder mit dieser Aufgabe in Erwartung einiger Einnahmen annehmen können.

„Verordnung zur Aufhebung der Verordnung...!“

Ein Meisterstück der Formulierung war folgender, einstimmiger Beschluss: „Der Gemeinderat beschließt die Verordnung zur Aufhebung der Verordnung über die zeitliche Beschränkung ruhestörender Haus- und Gartenarbeiten in der Gemeinde Aschau i. Chiemgau zum 31.12.2001“. Hintergrund ist, dass damit eine neue Verordnung zum 1.1.2002 in Kraft treten kann. Mehrkosten für den Anschluss des Gemeindeteiles Sachrang beim Aschauer Info-Terminal fanden Zustimmung, nachdem diese durch Mehrarbeit begründet und im Haushalt abgedeckt waren. Wenn möglich, soll der Verkehrsverein Sachrang im kommenden Jahr ein eigenes Info-Terminal erhalten. Bei den Kosten in Höhe von über 30.000 Mark erhofft man sich die Hälfte als Zuschuss über das Interreg- und Grenzenlos-Programm. Die umfassende Arbeit der örtlichen Rechnungsprüfung übernahmen heuer die Gemeinderäte Michael Stuffer, Hans Moosbauer und Lenz Ablinger. Ihre Detail-Berichte brachten zwar einige Anregungen mit sich, verdeutlichten aber insgesamt, dass im Aschauer Rathaus vorbildlich gearbeitet worden ist. Für das gemeindliche Seniorenheim Priental wurde der Prüfbericht zu den Jahresabschlüssen 1998 und 1999  festgestellt.

Bürger- und Rathaus-Freundlichkeit beim Wasserzähler-Ablesen

Die bekannte Bürgerfreundlichkeit der Aschauer mit Rathaus-Zuneigung wurde neuerdings beim Wasserablesen unter Beweis gestellt. Von 1.481 Zählern erbat die Verwaltung, die Ergebnisse per Karte dem Rathaus mitzuteilen. Pünktlich bis zum 5. Oktober kamen 1.221 Karten ausgefüllt zurück. Ganze 932 wurden sogar persönlich im Rathaus abgegeben, was einer Portokosten-Ersparnis von 289 Mark entspricht. Allerdings fehlen bis zur restlosen Aufarbeitung 260 Karten.

Unproblematisch waren die Widmung des Karspitzweges zur Gemeindeverbindungsstraße sowie die Widmung der neuen Stichstraße „Am Kirchholz“ und der neuen Ringstraße „Am Weiherer Feld“ zur Ortsstraße.

In der freien Aussprache regte Gemeinderat Hans Rucker an, aus den jüngsten Erkenntnissen und mit neuen Tonübungen die Akustik in der Festhalle für Musik- und Theater-Aufführungen zu überprüfen. Dr. Alfons Knapp bat aus aktuellem Anlass, die gemeindlichen Katastrophen-Schutzpläne wieder einmal vorzulegen.


Schafhalter informieren sich über Bestandsbuch-Führung: Stephanskirchen (hö) – Um die 100 Leute konnte Erster Vorsitzender Klaus Fackeldey von der Schafhaltervereinigung Rosenheim bei einer Mitglieder- und Informationsveranstaltung im Saal des Gasthofes Antretter in Stephanskirchen willkommen heißen. Als Gast-Referent stellte sich Dr. Graunke vom Tiergesundheitsdienst Grub zur Verfügung. In dessen Ausführungen stand die Bestandsbuch-Führung im Mittelpunkt. Seit 24. September diesen Jahres ist dieses Buch eine neue Pflicht für jeden Tierhalter. Aufgrund vorliegender Eintragungsmuster bekamen die Schafhalter klare Aufklärungen und Tipps für die Praxis zu Hause. Auch die Information von Dr. Graunke, dass der Tiergesundheitsdienst weiterhin Bestand haben soll, fand den Gefallen der Versammlung, der auch Ehrenvorsitzender Robert Gröger aus Bad Endorf und Ehrenmitglied Georg Weiss aus Schechen beiwohnten. Bei seiner Vorausschau gab Vorsitzender Fackeldey noch bekannt, dass am Freitag, 30. November die heurige Adventfeier in Stephanskirchen stattfindet. Die Jahresversammlung ist für den 18. Januar angesetzt worden und bereits jetzt laufen erste Vorüberlegungen für die 25-Jahr-Feier im Jahr 2003.  


