Kurznachrichten 2003/1
Jahreshauptversammlung der
Musikkapelle Bad Endorf: Bad Endorf (hö) 22.03.03 - Zur
Jahreshauptversammlung begrüßte Vorstand Georg Schied zahlreiche Mitglieder
sowie den Bezirksvorsitzenden
vom Musikbund Ober- und Niederbayern Leonhard Eisner. Nach dem
Totengedenken, besonders für das erst kurz verstorbene Ehrenmitglied Richard
Reinthaler informierte Kassier Alois Schuhbeck zu den Vereinsfinanzen. Schriftführer
Michael Weiß erinnerte in seinem humorvollen Bericht über zahlreiche Auftritte
bei weltlichen und kirchlichen Anlässen.
Dirigent
Karl-Heinz Zosel bedankte sich bei
den Musikern für die gute Zusammenarbeit bei den vielen Proben. „Es ist
wichtig, dem Publikum immer wieder etwas Neues zu präsentieren. So kann die
Kapelle musikalisch versuchen, aus Bad Endorf einen noch schöneren Kurort zu
machen“, sagte der Dirigent. Jugendleiter
Peter Dögerl berichtete ausführlich über seine Arbeit mit den jungen
Musikern. Derzeit kann er auf 15 Schüler zurückgreifen, von denen im
abgelaufenen Jahr 5 das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt haben.
Die Jugendgruppe absolvierte auch einige Auftritte wie etwa die
Kirchengestaltung am Palmsonntag und ein Doppelkonzert. Aber auch sonst gab es
einige Aktivitäten, wie beispielsweise beim Ferienprogramm. Dort wurde eine
musikalische Radwanderung veranstaltet, in deren Verlauf den Jugendlichen, die
verschiedensten Blasinstrumente vorgestellt wurden.
Dögerl bedankte sich auch noch bei Zweitem Jugendleiter Georg Schied
jun., der ihn sehr bei seiner Arbeit unterstützt.
Ehrungen vom Musikbund Ober- und Niederbayern
Leonhard Eisner überreichte Urkunden und
Anstecknadel für 15 Jahre aktives Musizieren für die sieben Mitglieder Sepp
Aschbacher, Martin Baumgartner, Sepp Gartner, Otto Hort, Martin Kronast, Michael
Weiß und Norbert Zehrer. Vorstand Schied schloss sich den Glückwünschen an
und stellte fest, dass diese große Anzahl an Auszeichnungen zugleich ein
Barometer für die gute Stimmung innerhalb der Kapelle sei. „Wer einmal bei
uns dabei ist, der fühlt sich wohl“ so Schied. Gemütlich und gesellig klang
die Jahresversammlung aus.
Großer Erfolg für erstes Samerberger Mountain-Bike-Treffen: Samerberg (hö) 13.03.3 – Trotz äußerlich unguter Witterungsverhältnisse ließen sich 17 Frauen und Männer nicht von einer Mountain-Bike-Tour über den Samerberg abhalten. Anläßlich des ersten großen Bikertreffens, das die in Wiesholz am Samerberg sesshafte Firma FAHRTWIND organisierte, trafen sich dann am Abend fast 200 Biker und Biker-Freunde aus dem gesamten Alpenraum und Bundesgebiet im Saal des Gasthauses Maurer in Grainbach. Die Präsentation des Reiseprogrammes 2003 mit Alpenüberquerungen, die am Samerberg ihren Start haben, Fahrttechnik-Seminare, die ebenfalls in diesem Jahr am Samerberg angeboten werden sowie Diavorträge, die die Faszination von Mountain-Bike-Touren vermitteln wurden ebenso vorgestellt, wie die Unterhaltung nicht zu kurz kam. Hierzu sorgten zwei Sketche mit G´stanzln sowie ein Gewinnspiel. „Der Samerberg macht sich immer mehr einen Namen als guter Ausgangspunkt großer Touren und als Stützpunkt für gemütliche Mountain-Bike-Tage“, so Peter Brodschelm nach dem großartigen Erfolg des FAHRTWIND-Teams vom Samerberg. Nähere Informationen zum Jahresprogramm der internationalen Bergradler gibt es beim Verkehrsamt in Törwang, Telefon 08032-8606 sowie im Internet unter www.mtb-fahrtwind.de.
Aschauer haben wieder vollständige Figurengruppe wie vor 40 Jahren für Ölberg-Andacht zur Fastenzeit: Aschau (hö) 13.03.03 – Viele Aschauer erinnern sich noch gerne und gut an die bis vor etwa 40 Jahren in der Pfarrkirche angebotenen Ölbergandachten zur Fastenzeit. Der Aschauer Heimat- und Geschichtsverein hat sich seit einigen Jahren der Wiederbelebung dieser alten Tradition angenommen. Bereits im Jahr 2001 war es möglich, die Mechanik der Ölberg-Andacht mit den Figuren Jesus sowie mit den Aposteln Petrus, Johannes und Jakobus wieder in Gang zu bringen. Die lebensgroße und bewegliche Figurengruppe kommt zur Erscheinung an der Stelle, an der das Hochaltarbild für die Fastenzeit entfernt ist. Früher war in der Schlussszene noch ein Engel, der aus einem Wolkenkranz herabschwebte. Dieser Engel wurde vom Heimat- und Geschichtsverein ebenfalls zur Neuanfertigung in Auftrag gegeben. Der heimische Künstler Franz Feistl machte sich an die Arbeit des Barockengels, so dass ab heuer die Figurengruppe wieder so vollständig ist wie vor 40 Jahren. Die Ölbergandacht für die Aschauer in ihrer Kirche beginnt am Donnerstag, 20. März um 19 Uhr. Nähere Informationen zur Restaurierung und Wiederbelebung des alten Aschauer Kirchenbrauches gibt es bei Heimat- und Geschichtsvereins-Vorsitzendem Hans Rucker, Telefon 08052-9573248.
Andi Neuer auch zukünftig an der Spitze des größten CSU-Ortsverbandes im Landkreis Rosenheim: Prien (hö) 13.03.03 – Mit derzeit 252 Mitgliedern ist der CSU-Ortsverband der stärkste innerhalb des großen Landkreises Rosenheim mit insgesamt 46 Gemeinden. Angeführt wird der Priener Ortsverband auch in den nächsten beiden Jahren vom jungen Gemeinderat und Hotelier Andi Neuer. Der 24jährige Jung-Politiker freute sich bei der überaus gut besuchten Versammlung in der Bauern- und Chiemsee-Stube des Hotels Bayerischer Hof, dass neben der positiven Mitgliederstatistik auch die Rechenschaftsberichte äußerst angenehm auffielen. So ergänzte Erwin Mrotzek als langjährig erfahrener Kassenprüfer seinen Bericht mit den Worten: „Noch nie war es mir möglich, nach einer Wahl ein Plus in der Kasse vorzufinden, die Sparsamkeit und Spendenfreudigkeit waren einfach hervorragend“, so Mrotzek, der auch zukünftig mitmachen wird. Wiedergewählt wie Andi Neuer wurden auch dessen Stellvertreter Dr. Markus Höper und Klaus Löhmann. Um Ablösung nach vielen Jahren des Fleisses bat Hans Schuderer, dem nunmehr der junge Gemeinderat Klaus Grutsch als weiterer Stellvertreter nachfolgte. Einstimmig bestätigt wurden in ihren Ämtern Liesl Hartung als Schatzmeisterin und Ludwig Ziereis als Schriftführer. Lob für die engagierte Führung des CSU-Ortsverbandes bekamen die Verantwortlichen von Zweiten Bürgermeister Michael Anner sowie von stellvertretendem Landrat Lenz Kollmannsberger. Im Beisein der Ortsvorsitzenden Klaus Bauer aus Rimsting, Christian Hügel aus Bernau und von Insel-Bürgermeister Georg Huber bezeichnete Andi Neuer das Zusammenwirken über Gemeindegrenzen als wichtige Aufgabe. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden Georg Zäch, Ignaz Maier, Käthe Schlichter und Walter Schneider mit einer Urkunde und einer Silber-Nadel geehrt. Eine goldene Verdienst-Nadel bekam Hans Wappmannsberger für sein inzwischen 40jähriges Dabeisein bei der CSU in Prien.
40-stündiges
Gebet in Prien – seit 1751 bestehend und immer noch zeitgemäß: Prien
(hö) 09.03.03 – „Die
Freude an Gott ist unsere Kraft“ – nach diesem Motto beginnt das diesjährige
und überaus traditionsreiche 40-stündige Gebet in der Pfarrei „Maria
Himmelfahrt“ am Freitag, 14. März. Gastprediger an den drei Gebetstagen ist
Prof. Dr. Franz Henrich aus München. Aufgrund der Faschingsferien wurden alle
Termine um eine Woche verschoben, so dass das Gebet heuer so spät angeht wie
noch nie seit 1751. Damals war es der Priener Weißgerber Josef Lechner vom
Ortsteil Gries, der das Gebet stiftete. Ursprünglich kam diese Form des
gemeinschaftlichen Betens in Erinnerung an die Gebetswache bei der Grabesruhe
Christi zum Entstehen.
Seit
dem 16. Jahrhundert hielt man das Gebet bei Notfällen ab. Im Barock wurde es in
vielen Kirchen auch an den drei Faschings-Haupttagen als Sühne-Andacht
gehalten. So über zwei Jahrhunderte auch in Prien. Viele Priener erinnern sich
noch gut, wie das Gebet am Faschingsdienstag so endete, dass man nach dem Segen
beim Verlassen der Kirche auf die bereits auf den Faschingszug wartende und
maskierte Menschenschar traf. Wenn man bedenkt, dass damals sowohl die Kirche
als auch die Gehsteige restlos voll waren von Besuchern, dann zeigt dies, dass
Beten und Fasching kein Gegensatz für einen Menschen sein müssen. Veränderte
Gewohnheiten der Gesellschaft wie die freien Tage für Kurzferien zu nutzen und
vor allem das Bedürfnis, die Schulen und Jugendlichen in die zeitgemäßen
Formen eines 40-stündigen Gebetes einfließen zu lassen, waren der Grund für
Pfarrer Josef Preis, das Gebet vor gut zehn Jahren aus der Faschingszeit in die
Tage nach dem Aschermittwoch zu verlegen. Nunmehr gibt es heuer erstmals eine
Faschings-Ferienwoche, so dass sich Pfarrer Bruno Fink und sein
Vorbereitungs-Team entschlossen, das Gebet entsprechend um eine Woche erneut zu
verschieben.
Das Gebets-Programm
Auftakt ist am Freitag, 14. März um 19 Uhr mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst und mit dem Predigt-Thema „Unser Leben“. Am Samstag, 15. März ist Haupttag. Beginn ist um 9 Uhr mit einem Stiftungsamt (Predigt: „Unser Glaube“) in der Kirche und gleichzeitig mit Kinderbibeltagen in den Pfarrheimen von Prien und Wildenwart. Weitere Termine an diesem Tag sind um 14 Uhr ein Rosenkranz, um 14.30 Uhr die Predigt „Unsere Kirche“, um 17 Uhr eine Jugendgebetsstunde in der Taufkapelle, von 17 Uhr bis 18 Uhr Anbetung in der Pfarrkirche vom Katholischen Frauenbund und um 19 Uhr eine Eucharistische Andacht mit Segen. Am Schlusstag und zweiten Fastensonntag, 16. März predigt Prof. Dr. Franz Henrich zum Thema „Unser Gott“ um 9 Uhr und zum Thema „Unser Brot des Lebens“ um 14.30 Uhr bei der Schlussandacht mit Segen und Te Deum. Dazwischen sind noch um 10.45 Uhr ein Kinder- und Familien-Gottesdienst und um 14 Uhr ein Rosenkranz. Zu weiteren Treffs im Pfarrheim für Fastensuppe, zum Firmgruppen-Projekt „Gerechtigkeit schafft Frieden“ sowie zu Beichtgelegenheiten gibt es in der Kirche sowie im Pfarramt, Telefon 08051-1010 nähere Informationen.
Priener
Starkbierfest mit viel Kommunalpolitik und guter, bayerischer Unterhaltung
Diesen
Kursaal bezeichnete der Bürgermeister in seinen Grußworten als den „schönsten,
den wir je hatten“. Damit hatte er aufgrund der fleißigen Vorbereitungsleute
von Seiten der Blaskapelle zwar recht, aber die Lacher auch auf seiner Seite.
Der Kursaal war auch Bestandteil einer von der Musikkapelle einstudierten
Stammtisch-Einlage. Nicht wie in den Vorjahren und wie bereits angekündigt im
kommenden Jahr wieder mit Sepp Furtner als Bruder Barnabas gab es eine Einlage.
Die Musikanten-Mitglieder Max Weidenspointner, Gidi Obermüller, Michael Anner
junior und Dieter Piechatschek sprachen sich von bundesweiten
Politik-Ereignissen bis zu Priener Themen aus. Dabei machten sie den Vorschlag,
dass man das geplante Vereinshaus in Atzing gleich etwas größer machen sollte,
denn beim Großen Kursaal von Prien gehen nicht zuletzt wegen einer demnächst
beginnenden Ausstellung wahrlich die Lichter aus. Von den Löchern der öffentlichen
Hand führte der Diskurs der vier Stammtischler direkt über einen
unterirdischen Geheimgang vom Rathaus zum Wieninger Keller zum Wendelsteinplatz.
„Seit dort die Löcher immer größer werden, müssen bei Neueinstellungen im
Bauhof die Leute mindestens 1,80 Meter groß sein“, so eine interne
Rathaus-Information, die auf diese Weise öffentlich gemacht wurde. Beifall kam
auf als das trinkfreudige Quartett der Firma Feßler dafür dankte, dass im
Rahmen des Hafenumbaues auch ein Musik-Pavillon gebaut werden wird. Ohne feste
Behauptung wurde vermutet, dass der heurige Priener Maibaum nach Atzing bei
Nacht und Winternebel entkam. „Macht nix, Hauptsache beim Aufstellen gibt es
diesmal Bier und Brotzeiten für die Zuschauer. Vor drei Jahren gingen alle
durstig nach Hause“. Dies zeigte, dass bei der Stammtischrunde Unpässlichkeiten
nicht verjähren. Eine weitere Vermutung war, dass in Bernau im Vorjahr die
Ohrenärzte in Zeiten der Seebühne ein überaus großes Geschäft gemacht
haben. „Viele Leute kamen zum Arzt und sorgten sich um ihr Gehör. Sie haben nämlich
alle nichts gehört als auf der Seebühne das Programm ablief“, so die
vergeblich Besorgten. Natürlich gehörten auch nette Begebenheiten wie eine
erst mit zweimonatiger Verspätung aus Peking zurückgekommene Musikertrommel
anlässlich einer erfolgreichen China-Konzert-Reise zum Gesprächsstoff auf dem
Bühnen-Stammtisch.
Konzertant
und bayerisch-unterhaltsam
Großen Beifall gab es auch für die konzertanten, zum Teil mit Soloeinlagen bereicherten sowie für die typischen Blasmusikweisen. „Hänschen auf Weltreise“ mit Stationen in sechs Ländern und bekannte Märsche gehörten desweiteren zum Repertoire. Dirigentin Michaela Haindl und Musikmeister Max Weidenspointner freuten sich ihrerseits, dass mit Pfarrer Bruno Fink, mit Zweiten Bürgermeister und Blaskapellen-Fördervereins-Vorsitzendem Michael Anner, mit den Bürgermeistern Florian Hoffmann aus Rimsting und Hans Thalhauser aus Breitbrunn sowie mit zahlreichen Musiker- und Vereinsfreunden (die Priener Liedertafel kam gar mit ihrer Standarte) der Zuspruch so groß war. Groß war auch die Spannung bei der Verlosung von vielen Preisen. So ging ein Willi-Seifert-Gemälde an Stephan Freund vom Trachtenverein Atzing und ein Bild von Bartholomäus Eberwein gewann der erst jüngst zum Bundessieger erkorne Jung-Handwerker Christian Schuster aus Hittenkirchen. Vom Chiemsee-Rundflug und Chiemsee-Schiffahrten über die Einladungen aus den Reihen der Priener Wirte-Elf bis zu den Kaltenberger Ritterspielen reichten weitere Preise. Den Hauptpreis, einen Segelkurs bei der Priener Segelschule ging an den Fußballer Peter Kapfer vom TuS Prien. Neu war heuer noch eine von den Musikanten-Dirndl betreute Bar, die besonders von den überaus vielen jungen Leuten gerne angenommen wurde.
