Kurznachrichten 2002/3
Hohes
Lob bei Eröffnung der heurigen
Kulinarischen Herbst-Aktion im Chiemgau: Aschau
(hö) 29.09.02 - Hohes Lob aufgrund
letztjähriger Erfahrungen und als Vorschuß-Lorbeeren erhielten die zehn
Mitglieder des heurigen „Kulinarischen Herbstes“ im Chiemgau. Bei der
einfallsreichen Präsentation des Speisenkarten-Programmes bis 20. Oktober
ernteten die Köche und Wirte aus Aschau, Bernau, Frasdorf, Neubeuern und
Rohrdorf in der voll besetzten und schön hergerichteten Festhalle von
Hohenaschau viel Zustimmung. Bürgermeister Kaspar Öttl und
Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter sprachen von einer Privat-Initiative, die
den Gästen, der Gesellschaft und den Herausforderungen der Zeit gleichermaßen
schmeckt. Nähere Informationen zum nunmehr gestarteten „Kulinarischen Herbst
im Chiemgau“ gibt es bei den örtlichen Verkehrsämtern, beim Tourismusverband
Chiemsee sowie bei Wirte-Sprecher Willi Mehlhart, Telefon 08051-7377.
Bereits
100 Vermieter spenden für Hochwasser-Opfer: Welle der
Hilfsbereitschaft aus Bayern und Tirol erreicht die Diözese Görlitz und den
Großraum Dresden
Aschau (hö) 15.09.02 - Immer größere
Wellen schlägt die Hochwasser-Hilfsaktion der
Tourismusgemeinschaft „Zwischen Kaiser und König“. Aus 12
bayerischen und tirolerischen Gemeinden haben sich bislang genau 100 Gastgeber
gemeldet, um für einige Tage (in der Regel eine Woche) Freiquartiere für Leute
zur Verfügung zu stellen, die in den östlichen Bundesländern in arge
Hochwasser-Not geraten sind. Von den 100 Quartierspendern stehen nach einer
ersten Zusammenstellung von Initiator Wolfgang Bude aus Aschau 99
Ferienwohnungen und 28 Gästezimmer zur Verfügung. Insgesamt können sich 393
Personen an 125 Wochen Urlaub erfreuen. „Neben dem eigentlichen Wert der
Solidarität hinaus haben diese Bereitschaften einen Gegenwert von rund 38.000
Euro“, so der Tourist-Info-Leiter, der zusammen mit Pfarrer Josef Winkler aus
Aschau bereits enge Kontakte in die Hochwasser-Diözese Görlitz und in den Großraum
Dresden aufgenommen hat. Vom dortigen Generalvikar Hubertus Zomach gibt es
bereits erste Rückmeldungen an seinen Freund und Aschauer Pfarrer Winkler.
„Einfach überwältigend, was wir hier bekommen. Die Freude ist riesengroß,
wir werden kommen“ ließ der Generalvikar ausrichten. Über weitere
Entwicklungen und zu den Möglichkeiten, sich mit weiteren Spenden an der großen
Aktion zu beteiligen, informiert die Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937.
Renovierung
der Totenfahne jetzt vollendet: St. Salvator (hö) 15.09.02 -
„Mit den Spenden, die aufgrund der heurigen Erntesträußerl eingegangen sind,
kann die Renovierung der Totenfahne für die Filial- und Wallfahrtskirche von
St. Salvator abgeschlossen werden“ sagte Pfarrer Bruno Fink beim heurigen
Erntedank-Gottesdienst in der schön geschmückten Kirche. Genau 460 Euro gingen
an Spenden ein. Dafür galt vor allem den aktiven Dirndl und den Röckefrauen
des Atzinger Trachtenvereins ein herzliches „Vergelt´s Gott“. Schließlich
sorgten sie in fleißiger und gekonnter Arbeit für das Binden der Erntekrone
sowie für das Herstellen der Erntesträußerl. In seiner Predigt erinnerte
Pfarrer Fink an die tiefe Bedeutung des Erntedankes. „Heuer haben wir mit dem
Hochwassser verspürt, was es heißt, wenn die Ernte nicht selbstverständlich
eingefahren werden kann. Sagen wir in diesen Tagen nunmehr Dank für all jene
Ernteerzeugnisse, die wir trotz der Wetterkapriolen von den Feldern bekamen und
noch erwarten dürfen“, so der Pfarrer, der zum Erntedank auch den bald
kommenden Viehabtrieb von den heimischen Almen erwähnte. Nach dem Kirchgang
fanden sich die Trachtler noch im Gasthaus Stocker zum gemütlichen Frühschoppen
ein.