Gemeinde Prien beteiligt sich an Verbesserung für Wildenwarter Schulsportanlage: Wildenwart-Prien (hö) – Mit Freuden kann man in diesen Wochen die Fertigwerdung des neuen Schulsportplatzes von Wildenwart betrachten. In einzigartiger Lage im Nachbarschafts-Dreiklang von Grundschule, Pfarrkirche und Pfarrheim fügt sich der gemeinsam von den Gemeinden Frasdorf und Prien finanzierte Platz richtig sympathisch in die vorhandene Landschaft ein. Auch wenn jetzt mit Abzug der größten Baumaschinen der Platz fertig zu sein scheint, müssen sich die Schüler und Kinder aus dem Einzugsbereich der ehemaligen Gemeinde Wildenwart noch gedulden. Erst nach dem Zusammenwachsen des Bodens und dem Auswintern kann im Frühjahr der Schul- und Freizeitbetrieb in Angriff genommen werden. Darauf warten bestimmt nicht nur die 73 Schülerinnen und Schüler in den vier Klassen, die zum überwiegenden Teil aus der Gemeinde Prien kommen. 67 Dirndl und Buam kommen nämlich aus den Wohngebieten der Marktgemeinde und sechs sind es aus Frasdorf. Wie Kämmerer Eugen Endraß vom Priener Rathaus mitteilte, hat der Gemeinderat von Prien von den Gesamtkosten in Höhe von 565.000 Mark einschließlich dem Grunderwerb einen Anteil von 327.000 Mark bewilligt. Bei diesem Priener Betrag sind  noch nicht die Zuschüsse aus München berücksichtigt, die für das Haushaltsjahr 2002/2003 in Aussicht gestellt worden sind. Die Kostenaufteilung auf die beiden Gemeinden erfolgte aufgrund des Gebietsreform-Schlüssels, demzufolge man miteinander den Fortbestand der Wildenwarter Schule sichern will. Dabei einigte man sich, dass bei anfallenden Kosten die Gemeinde Prien 58 Prozent und die Gemeinde Frasdorf 42 Prozent übernimmt. Auch Schulleiterin Hedda Mayer ist voll des Lobes über das Gelingen des Sportplatzes. „Die 50 Meter-Bahn, die Steinmauer an der Westseite und überhaupt die gesamte Situierung beeindrucken mich am meisten!“ – so die verantwortliche Lehrkraft. Zum Gesamt-Angebot des Platzes gehören auch ein Allwetter-Hartplatz, ein Basketball-Spielfeld sowie eine kleine Zuschauer-Arena. „Die Einweihung wird wegen des derzeit noch nicht möglichen Spielbetriebes erst im Frühjahr sein. Deswegen sind jetzt auch noch nicht die Basketball-Körbe angebracht und auch noch nicht die Fußball-Tore aufgestellt!“ – so Benno Voggenauer als Bürgermeister von Frasdorf. Deshalb müssen sich die Nachwuchs-Sportler von Wildenwart und Umgebung auch noch ein paar Monate gedulden bis sie von den derzeitigen Improvisations-Möglichkeiten auf dann ganz ausgezeichnete Verhältnisse umsteigen können. Das Warten aber lohnt sich bestimmt – soviel kann man jetzt schon sehen.