Wirte
übermitteln Unmut an Ministerin Hohlmeier wegen neuer Ferienordnung - Offener
Brief bei BHG-Versammlung in Traunstein verabschiedet: Traunstein (hö)
04.03.03 –
Ihrem Unmut über die neue Ferienordnung, die erstmals in diesem
Sommer zum Tragen kommt, haben die Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes
Traunstein bei ihrer Mitgliederversammlung im Traunsteiner Brauerei-Gasthaus
Schnitzlbaumer formuliert. In einem offenen und gemeinsam verabschiedeten Brief
an die Bayerische Staatsministerin Monika Hohlmeier vom zuständigen Ministerium
für Unterricht und Kultus heißt es abschließend: „Der durch die neue
Ferienregelung entstehende wirtschaftliche Schaden in allen Branchen der
Tourismuswirtschaft ist durch nichts gut zu machen“.
Woher
dieser Unmut und Vorwurf? Wie BHG-Kreisvorsitzender Johann Reiter in seinem
Brief schreibt, haben die Kultusministerien der Länder nach 20 Jahren die gute
alte Regelung der zeitlich aufgeteilten Ferienordnung gekippt. Demzufolge
beginnen von heuer bis einschließlich dem Jahr 2008 die Ferien in den bevölkerungsreichsten
Bundesländern Baden-Württemberg (24. Juli bis 6. September), Bayern (28. Juli
bis 8. September), Nordrhein-Westfalen (31. Juli bis 13. September) sowie Hessen
und Rheinland-Pfalz (21. Juli bis 29. August) innerhalb von nur einer Woche. Für
Bayern als dem Land mit dem meisten bundesdeutschen Inlands-Tourismusaufkommen
und damit als Ferienland Nr. 1 stellt dies eine besondere Bedeutung dar.
Erhebliche Probleme mit der Bettenauslastung ausserhalb des Sonder-Monats August
sind zu erwarten. Die Vormonate Juli und Juni werden erheblich schwächer gegenüber
den Vorjahren als es noch starke Ferienzeiten gab. „Leidtragende sind neben
den Gastronomen, den Hoteliers und den Freizeiteinrichtungen auch die
Familienurlauber mit schulpflichtigen Kindern. Auf den bisher schon sehr überlasteten
Autobahnen und Fernstraßen wird sich ein Verkehrschaos von ungeahntem Ausmaß
entwickeln“, so eine weitere Formulierung in Verbindung mit der Forderung,
dass sich „Ferien-Ministerin“ Monika Hohlmeier umgehend mit ihren Kollegen
als politisch Verantwortliche um den von ihnen angerichteten Schaden kümmern möge.
Nähere Informationen: BHG-Kreisvorsitzender Hans Reiter, Telefon 0861-209020
BHG-Traunstein
setzt auf „Chiemgauer Wanderherbst“ – viele Informationen in schwierigen
Zeiten bei Versammlung im Gasthaus Schnitzelbaumer in Traunstein: Traunstein
(hö) 04.03.03 – In der
Brauerei-Gaststätte Schnitzelbaumer in Traunstein fand eine Kreisversammlung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes
für den Landkreis Traunstein statt. Kreisvorsitzender Johann Reiter konnte
hierzu zahlreiche Ehrengäste aus den Reihen des Tourismusverbandes Chiemgau,
vom Arbeitsamt, vom BHG Oberbayern, vom Förderverein und von weiteren der
Gastronomie nahestehenden Organisationen begrüßen.. Die derzeit wirklich
schlechte Wirtschafts-Situation soll gemeinsam und mit neuen Ideen überwunden
werden, so Reiter in seiner Einführung.
Ein Thema, auf das die Wirte setzen, ist der „Chiemgauer Wanderherbst“. Oswald Pehel vom Tourismusverband Chiemgau erläuterte dazu, dass man nach dem „Jahr der Berge“ und nach dem „Frühjahrs-Wandern“ vom 13. September bis 2. November mit über einhundert Veranstaltungen sowie mit Übernachtungs-Pauschalen auf einen kulinarisch erfolgreichen Herbst hofft. Interessantes berichtete Vinzenz Huber vom Arbeitsamt Traunstein. Eine vorbereitete Arbeitsmarktbörse soll Fachkräfte aus Sachsen in den Chiemgau holen. Eine Börse ist für den 12. und 13. Mai in Inzell vorgesehen. Hilfskräfte müssen aufgrund einer veränderten Gesetzeslage zukünftig aus dem Arbeitsmarktpotential des Landkreises gedeckt werden. Leichter könnte es ab dem Jahr 2008 werden, wenn es für die Länder der europäischen Osterweiterung erstmals eine freie Arbeitsplatzwahl geben könnte. Das Arbeitsamt Traunstein bietet zudem vom 7. April bis 9. Mai wieder einen Servierkurs an. Susanne Gruber als Geschäftsführerin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Oberbayern erläuterte in ihrem Vortrag die jüngst geänderte Sperrzeitenregelung. Damit können die Gaststätten ab sofort während der Woche bis 2 Uhr in der Früh und an den Wochenenden sogar bis 3 Uhr ohne Sonder-Zustimmung der Gemeinden geöffnet haben. Größere Veranstaltungen –so die Fachfrau- sind aber weiterhin den Kommunen zu melden. In weiteren Beiträgen und Diskussionen wurden noch verschiedene Themen wie Preisauszeichnungspflicht, Arbeitsrechtsfragen, Tarif-Probleme sowie Stromverträge und die Schankanlagenverordnung besprochen. Mehr Erfolg hätte man sich bislang aus den Bemühungen zur Aktion „Musikantenfreundliches Wirtshaus“ erhofft. Allerdings stehen Unklarheiten mit der GEMA dem Erfolg bislang im Wege.
Kursaal in den Chiemgau Thermen ab 7. April 2003 geschlossen: Endorf 03.03.03 - Wegen des anstehenden Umbaus der Chiemgau Thermen wird der Kursaal ab Montag, 7. April 2003, bis voraussichtlich März 2004 geschlossen. Veranstaltungen, die bisher im Kursaal stattgefunden haben, werden während dieser Zeit in andere Veranstaltungsräume in Bad Endorf verlegt. Nähere Informationen sind der Tagespresse, der Broschüre "Wo was los ist" und der Monatszeitschrift "Der Endorfer" zu entnehmen. Auskunft gibt auch die Kurverwaltung Bad Endorf unter Tel. (0 80 53) 94 22.
Aschauer
Gildeball mit acht Faschings-Gesellschaften ein großes Ereignis in
ausverkaufter Festhalle Hohenaschau: Aschau (hö)02.03.03 –
Einem Stadt- und Landball ebenbürtig und den beständigen
Faschings-Frohlaunen der Aschauer entsprechend verlief der heurige Gildeball der
Faschingsgesellschaft von Aschau. Berstend voll war die Festhalle von
Hohenaschau von der Tanzbühne über den großen Saal bis hinauf auf die Empore
mit Bargelände während eines langen Abends mit
zuweilen leichtem Morgenanteil. Insgesamt acht Garden aus den Städten
und Gemeinden des Landkreises Rosenheim sowie die zum Tanzen und Twisten
geschickt aufspielenden „Klausfelder Musikanten“ waren Garanten für den
Gildeball-Erfolg.
Präsident
Sebastian Bichler verstand es in seiner kurz-gefassten und humor-treffenden Art
durch den Abend zu führen. Diesen eröffnete in erstaunlicher Selbstsicherheit
die Kindergarde der Aschauer Gilde mit Prinz Thomas I. und mit seiner Prinzessin
Simone I. Ihr gesamtes Können und Programm zeigten danach die Großen, denen
der Heimvorteil sichtlich zugute kam. Als erste Gast-Gruppe kamen die
Faschingsvertreter von Bad Aibling mit ihrer Standarte und mit dem darauf
vermerkten Motto „HU-MOOR“. Ihrem Auftritt konnte man keineswegs die
Wohnortnähe zur faschingsfreien Zone von Bad Feilnbach anmerken. Mit Fanfaren,
Hofnarren und weiß-blauen Elementen trafen danach die Vagener ein. Ihre
Auftritte mit dem Elferrat, der landkreis-weit unschlagbar sein soll,
fanden ebenso großen Gefallen wie die Auftritte der Flintsbacher Garde
mit ihrem Hofmarschall „Don el Solo“. Trotz Grippe-Überfall ließ sich die
Flintsbacher Prinzessin nicht davon abhalten, mit ihrem Prinzen und mit ihrem
gesamten Team das Beste zu geben. Die „Spanischen Flintsbacher“ gratulierten
dem Aschauer Präsidenten Wasti Bichler noch zu dessen Vaterfreuden für seinen
gleichnamigen Stammhalter.
Aschauer Faschingsgilde hatte „Kollegen“ aus Togo zu Gast
Mit Zugaben gestaltet waren die Auftritte der Aschauer Faschingsgilde bei ihrem Showteil. Vor allem die Einlage von afrikanischen „Kollegen“ aus Togo war gelungen. „Fire und Ice“ – nach diesem vielversprechenden Titel trat die Stadtgarde von Wasserburg an. Farbig, feurig und phantasievoll waren die mit einer begeisternden Choreographie einstudierten Auftritte der Tänzerinnen und Tänzer aus der Inn-Stadt. Das Motto „Spanien“ und die feurigen Freuden des europäischen Südens ließen sich die Mitglieder der Rosenheimer Faschingsgilde auch nicht von einem technischen Streich verderben. Im Gegenteil: Hofmarschall Nico Foltin, das Prinzenpaar, „Luciano Baumann, Professor Paraboliko Kathrein und Sebastiano Bauer“ als Präsidenten-Dreigestirn brachten mit dem sympathischen Prinzenpaar Thomas und Simone beste Laune in die Hohenaschauer Festhalle. Ein Hurrican ganz gewünschter Art kam aus Bad Endorf. Peter III. und Martina II. mit Walzer und Showteil sowie eine „Reise ins Jahr 2024“ beeindruckten und trugen zur Stimmungs-Steigerung bei. „Die Letzten“ waren die Mitglieder der Faschings-Gilde „Prienarria“ aus Prien. In starker Besetzung und mit treffenden Worten von Hofmarschall Benedikt Weyerer sorgten sie für zusätzliche Erheiterung. So zum Beispiel mit der Übergabe von einem neuen Schuh-Spanner-Paar an den Aschauer Faschingsprinzen Herbert I. An Marianne Bichler überreichten die Priener nach beifallsbekundeten Auftritten von Prinzenpaar und Gardemädchen einen Orden, weil diese so viel für die guten Kleider der Priener getan hatte. Einen Extra-Dank verdiente sich Prinz Michael I., dass er trotz einer Verletzung das gesamte und anstrengende Programm bravorös bewältigte. Abschließend luden die Priener noch zum großen Faschingszug am Faschingsdienstag ab 14 Uhr im Zentrum der Marktgemeinde ein. Nach den Genüssen des Zuschauens und Tanzens traf man sich noch zu angeregten Gesprächen. Zu sehen waren dabei noch Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock, „Chiem-Seeräuber“ Hermann Roth als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Chiemsee sowie weitere Ehren- und Stammgäste der Aschauer Faschingsgilde.
Sorgen
und Faszination Rotwild – Bayerische Rotwild-Tagung im Priener Yachthotel
Chiemsee findet außergewöhnliches Interesse: Prien (hö) 26.02.03
– Aus allen Nähten schien
das Yachthotel Chiemsee in Prien zu platzen als der Landesjagdverband Bayern mit
der Bayerischen Akademie für Tierschutz, Umwelt- und Jagdwissenschaft zur
Bayerischen Rotwildtagung mit dem Thema „Rotwild heute und morgen“
eingeladen hatten. Über 200 Jagd- und Forstverantwortliche interessierten sich
für die Sorgen mit der faszinierenden Tierart Rotwild. Fast einhundert weiteren
Interessierten musste auch Platzgründen abgesagt werden.
Nach Tagungs-Informationen ist man besorgt, dass das Rotwild immer mehr in immer engere Lebensräume eingegrenzt wird. Ein natürlicher Austausch von Rotwildbeständen zwischen den verschiedenen Lebensräumen findet fast kaum mehr statt. Genetische und grundsätzliche Gesundheits-Folgen sind zu erwarten. Um dieser negativen Entwicklung im Bestand des Rotwildes entgegenzuwirken, schlugen namhafte Referenten unter anderem vor, Wanderachsen in der Natur wieder zu reaktiveren. Gerade zunehmende Bebauungen ließen die Wild-Interessen zurückgehen. Ein Beispiel fehlender Natur- und Wanderachsen für das Wild ist die Autobahn München-Salzburg, die einen dichten Lebensraum in Alpennähe durchschneidet. Landschaftsschutz-Aspekte, Freizeitverhalten der Bürger, erhöhter Jagddruck und vieles andere mehr kamen bei der Tagung in Prien ebenfalls zur Aussprache. Die Eröffnung nahm der Präsident des Bayerischen Landesjagdverbandes und Landtags-Abgeordnete Prof. Dr. Jürgen Vocke vor. Geschäftsführer Dr. Joachim Reddemann informierte über vielfach unbekannte Zahlen und Fakten. So gibt es in Bayern rund 43.000 Jägerinnen und Jäger in 11.000 eigenständigen Jagdrevieren. Die große Anzahl an Jagdschein-Inhabern kümmert sich in 157 Kreisgruppen und in 800 Hegegemeinschaften um Pflege und Abschuß von insgesamt 23.000 Stück Rotwild. Die größten Rotwild-Gebiete sind Oberbayern und Schwaben, ein kleineres, aber sehr bedeutendes Rotwild-Gebiet sind die Isarauen und die Gegend um Freising. Gute Erfolge von Verbesserungs-Maßnahmen zugunsten des Rotwild-Bestandes gibt es im Ebersberger Forst. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Rotwild-Betrachtungen und Ergebnisse von der Fachtagung „Rotwild heute und morgen“ in Prien gibt es beim Landesjagdverband Bayern e.V. in 85622 Feldkirchen, Telefon 089-99023437.
Zufriedenheit
mit Haushalt 2002 – Sorgen mit Haushalt 2003 – Aus dem Aschauer Gemeinderat:
Aschau (hö)25.02.03 –
840 Positionen umfasst der Gemeinde-Haushalt von Aschau i.
Chiemgau. An lediglich 14 Stellen wurde im Jahr 2002 der Ansatz um mehr als
3.000 Euro überschritten, so dass über diese über- und außerplanmäßigen
Ausgaben aufgrund der Geschäftsordnung der Gemeinderat gesondert abstimmen
musste. „Insgesamt können wir mit dem Vorjahres-Haushalt sehr zufrieden
sein“, so Bürgermeister Öttl bei der Erläuterung der wichtigsten Eckdaten.
Erfreulich dabei waren vor allem die erhöhte Gewerbesteuer-Einnahme im Soll von
gut 720.000 Euro (Ansatz war 525.000 Euro) sowie die Minder-Ausgaben bei den
Personalkosten (1,82 Millionen Euro anstatt im Ansatz 1,92 Millionen Euro).