Niederaschauer
Trachtler plattelten um Zehntelpunkte: Niederaschau
(hö) 15.09.02 - Zehntelpunktegenau
ging es her als sich die Dirndl und Buam des Trachtenvereins „Edelweiß“
Niederaschau anlässlich ihres heurigen Vereinspreisplattelns mit Dirndldrahn im
Gasthaus „Chalet“ trafen. Teilweise musste bei Punktgleichheit noch „gerittert“
werden, um den endgültigen Sieger zu bekommen. „Insgesamt ein sehr
zufriedenstellendes Leistungs- und Vereinsergebnis“ so Trachtenvorstand Heinz
Scheck abschließend.
Zu
Beginn hieß Vorstand Scheck ganz besonders Zweiten Bürgermeister Karl
Haberstock, Zweiten Gauvorstand Christoph Bauer und die vereinseigenen
Musikanten willkommen. Alsdann übergab er das Zepter an die entscheidenden
Preisrichter. Es waren dies Lenz Mühlberger aus Reit im Winkl, Sepp Stangl aus
Hohenaschau, Christian Parigger aus Sachrang und Christoph Kaufmann aus
Hittenkirchen. Deren Bewertungen und die Berechnungen des Auswertungsbüros
ergaben folgende Ergebnisse:
Buam
I: Seppi Reiter vor Peter Thaurer. Buam II: Toni Schmid vor Alois Heinrich. Buam
III: Seppi Schmid vor Andreas Habl. Buam IV: Andi Scheck vor Seppi Thaurer.
Dirndl I: Regina Thaurer vor
Christine Kräh. Dirndl II: Maria Anner vor Alexandra Schmid. Dirndl III:
Theresa Thaurer vor Veronika Schmid. Dirndl IV: Elisabeth Schmid vor Angelika
Stein. Aktive Buam: Peter Reiter vor Franz Reiter. Aktive Dirndl: Kathrin Kramer
vor Christina Ranftl. Passive Buam: Heinz Scheck vor Peter Thaurer. Beim
Gruppenplatteln siegten Pauli Kink, Peter Reiter, Andreas Thaurer und Heinz
Scheck vor Stefan Thaurer, Franz Reiter, Klaus Aiblinger und Wolfgang Wörand. Für
alle Teilnehmer gab es zur Erinnerung schöne Holzkrügerl, Taler,
Trachtenschmuck oder Hemden als Preise. Dank großzügiger Gönner fiel die
Preisverteilung recht großzügig aus. Als beste Aktive erhielten Peter Reiter
und Katrin Kramer den Wanderpokal. Ehe das Preisplatteln noch zünftig ausklang
gab Trachtenvorstand Heinz Scheck noch bekannt, dass sich die Niederaschauer
Trachtler am Samstag, 12. Oktober am gemeinsamen Saisonschluß-Heimatabend
zusammen mit den Trachtenfreunden von Hohenaschau und Sachrang beteiligen
werden.
50
Wirte fördern „Regionale Schmankerlwoche“ im Landkreis Rosenheim: Rosenheim
(hö) 12.09.02 - Gleich ganze 50
und durchwegs gute Wirte aus dem Landkreis Rosenheim sind mit dabei, wenn sich
heuer vom 27. September bis 6. Oktober eine „Regionale Schmankerlwoche“ präsentiert.
In enger und gekonnter Zusammenarbeit zwischen dem Hotel- und Gaststättenverband
Rosenheim Stadt und Land, dem Bayerischen Bauernverband und der Metzger-Innung
des Landkreises Rosenheim haben sich die Wirtschaften bestens gerüstet.