Tag des Tourismus am 24. Oktober in Rohrdorf: Wendelstein/Rohrdorf (hö)  - Mit dem Neuanfang des Kur- und Tourismusverbandes Wendelstein haben die Mitgliedsgemeinden den Wunsch geäußert, über den Verband, das Gespräch und die Zusammenarbeit mit den Leistungsträgern in der Region zu suchen und zu pflegen. Das Ergebnis dieser gewünschten Äußerungen ist der „Tag des Tourismus 2001“ mit dem Leitthema „Was verstehen Gäste heute unter Qualität?“ am Mittwoch, 24. Oktober im Gasthaus „Zur Post“ in Rohrdorf. Wie Geschäftsführer Klaus Löhmann mitteilte, konnte für diesen Tag als Hauptreferentin Frau Professorin Felizitas Romeiß-Stracke als Direktorin des Büros für Sozial- und Freizeitforschung München gewonnen werden. Die Fach-Frau wird zum Thema „Was verstehen Gäste heute unter Qualität?“ sprechen. Als weitere Referentin  berichtet aus der Praxis Frau Theresa Albrecht vom Hotel „Zur Post“ in Rohrdorf  zum Thema „Gastfreundschaft zwischen Autobahn und Zementwerk“. Anschließend daran wird ein „Markt der Reaktionen“ geboten. Hierbei können sich die Tagungsteilnehmer an verschiedenen Kurzvorträgen und Gesprächsrunden beteiligen. Die Auswahl besteht zwischen „Chancen aufgrund der Nähe zur Messe München“ (mit Herrn Lars Bengsch vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr in München), „Guter Service für Radurlauber“ (mit Projektleiterin Gabriele Rust vom ADFC Bayern), „Die Zielgruppe 50 plus mit Lust aufs Wandern“ (mit Tourismus-Studentin Claudia Steimle), „Qualität im Ambiente“ (mit Prof. Romeiß-Stracke) und „Kreative Speisenkartengestaltung“ (Bayer. Hotel- und Gaststättenverband München). Der „Tag des Tourismus“ beginnt um 14 Uhr und endet gegen 18.15 Uhr mit einer gemeinsamen Brotzeit. Die reichhaltige Informationsveranstaltung steht allen Vermieter-, Gastwirtschafts- und Freizeit-Betrieben zum Besuch offen. Aufgrund einer starken Förderung kann die Teilnahme zum Pauschalpreis von 25 Mark angeboten werden. Anmeldungen sind ab sofort und bis Montag, 22. Oktober beim Kur- und Tourismusverband Wendelstein, Telefon 08034-8842 oder per Telefax 08034-7710 möglich.


Online-Wasserdaten-Übermittlung von der Prien ins Wasserwirtschaftsamt Rosenheim: Aschau (hö) – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde stellten das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und die Gemeinde Aschau den neuen Prien-Pegel von Aschau der Öffentlichkeit vor. Im Zuge der Revision und Modernisierung des Pegelnetzes in Bayern wurden in Aschau die beiden älteren Pegel an der Prien in Hohenaschau und in Hammerbach ersetzt. Die Messwerte können nunmehr online ins Wasserwirtschaftsamt Rosenheim übertragen werden. Leitender Baudirektor Werner Kraus vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und Bürgermeister Kaspar Öttl dankten bei der informativen Zusammenkunft an der Niederaschauer Staatsstraßenbrücke allen beteiligten Firmen und Arbeitskräften für das gute Gelingen des modernen Mess- und Bauwerkes zum Wohle der Wasserdaten-Ermittlungen aus der Prien.  


„Bericht aus Berlin“ in Sachrang: Sachrang (hö) – Die Zuwanderung und als topaktuelles Thema die Innere Sicherheit nahm sich Bundestagsabgeordneter Wolfgang Zeitlmann bei einem politischen Frühschoppen in Sachrang besonders vor. Ehe sich der aus Bernau stammende Abgeordnete in seiner bekannt offenen Weise mit seinem Bericht aus Berlin an die Sachranger wandte sprach Rosalinde Schwarzbraun als CSU-Ortsvorsitzende des Priental-Ortes herzliche Willkommensgrüße. Die Ausführungen von Zeitlmann regten die Teilnehmer der Veranstaltung im sonnigen und herbstlichen Biergarten des Gasthauses „Sachranger Hof“ noch zu einer regen Diskussion an.  