Abgeschlossen wurde das Haushaltsjahr 2002 insgesamt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 10,492 Millionen Euro. Gegenüber dem Haushalts-Ansatz konnte eine halbe Millionen Euro mehr erwirtschaftet werden. Damit können vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt gut 763.000 Euro zugeführt werden. Vom Vermögenshaushalt zur allgemeinen Rücklage gehen knapp über 500.000 Euro. „Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis“, so Bürgermeister Öttl, der im nächsten Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung den Haushalts-Entwurf 2003 vorstellte. „Hier haben wir größte Probleme mit dem Ausgleich, weil von übergeordneten Stellen immer mehr Belastungen auf die Gemeinden abgewälzt werden“, sagte der Bürgermeister bei der Erörterung der Haushalts-Systematik. Als Beispiele, die aus Sicht der Gemeinde Aschau nicht gut sind, nannte Öttl die um 210.000 Euro erhöhten Ausgaben für 2003. Dabei handelt es sich um 70.000 Euro mehr an Kreisumlage, um 40.000 Euro mehr bei der Gewerbesteuer-Umlage, um 50.000 Euro Solidaritäts-Beitrags-Steigerung und um 50.000 Euro Beitrag für den Hochwasser-Fonds (Flutopfer-Umlage) der Bundesrepublik. Ausgaben-Erhöhungen gibt es für die Gemeinde Aschau auch bei den Bewirtschaftungskosten der eigenen Einrichtungen sowie bei vielen notwendigen Straßen-Verbesserungen. Um einen soliden und ausgeglichenen Haushalt in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen verabschieden zu können, müssen laut Öttl alle Haushalts-Stellen überprüft werden. „Standards, die wir uns leisten, müssen auf den Prüfstand“, sagte der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass eine von den Gemeinden geforderte Zweitwohnungssteuer für die Gemeinde Aschau eine Summe von rund 125.000 Euro ausmachen würde. Der Haushalts-Entwurf 2003 umfasst an Einnahmen und Ausgaben beim Verwaltungshaushalt 7,764 Millionen Euro und beim Vermögenshaushalt 3,453 Millionen Euro. Aus der Rücklage des Haushaltsjahres 2002 werden 500.000 zum Haushalts-Ausgleich entnommen. Für die Wasserversorgung wird ein maximaler Kredit in Höhe von 343.000 Euro beansprucht. Nach diesen großen Summen befasste sich der Gemeinderat noch mit kleineren Beträgen. So wurde aufgrund der Amok-Tragödie von Erfurt in der Grund- und Teilhauptschule Aschau die Sprecheranlage erneuert. Für die Verbesserung dieser Sicherheits-Standards bewilligte der Rat 4.200 Euro. Aufgrund des August-Hochwassers hat die Gemeinde Aschau bei der Versicherungskammer Bayern eine Elementarversicherung für gemeindliche Einrichtungen vereinbart. Der Gemeinderat stimmte dem Jahresbeitrag von gut 4.300 Euro bei einer Gesamt-Versicherungs-Summe von fast 17 Millionen Euro zu.
Trachtler-Erfolg bei Weiber- und Dirndlkranzl in Niederaschau: Aschau (hö) 23.02.03 – Zünftig ging es zu beim heurigen Weiber- und Dirndlkranzl des Trachtenvereins „Edelweiß“ Niederaschau. Die zum Großteil einfallsreich maskierten Besucher aus den Reihen des Vereins, aber auch von vielen Nachbars-Vereinen bevölkerten den Saal des Gasthauses Chalet bis auf den letzten Platz. Für die musikalische Stimmung sorgten die fleißig aufspielenden Mauserwegerl-Musikanten. Fröhliche Heiterkeit kam zusätzlich auf, als die aktiven Dirndl und Buam des gastgebenden Trachtenvereins ihren Steuer-Song mit Schröder-Stoiber-Fischer- und Merkel-Teilnahme zum Besten gaben. Der Aschauer Burschenverein gefiel mit einer Stoaklopfer-Einlage. Den krönenden Abschluß des Programmes bildeten die Auftritte einschließlich des Showtanzes von der Aschauer Faschingsgilde.
Gewerbe-Grundsatz-Diskussion
im Aschauer Gemeinderat: Aschau (hö) 20.02.03 –
Eine Anfrage des innerörtlich angesiedelten Zimmerei-Betriebes
Schausbreitner nach Alternativ-Standorten für die Firma innerhalb der Gemeinde
war vor einiger Zeit Anlaß für Gemeinderat Thedy Metzler, das Thema
Gewerbegebietsflächen näher untersuchen zu lassen. Alle Gemeinderäte waren
damals aufgefordert worden, sich Gedanken um die Gewerbe-Ansiedlungsmöglichkeiten
zu machen. Nunmehr führte der Gemeinderat eine öffentliche
Grundsatz-Diskussion, die zwar keine konkreten Grundstücks-Verhandlungen zum
Inhalt hatte, aber durchaus einige Grundsätze klarmachte.
Wichtig
ist es den Aschauer Gemeinderäten, dass die im Gemeinde-Leitbild erarbeiteten
Informationen berücksichtigt werden. „Erstens soll es ein umweltfreundliches,
stilles Gewerbe sein, zweitens soll es qualifizierte Arbeitsplätze möglichst für
Einheimische bieten und drittens gilt es auch die damit verbundene Steuerkraft
zu berücksichtigen“, so brachte es Bürgermeister Kaspar Öttl einleitend zur
Sprache. Ganz gezielte Vorschläge kamen als erstes von Gemeinderat Werner
Weyerer, der einige Flächen in Niederaschau in der Nähe des Bahnüberganges,
in Schafelbach, am Ortsausgang in Richtung Bernau und am Weihererfeld nannte.
Die Verkehrssituation leitete die Diskussion auf die Autobahnbrücke in Richtung
Umrathshausen, die zwar auf Frasdorfer Gemarkung steht, aber für die Aschauer
eine Schlüsselrolle bedeutet. In der derzeitigen Größe und Verfassung ist die
Brücke nicht für einen großen Schwerverkehr und damit auch nicht für zusätzliche
Gewerbebetriebe geeignet. Eine Erneuerung mit eventuell möglicher
Behelfs-Ausfahrt ist schon lange gewünscht, doch scheint es keine Aussichten zu
geben, dass es diese im Zuge einer Autobahnverbreiterung schon bald geben könnte.
„Kein
Supermarkt in der Prärie“
Ein weiteres Areal für eine neue Gewerbeansiedlung mit der Maßgabe, dass nicht zuviel zusätzlicher Verkehr in die innerörtlichen Bereiche gelenkt wird, wäre von Frasdorf kommend auf linker Seite vor dem Aschauer Ortseingang. Was keinesfalls gewünscht wäre, sind großflächige Ansiedlungen inmitten der Landschaft. „Anfragen nach 5.000 bis 10.000 Quadratmetern für einen Lebensmittel-Großladen haben wir schon gehabt, aber so etwas mitten in der Prärie wollen wir nicht haben“, so Markus Heinrich von der Bauverwaltung. Einig waren sich die Gemeinderäte, die sich fast alle aufgrund ihrer Recherchen zu Wort meldeten, dass der Bedarf momentan nicht übergroß ist was an Gewerbeflächen-Wünschen von Ortsansässigen bekannt ist. Darüberhinaus gibt es für kleinere Gewerbe-Bedürfnisse noch genügend freie Angebote im Rahmen der Erneuerung im Hohenaschauer Gelände der ehemaligen Brauerei. „Somit diskutieren wir eigentlich im luftleeren Raum“, sagte Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock mit Hinweis darauf, dass das letzte Wort bei den Inhabern der angedachten Grundstücke selbst liegt. Dies nahm Bürgermeister Öttl zum Anlaß, um die Aschauer Grundsütcksbesitzer aufzufordern, bei Verkaufsbereitschaften im Sinne einer örtlichen Gewerbeförderung den Kontakt mit dem Rathaus zu suchen. „Es wäre gut zu wissen, wo es Möglichkeiten geben könnte, dann wäre ein Reagieren bei Anfragen leichter“, sagte abschließend der Bürgermeister.
Recht
geben will der Gemeinderat zum Beispiel dem Grundstücksnachbarn Peter Müller,
der hinsichtlich der Zufahrt um einige Beachtungen bat. Zahlreiche
Stellungnahmen von Behörden ergaben keinerlei Beanstandung. Lediglich die
Untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim brachte diese vor.
Allerdings so, dass die handgeschriebene Stellungnahme für anderweitigen Ärger
sorgte. „Dass man heute ein Formblatt von einer oberen Behörde noch mit
handschriftlicher Ausfüllung bekommt, ginge ja noch. Aber, dass man es einfach
nicht entziffern kann und wegen der schlechten Schrift sozusagen erst übersetzen
lassen musste, das geht halt doch nicht“, so der Tenor verschiedener Wortbeiträge
aus den Reihen des Aschauer Gemeinderates, denen das Schriftstück vom
Landratsamt im Zuge der Sitzungsvorbereitungen zugestellt worden war. Letztlich
waren die „entzifferten“ Bedenken nicht so gewaltig, als dass sie das
Hotel-Vorhaben in Frage stellen würden. Auch die Untere Naturschutzbehörde im
Landratsamt, das Straßenbauamt Rosenheim sowie das Wasserwirtschaftsamt setzten
sich stark mit dem geplanten Bau an nicht unsensibler Stelle auseinander. Die
gesamten Anregungen können in den folgenden Verfahrensschritten eingearbeitetet
werden. Entsprechend der ausführlichen Verwaltungs-Vorarbeit und den Antworten
auf die Diskussions-Fragen gab es den einstimmigen Beschluß, den bereits
erstellten Bebauungsplanentwurf nunmehr öffentlich auszulegen, um damit die
vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Hohenaschau Nord-West“ in Gang
zu bringen.
Kein
Entgegenkommen am Lochbachweg
Ein weiterer Großbrocken auf dem Sektor Bauwesen in Aschau war der Antrag der Firma Thalhauser für den Bebauungsplan „Lochbachweg“. Nach Rechtskraft gibt es für das zu behandelnde Grundstück die Möglichkeit, ein Wohngebäude mit maximal zwei Wohneinheiten zu errichten. Bei der vorgelegten Anfrage würde neben der Errichtung eines zusätzlichen Dachgeschosses eine Überschreitung der überbauten Wohnfläche um 45 Prozent zusammenkommen. Diese Nachverdichtung auf dem 1.100 Quadratmeter großen Baugrundstück ist nach den Vorstellungen der Rathaus-Verwaltung und auch in Bezug auf den erst vor wenigen Jahren aufgestellten Bebauungsplan nicht vertretbar. Auch wenn Entgegenkommen im Falle einer Anpassung an die Nachbarschafts-Dimensionen bei neuen Plänen signalisiert wurde, so kam es doch zum einstimmigen Beschluß, dass dem Wunsch nach einer Änderung des bestehenden Bebauungsplanes „Lochbachweg“ nicht entsprochen wird.
Weniger
gut waren die Übernachtungs- und Gästezahlen, die für das Jahr 2002
ausgewertet worden sind. Für die Gemeinde Aschau gab es insgesamt 9,3 Prozent
Übernachtungs-Rückgang (im bayerischen Durchschnitt sind es 4,6 Prozent). Für
Aschau allein waren es gar 12,7 Prozent. Nur Sachrang konnte mit einem Plus von
2,6 Prozent ein paar Kohlen aus dem Statistik-Keller holen. Fehlender Schnee an
den Jahresanfangs-Feiertagen sowie noch fehlende Anmeldescheine von einigen
Vermietern lassen den Monat Januar 2003 im Vergleich zum Vorjahr auch nicht gut
aussehen. So wurden bislang bei den Januar-2003-Gästezahlen 17,3 Prozent und
bei den Übernachtungszahlen 16,5 Prozent weniger registriert. „Im Tourismus müssen
wir nachdenken, wir müssen uns anders positionieren, mit kleinen Einheiten wie
Aschau, Prien- oder Achental haben wir heute keine Chance mehr“, so Bürgermeister
Öttl, der nicht zuletzt aufgrund seiner Kenntnisse als Vorsitzender des
Tourismusverbandes Chiemsee auf die Stärkung der Dachmarken „Chiemsee“ und
„Chiemgau“ setzt.
Nachmittagsbetreuung wird nicht in großer
Form kommen
Die
in der vorhergehenden Gemeinderatssitzung ausführlich diskutierte und auch
beschlossene Nachmittagsbetreuung an der Grund- und Teilhauptschule Aschau wird
in der vorgesehenen Form nicht kommen. In Abstimmung mit Rektor Hajo Rederer
wurden alle Schülereltern schriftlich von den möglichen Angeboten informiert.
Da sich nur drei verbindliche Anmeldungen ergaben, wird eine
Nachmittagsbetreuung - wenn überhaupt - nur auf privater Basis an den
Donnerstagen kommen. Gemeinderätin Andrea Max regte in einer Sitzung einmal an,
das Ausholzen des Burgberges zu veranlassen, damit man von der Festhalle aus
einen schöneren Blick auf das nahe Schloss hat. Die Verwaltung ging diesem
Ansinnen nach und kam zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während Eigentümer
Baron Rasso von Cramer-Klett die Gesamt-Stabilität des Hanges gefährdet sah,
wenn ein Abholzen in der gewünschten Form durchgeführt wird, machte sich der
Rosenheimer Forstamts-Direktor Peter Fuhrmann für die Maßnahme stark. Seiner
Meinung nach belasten große und schwere Bäume einen labilen Hang und eine Verjüngung
der Bäume würde sinnvoll sein, da der Burgberg mit seinen Felsen als stabil zu
bezeichnen wäre. Bürgermeister Öttl will mit den Beteiligten noch einmal
sprechen, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.
Grund
zum Ärger im Wintersport inzwischen behoben
Etwas Ärger in den letzten Wochen gab es in der Gemeinde Aschau, nachdem in Sachrang das 13 Jahre alte Loipenspurgerät wegen eines Motorschadens ausgefallen war. Reparaturkosten in Höhe von 10.500 Euro entstanden. Nachdem zur gleichen Zeit auch noch zwei Pistenspurgeräte bei der Kampenwand-Abfahrt ausfielen, gab es einen sportlichen Engpass. Nach vielen Anstrengungen sind jetzt sowohl auf den Loipen als auch bei der Kampenwandbahn beste, ja sogar ideale Bedingungen. Zur Situation auf die Kombinierte Sporthalle informierte Bürgermeister Öttl, dass es gegenüber der Gemeinderatssitzung vom November eine zeitliche Verzögerung gegeben hat, weil das sich für Vorschläge angebotene Ingeneurbüro erst in diesen Tagen die Unterlagen im Rathaus abholte. Für den Dorfladen in Sachrang interessierte sich ein Pächter, der aber um Befreiung von Steuern und Abgaben bat. Damit war nach Bürgermeister Öttl die gewünschte Geschäftsgrundlage eher entzogen als sie zur Wirkung kam. Auch einem kürzlich verübten Einbruch im gemeindlichen Kindergarten „Spatzennest“ konnte der Bürgermeister keinen Sinn abgewinnen. „Wenn, dann sollte man schon eine Bank überfallen“, so Öttl´s Tipp mit Hinweis, dass mehr Schaden entstand als Geld gefunden wurde.
Turbulenzen bei Kinderfasching in Hittenkirchen: Hittenkirchen (hö) 10.02.03 – Um die 120 Kinder und 80 Erwachsene tummelten sich einen schönen Sonntagnachmittag lang im Trachtenheim von Hittenkirchen beim traditionellen Kinderfasching des örtlichen Trachtenvereins „Almenrausch“ Hittenkirchen. Die „Erlbach-Musi“ sorgte dabei für die musikalische Gestaltung, die Kinder-Prinzengarde aus Prien erfreute mit ihren turbulenten Auftritten und Albert Bremer war wieder einmal mit seinem Spielzeug sowie mit seinen geschätzten Süssigkeiten mit dabei. Weitere Garanten für die Kurzweil vom Hittenkirchener Kinderfasching waren die aktiven Dirndl und Buam des Vereins mit spannenden Spielen und eine großzügige Ball-Spende der Firma TOGU aus Prien-Bachham. Die nächsten Veranstaltungen der Hittenkirchener Trachtler in ihrem Heim sind am Freitag, 14. Februar ein Weiber- und Dirndlkranzl mit den „Stoabach-Buam“ sowie am Rosenmontag, 3. März ein maskierter Volkstanz für Junge und Jung-Gebliebene mit der „Haberspitz-Musi“.