Produkte aus heimischen Erzeugerbetrieben sollen zur Förderung der
Landwirtschaft, aber auch zur Gaumenfreude von Gästen zum Einsatz kommen.
„Qualität, Frische und Heimatverbundenheit führen wir zu einem gemeinsamen
Anspruch zusammen, so dass die Aktion einige wohlschmeckende Überraschungen
parat haben wird“, so Franz Bergmüller als Vorsitzender des Hotel- und Gaststätten-Kreisverbandes
Rosenheim. Nähere Informationen für die „Regionale Schmankerlwoche“ in den
50 Wirtschaften des Landkreises gibt es bei Franz Bergmüller unter 08063-295.
Grenzenlose
Hochwasser-Hilfe für Sachsen hat bereits Freiaufenthalte für 279 Personen:
Aschau (hö)
04.09.02 - Riesenecho auf den
Aufruf der Tourismusgemeinschaft „Grenzenlos zwischen Kaiser und König“ zur
Hilfe für Hochwasseropfer in Sachsen. Bislang gingen aus 11 der 14 Orte der
bayerisch-tirolerischen Region zahlreiche Vermieter-Bereitschaften ein, damit
geschädigte Hochwasseropfer aus Sachsen sieben kostenfreie Urlaubstage
verbringen können. Wie Wolfgang Bude von der Tourist-Info Aschau als Initiator
und Koordinator mitteilte, konnte mit dem Ordinariat der Diözese Görlitz und
mit dem dortigen Generalvikar Hubertus Zomach schon viel Grundsätzliches
vereinbart werden. Die Diözese Görlitz stellt ihrerseits die Verbindung zur Diözese
Dresden her, da diese am stärksten vom Hochwasser betroffen ist. Sage und
schreibe 68 Gastgeber aus Tirol und Bayern haben für 67 Ferienwohnungen und für
24 Gästezimmer insgesamt für 279 Personen einen Freiaufenthalt mit einer
Gesamtdauer von 92 Wochen spendiert. „Bei anhaltender Bereitschaft haben wir
bald zwei volle Jahre als kostenlose Ferienzeit beieinander“, so Wolfgang
Bude, der aufgrund der großen Hilfsbereitschaft viel zu tun hat. „Aus Sachsen
kommen unsere Gäste, die wir seit der Maueröffnung gerne beherbergen und nach
Sachsen geht jetzt unsere Hilfe zurück“, so Wolfgang Bude. In der Regel haben
die Vermieter die Quartiere für eine Woche zur Verfügung gestellt und
mitgeteilt, zu welchem Herbst-, Winter- oder Frühjahrszeitraum eine Buchung möglich
ist. Nähere Informationen zu der grenzenlosen Hochwasser-Hilfsbereitschaft gibt
es bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937.
Priener
Wirte Elf startet Hilfsprogramm für Hochwasser-Geschädigte mit „Preaner-Teller-Aktion“:
Prien (hö)
28.08.02 - Zur Linderung der Hochwasser-Not im eigenen Land und in außerbayerischen
Bundesländern haben sich die Mitglieder der Priener Wirte Elf eine besondere
Aktion einfallen lassen. Der "Preaner Teller", das schmackhafte Aushängeschild
und Markenzeichen der ganzjährig aktiven Wirte-Gemeinschaft wird seitens der
Gastgeber „angezapft“. Insgesamt erhoffen sich die ideenreichen und großzügigen
Priener Wirte allein von dieser Maßnahme einen ansprechenden Betrag.