Terror von Amerika beeinflusst Trachtenjahrtag von Wildenwart : Wildenwart / Atzing (hö)  - Eindrucksvoll wie in all den Jahren seit Ende des Zweiten Weltkrieges und ganz unter dem Eindruck der jüngsten amerikanischen Terrortaten stand der heurige Gemeinschafts-Jahrtag der Trachtenvereine „Daxenwinkler“ Atzing und „Die lustigen Wildenwarter“. Bereits bei der Aufstellung in Wildenwart zeigte sich, dass überaus viele Mitglieder beider Trachtenvereine und aller Generationen an der inhaltvollen Tradition des Gedenkens an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Trachtenkameraden festhalten wollen. Mit der Musikkapelle Wildenwart voran marschierte man zur Pfarrkirche „Christkönig“. Im Rahmen des Gottesdienstes stellte sich dort Pfarrer Walter Kronast vor, der 31 Jahre Geistlicher von Rottenbuch im Pfaffenwinkl war und der sich im nunmehrigen Ruhestand aushilfsweise um die Seelsorge in seiner Heimatpfarrei Prien kümmern will. „Die Leistungsgesellschaft stößt immer dann an ihre Grenzen, wenn es um den Glauben und um die Mitmenschlichkeit geht“ sagte der Geistliche mit Blick auf vielfältige Veränderungen im Zusammenleben der Leute und Völker. Nach einem Schweigemarsch zum Kriegerdenkmal in Prutdorf erinnerte im Beisein von Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger aus Prien Trachtenvorstand Jakob Steiner aus Atzing an den Sinn des Jahrtages. „Friede, Freiheit und Wohlstand stehen Krieg, Terror und Gewalt gegenüber!“ meinte Steiner und bat, die Vorteile der heutigen Zeit nicht als Selbstverständlichkeit abzutun. Auch Trachtenvorstand Lambert Huber von Wildenwart brachte den Terror von Amerika in Verbindung an das alljährliche Gedenken. „Heutige Ereignisse machen uns bewusst, was damals von unseren Vorfahren geleistet und gelitten worden ist!“ machte Huber deutlich. Dem ehrenden Gedenken mit einem dreifachen Kanonensalut folgte der Rückmarsch zur Schlosswirtschaft und im dortigen Saal noch ein gemütliches Beisammensein mit der Blaskapelle Wildenwart unter der Leitung von Wolfgang Kink.


Hohes Volksmusik-Niveau bei 21.Hittenkirchener Herbst-Hoagart: Hittenkirchen (hö) – Bereits zum 21. Male veranstaltete der Trachtenverein „Almenrausch“ Hittenkirchen in seinem passend hergerichteten Trachtenheim einen Sänger- und Musikanten-Hoagart. Wie vom ersten Male an, so stand auch diesmal wieder in bekannt-bewährter Art die Freude an der Pflege echter Volksmusik im Mittelpunkt. Und wie all die Jahre war auch heuer der Hoagart als eine im Chiemgau bestens geschätzte Veranstaltung stark besucht. Trachtenvorstand Christoph Kaufmann freute sich hierüber bei seinen Willkommensgrüßen ganz besonders. Die Ansage der von Zweiten Vorstand Jakob Irrgang ausgesuchten und organisierten Gruppen übernahm Trachtenkamerad Hartl Pehse aus Hohenaschau. Zu den Mitwirkenden gehörten der Holledauer Zwoagesang, die Grassauer Scherzlgeiger, das Gesangs-Duo Berneder-Grammelsberger, das Brixenthaler Harfenduo, die Wimhäusl-Dirndl, die Stoaner Sänger und die Hittenkirchener Flötenjugend. Alle Gesangs- und Musikgruppen erfüllten hohes volksmusikalisches Qualitäts-Niveau. In diesem Sinne darf man sich schon auf die nächste Veranstaltung der Hittenkirchener Trachtler freuen. Es ist dies am Freitag, 9. November ein Tanzfest mit den Unterlandlern aus Tirol – natürlich wieder im eigenen Trachtenheim vor Ort.  