Ehrungen
und Planungen bei Priener Gebirgsschützen: Prien (hö) 03.02.03
– Zu den letzten, aber auch
zu den schönsten Amtshandlungen vom bisherigen Hauptmann der Priener Gebirgsschützenkompanie
Hans Schuderer vor seiner Amtsübergabe an Rudolf Holthausen (wir berichteten),
gehörten bei der Jahresversammlung einige Ehrungen. Damit kam deutlich zum
Ausdruck, dass innerhalb der Priener Kompanie Kameradschaft und Treue stets groß
geschrieben werden. Folgende Ehrungen konnten vorgenommen werden: für 10jährige
aktives Mitmachen Karl Horrer junior aus Bernau, Katharina und Thomas Albrecht
von der Schützenhaus-Wirtsfamilie sowie Melanie Mayer. Bereits seit 25 Jahren
aktiv sind Susanne Hartl, Konrad Engl und Thomas Filberth. Eva und Dieter Kister
machen bereits seit 15 Jahren passiv mit. Ganze 30 Jahre als fördernde
Mitglieder haben Willi Negele und Ingrid Ritter hinter sich. Auch ihnen galt ein
herzliches „Vergelt´s Gott“ von der Kompanie-Spitze.
Das noch junge Vereinsjahr 2003 wird nach der Vorstellung des vorläufigen Ausrück-Terminplanes kein besonders ruhiges Jahr für die Mitglieder der Priener Gebirgsschützenkompanie werden. Der Jahresversammlung folgt am Donnerstag, 13. Februar die Teilnahme an der Rekruten-Vereidigung in St. Margareten bei Brannenburg. Trotz Rosenmontag wird am 3. März an der Regel festgehalten, am ersten Montag des Monats eine Kompanieversammlung mit Salutprobe abzuhalten. Das Hermann-Hartinger-Gedächtnisschießen mit Gebirgsschützen aus dem gesamten Bataillon findet von Freitag, 7. März bis Sonntag, 16. März statt. An diesem Tag ist um 17 Uhr die Preisverteilung. Mitglieder der Hauptmannschaft beteiligen sich am Sonntag, 30. März bei der Bundes-Generalversammlung in Miesbach. Mit möglichst vielen Mitgliedern nehmen die Priener Gebirgsschützen am Patronatstag am 4. Mai in Tegernsee/Rottach-Egern teil. Im Mai soll in Abstimmung mit dem Priener Pfarrer noch eine Maiandacht angesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Termin ist am Sonntag, 1. Juni der Besuch des 50jährigen Jubiläums der Hubertusschützen in Greimharting. Zum Bataillonsfest mit 50jährigem Jubiläum der Ortskompanie fahren die Priener am 14. und am 15. Juni nach Flintsbach. Auch am 125jährigen Fest des TUS Prien am Freitag, 27. Juni nehmen die Gebirgsschützen aktiv teil. Letzter Termin im ersten Halbjahr ist die Beteiligung am Priener Fronleichnamszug am 19. Juni. In der zweiten Jahreshälfte sind unter anderem am 19. und 20. Juli ein Armbrustschießen in Bad Aibling, das Bundesschießen vom 26. bis 28. September in Kreuth und an Heilig-Abend das traditionelle Christkindl-Anschießen am Priener Marktplatz.
Reichhaltiges
Trachtlerjahr 2003 für „Edelweiß“ Niederaschau: Niederaschau
(hö) 02.02.03 – Einen reichhaltigen Terminkalender hat Trachtenvorstand Heinz
Scheck vom Trachtenverein „Edelweiß“ Niederaschau für das Jahr 2003
bekanntgegeben. Die Terminliste für die aktiven Dirndl und Buam, für die
Vorstandschaft, aber auch für die gesamten Mitglieder und für die
interessierte Bevölkerung begann dieser Tage mit einem Stammtisch zusammen mit
Tanzforscher Maier im Gasthaus Brucker in Hohenaschau. Dabei wurden Tanzformen
und Forschungsergebnisse aus früheren Jahren auf informative und unterhaltsame
Art übermittelt. Das eigene Weiber- und Dirndlkranzl im Gasthof „Chalet“ in
Niederaschau beginnt am 22. Februar um 20 Uhr. Aufgrund jahrzehntelanger guter
Verbindungen wird am Samstag, 15. März, das Starkbierfest der Musikkapelle
Wildenwart in der Lamstoa-Halle in Frasdorf besucht. Weitere Veranstaltungen im
Frühjahr sind am 29. März der Besuch des Gaufrühjahrssingens in Reit im Winkl
und am 25. April die Teilnahme an der Gaufrühjahrsversammlung des
Chiemgau-Alpenverbandes in Staudach sowie im Mai das Feiern einer Maiandacht in
Höhenberg. Im selben Monat werden zudem das 10jährige Jubiläum der
Gaujugendgruppe in Frasdorf am 17. Mai, das Gaujugendsingen in Höhenmoos am 25.
Mai und die Trachtenwallfahrt der Chiemgauer Trachtler nach Raiten besucht. Die
Aktiven des Niederaschauer Trachtenvereins als bekannt bewährte und gute
Plattler innerhalb des Gauverbandes werden sich beim gauoffenen Preisplatteln am
15. Juni in Reit im Winkl beteiligen. Innerhalb der Gemeinde sind als nächste
Termine die Mitwirkung beim Fronleichnamszug am 19. Juni, beim ersten
Heimatabend in der Festhalle am Freitag, 20. Juni sowie beim
6-Vereine-Jugend-Preisplatteln ebenfalls in der Festhalle am 13. Juli
vorgesehen. Außerdem werden das 100jährige Gründungsfest Ende Juni in
Wildenwart und das Gautrachtenfest Ende Juli in Übersee besucht werden. Weitere
Heimatabende sind am 19. Juli, am 14. August, am 12. September und am 11.
Oktober 2003, dann gemeinsam mit den Hohenaschauer und Sachranger Trachtlern.
Das vereinseigene Bierfest im Festhallengelände ist für den 20. Juli ab 11 Uhr
eingeplant. Nach den Erntedankfeierlichkeiten am 5. Oktober folgen zum
Jahresabschluß noch die Gauherbstversammlung am 17. Oktober im neuen Saal des
Gasthauses „Zur Post“ in Sachrang und am 24. Oktober die aktive Teilnahme am
Gauball des Chiemgau-Alpenverbandes in Rottau.
Nach
Hans Schuderer übernimmt Rudolf Holthausen das Kommando bei den Priener
Gebirgsschützen: Prien (hö) 02.02.03 –
Führungswechsel bei den Priener Gebirgsschützen: Hans Schuderer
hat ein Jahr nach Übernahme des termin- und ausrück-intensiven
Gau-Hauptmann-Stellvertreters und nach 10jähirger Führung der Priener Kompanie
als Hauptmann und als Schriftführer das Amt in die Hände seines Kameraden
Rudolf Holthausen gegeben. Mit einem leidenschaftlichen Appell an die
Geschlossenheit der insgesamt 212 Mitglieder starken und 1961 wiedergegründeten
Gemeinschaft sowie mit der Bekanntgabe bereits vereinbarter Termine übergab
Hans Schuderer sein Amt. Holthausen seinerseits dankte einerseits Hans Schuderer
und andererseits für das ihm
erbrachte Wahl-Vertrauen. .
Ehe
es zu den Wahlen unter der Leitung von Zweiten Bürgermeister Michael Anner und
zu den Vorstands-Veränderungen kam, machte der scheidende Hauptmann noch einen
außergewöhnlich umfangreichen Jahresbericht. Vielfältige Vereins- und
Gau-Termine und diese oftmals in Verbindung mit kirchlichen Anlässen galt es zu
bewerkstelligen. Der genaue Tätigkeitsbericht erinnerte an die
Bundesversammlung und an das Bataillonsfest am Samerberg genauso wie an das 250jährige
Altar-Weihe-Jubiläum in der Priener Pfarrkirche. Ein besonderer Höhepunkt war
für drei Kameraden aus Prien die Teilnahme an den Geburtstagsfeierlichkeiten
von Kardinal Joseph Ratzinger in Rom in Verbindung mit einer Papst-Audienz zu
Ehren der Bayerischen Gebirgsschützen.
Die
Berichte von Schützenmeister Josef Kirner, von Salutzugführer Paul Panzer, von
Tambourmajor Helmut Schmidt, vom bisherigen Schatzmeister Rudi Holthausen und
von Kassenprüfer Stefan Freund zeugten allesamt von Aktivitäts-Fleiß und
Korrektheit. Die Neuwahlen erbrachten
dann folgende Ergebnisse: Hauptmann Rudi Holthausen, Oberleutnant wie bisher
Paul Panzer, Leutnant-Schatzmeister Thomas Filberth (bisher Rudi Holthausen),
Leutnant Schriftführer Walter Vogl (bisher in Personalunion Hauptmann Hans
Schuderer), Leutnant-Tambour Helmut Schmmidt, Oberjäger-Fähnrich Gert
Drechsler, Oberjäger zur besonderen Verwendung Manfred Ritter sowie die
Kassenprüfer Stephan Freund und Sepp Stöttner.
Musikförderverein begrüßt 200. Mitglied: Aschau (hö) 30.01.03 – Der Musikförderverein Aschau i. Chiemgau hat ein halbes Jahr nach seiner Eintragung in das Vereinsregister bereits das 200. Mitglied begrüßen können. Marlies Polz, selbst aktives Mitglied innerhalb der Aschauer Musikkapelle, war das Jubiläums-Mitglied, das von Fördervereins-Vorsitzendem Robert Schneikart bei einem kleinen Empfang im Schloß Hohenaschau begrüßt wurde. Wie der Vorsitzende dabei mitteilte, will der Verein die Förderung der Musikkapelle und des Musiknachwuchses unter anderem durch Notenmaterial sowie mit Unterstützung von Seminaren und Prüfungen aktivieren.
Brauchtums-Übereinstimmung für
2003 im Priental
Aktiver Heimat- und
Geschichtsverein von Aschau jetzt mit 467 Mitgliedern: Aschau (hö)
30.01.03 – Ganze 467 Mitglieder kann der Heimat- und Geschichtsverein von
Aschau im Chiemgau in seinen Reihen wissen. Im letzten Jahr waren – wie
Vorsitzender Hans Rucker bei der Jahresversammlung im Burghotel Hohenaschau
mitteilte – zwölf neue Mitglieder hinzugekommen. Unter anderem traten dem
Heimat- und Geschichtsverein von Aschau der Heimat- und Kulturverein Frasdorf,
der Förderverein Maximilianshütte Bergen und der Verein der Freunde des
Naturkundemuseums Siegsdorf bei.
In seinem Rückblick
erinnerte Vorsitzender Hans Rucker an vielfältige Aktivitäten, so zum Beispiel
an den Lichtbildervortrag des Frasdorfer Ehepaares Osterhammer zum Thema
„Kulturstätten und Ausflugsziele vom Inntal bis zum Isarwinkel“. Im Rahmen
der Reihe „Bayerische Industrie-Pioniere“ wurde von Georg Antretter der Film
„Josef Anton Ritter von Maffei“ zusammen mit dem Verein „Kunst und
Kultur“ angeboten. Ein Fachbesuch führte die Aschauer zum Bauernhausmuseum
nach Amerang. Dort wird nach dem Abbruch des Häuslmo-Anwesens von Aschau dieses
originalgetreu wieder aufgestellt werden. Auch das Eisenhüttenwerk „Anna-Hütte“
in Hammerau wurde besucht. Baron Rasso von Cramer-Klett führte im Mai durch die
Räume der Schlossbrauerei und Architekt Schindler erklärte dort die Baupläne
und die Neubauabsichten. Auch eine Fahrt auf die Fraueninsel zusammen mit dem
Heimat- und Kulturverein Frasdorf fand Interesse in den Reihen der Mitglieder.
Eine besondere Ausflugsfahrt führte nach Bamberg zur Landesausstellung „1002
bis 1024 – Kaiser Heinrich II“ mit einer Gottesdienstteilnahme im Bamberger
Dom. „Dem Brauchtum auf der Spur“ war man im Katholischen Pfarrheim mit
ebenso großem Teilnahmeerfolg, wie einem Diavortrag von Hans Rucker mit dem
Thema „Gedenken an Holz, Stein und Eisen“ beschieden war.
Burgladerl, Schlossführungen,
Chronikleistungen und Skelettfund
Als Schwerpunkte der
Vereinsarbeit bezeichnete Hans Rucker das seit 1988 betriebene Burgladerl und
die von Ostern bis zum Herbst durchgeführten Schlossführungen zu Hohenaschau.
In diesem Zusammenhang galt den vielfach Beteiligten ein herzlicher Dank. Auch
die Mitarbeit und Mitfinanzierung an der Fertigstellung der großen Aschauer
Chronik ist ein Schwerpunkt für den Heimat- und Geschichtsverein. Stolz war die
Vorstandschaft, dass bei einem Skelettfund in Aufham die Aufmerksamkeit der
Kinder von Familie Hofmann genutzt werden konnte und dass inzwischen sehr
interessante wissenschaftliche Untersuchungen bekannt geworden sind. Demzufolge
handelt es sich bei dem Skelett von Aschau um eine reguläre Bestattung aus dem
8. oder 9. Jahrhundert. Diese Bestattung könnte Bestandteil einer kleinen Gräbergruppe
sein, die zu einer frühmittelalterlichen Einzelhofsiedlung gehörte. Man könnte
nun in der näheren Umgebung weitere Gräber und Siedlungsspuren erwarten, so
vermutet Fachmann Dr. Werner Zanier. Eine im Besitz des Heimat- und
Geschichtsvereins Aschau befindliche Silex-Dolchspitze aus der Vor- und Frühgeschichte
des Prientales wurde als Leihgabe an die Gemeinde Siegsdorf für das Naturkunde-
und Mammutmuseum übergeben. Der Eisenhort vom Emperbichl aus der Gemeinde
Schleching wurde an die Archäologische Staatssammlung in München
weitergegeben. Die Archivierung von Fotografien und Ansichtskarten wird zur Zeit
von Ingrid Stegherr und Karl Wullinger vorgenommen.
Anträge an die
Gemeinde
An die Gemeinde
Aschau stellte der Heimat- und Geschichtsverein einen Antrag, auf dem Vorplatz
des neuen Rathauses ein Kunstwerk aufzustellen, das zum Beispiel an die
ehemalige Eisenverarbeitung erinnern könnte. Ein zweiter Vorschlag ging an die
unbeachtete Holzplastik der „Kreuzabnahme Christi“ in der Aschauer
Pfarrkirche. Hierbei handelt es sich um ein Kunstwerk nach dem Entwurf von
Angelo Negretti, geschnitzt vom Aschauer Holzbildhauer Johann Kreuz. Diese
„Kreuzabnahme“ war Bestandteil des ehemaligen Kriegeraltares in der Aschauer
Pfarrkirche und es wird nunmehr vorgeschlagen zu prüfen, ob dieses Kunstwerk
vielleicht an der Innenseite der Stirnwand in der Leichenhalle angebracht werden
könnte. Eine dritte Anregung betraf die Umbenennung des Platzes vor der
Schlosseinkehr in „Pankraz-von-Freyberg-Platz“. Bürgermeister Kaspar Öttl
und Kuramtsleiter Wolfgang Bude bedankten sich in ihren Beiträgen für die
aktive Vereinsarbeit und auch für die wohlwollende Unterstützung bei den
verschiedenen gemeinsamen Anliegen, insbesondere zur Fertigstellung der Aschauer
Chronik. Die verschiedenen Anregungen sollen nunmehr geprüft werden. In Auftrag
gegeben wurde noch die Restaurierung der Gedenktafeln an der Pfarrkirche
Niederaschau an einen Steinmetz.