Derzeit
bereiten sich die Mitglieder der Wirte Elf für die Spendenaktion vor. Einen
guten Ansatz
sehen sie dabei mit dem seit mehr als einem Jahr recht erfolgreichen „Preaner
Teller“. Das
heißt, jeder Gast der einen „Preaner Teller“ genießt leistet damit einen
Solidaritäts-Beitrag,
weil jeder Wirt vom verkauften Teller einen Euro in die Spendenkasse abführt. Und
wie beim jüngsten Wirtestammtisch weiter vorgeschlagen wurde, will man mit Anreise,
Quatier, Verpflegung und Freizeitprogramm, einem Kreis von ausgesuchten
Familien aus Sachsen und Sachsen Anhalt, Freude und Hoffnung zukommen lassen. In
guter Abstimmung mit der Priener Tourismusgesellschaft, mit dem Priener
Wirtschaftsforum und mit der Gemeinde soll diese Aktion eine noch größere Tragweite
erhalten. „Je mehr wir zusammenbringen, desto mehr können wir helfen“, nach
diesem Grundsatz will Helmut
Estermann als Sprecher der Wirte-Gemeinschaft ein Zeichen setzen. „Schließlich
bewerben wir die Gäste als zahlendes Publikum. Jetzt, wo sie in große
unverschuldete, kaum vorstellbare Not geraten sind, wollen wir Ihnen auch
zeigen, dass wir zusammenpassen“, so der Gastronom, der für weitere
Abstimmungen unter
Tel.-Nr. 08051-6030 gerne zur Verfügung steht
Momentan
gehen die Wirte von Freiaufenthalten für 20 Personen plus X aus. „Das hängt vom
Verlauf der Aktion und von der Unterstützung unserer Gäste und Partner ab“
so die
einhellige Meinung aller Wirte, die mit großer Spendenbereitschaft und Elan an diese
Aktion herangehen. Mit dem September „Preaner Teller“ beginnt der Start.Über
den Verlauf der Aktion und von Maßnahmen,
die damit ermöglicht werden, wird
die Priener Wirte Elf ihre Gäste und die Öffentlichkeit
informieren.
Überraschungs-Hilfe
von 40 Leuten bei Aufräumarbeiten im Priental: Aschau
(hö) 27.08.02 - Eine außergewöhnliche
Hilfsgeschichte hat die Gemeinde Aschau i. Chiemgau im Zuge der Hochwasser-Aufräumarbeiten
erfahren. Rudolf Hunger, Gärtnerei-Besitzer aus Kiefersfelden sah sich
unmittelbar nach der Unwetter-Katastrophe im Rahmen einer Radl-Exkursion bei den
geschädigten Gemeinden um. Dabei fiel ihm Aschau besonders auf.
Als
einige Tage später noch viel schlimmere Meldungen aus dem Land Sachsen kamen,
wollte der Kiefersfeldener mit einer ganzen Gruppe Gleichgesinnter dorthin
fahren. Doch es war telefonisch nicht möglich, einen Einsatzplan ein sächsisches
Katastrophengebiet zu vereinbaren. Und als einige Tage später bayerische
Feuerwehrleute trotz Bedarf wieder heimgeschickt wurden, da entschied Hunger,
sich an die Gemeinde Aschau zu wenden. Bei einem ersten Gespräch mit Bürgermeister
Kaspar Öttl nahm dieser das Angebot an, dass man mit 15 Leuten zum Aufräumen
kommen will. Vereinbarungsgemäß traf man sich am letzten Samstag in der Früh
um 8 Uhr am Bahnhof. Aber nicht 15, sondern 40 Männer konnten von Zweiten Bürgermeister
Karl Haberstock begrüßt werden. Schnell wurden Einsatzarbeiten in den am
schlimmsten betroffenen Gemeindeteilen in Grünwald und in Sachrang ausgemacht.
„Vor allem Handarbeiten, die ohne Maschinen zu machen sind, wie das Entfernen
von Steinen und Unrat entlang der Böschungen und auf den Wiesen haben wir uns
vorgenommen“, so Rudolf Hunger. Einen ganzen Tag lang war die große
Helferschar im fleißigen und unermüdlichen Einsatz. Holz und Steine kamen
haufenweise zusammen, die Wiesen und Felder wurden wieder sauber. „Sie haben
hervorragende Arbeit geleistet. Ihr spontaner und unerwarteter Einsatz hat
unseren Grundstücksbesitzern viel geholfen“, so Bürgermeister Haberstock,
der noch eine zweite Überraschung erlebte. Als er zu Brotzeit und Bier einlud
hieß es kategorisch: „Die Brotzeit haben wir uns selber mitgebracht und
Alkohol trinken wir überhaupt keinen“. Dabei verrieten die Helfer aus dem
Inntal, dass sie mit Freunden einer mormonen-zugehörigen Religionsgemeinschaft
gekommen sind. Die Leute kamen auch aus dem Münchner und Augsburger Raum.