Tourismus-Einbruch im September, Jugendraum-Verlegung, Bürgerfreundlichkeit und reicher Fischfang im Aschauer Gemeinderat: Aschau (hö) – Zwischen einem reichen Fischfang am Nachmittag und einem schmackhaften Essen derselben Forellen am Abend im Gasthaus „Kampenwand“ befassten sich die Mitglieder des Aschauer Gemeinderates mit aktuellen Themen aus dem Gemeinde- und Verwaltungsleben. Dabei gab Bürgermeister Kaspar Öttl bekannt, dass zu verschiedenen Bauvorhaben, insbesondere beim Seniorenheim Priental ortsansässige und Chiemgauer Firmen bei den Vergaben in nicht-öffentlicher Sitzung zum Zuge kommen konnten. Weniger erfreulich zeigten sich die Gäste-Entwicklungszahlen für Aschau und Sachrang. „Das September-Wetter hat uns ein tiefes Loch in die Statistik gerissen!“ – so der Bürgermeister bei der Bekanntgabe, dass in diesem wichtigen Saison-Monat für Aschau ein Rückgang von 10,4 Prozent und für den Gemeindeteil Sachrang ein Minus von gar 13 Prozent zu verzeichnen war. In der aufgelaufenen Jahres-Statistik wirkten sich diese Zahlen insofern aus, weil jetzt mit 0,5 Prozent bei den Gästen und mit 3,6 Prozent bei den Übernachtungen beide Male ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verbuchen ist. Eine bessere Statistik hat das Seniorenheim Priental. Dort waren zum Stichtag 4. Oktober alle verfügbaren 64 Plätze bewohnt. Bekannt gegeben wurde noch das Submissions-Ergebnis für die Instandsetzung der Festhallenmauer. Die Aschauer Firma Gasteiger war dabei der günstigste Anbieter. Ohne lange Diskussion nahm man vom Schreiben der Firma E-Plus Mobilfunk aus München Kenntnis. Deren Vorhaben ist die Errichtung einer Basisstation (Antennenanlage mit Technikereinheit) auf dem bestehenden Masten der DeTe Immobilien am Schachen, um bestehende Funklöcher beheben zu können.

Bürger- und Rathaus-Freundlichkeit beim Wasserzähler-Ablesen

Die bekannte Bürgerfreundlichkeit der Aschauer mit Rathaus-Zuneigung wurde neuerdings beim Wasserablesen unter Beweis gestellt. Von 1.481 Zählern erbat die Verwaltung, die Ergebnisse per Karte dem Rathaus mitzuteilen. Pünktlich bis zum 5. Oktober kamen 1.221 Karten ausgefüllt zurück. Ganze 932 wurden sogar persönlich im Rathaus abgegeben, was einer Portokosten-Ersparnis von 289 Mark entspricht. Allerdings fehlen bis zur restlosen Aufarbeitung 260 Karten. Unproblematisch waren die Widmung des Karspitzweges zur Gemeindeverbindungsstraße sowie die Widmung der neuen Stichstraße „Am Kirchholz“ und der neuen Ringstraße „Am Weiherer Feld“ zur Ortsstraße.

Jugendraum-Veränderung vom Bahnhof zur Sporthalle

Im Beisein der Jugendraum-Betreuerin Andrea Max beschäftigte sich der Gemeinderat mit den Raumproblemen am Bahnhof. Der Jugendraum, der freitags von 17 Uhr bis 20 Uhr geöffnet ist, wird derzeit von rund 30 Jugendlichen regelmäßig aufgesucht. Die hohen Besucherzahlen und die vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten führen bei der verhältnismäßig geringen Raumgröße immer wieder zu Engpässen. Wünschenswert wären getrennte Räume, die auch ruhigere Möglichkeiten wie Gespräche oder Lesen neben den lauteren Spielen und der Musik erlauben. Nach dem Auszug von Ernst Wastl aus der Kombinierten Sporthalle steht dort die Hausmeisterwohnung leer. Eine Dauervermietung wird derzeit nicht angestrebt. Die vier Zimmer wurden von Frau Max, von Gemeinderätin Hildegard Linke-Pöpperl und von Elisabeth Linhuber vom Rathaus begutachtet. Nach deren Vorschlägen ergeben sich aufgrund der Raumaufteilungen, der geringen Umbaumaßnahmen  und wegen der Nähe zu den Sportanlagen viele Vorteile. In enger Abstimmung mit einer benachbarten Massagepraxis will man nunmehr versuchen, die freie Jugend mit geringem finanziellem Aufwand in der Kombinierten Sporthalle unterzubringen. Der Verlegung des Jugendraumes zur Kombinierten Sporthalle stimmte man einstimmig zu.