Fleiß
und viele Vorhaben sollen für weiteren Erfolg für „Urlaub auf dem
Bauernhof“ im Landkreis Rosenheim sorgen: Rosenheim
(hö) 29.01.03 – Die außergewöhnlichen Erfolgsbilanzen von der Ferienform
„Urlaub auf dem Bauernhof“ in Bayern sowie im Landkreis Rosenheim kommen
nicht von ungefähr. Wie Landesgeschäftsführer Markus Ritter und Geschäftsführer
Paul Arnold für die „Anbietergemeinschaft Wendelstein - Chiemsee“ bei einer
stark besuchten Mitgliederversammlung im Gasthof „Zur Post“ in Rohrdorf (wir
berichteten) mitteilten, sind die gegenüber der Privatvermietung,
Ferienwohnungen und Hotellerie besseren Jahresergebnisse 2002 auf erfolgreiche
Marketingmaßnahmen sowie auf bestens koordinierte Werbemittel zurückzuführen.
Kolpingfamilie
weiter mit Günter Berger an der Spitze: Aschau (hö) 29.01.03 – Günter
Berger bleibt weiterhin Erster Vorsitzender der Theaterabteilung der
Kolpingsfamilie von Aschau im Chiemgau. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer
Jahreshauptversammlung mit Neuwahl, die einen erfreulichen Besucherzuspruch
hatte. Neu in der Vorstandschaft ist Max Neumüller, der Leni Bauer als 2.
Vorstand ablöst. Als Kassiererin wurden Martina Danner und als Schriftführerin
Marianne Neumüller wiedergewählt. Als Beisitzer für die Vorstandschaft
bekamen Thomas Praxler, Manuela Maier und Stephan Trost das Vertrauen der
Versammlungsteilnehmer.
In seinem Rückblick
erinnerte Vorstand Günter Berger an die überaus zahlreichen Aktivitäten der
Theaterabteilung von der Kolpingsfamilie Aschau. Vor allem die beiden Theaterstücke
im Frühjahr „Opa’s Glückstreffer“ und im Herbst „Heirat auf Befehl“
wurden dabei erwähnt. Ein Wanderausflug führte von Aschau nach Wildenwart; außerdem
beteiligte man sich an der Bezirksversammlung des Oberbayerischen
Theaterverbandes in Bad Füssing. Derzeit hat die Theatergruppe der
Kolpingsfamilie genau 50 Mitglieder, davon sind 33 aktive Spieler, neun Bühnenbauer
bzw. Maskenbildner und Tontechniker sowie sechs passive und zwei fördernde
Mitglieder. Als nächstes stehen die Proben für die Aufführungen im Frühjahr
2003 für das Stück mit dem Titel „Thomas auf der Himmelsleiter“ an. Die
genauen Termine werden noch von der neuen Vorstandschaft festgelegt. Außerdem
beschloß die Versammlung, im Jahr 2004 im Aschauer Schlosshof Freilichtaufführungen
durchzuführen. „Hier steht uns und dem gesamten Theaterverein eine Menge
Arbeit bevor“ – so Vorstand Günter Berger nach erfolgtem einmütigem
Beschluß der Versammlung für die Freilichtaufführungen. Nähere Informationen
über die Theaterabteilung der Kolpingfamilie und zu deren Vorhaben in diesem
und im kommenden Jahr gibt es bei Vorstand Günter Berger, Telefon 08052/2265.
Samerberger und Bauern besuchen Münchner Reisemesse anlässlich Brauchtumsauftritt der Roßholzener am Sonntag, 16. Februar – Mitfahrgelegenheit gegeben: Samerberg/Landkreis (hö) 28.01.03 – Anläßlich der Reisemesse „Caravan-Boot-Reisemarkt“ im Münchner Messegelände wurde der Verkehrsverein Samerberg von der Bayern-Tourismus GmbH zu einem Brauchtums-Auftritt auf der Bayern-Bühne eingeladen. Die Auftritte nehmen am Sonntag, 16. Februar musikalische und trachtlerische Dirndl und Buam der Jugendgruppe des Samerberger Trachtenvereins von Rossholzen wahr. Die halbstündigen Auftritte auf den Bühnen in der Tourismushalle B 5 beginnen um 12 Uhr und um 13 Uhr. Für interessierte Mitglieder des Trachtenvereins, für Vermieter, Wirte und Bürger vom Samerberg sowie für die Mitglieder der Rosenheimer Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof Wendelstein-Chiemsee“ besteht die Möglichkeit, sich an der gemeinsamen Busfahrt zu beteiligen. Die Abfahrt beginnt um 9.30 Uhr in Törwang und die Rückfahrt ab dem Messegelände ist um 15.45 Uhr. Anmeldungen nimmt der Verkehrsverein Samerberg, Telefon 08032-8606 entgegen.
Besichtigung
der Feuerwehr und Diskussion mit dem Gemeinderat, aktiver
Gedankenaustausch: Prien (hö) 21.01.03 –
Fast vier Stunden Zeit nahm sich der fast komplett erschienene
Gemeinderat mit den drei Bürgermeistern Christian Fichtl, Michael Anner und
Renate Hof an der Spitze, um sich ausführlich von den Verantwortlichen der
Freiwilligen Feuerwehr von Prien einen Sachstands- und Situationsbericht geben
zu lassen. Nach der intensiven und interessanten Erläuterung am Fuhrpark und an
den technischen Einrichtungen des Feuerwehrhauses tauschte man im Floriansstüberl
bei einer Brotzeit noch einige Gedanken und Erfahrungen aus.
Feuerwehrvorstand
Hans Herzinger bedankte sich schon bei der Begrüßung für das
Gemeinde-Interesse. Bürgermeister Christian Fichtl wiederum sagte, dass die
Feuerwehr und der Rettungsdienst in Prien nicht nur eine Pflichtaufgabe sind,
sondern dass man auch die Ehrenamtlichkeit der Frauen und Männer zu schätzen
wisse. Stefan Pfliegl als Kommandant der Feuerwehr brachte beim Rundgang die
Sorgen und Nöte der Feuerwehr vor. Grösstes Sorgenkind ist zur Zeit der 30
Jahre alte Rüstwagen. Nachdem dieser im regionalen Alarmplan enthalten ist,
wird er auch häufig zum Einsatz gefordert. „Es fehlt an allen Ecken und
Enden“, so Kommandant Pfliegl bei der Aufzählung der Defizite des Wagens, der
auch ein fast ausgedientes Schlauchboot mitführt. Stolz dagegen sind die
Priener Feuerwehrler auf ihren 1999 angeschafften Leiterwagen. Von den 30 Metern
Höhe, die bei voller Ausfahrt der Leiter erreicht werden, überzeugten sich die
meisten der Gemeinderäte persönlich. Dabei gewannen sie einen Überblick über
das nächtliche Prien, aber auch einen Einblick, wie schwierig es mit schwerer
Montur sein kann, im Ernsteinsatz im Rettungskorb zu arbeiten. Besonders
beeindruckt zeigten sich die Gemeinderäte von den Leistungen der
feuerwehreigenen Werkstatt unter der Leitung von Gerätewart Klaus
Kollmannsberger. Diese ist über die üblichen Arbeitszeiten beansprucht, da die
Priener Feuerwehr als Stützpunktfeuerwehr, mit der Herreninsel und mit der
nahen Autobahn einige Sonderaufgaben zu bewältigen hat. Zu diesen gehört auch
der Ölschutz auf dem Chiemsee und der Atemschutz, der innerhalb des Landkreises
Rosenheim immer stärker im Priener Feuerwehrhaus zur Ausbildung kommt. Dabei
informierte Feuerwehr-Arzt Dr. Otto Steiner über die umfangreichen Tests, die
notwendig sind, um als Atemschutzträger anerkannt zu werden. Mängel an den in
den letzten Hochwasser-Geschehnissen zu Schaden gegangenen Notstrom- und
Kompressor-Anlagen im Keller wurden auch von Gemeinderat Georg Fischer bestätigt,
der sich in seiner Mechaniker-Eigenschaft schon mehrfach mit den Geräten beschäftigt
hatten. Ein wichtige Bereicherung stellt ein günstig erworbener und dank
einiger Sponsoren auch gut hergerrichteter Wagen mit Verkehrsanhänger dar. Neu
entdeckt wurde von den Gemeinderäten ein eigener Jugendraum im Keller, den sich
die Jugendlichen selbst hergerichtet hatten und der zur Förderung der
Nachwuchsarbeit ganz wichtig ist. „Alles wurde bislang von uns und vom
Feuerwehrverein bezahlt, offen sind jetzt noch 1.000 Euro“, so Stefan Pfliegl.
Bei Gemeinderat Dr. Wulf-Dieter Stüwert fiel dies gleich auf offene Ohren. Stüwert
spendierte spontan die Hälfte des Fehlbetrages.
Überwältigende Einsatz-Bilanz 2002
Überwältigend fiel die Einsatzbilanz für das Jahr 2002 aus, die Kommandant Pfliegl abschließend vorstellte. 180 mal waren wir unterwegs, das ist jeder zweite Tag. 21 Brandeinsätzen und 133 technischen Hilfeleistungen kamen noch 31 Fehlalarm-Meldungen hinzu. Insgesamt errechnen sich 11.000 Gesamt-Stunden, die die insgesamt 73 Aktiven der Feuerwehr ehrenamtlich leisten und die einen Gegenwert bei einem Stundensatz von angenommenen 17 Euro von insgesamt 187.000 Euro darstellen. Aufgrund der hohen Beanspruchung in Ausbildung und Ernst-Einsatz müssen manche gewünschte Vorhaben der Feuerwehrleute zurückgestellt werden. Als Beispiele nannten Vorstand Herzinger und Kommandant Pfliegl die Feuerbeschauen an Priener Gebäuden sowie die verstärkt gewünschte Maschinisten-Ausbildung. Erfreulich ist, dass wieder vermehrt Jugendliche innerhalb der Aktiven von der Priener Wehr nachrücken und dass mit sieben weiblichen Feuerwehrleuten eine sympathische Bereicherung gegeben ist. Bürgermeister Christian Fichtl dankte für die offene Information und versprach, die angesprochenen Anliegen mit seiner Rathaus-Verwaltung und mit dem Gemeinderat zu erörtern. Weitere Informationen aus dem Geschehen des Feuerwehrvereins und von der Arbeit der Feuerwehr im abgelaufenen Jahr gibt es bei der Jahresversammlung am Freitag, 31. Januar.
Schützenball Hittenkirchen mit Königs-Proklamation und vielen Höhepunkten: Hittenkirchen (hö) 19.01.03 – Es lohnte sich, dass die neuen Wirtsleute vom Landgasthof in Hittenkirchen noch vor der offiziellen Eröffnung dem örtlichen Schützenverein die Türen öffneten. Voll besetzt war der große Gastraum beim traditionellen Schützenball. Die harmonische Atmosphäre der Orstsvereine untereinander und das gute Auskommen mit den benachbarten Schützenvereinen von Wildenwart, Bernau, Umrathshausen, Edelweiß-Bernau und Frasdorf spiegelten sich in den Besucherreihen wieder. Schützenmeister Franz Thalhammer freute sich auch über die Anwesenheit der benachbarten Schützenkönige und er stellte die neuen Schützenkönige von Hittenkirchen vor. So wurde Konrad Bauer senior zum neuen Schützenkönig proklamiert. Er folgte damit seinem Schützenkameraden Joachim Paar nach. Als neue Jugend-Schützenkönig wurde Florian Summerer vorgestellt. Der Aufmarsch der Könige war nur einer der vielen Höhepunkte eines an Ereignissen reichen Abends. Den Auftakt bildete die Kinderprinzengarde aus Aschau mit ihrem Tanz und mit einer Showeinlage. Die Jugend des Schützenvereins von Hittenkirchen erheiterte mit einer Theatereinlage, bei der es humorvolle Szenen vor Gericht gab und der große Stab der Aschauer Faschingsgilde heizte um Mitternacht mit seinen Auftritten die Stimmung nochmals richtig an. Zwischendurch nahmen die Ballbesucher recht eifrig das Tanzangebot der fleißig aufspielenden Chiemsee-Vagabunden an.
Neuartiger Neujahrsempfang über CSU hinweg zum Thema Vereinsarbeit in Aschau bestens angekommen: Aschau (hö) 15.01.03 – „In einer Zeit der Spassgesellschaft, innerhalb derer den meisten Menschen die Themen Eigenverantwortung und Ehrenamtlichkeit immer weniger interessiert, wollen wir ganz bewusst auf die Bedeutung der Vereins- und Jugendarbeit in den Gemeinden aufmerksam machen“, nach diesem Grundgedanken hießen Ortsvorsitzender Horst Wenzel von der CSU Aschau und der neue CSU-Kreisvorsitzende Klaus Stöttner zahlreiche Vereinsvertreter aus Aschau und Sachrang willkommen. Anders als bisher war damit der traditionelle Neujahrsempfang der CSU vorbereitet worden. Mit einem wichtigen Thema und den dazu ausgesuchten Gästen als passende Zielgruppe bewährte sich dieser Versuch bestens.
Gäste aus den CSU-Reihen, aber auch aus anderen politischen Lagern aus dem Priental, aus Bernau, Prien, Frasdorf und vom Samerberg nahmen die Informationen und Diskussionen zum Thema der Vereinsarbeit gerne an. Ortsvorsitzender Horst Wenzel bat nach der Übermittlung der Grußbotschaften von Bundestagsabgeordnetem Wolfgang Zeitlmann und Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter um Verständnis, dass man in Aschau mit seinen 50 Vereinen um einen gruppierungsübergreifenden Gesellschafts-Dialog zum Wohle der Ehrenamtlichkeit bemüht ist. Als gastgebender Hausherr im Lesesaal vom Haus des Gastes sowie als Vertreter von Bürgermeister Kaspar Öttl bedankte sich Karl Haberstock für das Zustandekommen des Dialoges. „Kommunalpolitik ist in Aschau keine Partei-, sondern Sachpolitik. Das zeigt schon die Anwesenheit von vier Gemeinderäten aus den Reihen der Freien Wahlgemeinschaft beim heutigen Empfang“, so Karl Haberstock, der ebenfalls dieser Gruppierung angehört. Gespannt kündigte der Bürgermeister den neuen Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Klaus Stöttner an, den er als Vertreter einer neuen Generation auch als Hoffnungsträger für die heimische Region bezeichnete. Stöttner selbst bezeichnete die Fußstapfen, die Adolf Dinglreiter und Landrat Dr. Max Gimple vorgegeben haben, als sehr hoch. „Mit 9.600 Mitgliedern ist der CSU-Kreisverband Rosenheim ein sehr großer Verein, der sich der Heimat und politischen Verantwortung verschrieben hat“, so der 39jährige Nachwuchs-Politiker mit festen Vorstellungen. „Werte sind genauso wichtig wie Wirtschaft“ oder „Heimat, Tradition und Gemeinschaft sind eine Einheit in Bayern“ waren einige Eckdaten seiner Ausführungen. Zusammenfassend stellte Stöttner fest, dass das Vereinsleben im Ort für eine Ortsentwicklung unbezahlbar wichtig ist. Für die Bewirtung zum Neujahrsempfang sorgten mit Maria Thaurer, Georg Westenthanner und einigen Gardemädchen der Faschingsgilde einige Ehrenamtliche, denen der Dank von Vorsitzendem Wenzel noch besonders galt. „Halten wir die Vereinsarbeit und Tradition mit den Neuheiten der Zeit auch zukünftig beieinander“, so der abschließende Appell von Wenzel ehe er noch einige Termine bekanntgab. So forderte er die Frasdorfer zur aktiven Beteiligung beim Bürgerbegehren am kommenden Wochenende in Frasdorf auf, am 23. Januar ist ein CSU-Info-Abend in Prien im Cafe Heider, am 26. Januar ist der Neujahrs-Empfang der Gemeinde Bernau und am 5. März kommt Staatskanzlei-Chef Erwin Huber unmittelbar nach der Aschermittwochs-Veranstaltung von Passau in das Trachtenheim von Hittenkirchen.