Einige Gäste aus Amerika halfen ebenfalls mit. In einigen Gesprächen mit den
Helfern stellte Karl Haberstock fest, dass der unbedingte Wille zum Helfen bei
dieser Gruppe stark ausgeprägt war. „Ein Segen, wie Sie gearbeitet haben, Sie
hatte der Himmel geschickt“, so ein betroffener Bauer aus Sachrang, dem mit
Hilfe der großen Truppe eine Riesen-Arbeit abgenommen worden ist.
Nähere
Infos: 2. Bürgermeister Karl Haberstock, Telefon 08052-904913
Tanzfreuden
am Bartholomäus-Tag in Hittenkirchen ein voller Erfolg: Hittenkirchen
(hö) 25.08.02 - Welch starke
Anziehungskraft das Trachtenheim von Hittenkirchen für Blasmusik- und
Volkstanzfreunde hat, das zeigte
sich wieder einmal beim traditionellen Kirtatanz anlässlich des „Bartholomäus-Tages“.
Vom Berchtesgadener bis zum Werdenfelser Land kamen treue Besucher, um gemeinsam
mit den Hittenkirchener und Chiemgauer Leuten einen schönen Abend zu
verbringen. Hauptgaranten für den Erfolg der Veranstaltung waren die „Buachawaidla
Musikanten“ aus Unterwössen und Umgebung. Zwischen deren Aufspielen zum Tanz
zeigten die jungen Dirndl und Buam vom Trachtenverein Hittenkirchen einen
flotten Marschplattler und das Mühlradl. Erster Vorstand Christoph Kaufmann
freute sich in seiner Begrüßung, dass die Jugend auch unter den Tanzfreudigen
recht stark vertreten waren. Zweiter Vorstand Jakob Irrgang verstand es auf
seine fachliche und freundliche Art, einige Volkstanzformen näher zu erläutern.
Verständlich, dass die Musikanten an diesem Abend noch lange zu tun hatten, um
der allgemeinen Tanzfreude gerecht zu werden. Die nächsten Ereignisse im
Trachtenheim von Hittenkirchen sind am Freitag, 13. September das Herbsttanzl
mit den „Jungen Riederinger Musikanten“ und am Freitag, 11. Oktober der
bekannte Sänger- und Musikanten-Hoagart (hierzu gibt es einen Kartenvorverkauf
unter den Telefon-Nummern 08051-4683 und 08051-1833)
Bayerische Trachtler starten landesweite Spendenaktion für Flut-Opfer in Deutschland: Bayern (hö) 26.08.02 - Fassungslosigkeit vor dem Fernseher mit den schlimmen Hochwasserbildern aus vielen Teilen der Bundesrepublik sind den Verantwortlichen des Bayerischen Trachtenverbandes zu wenig an Reaktion. Nach einem Beschluß der Vorstandschaft will man richtig helfen. Aus diesem Grunde wurden für die Geschädigten und Opfer zwei Konten eingerichtet unter dem Stichwort „Flutkatastrophe 2002“ (Kreissparkasse Vagen, Nr. 198333, BLZ 71151240 und Raiffeisenbank Mangfalltal, Nr. 234567, BLZ 71165150). Landesvorsitzender Otto Dufter aus Unterwössen sieht in der Solidaritäts-Aktion eine Maßnahme, die über die Landes- und Brauchtumsgrenzen hinweg verbinden soll. Und Verbandskassier Max Reitner aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham erhofft sich aufgrund sonstiger spürbarer Solidarität auch ein Zusammenhalten in dieser Krisensituation mit zahlreichen Schicksalen unschuldiger Opfer der Naturkatastrophe. „Wir haben 23 Gaue und Bezirke im Bayerischen Trachtenverband mit etwa 1.000 Trachten- und Heimatvereinen, mit 200.000 erwachsenen sowie rund 100.000 jugendlichen Mitgliedern. Da könnten wir doch etwas bewegen“, so Landesvorsitzender Otto Dufter, der zu dieser Aktion gerne auch unter der Telefon-Nummer 08641-8779 nähere Auskünfte erteilt.