Fisch-Fang-Ergebnisse

Im letzten Jahr wurde zur Freude der Fische mangels Teilnehmer das traditionelle Fischen im Kurpark abgesagt. Heuer gingen die Forellen wieder an die Angel, nachdem sich gar 15 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit den Verwaltungsspitzen zum freundschaftlichen Vergleich einfanden. Bei der Proklamierung des Siegers war Bürgermeister Kaspar Öttl etwas verlegen: der größte Fisch mit 605 Gramm ging ausgerechnet ihm an den Haken. Josef Hobelsberger mit genau 500 Gramm und Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock mit 475 Gramm folgten Öttl auf der Aschauer Fisch-Rangliste. Dritter Bürgermeister Schorsch Westenthanner und Amtsleiterin Elisabeth Linhuber teilten sich die nächsten Plätze miteinander, weil ihre Forellen mit 450 Gramm gleich schwer waren.  


 Markt und Mehr: Bad Endorf (hö)  – das ist nicht nur ein traditionsreicher Markt-Ort, sondern auch eine Einladung zu mehr Orts-Freuden über den Markttag hinaus. Die Fieranten kommen am Markttag in der Früh, bauen auf, freuen sich auf Leute und geschäftige Gespräche und bauen am Abend zur Abreise wieder ab. Aber vieles andere bleibt: so zum Beispiel das reiche Geschäftsangebot der Bad Endorfer Gewerbebetreibenden, die Einkehr-Möglichkeiten in den Wirtschaften und Restaurants sowie die vielerlei Unterhaltungsangebote. Bei allen Unternehmungen und Einkäufen geht man bestimmt nicht baden. Sollte man Letzteres im eigentlichen Sinne wollen, ist man mit Bad Endorf auch wieder gut beraten. Schließlich gilt der Ort als Chiemgauer Gesundbrunnen mit einer hoch qualifizierten Angebots-Palette bei Vorsorge- oder Nachsorge-Wünschen. Über all die Möglichkeiten, wie man sich in Bad Endorf auch nach einem Markt-Tag wohl fühlen kann, informieren gerne die Kurverwaltung im Rathaus, Telefon 08053-9422 sowie der Informationsstand in den Chiemgau-Thermen, Telefon 08053-200934. Allerhand und informative Prospekte und Programme liegen dort kostenlos zur Abholung bereit.


Wunderbare Theater-Erlebnisse von Bad Endorf:  Bad Endorf (hö) – Wunderbare Theaterstunden sind in Bad Endorf keine Seltenheit. Dafür sorgt allein schon die bereits 1790 gegründete Theatergesellschaft Bad Endorf. Als Mitglied im Verband Bayerischer Amateurtheater und im Bund Deutscher Amateurtheater verstehen es die Bad Endorfer immer wieder, religiöse oder lustige Theaterstückl auf die Bühne zu bringen. Den Brettern, die für viele Leute die Welt bedeuten, gewinnen sie dann unvergessliche Abende ab. Da ist es kein Wunder, dass im Endorfer Kursaal reichlicher Beifall zu vernehmen ist. So zum Beispiel in dieser Woche, als zur Premiere des neuen Volksstückes „Das Wunder des Heiligen Florian“ in drei Akten eine heitere Dorf-Geschichte zur Aufführung gelangte. Spielleiterin Annemarie Ramoser verstand es, den Dreiakter von Adele Meyer-Kaufmann ganz zur Freude von 1. Theatervorstand Konrad Schauer zu inszenieren. Die zahlreichen Darsteller machten es der Spielleiterin allerdings leicht. Denn alle Rollen, ob Pfarrer, Bauer, Bürgermeister oder Großknecht waren bestens besetzt und vorbereitet. Der „Heilige Florian“ wird heuer noch einmal gespielt und zwar am Dienstag, 13. November. Weitere Termine im nächsten Jahr sind dann noch Freitag, 18. Januar, Freitag, 22. Februar und Freitag, 15. März. Nähere Informationen zum Erwerb von Karten zum Preis von 7,50 Euro gibt es bei der Kurverwaltung Bad Endorf, Telefon 08053-9422.  