Erste öffentliche
Zusammenkunft des Aschauer Gemeinderates im neuen Sitzungssaal des
Rathaus-Anbaues
Der
erste Beschluß im neuen Sitzungssaal betraf die vereinfachte Änderung des
Bebauungsplanes „Sachrang Süd-West I“ in der Dorfstraße mit den Nummern
30, 30a und 30b. Nach der Behandlung der wenigen Bedenken und Anregungen wurde
die Änderung als Satzung beschlossen. Nicht nachkommen will der Aschauer
Gemeinderat einem Antrag des Bayernbundes, Kreisverband Rosenheim. Dieser bat um
Berichtigung aller falsch geschriebener bayersicher Flur-, Orts- und Straßennamen.
Dem Ansinnen zufolge sollte die Jahrhunderte alte Schreibweise mit „ai“
wieder eingeführt werden. Der Eichenweg wäre dann der Aichenweg,
Schwarzenstein wäre Schwarzenstain und der Meisenweg wäre der Maisenweg. Der
einstimmige Ablehnungsbeschluss wurde darin begründet, dass die Amtssprache
deutsch ist und dass die Umsetzung der beantragten Änderungen erhebliche Kosten
für alle betroffenen Bürger und Anwohner mit sich bringen würden. Lange und
grundsätzliche Diskussionen gab es bei der Festlegung der Kindergartengebühren
nachdem von der Katholischen Kirche und vor allem von der Erzbischöflichen
Finanzkammer die Forderung kam, die Eltern-Gebühren um 15 Euro je Tagessatz zu
erhöhen. Dies wäre eine Erhöhung von etwa 25 Prozent. Lediglich für die
Vormittagsgruppe und für die Sechs-Stunden-Gruppe kann sich der Gemeinderat
eine moderate Erhöhung von rund fünf Prozent vorstellen. Ob diese Erhöhung im
gemeindlichen Kindergarten tatsächlich kommt, soll nunmehr zusammen mit
weiteren Finanzierungsfragen für die Vor-Praktikantin mit der Kirche abgeklärt
werden. Ziel der Gemeinde bleibt es, mit der Kirche einheitliche Gebühren zu
vereinbaren und die 1998 notariell getroffene Vereinbarung der Gleichbehandlung
aller Kindergärten im Gemeindebereich aufrecht zu erhalten. Schwer fiel es den
Gemeinderäten auch einen Konsens für eine angestrebte Nachmittagsbetreuung an
der Grund- und Teilhauptschule zu finden. Nach einer Eltern-Initiative und einer
von dieser gestarteten Umfrage gibt es für 25 Schüler ein Interesse für die
Nachmittagsbetreuung und für 22 Schüler wird eine Mittagsverpflegung gewünscht.
Personal und Kosten und tatsächlich zu erwartende Zahlen wurden abgewägt.
„Grundsätzlich ist es Aufgabe des Staates, dieses Schulangebot zu
finanzieren“, so der Tenor. Letztlich vereinbarte der Gemeinderat einen
Kompromissvorschlag. So wird für die Zeit nach den Osterferien bis zum
Schuljahresende das Betreuungsangebot für eine verlängerte Mittagszeit bis
14.45 Uhr angeboten. Hierzu will man jetzt den genau gewünschten Zuspruch von
den Eltern abfragen. Das Angebot soll bei Bedarf verlängert werden, wenn es für
die Gemeinde dann kostenneutral zu gestalten ist. Alljährlich neu vergeben wird
die Nutzung des Glückshafens beim Aschauer Markt. Heuer wird diesen der Müllner-Peter-Museumsverein
von Sachrang betreuen. Für 2004 stellte die Königlich-Priveligierte Feuerschützengesellschaft
Hohenaschau einen Antrag, dem der Gemeinderat einstimmig zustimmte. In der
freien Aussprache regte Gemeinderat Seppi Thaurer das Anlegen eines Rundweges am
Bärensee sowie eine verbesserte Beschilderung für dieses Gebiet an.
Ratskollege Jakob Hündl bat dieses sensible Gebiet gänzlich von Besuchern
freizuhalten und er forderte zugleich
das Einhalten des Fahrverbotes für Fahrzeuge aller Art einschließlich von
Kettenkrad-Fahrzeugen. Kuramtsleiter Wolfgang Bude regte für das Bärenseegebiet
eine Beobachtungsplattform an. Alle Bärensee-Anregungen will Bürgermeister
Kaspar Öttl überprüfen lassen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder über
eventuell mögliche Maßnahmen berichten.
Begeisterte Jugend bei Volkstanzkurs in Hittenkirchen: Hittenkirchen (hö) 14.01.03 – Volkstanzen ist kein alter Hut, sondern eine gar recht willkommene Beschäftigung für junge Leute. Dies bezeugte ein zweiter Kursabend für Jugendliche aus dem gesamten Chiemgau, die sich im Trachtenheim von Hittenkirchen einfanden, um Walzer, Landler, Schottisch, Polka, Chiemgauer Tänze und die Münchner Francaise zu erlernen. Rund einhundert Dirndl und Buam folgten den Anleitungen von Jakob Irrgang aus Hittenkirchen und Klaus Löhmann aus Prien. Weitere Möglichkeiten, sich den Kursangeboten anzuschließen sind am Dienstag, 21. Januar und am Dienstag, 28. Januar jeweils ab 19.30 Uhr im Hittenkirchener Trachtenheim. Nähere Inforamtionen und Anmeldungen sind bei Tanzmeister Jakob Irrgang, Telefon 08051-1833 möglich.
„Jetzt red i“ kommt am 19. März vom Samerberg: Samerberg (hö) 14.01.03 – Die Gemeinde Samerberg im Landkreis Rosenheim wurde vom Bayerischen Rundfunk für die bekannte Bürgersendung „Jetzt red i“ auserwählt. Die Aufzeichnung der Sendung in der Samerberger Halle ist am Dienstag, 4. Februar ab 19 Uhr, die Ausstrahlung der Diskussionsbeiträge und des Samerberg-Porträts unter der Leitung von Dietmar Gaiser erfolgt am Josefitag, Mittwoch, 19. März ab 20.15 im Bayerischen Fernsehen. Auf diese Termine einigten sich in diesen Tagen Margot Waltenberger-Walte von der Redaktion Bürgersendungen im Fernsehen mit Bürgermeister Georg Huber und Geschäftsleiter Werner Sahm im Samerberger Rathaus.
Prientalcenter in Frasdorf – ja oder nein -
Beim Bürgerentscheid in Frasdorf am 19.Januar hat der Bürger die letzte
Entscheidung: Frasdorf (reh) 12.01.03 In Frasdorf/Chiemgau, LKrs. Rosenheim
wird am Sonntag, 19.Januar erstmals in der Geschichte des Ortes ein Bürgerentscheid
durchgeführt. Bei seiner letzten Sitzung beschloss der Frasdorfer Gemeinderat,
dass die Bürger in einem Bürgerentscheid über das umstrittene Einkaufszentrum
„Prientalcenter“ an der westlichen Autobahneinfahrt Frasdorf abstimmen
sollen. Mit diesem Bürgerentscheid wird ein endgültiger Schlussstrich unter
die mittlerweile acht Jahre dauernden Anstrengungen gezogen, an dieser Stelle
ein Gewerbegebiet anzusiedeln. Alle bisherigen Versuche des Initiators Andreas
Renner aus Samerberg wurden vom Frasdorfer Gemeinderat in den vergangenen acht
Jahren einstimmig abgelehnt.
Seit mittlerweile acht Jahren konnte sich kein einziger stimmberechtigter
Gemeinderat mit dem „Prientalcenter“ und seiner Verwirklichung am Ortsrand
von Frasdorf anfreunden. Einstimmig beschlossen die Frasdorfer Gemeinderäte den
Bürgern mit einem Ratsbegehren eine Alternative zum eingereichten Bürgerbegehren
zur Wahl zu stellen. „Der Frasdorfer Gemeinderat ist bereit die Planung eines
Einkaufzentrums an der Autobahneinfahrt Salzburg in die Wege zu leiten. Dieses
Einkaufszentrum soll aber auf gar keinen Fall eine Schnellgastronomie, ein Motel
oder eine Tankstelle mit 24-Stunden-Betrieb umfassen“, erklärte Bürgermeister
Benno Voggenauer. „Als „normaler“ Markt unterliegt das geplante Vorhaben
den gesetzlichen Ladenschlusszeiten und ist zu den normalen Einkaufszeiten geöffnet“.
Dem Bau eines großen Supermarktes für den täglichen Einkauf in Frasdorf wolle
sich der Gemeinderat nicht widersetzen, den Vorwurf alle vorgestellten Entwürfe
blockiert zu haben und blockieren zu wollen, wies er zurück. Die stets
einstimmige Ablehnung aller vorgestellten Projekte durch den Gemeinderat habe
sich zu keinem Zeitpunkt gegen die Frasdorfer Grundstückseigner oder den
Initiator Andreas Renner aus Samerberg gerichtet; es seien die immer
wiederkehrenden gleichen Angebote eines Autohofs in wechselnder Form mit „24
Stunden rund um die Uhr Service“ gewesen, die zur Zurückweisung durch den
Gemeinderat geführt habe.
Alle bisherigen Angaben des Initiators Andreas Renner zu diesem Projekt seien
widersprüchlich. Dies gelte insbesondere für die Anzahl der Arbeitsplätze (50
oder 90 oder 120) und die Investitionskosten. Es sei der Gemeinde bisher nicht
bekannt, welcher Investor eigentlich hinter diesem Großprojekt stehe. Die
Seriosität des Investors und des gesamten Projekts sind für die Gemeinde
Frasdorf nicht nachprüfbar. Da nach den ständig wechselnden Angaben Renners
ein Investitionsvolumen zwischen elf und 30 Millionen Euro im Raum stehe, wäre
die Gemeinde interessiert, diesen Investor auch einmal kennen zu lernen. Der
Gemeinderat habe sich acht lange Jahre geduldig ein Projekt nach dem anderen
angesehen, kein Einziges sei für den Ort akzeptabel gewesen. Schließlich habe
man sich entschlossen, diese Vorhaben überhaupt nicht mehr auf die
Tagesordnung zu nehmen.
Der Gemeinderat Frasdorf werde im Vorfeld der Abstimmung den Bürgern seine
bisherige Haltung darlegen und den Unterschied der beiden geplanten Vorhaben
herausstellen. Das letzte Wort habe nun am Sonntag, 19.Januar der Bürger, er könne
selbst entscheiden was er wolle, ein Einkaufszentrum das den gesetzlichen Ladenöffnungszeiten
unterliege oder einen 24-Stunden Betrieb unmittelbar am Ortsrand.
Die Initiatoren und Grundeigentümer des Frasdorfer Volksbegehrens sehen das
ganz anders: sie sehen die 24-Stunden Tankanlage als unverzichtbaren Mittelpunkt
des Einkaufszentrums zur Finanzierung des Projektes an. Das „Prientalcenter“
stelle ein einheitliches Konzept dar, in dem alle Teilbereiche aufeinander
abgestimmt seien und das daher in seiner Gesamtheit verwirklicht werden müsse.
Der Begriff „Einkaufszentrum“ sei vom Gesetzgeber oder der Wirtschaft in
keiner Weise definiert, jedermann verstehe unter dem Begriff etwas anderes. Die
Bürger seien im Vorfeld bei der Informationsveranstaltung in der Lamstoahalle
und in einem Beiblatt bei der Unterschriftenabgabe durch die Initiatoren
ausreichend über den Umfang des vorgesehenen Einkaufszentrums aufgeklärt
worden. Zur Konkretisierung der Fragestellung änderten sie die Abstimmungsfrage
des im November eingereichten Bürgerbegehrens ab. Sie wird am 19.Januar lauten:
Sind Sie dafür, dass auf dem als „Gewerbegebiet Frasdorf“ gekennzeichneten
Gebiet an der BAB München-Salzburg, Ausfahrt Frasdorf, ein Einkaufszentrum ohne
LKW-Parkplätze, bestehend aus einem großen Supermarkt, einem
Restaurationsbetrieb, einem kleinen Motel und einer Tankstelle, mit der
Bezeichnung „Prientalcenter“ errichtet wird, ja oder nein?
Die Bürger können am Sonntag, 19.Januar ihre Stimme in den gewohnten
Wahllokalen in Frasdorf, Umrathshausen und Wildenwart abgeben.
Weitere Information über Heinrich Rehberg Reith 2
83112 Frasdorf, Telefon 08051-4903 bzw.
Gemeindeverwaltung Frasdorf 1.Bürgermeister Benno Voggenauer Schulstraße 3
83112 Frasdorf, Telefon 08052-1796-0
Aschauer
stimmungsvoll in Fasching gestartet: Aschau (hö)12.01.03 –
Was hat Kannibalismus mit dem Bürgermeisteramt zu tun? In Aschau
sehr viel, wenn man den Inthronisationsball der örtlichen Faschingsgilde in der
bis auf den oberletzten Platz in der Festhalle beiwohnen konnte. Die Besucher
waren über die Einlage, aber vor allem über
die Premiere von Prinz Herbert I. und von Prinzessin Christina I. stark
angetan. Auftritte und Show der gesamten Gilde-Mannschaft waren beeindruckend.
Schon
bei der Begrüßung durch Maria Thaurer spürte man, dass Faschings-Hochstimming
in der Luft liegt. Die Pruttinger, die Bernauer und auch Priener waren
tischweise nach Aschau gekommen, um sich an der bekannt schmissigen
Faschingsauftaktstimmung in Aschau zu erfreuen. Präsident Sebastian Bichler
sowie seine Stellvertreter Klaus Aiblinger und Lisi Moosmüller, die Elferräte,
die Hofdamen, Andi Müller an der Musik und das Dutzend Gardemächen waren wie
das Prinzenpaar wohl vorbereitetet, trainiert und auch motiviert, um richtig
loszulegen. Bei der Verleihung der Prientaler Faschingsorden 2003 gab es eine
schier endlose Zahl an Empfängern. Dies wiederum war bestes Zeichen dafür,
dass in Aschau mehr als eine Handvoll ehrenamtlicher Kräfte um das Gelingen der
narrischen Zeit bemüht ist.
Passend zum harmonischen Gilde-Gesamt-Bild war die Auszeichnung von
Ehrenvorstand Fritz Leitner und von den beiden weiteren, vor 30 Jahren schon tätigen
Gründungsmitgliedern Sepp Unterbuchner und Siegi Ramsauer.
Frauenüberschuß vor Kannibalen-Einlage
Gleich nach deren Auszeichnung stellten die Gilde-Präsidenten einen Frauenüberschuß auf der Festhallenbühne fest. „Bürgermeister sind Männer, die müssen jetzt herhalten“, so der Tenor in Ergänzung zur bereits einstudierten Kannibalen-Tanz-Einlage der Elferrats-Mitglieder. Nicht nur Bürgermeister Kaspar Öttl als erfahrenes Faschings-Auftakts-Opfer und sein Vertreter Benno Pertl aus Sachrang, sondern auch der benachbarte Bürgermeisterkollege Klaus Daiber aus Bernau (der Heimat der Prinzessin) kamen dran. Kopf und Bauch wurden schnell dem Anlaß angepasst und letztlich machten die Gemeindeoberhäupter beim Kannibalen-Tanz keine schlechte Figur. Nur beim doppelten Rittberger wollte Kaspar Öttl zugunsten seiner Kollegen auf einen Vergleich verzichten. Die Übergabe des Rathausschlüssels fiel dem Bürgermeister heuer besonders leicht, weil Prinz Herbert Reiter ein eigener Mitarbeiter ist. „Deutschlands jüngstem Touristikfachwirt mit Fähigkeiten vom Kampenwand-Osterhasen bis zum Priental-Nikolaus traue ich noch mehr zu“, so Öttl zur vertraulichenn Amtsabgabe. Ehe sich die Präsentation in allgemeine Tanzlaune auflöste, wurde noch der Showtanz des Prinzenpaares gezeigt. Zu späterer Stunde kam es noch zum Showtanz der Gardemädchen. Danach kam es zu einstimmiger Bestätigung von Präsident Sebastian Bichler, der sagte: „So viel wie heuer, haben sich unsere Leute noch nie den Fasching vorbereitet. Und die Mädchen haben trainiert ohne Ende“. Dass dies wahr war, sah man. Ein wahrlich gelungener Auftakt der Aschauer Faschingsgilde. Zum Erfolg gehörte um Mitternacht noch eine Show-Einlage der Gardemädchen zu Dschungelbuch-Melodien sowie eine fleißig zum gerne angenommenen Tanz aufspielende Kapelle „Bergland light“ mit einer angenehmen Bandbreite an Musikarten.