Urlaub
„Grenzenlos“ nach dem Hochwasser: Aschau
i. Chiemgau (hö) 22.08.02 - Betroffen von den Auswirkungen des
Jahrhunderthochwassers auf Menschen und deren Existenz wollen auch die in der
Werbegemeinschaft „Urlaub Grenzenlos zwischen König & Kaiser“
zusammengeschlossenen Gemeinden und Tourismusverbände ihren Beitrag zur
Linderung der Schäden leisten. Die 14 Tiroler und bayerischen Urlaubsorte, in
denen durchschnittlich 500.000 Gäste pro Jahr ihre Ferienzeit verbringen, möchten
den Hochwassergeschädigten aus den traditionellen Herkunftsgebieten Sachsen und
Sachsen-Anhalt das anbieten, was sie haben: Urlaubsunterkünfte – und zwar
kostenlos! In den Orten werden dieser Tage alle Gastgeber
angeschrieben und gebeten, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Tourismus -
Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass viele Vermieter ihre Ferienwohnungen
und Quartiere für eine Woche und mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Gedacht
ist an die Zeit von Mitte Oktober bis Ende April (ausgenommen 25.12.-6.1.). Die
Geschädigten sollen nach einer gewissen Zeit Gelegenheit erhalten, wenigstens
einmal eine Woche aus ihren vier Wänden raus zu kommen, ohne dafür viel Geld
aufwenden zu müssen. „Sicher kann das auch nicht mehr als der berühmte
Tropfen auf den heißen Stein sein, aber wenn dadurch einigen hundert Familien
wenigstens eine kleine Freude, eine willkommene Abwechslung erfahren, dann wäre
das eine feine Sache“, so Wolfgang Bude als Initiator und Koordinator und als
Leiter der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau, Telefon 08052-904937 in seiner
Vermeldung zum Start dieser Aktion.
Abgestürzter Gleitschirm
am Hochriesgipfel: Hochries (hö) 21.08.02 - Einen abgestürzten
Gleitschirmflieger musste die Bergwacht Rosenheim am späten Dienstagnachmittag
auf dem Hochries Gipfel aus einem ca. 15 Metern hohen Baum bergen. Über Telefon
wurde der Bereitschaftsleiter der Rosenheimer Bergwacht um ca. 17.10 Uhr von
einer Fluglehrerin am Samerberg informiert, dass an der Westrampe ein
Gleitschirmflieger abgestürzt ist und er aus eigener Kraft nicht vom Baum
herunter kommt. Daraufhin wurde über die Rettungsleitstelle der Einsatzleiter
und die Piepsmannschaft alarmiert, und parallel dazu die Baumbergestange
der „Bergwacht ARGE Priental“ in Aschau abgeholt. Auf der Anfahrt zur
Hochriesbahn, wurde mit der Flugschule über Funk abgeklärt wie die Situation
des Gleitschirmfliegers im Baum ist, da unmittelbar nach dem Absturz ein am
Hochriesgipfel anwesender Fluglehrer dem Unfallopfer zu Hilfe eilte.
Mittlerweile klagte der Patient über Schmerzen im Rückenbereich. Daraufhin
wurde der Rettungshubschrauber aus Traunstein angefordert, der zu diesem
Zeitpunkt gerade am Klinikum Rosenheim war. Nach einem Überflug und der
Sichtung des Unfallortes durch die Mannschaft der Bergwacht wurde kurz mit der
Besatzung des Hubschraubers über den weiteren Ablauf der Bergung
gesprochen. Erstmals musste der Gleitschirmpilot durch die Bodenmannschaft
mittels der Baumbergestange gesichert werden. Anschließend begann der Christoph
14 mit einem Bergwachtler am Bergetau den Piloten aus dem Baum zu retten. Diese
Rettungsmethode ist auf die Gefahr einer eventuellen Verletzung des Rückens die
Schonendste für den Patienten. Am Zwischenlandeplatz wurde der Patient von der
Notärztin versorgt und anschließend ins Klinikum Rosenheim geflogen. Die
Bergwacht Mannschaft hatte nun noch mit dem Fluglehrer und dem inzwischen am
Unfallort eingetroffen Sohn des Patienten die Aufgabe den Gleitschirm aus dem
Baum zu bergen. Die Bergung des ziemlich neuwertigen Schirmes gestaltete sich äußerst
schwierig durch die vielen Äste und der Lage des Schirmes. Der Einsatz war
gegen 20.30 Uhr zu Ende.