Bulldog-Frühschoppen am Sonntag, 14. Oktober in Prien-Atzing: Atzing (hö) – Zu einem spontanen Bulldog-Frühschoppen haben sich aufgrund der guten Herbst-Wetterlage die Vorstands-Mitglieder der „Bulldogfreunde Prien-Atzing e.V.“ für Sonntag, 14. Oktober entschlossen. Das Ein- und Zusammentreffen mit geselligem Gedankenaustausch beginnt um 10 Uhr beim Gasthaus Stocker in Atzing. Die Aschauer Bulldog-Freunde haben ihr gemeinschaftliches Kommen zugesagt. Die Teilnahme steht allen interessierten Freunden alter bäuerlicher Gerätschaften und Traktoren offen.


Unterschriften-Aktion für das Filmeck in Prien! Seit 19 Jahren besteht das Kino „Filmeck“ in Prien und erfreute Einheimische, Kurgäste und Urlauber auf eine besondere Weise. Nun kann das Kino die Kosten für ein Weiterbestehen nicht mehr aufbringen und benötigt deshalb dringend die Hilfe der Gemeinde Prien. Wenn sie der Meinung sind, dass das Filmeck durch die Gemeinde finanziell unterstützt werden soll, so zeigen sie dies durch ihre Unterschrift. Bitte unterstützen sie das Filmeck mit ihrer Unterschrift.  
Unterschriften Listen liegen im Filmeck Prien Bernauerstraße 13a Tel: 08051/61199 aus.
Bitte beteiligen sie sich an dieser Aktion, denn es gibt nur noch wenige Kinos im Chiemgau. Nachdem die Kinos in Obing, Seebruck und  Ruhpolding bereits schon geschlossen sind und das Trostberger Kino zum Verkauf steht bleiben nur noch das Endorfer, die Rosenheimer und die Traunsteiner Kinos übrig. Wie wir meinen: Prien als größter Urlaubsort am Chiemsee und kein Kino ist eine große Blamage. Sie können uns ihre Meinung dazu auch per Fax oder e-mail zusenden: Fax: 08051/62863 E-Mail: webmaster@derchiemgauer.de 


Qlympiasieger auf  "Abwegen"  im Chiemgau: Nils Schumanns "Schnupperlehre" im Biathlon

Nils Schumann und Fritz FischerAm 27. September 2000 hat er Sportgeschichte geschrieben: Mit einer Zeit von 1:45,08 Minuten hat Nils Schumann in Sydney als erster Deutscher eine olympische Goldmedaille im 800-m-Lauf gewonnen. Jetzt bereitet sich der Thüringer im Chiemgau auf die neue Leichtathletik-Saison vor und hat dabei auch im Leistungszentrum Ruhpolding eine “Schnupperlehre“ beim deutschen Biathlon-Denkmal Fritz Fischer absolviert.

Fritz Fischer, der mit großem Erfolg die Biathlon-Junioren des Deutschen Skiverbandes betreut, führte den Erfurter in die Prinzipien des Skilanglaufs ein und machte deutlich, dass beim Laufen in der klassischen Technik genau jene Muskelgruppen beansprucht werden wie in Schumanns Disziplin, dem 800-m-Lauf. Schumann fand im Bundesleistungszentrum Ruhpolding optimale Bedingungen vor und ließ sich von Fritz Fischer auch in die Geheimnisse des Biathlonsports einführen. “Hier hat er gesehen, wie sensibel man auch unter hoher Belastung sein muss“, - erklärte Fischer, der sich seinerseits über das große Interesse des Olympiasiegers an dem attraktiven Ski-Zweikampf freute.