Priener
starten mit Freude und Furore in langen Fasching 2003: Prien (hö)
12.01.03 – Der heuer bis
zum Dienstag, 4. März dauernde
Fasching hat in Prien einen überaus festlichen und fröhlichen Anfang genommen.
Im sehr gut besetzten Großen Kursaal verstanden es die Mitglieder und
Verantwortlichen der Priener Faschingsgilde „Prienarria e.V.“ bei ihrem
Inthronisationsball ein über Mitternacht dauerndes und bestimmt bis zum
Faschingsende anhaltendes Stimmungsbild aufzubauen. Mitgeholfen haben dabei die
seit einigen Jahren nach Prien kommenden Freunde von der Karnevalsgesellschaft
Werder bei Potsdam aus dem Land Brandenburg.
Pri(e)nz
Michael I. und Pri(e)nzessin Andrea I. standen natürlich im Mittelpunkt des
ballabendlichen Geschehens. Schon allein das barocke, gold-weiß-rot geprägte
Auftrittsgewand zeugte von professioneller Vorbereitung. Ehe das neue
Prinzenpaar jedoch richtig loslegen und begeistern konnte, galt es noch
angenehme Pflichtübungen abzuwarten. Zu diesen gehörten die Begrüßung durch
Präsident Andi Baumgartner und die Einleitung des „dahinscheidenden
Walzers“ durch das vorjährige Prinzenpaar Claudia und Hans. Alsdann spielten
erstmals zu dem allezeit zahlreich angenommenen allgemeinen Tanz die Musikanten
der Kapelle „Lady Gentlemen“ auf. „Alles Walzer“ – so die erste
Tanzdevise und kaum ein Besucher des Inthronisationsballes ließ sich von davon
nicht überzeugen. Dem Auftanz des Volkes folgte der Einmarsch und die
offizielle Amtsübergabe an das neue Prinzenpaar.
Bürgermeister
übergibt noch „jungen“ Rathausschlüssel
Bürgermeister Christian Fichtl gab den von ihm erst vor einem dreiviertel Jahr erworbenen Rathausschlüssel offen, ohne Reue und mit Zuversicht weiter. Prinzenwalzer und Showtanz (nach Mike Jackson) sowie die Vorstellung der Elferräte und Gardemädchen fanden allseits Begeisterung. Nach dem Gardemarsch holte Vize-Präsidentin Katrin Glaubitz das Kinderprinzenpaar Melani I. und Daniel II. auf die Bühne. Auch sie wussten mit Walzer, Marsch und Show sehr zu gefallen. Präsident Reinard Bluck von der mit 40 Personen angerückten Karnevalsgesellschaft Werder hatte nicht nur lobende Worte auf die Freundschaft mit den Prienern parat sondern auch einen Gardeauftritt und zwei Heimatlieder im Gepäck. Im Rahmen der dann folgenden Tombola galt es auch einen Flug nach Mallorco zu gewinnen. „Kleinere“ Gewinner bekamen Freikarten für das Prienavera und Gourmet-Gutscheine für das Gästehaus Neuer in Stock. Eindrucksvoll und zur Zugabe zwingend war der Auftritt des Elferrates mit Schattenspielen und Schlagern. Höhepunkt war der aktuelle Kanzler- und Schröder-Song mit Hinweis auf allseits leere Kassen. Erst nach Mitternacht kam es zum viel erwarteten und auch viel beklatschten Show-Tanz. Die Stimmung kam dabei auf den Höhepunkt. Davon profitierten die Tanzfläche, die Musikband und die Kellerbar, die sich allesamt bis in den frühen morgen um das Vergnügen der Priener Faschingsfreudigen bemühten. Die nächste Gelegenheit, in Prien Fasching auf hohem Niveau bei gleichzeitig angenehmer Gesellschaft zu erleben, besteht am Samstag, 25. Januar mit dem Gildeball.
Wendelsteinregion
wettert gegen Ferienregelung – immense Auswirkungen sind zu erwarten: Wendelsteinregion/Bad
Feilnbach (hö) 11.01.03 – Die
Winterferien sind gerade eine Woche vorbei und die Parlamentarier haben gerade
wieder die Regierungsgeschäfte im neuen Jahr 2003 aufgenommen - da kommt ein
Appell zur Ferienregelung im Sommer für die Zukunft aus der Ferienregion
Wendelstein. Anlaß ist die veränderte Ferienordnung, die in der Bevölkerung
kaum bekannt ist, aber für die Tourismusregionen Bayerns von immenser
Auswirkung sein werden. Christoph Rastinger als 1. Vorsitzender und Sepp Höfer
als Geschäftsführer des Kur- und Tourismusverbandes Wendelstein schrieben in
einem offenen Brief an die Abgeordneten Sepp Ranner aus Bad Aibling und Jakob
Kreidl aus Fischbachau unter anderem:
„Sehr
geehrte Abgeordneten des Bayerischen Landtages, nach 20 Jahren haben die
Kultusministerien die gute alte Regelung der Schulferien gekippt. Von 2003 bis
2008 beginnen in den bevölkerungsreichsten Bundesländer Baden-Württemberg
(24.7.-6.9.03), Bayern (28.7.-8.9.03) und Nordrhein-Westfalen (31.7.-13.9.03)
innerhalb einer Woche die Sommerferien. Keiner nimmt diese Änderung wahr und
erkennt die herankommenden Probleme. Der inländische Tourismus mit seinem hohen
Anteil am Sozialprodukt hat einen bedeutenden Stellenwert in unserer
Gesellschaft. Er ist seit dem September 2001 auch wieder ein zunehmender
Gegenstand wirtschafts- und unternehmenspolitischer Diskussionen. Für die
Tourismusorte in Bayern bringt die komprimierte Ferienzeit erhebliche Probleme
in der Bettenauslastung und beim PKW-Zielverkehr, da die vorgenannten Bundesländer
den größten Gästeanteil für den Tourismus bringen. Mit der neuen
Ferienzeitregelung ist auch ein hoher wirtschaftlicher Schaden zu erwarten, da
sich der Kaufkraftstrom nur noch auf den Monat August konzentriert. Die
Vormonate Juni und Juli lassen erheblich weniger tourismusbedingte Umsätze in
den Bereichen Dienstleistung, Handel und Verkehr sowie im Bausektor erwarten.
Leidtragende sind neben den Vermietern von Gästebetten auch die
Familienurlauber mit schulpflichtigen Kindern, die traditionell das
Bettenangebot der Privatquartiere, Ferienwohnungen und Urlaub auf dem Bauernhof
in Anspruch nehmen. Für diese Gästeart ist die Beschränkung des
Urlaubsangebotes ein erheblicher Einschnitt in die Lebensqualität.
Als Verantwortliche für Kur und Tourismus in der Region Wendelstein appellieren wir auch namens unserer vielen und ebenso betroffenen bayerischen Kolleginnen und Kollegen an die politisch Verantwortlichen bei den zukünftig anstehenden Verhandlungen auf ministerieller Ebene die notwendigen tourismus-relevanten Auswirkungen zu berücksichtigen.“ – so die freundschaftlich formulierten Forderungen aus Bad Feilnbach für die Mitglieder des Kur- und Tourismusverbandes Wendelstein. „Keine noch so hohe Euro-Summe aus unseren knapp bemessenen Werbungs- und Haushalts-Etats reicht aus, um den entstehenden Schaden wett zu machen“, so Sepp Höfer, der sich als erster und lautstark gegen die politischen Ferienregelungs-Entscheidungen auftreten traut und der unter der Telefon-Nummer 08066-1444 für weitere Informationen zur Verfügung steht.
Neuer Priener Maibaum 40 Meter lang und 100 Jahre alt: Prien (hö) 07.01.03 – Der neue Priener Maibaum ist erstmals umgefallen. Passend zu den mond- und kalendermäßig günstigen Holzarbeitstagen machten sich Bürgermeister Christian Fichtl, Bauhof-Chef Sepp Furtner und Trachtenvorstand Sepp Messerer auf den Weg in den Wald der Familie Feßler. Diese spendierte wie schon in vielen Jahren vorher auch den heurigen Maibaum. Der ausgesuchte Baum hat eine Länge von 40 Metern und ein Alter von 100 Jahren. Nach dem geglückten Umarbeiten des Baumes gab es für alle Beteiligten frische Weißwürste. Das weitere Schicksal des Maibaumes, besonders die Gefahren die von Dieben drohen, sind noch ungewiß. Am 1. Mai jedenfalls soll der dann geschmückte und hergerichtete Maibaum festlich und in gewohnter bayerischer Tradition auf dem Priener Marktplatz aufgestellt werden.
Ortsvereine von Hittenkirchen im Landgasthof bei Versteigerung zu Gast: Samerberg (hö) 07.01.03 – Noch ehe der Landgasthof von Hittenkirchen unter der neuen Leitung des Wirtsehepaares Carola und Tobias Messmann in einigen Wochen offiziell wiedereröffnet, taten sich für die Ortsvereine schon mal die Türen auf. Zur traditionellen Versteigerungsfeier der Schützengesellschaft, der Eisstockschützen, des Veteranenvereins und der Feuerwehr gab es nicht nur schmackhafte Kostproben aus der Küche und viel Kostbares zu ersteigern, sondern vor allem ein paar gesellige und unterhaltsame Stunden. Versteigerer Sepp Hamberger verstand es wie schon am Stephanitag bei den Hittenkirchener Trachtlern das gespendete Warensortiment gewinnbringend an den Mann zu bringen. Vom Krim-Sekt bis zum Vogelhäuschen reichte das Angebot. Ein Gutschein für einen Kinderhüpfburg-Tag steigerte Bürgermeister Klaus Daiber. Den Gutschein reichte er spontan an den örtlichen Kindergarten weiter. Schützenmeister Franz Thalhammer hatte allen Grund, namens der Vereine und Besucher dem Versteigerer für seinen lautstarken Einsatz zu danken.
Jetzt täglich Pferdeschlittenfahrten auf dem Samerberg möglich: Samerberg (hö) 07.01.03 – Die frische Schneepracht ermöglicht auf dem Samerberg wieder Winterschlittenfahrten als Freizeitangebot. Die Ausfahrten mit Pferden und Schlitten sind täglich möglich und individuell mit dem Verkehrsamt in Törwang, Telefon 08032-8606 oder mit Verkehrsvereins-Vorsitzendem Hans Auer, Telefon 08032-8787 vereinbar.
Schützenkönigs-Proklamation
in Aschau – Sebastian Feistl gekürt: Aschau (hö) 04.01.03 –
Sebastian Feistl ist der neue Schützenkönig der Königlich
Priveligierten Feuerschützengesellschaft von Aschau. Er ist damit Nachfolger
von Christine Lengauer. Die Pracht der Schützenkette nahm er in der Gaststätte
„Schießstätte“ mit großem Stolz entgegen. Auf den nächsten Plätzen bei
der Luftgewehr-Wertung anlässlich des Königsschießens folgten ihm Benedikt
Reiter als Wurstkönig und Xaver Bauer als Brezenkönig. Zu den ersten
Gratulanten gehörten Schützenmeister Franz Kiesmüller junior sowie die
zahlreich im Schützenstüberl versammelten Vereinskameraden.
Schützenkönig
bei der Jugend wurde Martin Heinl vor Peter Feistl und Yannik Schwerdtfeger. In
der Luftpistolen-Klasse siegte Martin Bliemetsrieder vor Stephan Endler und
Franz Kiesmüller junior. Der Schützenmeister freute sich über den Gewinn des
Brezenkönigs in dieser Klasse ebenso wie über den guten Gesamtverlauf des Königsschießens
zum Jahreswechsel mit insgesamt 47 Teilnehmern. Die Proklamation der Schützenkönige
war der Höhepunkt der Versammlung in Verbindung mit einem schmackhaften
Jahresessen in der Vereinsgaststätte. Zu den Ehrengästen gehörte Bernaus Bürgermeister
Klaus Daiber als Gauschützenmeister von Traunstein, Ehren-Schützenmeister
Xaver Bauer, die Ehrenmitglieder Hans Erhardt und Toni Osterhammer sowie
Gemeinderätin Hildegard Linke-Pöpperl
Jahreshöhepunkt
für die fast 200 Mitglieder
Das Königsschießen gilt als Höhepunkt für den fast 200 Mitglieder zählenden Verein. Neben den Königen gab es noch weitere Wertungen und folgende Ergebnisse: Meister Damen: 1. Rositha Bauer, 2. Helga Fortner, 3. Luise Praxl. Meister Senioren: 1. Hans Erhardt, 2. Xaver Bauer, 3. Martin Blimetsrieder. Meister allgemein: 1. Fritz Genz, 2. Benedikt Reiter, 3. Andi Lengauer. Meister Luftpistole: 1. Georg Lengauer, 2. Sebastian Gruber, 3. Sebastian Mitterer. Haupt-Luftgewehr: 1. Fritz Genz, 2. Luise Praxl, 3. Petra Kiesmüller. Haupt-Luftpistole: 1. Georg Lengauer, 2. Martin Blimetsrieder, 3. Sebastian Feistl. Blattl-Luftgewehr: 1. Hans Erhardt, 2. Luise Praxl, 3. Sebastian Feistl. Blattl-Luftpistole: 1. Stephan Endler, 2. Leo Fortner, 3. Georg Lengauer. Jugend-Meister: 1. Martin Heinl, 2. Philipp Herian, 3. Peter Feistl. Jugend-Punkt: 1. Philipp Herian, 2. Peter Feistl, 3. Andreas Penners. Reichlich bestückt mit schönen und schmackhaften Preisen wurden alle Teilnehmer. Während es für die Könige dank der Spenden der Bäckereien Hümmler und Bachhuber sowie der Metzgerei Angermann große Brezen und Wurstkränze gab, bekamen die Einzelteilnehmer je nach Schießergebnis mehr oder weniger große Fleisch- und Wurstpreise. Dazugehörig ist es bei den Aschauer Schützen eine schöne Tradition, dass aus dem über 100 Jahre alten Friesen-Krug, der von Walpurga Freifrau von Friesen vom Walpurgishof gestiftet worden war, köstlicher Wein getrunken wurde. Mit dem Wunsch „Gut Schuß im neuen Schützenjahr 2003“ sowie mit der Bitte, dass die neuen Schützenkönige auch zukünftig verlässliche Repräsentanten des Vereins bei weltlichen und kirchlichen Anlässen sein mögen, schloß Schützenmeister Kiesmüller den offiziellen Teil.
Überraschungs-Übung
in der Aschauer Kinderklinik vor Abbruch des Schwesternwohnheimes – erstmalige
Atemschutztests gelangen: Aschau (hö) 04.01.03 –
Außergewöhnliches wurde den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr von
Aschau im Rahmen einer außerordentlich angesetzten Übung abverlangt. Überraschend
wurden sie zu einem angenommenen Großbrand in der Kinderklinik in Niederaschau
angefordert. Die dortigen Gebäudeteile, die in diesen Tagen dem Abbruch
freigegeben werden, waren ein ideales Übungsgelände für insgesamt vier
Gruppen. In fünf Fahrzeugen rückten die Feuerwehrler aus.
Die
Gelegenheit, das ehemalige Schwesternwohnheim vor dem großen Umbau noch für
eine Übung zu nutzen, wollten die Feuerwehr-Verantwortlichen beim Schopfe
packen. Gerade für die zum Teil mit Spendengeldern angeschafften acht
Atemschutzgeräte konnten damit im Rahmen einer Ernstfall-Situation erstmals
getestet werden. Bei der abschließenden Übungs-Bewertung kam es zu durchwegs
positiven Bilanzen. Insgesamt waren 42 der insgesamt 84 aktiven und jungen
Feuerwehrkameraden am Einsatzort. Kommandant Sepp Hintler sprach von
zufriedenstellenden, aber zum Teil auch von verbesserungsfähigen Zeiten.