Sommertermine der Atzinger Trachtler: Atzing (hö) 28.07.02 - Allerhand Termine gibt es in diesen Tagen und Wochen für die Mitglieder des Atzinger Trachtenvereins. Nach vielen Probenarbeiten im Trachtenstadel und dem Vereinspreisplatteln mit Dirndldrahn in den Räumen der Ballfabrik Obermaier wird am Dienstag, 23. Juli das wegen Schlechtwetter ausgefallene Waldfest im Buchenwald von Munzing nachgeholt. Beginn ist um 19 Uhr mit Blasmusik und Trachtendarbietungen. Ein weiteres Waldfest ist am Sonntag, 28. Juli, dann mit der Blaskapelle Wildenwart. Am selben Tag beteiligen sich die Kinder und alle Mitglieder des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ beim Gautrachtenfest in Schleching. Gemeinsame Abfahrt mit dem Bus ist um 8.30 Uhr beim Trachtenstadel. Eine Woche später findet in Schleching das Gaupreisplatteln mit Atzinger Beteiligung statt. Gleichzeitig nimmt der Trachtenverein mit Fahnenabordnung, Nachwuchs und Mitgliedern am Sonntag, 4. August am Gründungsfest des Trachtenvereins in Hirnsberg teil. Die Abfahrt mit Privatautos bei Mitfahrgelegenheiten erfolgt am Trachtenstadel um 9 Uhr. Der Gottesdienst ist um 10 Uhr und der Festumzug in Hirnsberg beginnt um 14 Uhr. Nach diesen Sommer-Terminen haben die Trachtler von Atzing am Sonntag, 15. September den Erntedank-Gottesdienst in St. Salvator, am Sonntag, 13. Oktober den Jahrtag in Wildenwart und am 27. Oktober die Jahresversammlung im Gasthaus Stocker angesetzt.
Großes Interesse zum
Auftakt des 12. Ferienprogrammes in Aschau: Aschau (hö) 20.07.02 - 45
Tage lang mit insgesamt 676 zur Verfügung stehenden Plätzen wird es in der
Gemeinde Aschau wieder ein Sommer-Ferien-Programm geben. Der Ansturm am ersten
Anmeldetag war vielversprechend. Trotz der Morgenstunden fanden sich überaus
viele Eltern ein, um für ihre Sprösslinge die Ferien-Buchungen vorzunehmen.
Dabei fiel die Wahl nicht immer leicht. Schließlich hat die Gemeinde mit den
Ferienprogramm-Verantwortlichen wieder eine Fülle an Ideen in ein umfassendes
Programm umgesetzt. Insgesamt 39 Aktivitäten sind im heurigen Programmheft
enthalten.
Die
vielfältig gemachten Erfahrungen bei den inzwischen elf abgeschlossenen
Ferien-Programmen in Aschau kommen heuer sicherlich den Kindern erneut zugute.