Mit solch guten Eindrücken wird Nils Schumann in diesen Tagen nach Hause zurückkehren; Fritz Fischer, der 1992 selbst Olympiasieger mit der Biathlon-Staffel geworden war, bereitet seine Schützlinge bereits wieder auf den Saison-Höhepunkt, die Junioren-Weltmeisterschaft Ende Februar/Anfang März im russischen Kanthy-Mansiysk. vor. Und dort soll es - wie schon im letzten Jahr - erneut deutsche Goldmedaillen geben.


Der Rennwolf: althergebrachter Gebrauchsschlitten. Der Rennwolf ist eine Mischung aus Ski und Schlitten. Der Skipionier Eduard Hauenstein hat das wunderbare Fortbewegungsmittel im Schnee in Deutschland eingeführt, das den Bauern, die weit entfernt vom Dorf wohnten. Postboten, Förstern und Jägern aber auch Waldarbeitern viel Mühe abnahm. Im Prinzip ist es ein Hundeschlitten ohne Hunde. Zur Fortbewegung steht ein Fuß auf einer Kufe und der andere schiebt an. Ob auf der Ebene oder im Gelände, Abfahrten müssen geübt werden und wer der Faszination einmal erlegen ist, wird sich so einen treuen Gefährten auch anschaffen. Ausprobieren können Sie die Rennwölfe in Ruhpolding im Holzknechtmuseum, wo neuerdings auch geführte Wanderungen stattfinden. Die althergebrachten Gebrauchsschlitten werden vom Ruhpoldinger „Sulzner-Bauern" in Handarbeit gefertigt.
Ruhpolding Nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Pichler, Tel. 08663/799 od. Herrn Böddecker, Tel. 2488.


Wir - Prien-21 e.V. - sind keine Profipolitiker, aber da uns eben diese Heimat, der Chiemsee und seine Region, die Menschen hier, Natur und Kultur, aber auch die Ärgernisse und Probleme, die selbstverständlich auch in dieser "heilen Welt" anfallen, am Herzen liegen, möchten wir gerne was tun. Da wir keine Politiker sind, sind wir folgerichtig auch keine Partei, und damit auch keine Opposition.
Prien-21 ist ein offenes und überparteiliches Bürgerforum.
Wir wollen Initiative ergreifen, Verantwortung tragen. Unser Ziel ist es, FRÜHZEITIG an Informationen zu gelangen, Informationen über politische Planungen, die uns Bürger dieser Region betreffen, und zwar in allen Bereichen, ob im Verkehrswesen, im Tourismus, Planungen für Kultur- und Ortsgestaltung, im Gesundheits- und Bildungsbereich, usw.
Diese Informationen sollen uns allen eine offene Diskussionsmöglichkeit bieten. Wir wollen erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Vorschläge und Bedenken einbringen können, ohne einfach vor vollendete politische Entscheidungen gestellt zu werden, BEVOR das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Alle Menschen hier, sowie Firmen und Interessensverbände, sollen die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern und Reaktionen darauf zu erhalten.
Wie das praktisch gehen soll? Nun, wir leben im Internetzeitalter, das uns, bei allen Nachteilen, den enormen Vorteil einer neuen Demokratie ermöglicht. Eine Transparenz, bei der die Karten schnell und offen auf dem Tisch liegen.
Durch die Arbeit mit dem Internet sollen die persönlichen Erfahrungen und Ideen, natürlich auch ganz praktische Hinweise der Bürgerinnen und Bürger eingebracht werden. Das kann sehr nützlich sein. Warum also Politik nur in den Händen einiger Profis belassen? Es ist bestimmt gescheiter, konstruktives politisches Engagement auf viele Schultern zu verteilen, auch wenn selbstverständlich die Gemeinderäte die Entscheidungen treffen. Nur eben, vielleicht doch nicht mehr so oft am Bürger vorbei.
Christine Reinhart Pressesprecherin Prien-21 e.V.