„Sechs Minuten nach Ankunft war die erste Atemschutztruppe im Gebäude, vier
Minuten später hatten wir das erste Wasser von den weit entfernten Hydranten
und wieder ein paar Minuten später konnten wir das erste Opfer aus den Brandräumen
ins Freie bringen“, so der Kommandant. Insgesamt galt es zehn Opfer zu bergen.
Rascher Atemschutz-Einsatz gelang realitätsnah
Karl Maier als vom Landkreis ausgebildeter Atemschutzfachmann erläuterte aktuelle Umsetzungen des vielfältigen Lernstoffes im Rahmen der geübten Praxis. „Maximal zwei Minuten zum Anlegen der Atemschutzgeräte waren in Ordnung“, so der Feuerwehrkamerad. Ausbilder Sepp Kink sprach von einer angenehmen Disziplin, die beim Übungseinsatz zu erkennen war. „Die Befehlsweitergabe funktionierte bestens. Allerdings zeigte sich auch, dass wir mit elf Funkgeräten bei einem so großen Einsatz unterversorgt sind“, so Sepp Kink. Der Erfahrungsaustausch nach der Übung beschränkte sich nicht nur auf das Funktionieren der Alarmierung und der Rettungsmaßnahmen. Auch die Standorte der Fahrzeuge nach dem Anrücken, das Ausleuchten der angenommenen Einsatzstelle, das An- und Abmelden der Atemschutzträger bei ihren Einsätzen in den Innenräumen, die Annahme, dass im Ernstfall auch noch eine Drehleiter zum Einsatz kommen müsste, die Festlegung der Fluchtwege und nicht zuletzt die Gesamt-Koordination wurden aufgrund der frischen Eindrücke angeregt besprochen. Für die Gesamtleitung der Übung sorgte Feuerwehr-Gruppenführer Hans Schausbreitner. Ihm und allen Verantwortlichen galt abschließend der Dank, dass dieser Einsatz recht realitätsnah und erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Kinderklinik Aschau dankte ihrerseits den Feuerwehrleuten für ihre Übung mit einer großzügigen Brotzeit, die sich die jungen Männer der Aschauer Wehr wahrlich verdient hatten und auch gerne schmecken ließen.
Versteigerungsfreuden bei Priener Veteranen: Prien (hö) 04.01.03 – Interessantes wurde feil geboten und zu lachen gab es auch vieles: die heurige Versteigerungsfeier der Krieger- und Soldatenkameradschaft von Prien in der guten Bauernstube des Hotels Bayerischer Hof war ein voller Erfolg. Vereinsvorsitzender Michael Anner sprach bereits bei der Begrüßung von einem erfreulichen Zusammenhalt und von geselligen Stunden, die zu spüren und zu erwarten sind. Viele Ehrenmitglieder und Ehrengäste, unter ihnen die Gemeinderäte Michael Feßler, Hans-Joachim Bensemann, Walter Poppe und Schorsch Fischer sowie überaus viele Frauen sorgten selbst in doppeltem Sinne für den Erfolg des Abends und für die Vereinskasse. Einmal brachten sie spendierte und zuweilen rare Köstlichkeiten und Handwerksgegestände mit. Und dann steigerten sie diese in großzügiger Weise wieder. Für die entsprechende Unterhaltung als Versteigerer sorgte Robert Gmeiner aus Atzing. Mit lauter Stimme, mit Witz, Übersicht und zwischendurch mit einigen Geschichten war er Garant für kurzweilige Unterhaltung. Dazu kamen noch die Weisen der Blaskapelle Prien, die zwischen den Versteigerungsreihen den gemütlichen Abend auflockerten. Unsere Aufnahme zeigt......
Gottesdienst und Versammlung bei Schafhaltern am 17. Januar: Stephanskirchen (hö) 04.01.03 – Eine umfangreiche Tagesordnung erwartet die Mitglieder der Schafhaltervereinigung von Rosenheim bei ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag, 17. Januar ab 20 Uhr im Antretter-Saal von Stephanskirchen. Neben den verschiedenen Rechenschaftsberichten von Vorsitzendem Klaus Fackeldey uns seiner Vorstandschaft kommt es auch zu Neuwahlen, Wünschen und Anträgen. Vor der Versammlung findet um 19 Uhr in der Kirche „Maria Königin des Friedens“ in Haidholzen mit Pfarrer Andreas Ager ein Jahresabschluß-Gottesdienst statt, der von der Inngaumusi und von Veronika Fackeldey volksmusikalisch gestaltet werden wird.
Priener
Kulturförderverein in heimischer Galerie und auf europäischem Boden
erfolgreich – guter Start ins Jahr 2003: Prien
(hö) 03.01.03 – Für die Mitglieder des Kulturfördervereins von
Prien und Umgebung gab es gleich zum Jahresanfang einen doppelten Grund zur
Freude. Einmal erfreute sich die zum Jahresende eröffnete Ausstellung
„Ausgepackt“ eines großen Besucherinteresses an den ersten Öffnungstagen
in der Galerie im Alten Rathaus. Werke von Chiemgauer Künstlern und Chiemseer
Malern aus zwei Jahrhunderten werden noch bis 23. Februar in den drei
Stockwerken der Galerie gezeigt.
Wie
Kulturfördervereinsvorsitzender Dr. Friedrich von Daumiller und Bürgermeister
Christian Fichtl von der Marktgemeinde Prien bei der Eröffnung der Ausstellung
deutlich machten, zeigen die Exponate aus dem Besitz der Gemeinde Prien einen
einzigartigen Einblick in die Geschichte und kulturelle Entwicklung der Heimat
seit Beginn der Künstlerkolonie Chiemsee im Jahre 1928. Die Ausstellung ist
mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und
sonntags von 11 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
Die
zweite gute Nachricht betraf die jüngst erfolgte Mitgliedschaft des Kulturfördervereins
bei der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien „Euro Art“. Auffällig
machten sich die Priener und Chiemseer Vertreter vor etwa einem Jahr als im
Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg eine Ausstellung mit dem Titel „Künstlerkolonien
in Europa“ eröffnet wurde und dabei der Chiemsee mit seiner reichen
Geschichte schlichtweg fehlte. Die Verantwortlichen der Ausstellung ließen sich
gerne auf die Kulturlücke in ihrer internationalen Ausstellung aufmerksam
machen und versprachen nach einem Priener Besuch in Nürnberg und einem
darauffolgenden Gegenbesuch am Bayerischen Meer um zukünftig gerechte und würdige
Berücksichtigung. Der Teilnahme von Drittem Vereinsvorsitzendem Gerd vom Hövel
beim Euro-Art-Kongreß in Dachau folgte der Besuch von Erstem Vorsitzendem von
Daumiller bei der Jahresmitgliederversammlung in der Schweizer Kunstmetropole
Ascona.
Priener
jetzt Mitglied bei europäischen Künstlerkolonien
Dabei
wurde einstimmig dem Beitritt des Kulturfördervereins Prien zur Gemeinschaft
„Euro Art“ zugestimmt. Auf diese Weise ist es ab sofort für die Chiemgauer
möglich, ihre Kultur-Interessen und das Erbe der Chiemsee-Maler verstärkt in
das internationale Bewusstsein zu transportieren. Erfahrungs- und
Wissensaustausch, Ausstellungs-Abstimmungen und vieles andere mehr sind somit im
Euro-Art-Rahmen auf einfache Weise möglich. Gerd vom Hövel, langjähriger Münchner
Messechef und seit seiner Pensionierung als Wahl-Priener verstärkt um die
Kunst-Interessen am Chiemsee bemüht, freute sich über die guten Nachrichten
und brachte frühere Priener Gepflogenheiten in Erinnerungen: „Vor zehn Jahren
starteten wir die Priener Gespräche zwischen den Repräsentanten Bayerns mit
Tirol, Südtirol und Salzburg. Das Thema lautete: Europa lebt mit der Vielfalt
seiner Regionen. Die Mitgliedschaft in der europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien
Euro Art vertieft die damaligen Priener Überlegungen und Anstrengungen
europaweit auf beste Weise“, so Gerd vom Hövel. Erstes spür- und sichtbares
Ergebnis wird die Beteiligung des Priener Kulturfördervereins bei einer
Ausstellung in der heurigen europäischen Kulturhauptstadt Graz in Österreich
sein. Insgesamt gehören der europäischen Vereinigung etwa 50 Mitglieder aus 16
europäischen Staaten. „Die Europäische Union sieht Euro Art als Chance, die
kulturelle Vielfalt in Europa zu intensivieren“ – so ein erstes Signal aus
Brüssel auf die inner-europäische Kulturannäherung auf Anregung vom Chiemsee.
Aktive Brauchtumspflege in
Hittenkirchen – Vorstellung des Trachten-Terminplanes im Trachtenheim:
Hittenkirchen (hö)
01.01.03 – Ein aktives und ereignisreiches Brauchtumsjahr steht den
Verantwortlichen und Mitgliedern des Trachtenvereins „Almenrausch“
Hittenkirchen bevor. Wie Trachtenvorstand Christoph Kaufmann zum Jahresbeginn
mitteilte, beginnt der Veranstaltungsreigen am Dienstag, 7. Januar mit einem
Tanzkursauftakt für Jugendliche aus dem Chiemgau. Ab 19.30 Uhr treffen sich die
Dirndl und Buam mit Tanzmeister Jakob Irrgang und mit Klaus Löhmann aus Prien,
um an diesem und an sieben weiteren Abenden Chiemgauer Tanzformen zu erlernen.
Anmeldungen werden vor Beginn des Kurses im Trachtenheim angenommen. Im Fasching
wird am Freitag, 7. Februar ein Schlenkltanz mit den Oberlauser Musikanten, am
Sonntag, 9. Februar ein Kinderfasching, am Freitag, 14. Februar ein maskiertes
Weiber- und Dirndlkranzl mit den Stoabach-Buam sowie am Rosenmontag, 3. März
ein Volkstanz mit den Haberspitz-Musikanten angeboten. Im selben Monat folgen
noch ein Pfarrabend am 22. März und ein Bairischer Autorenabend mit den
Dorfschreibern am 27. März. Im Mai
sieht das Trachtenprogramm von Hittenkirchen den Jahrtag (4. Mai), ein Frühjahrstanzfest
mit der Kohlbazi- und Fellnerhofmusi (9. Mai) und einen Tanz- und
Unterhaltungsabend mit dem Ebbser Kaiserklang (30. Mai) vor. Das Dorffest der
Ortsvereine am Trachtenheim mit der Musikkapelle Wildenwart ist am 12. Juli, der
Ausweichtermin wäre der 18. Juli. Das Vereinspreisplatteln mit Dirndldrahn ist
am 9. August, der Kirtatanz mit den Buachawaidler Musikanten ist am 24. August,
zum Herbsttanzl spielen die „Jungen Riederinger Musikanten“ am 12. September
auf und der bekannte Sänger- und Musikanten-Hoagart ist am 10. Oktober. Das
Jahr schließt mit einem Bayerisch-Tirolerischen Tanzfest mit den „Unterlandlern“
am 7. November, mit der Generalversammlung am 8. November und mit der
Nikolausfeier am 7. Dezember. Über die eigenen Veranstaltungen im Ort und
Trachtenheim hinaus beteiligen sich die Hittenkirchener Trachtler noch am
Gaudirndldrahn in Wildenwart (5. Juli), beim Sechs-Vereine-Jugend-Preisplatteln
mit Dirndldrahn in Niederaschau (13. Juli), beim Gautrachtenfest des
Chiemgau-Alpenverbandes in Übersee (26./27. Juli), beim Gaupreisplatteln in Übersee
(3. August) sowie beim Gauball in Rottau (24. Oktober).
Mit
Blasmusikschwung in Prien und Bernau das neue Jahr 2003 eröffnet –
zweimal die großen Säle voll besetzt: Prien/Bernau
(hö) 01.01.03– Schwung- und taktvoll und ganz zur Ehre der bayerischen
Blasmusik sind die Priener und Bernauer am Neujahrstag in das neue Jahr 2003
gestartet. Sowohl im Großen Kursaal von Prien als auch im Kampenwandsaal von
Bernau waren alle Plätze voll besetzt als sich die örtlichen Kapellen nach
ehrgeizigen Probenarbeiten mit ihren anspruchsvollen Neujahrskonzerten präsentierten.
Sowohl von den Bürgermeistern als auch vom Publikum gab es beste Noten für die
Musikantinnen und Musikanten für ihre Leistungen ganz am Anfang des Jahres.
Bürgermeister
Christian Fichtl, ebenso wie sein Bernauer Kollege Klaus Daiber das erste Mal
Gastgeber bei einem Neujahrskonzert, lobte die Kapelle wegen ihrer spielerischen
Frische und starken Besetzung und zugleich dankte er den Prienern und ihren Gästen
für den regen Zuspruch. „Dies hat sicherlich mit der bekannt hohen Qualität
der Blaskapelle zu tun“, so der Bürgermeister, der bei seinen Glückwünschen
darum bat, sich nicht von Wirtschaftskrisen oder Katastrophenmeldungen verrückt
machen zu lassen. „Viel Gutes kommt auf leisen Sohlen und nach jedem Tief
kommt ein Hoch und nach Regen kommt Sonnenschein“ meinte Fichtl, der für die
Gestaltung der ersten Ferien- und Feiertage im neuen Jahr gleich noch einen Tipp
parat hatte. „In der Galerie im Alten Rathaus haben wir derzeit Chiemgauer und
Priener Kunstgegenstände aus zwei Jahrhunderten ausgepackt. Nutzen wir diese
kostbaren Heimatschätze, schauen wir sie uns an und lassen wir uns davon
ermutigen, dass wir das neue Jahr kräftig und erfolgreich anpacken“.
Musikalisch tat dies dann die Priener Blaskapelle unter der Leitung von Michaela
Haindl. Dem „Rainer-Marsch“ und der „Postillon-Polka“ folgte mit dem
Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“ ein erster Höhepunkt. Geschichten und
Humor von Michaela Haindl, Solis und weitere anspruchsvolle Blasmusikstücke
sorgten dafür, dass sich die Zuhörer noch ein paar Zugaben erklatschten.
Sternsinger eröffneten in Bernau
In
Bernau eröffneten neun Sternsinger das Neujahrskonzert mit ihrer christlichen
Botschaft in Texten und Liedern. Ihrem Spendenaufruf folgten die Bernauer und
deren Gäste aus den umliegenden Gemeinden gerne, da die Erlöse einem
wohlbekannten und wichtigen Projekt in Kenia zugute kommen. Bürgermeister Klaus
Daiber würdigte in seiner Neujahrsansprache die Bernauer Blasmusikanten als
bedeutsame Botschafter und Kulturträger. „Im zu Ende gegangenen Jahr hatten
wir mit dem Dirigentenwechsel, mit dem 50jährigen Jubiläum sowie mit einer
gelungenen Auftrittsreihe in Berlin viel Bewegung in der Blaskapelle Bernau.
Jetzt freuen wir uns an einer schönen Verjüngung und an den einstudierten
Weisen“, so Klaus Daiber bei seinem Dank an Dirigent Albert Osterhammer und
seiner großen Blasmusikmannschaft. Das gebotene Programm reichte von
„Regimentskinder“ über die Ouvertüre „Feodora“ und über die Weisen
„Fröhliche Stunden Polka“ und „Frühling im Inntal“ bis zum „Boccatio
Marsch“ und bis zu den Werken „Latin America Fever“ und „Per aspera ad
astra“. Auch die Bernauer Blaskapelle musste den dankbaren Zuhörern noch
einige Zugaben geben ehe sich alle miteinander an einen ungewohnt warmen Föhn-Nachmittag
am Neujahrstag wieder auf den Heimweg machten.