„Wenn wir jetzt das Dutzend voll machen, dann wieder mit Spaß und Freude“,
so die Organisatoren im Aschauer Rathaus. Dies gilt auch für die Frauen Getto
(Telefon 08052-9049-22) und König (Telefon 08052-9049-23), die sich als
Mitarbeiterinnen im Ferienbüro um den ordnungsgemäßen Organisations-Ablauf
bemähen. Das Ferienbüro im Rathaus hat im übrigen montags, dienstags,
mittwochs, donnerstags und freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten
sind am Montag und am Dienstag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Einmal in der Woche und
zwar am Donnerstag ist von 14 Uhr bis 18 Uhr offen. Bürgermeister Kaspar Öttl
als verantwortlicher Herausgeber des Programmheftes bedankte sich beim Start der
Veranstaltungsreihe vor allem bei seiner Mitarbeiterschaft, bei Privatpersonen
und bei den Aschauer Vereinen. Ein Extra-Dank galt der örtlichen Sparkasse, die
zur Mit-Finanzierung des Heftes beitrug. Das gesamte Ferienprogramm wurde in
enger und bewährter Abstimmung mit dem Kreisjugendamt Rosenheim erstellt.
Von
Ausflugsfahrten bis zum Ziegen-Melken
Den
Auftakt der Ferien-Ereignisse für die im Urlaub daheim bleibenden Kinder bildet
am Freitag, 2. August ein Besuch beim Bergbauernladen in Aschau. Das Melken der
Milchziegen und das Treiben der Tiere auf die Weide soll informativ und spassig
gleichermaßen sein. Natürlich gibt es dazu eine passende Brotzeit aus dem
Bergbauernladen mit frischem Ziegenkäse und mit Ziegenmilch. Alsdann wird die
Milch zu Käse verarbeitet. Treffpunkt ist schon um 7.30 Uhr in der Früh. Am
Montag, 5. August wird gemalert und gegärtnert und einen Tag später wird getöpfert.
Weitere Themen in den folgenden Tagen und Wochen sind der „Drachenbau für
windige Gesellen“, ein Schnupper-Tennis, die Seidenmalerei, Inline-Skaten,
Luftgewehr- und Pistolenschiessen, der Umgang mit Pferden, das Kennenlernen
eines Rettungshubschraubers, ein Tanzkurs oder das Kräuterbuschbinden zum
Feiertag „Maria Himmelfahrt“. Der Besuch der Spielstadt „Mini Rosenheim“
ist ebenso vorgesehen wie abenteuerliches Canyonning und Rafting oder eine Fahrt
mit der Chiemgau-Bahn zum Minigolfspielen nach Prien. Eine Werksbesichtigung bei
BMW in München und ein risikofreier Blick hinter die Gefängnismauern von
Bernau folgen. Märchen-Erlebnispark, Bergwacht-Tag, Jagd-Erlebnisse in den Wäldern
des Barons von Cramer-Klett und ein Aktionstag in der Aschauer Kinderklinik
folgen. Auch der neue Klettergarten steht auf dem Programm, das am Freitag, 13.
September mit dem Bau einer Bruchsteinmauer endet. Bis zu diesem Abschlusstag können
die Dirndl und Buam von Aschau noch wählen zwischen dem Besuch bei den Gebirgsjägern
in Bad Reichenhall, dem Aufsuchen eines Lehrbienenstandes vom Imkerverein Törwang
am Samerberg oder einer Fahrt mit dem Polizeiboot auf dem Chiemsee. Dies und
noch einiges andere mehr ist im Programmheft enthalten, das ab sofort bei der
Gemeinde und bei der Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937 kostenlos erhältlich
ist.
Weiterbildungsseminar
in der Simssee Klinik: Bad Endorf 18.07.02 - Von 10. bis 14. Juli fand in
der Simssee Klinik ein Weiterbildungsseminar für rund 100 Sportmediziner aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Bereits zum dritten Mal wurde
der Workshop Sportmedizin in dem Fachkrankenhaus für Orthopädie in Bad Endorf
abgehalten - erneut mit großem Erfolg. "Wir sind rundherum
zufrieden", resümieren die Organisatoren Dr. Dietolf Hämel, Ärztlicher
Direktor und Chef-arzt der Simssee Klinik, Prof. Dr. Bernd Rosemeyer, Klinik
Josephinum München, sowie Dr. Michael Krüger-Franke und Dr. Andreas Kugler von
der orthopädisch-chirurgischen Gemeinschaftspraxis am Nordbad in München.
"Wenn die Teilnehmer schon am Ende des Seminars wissen möchten, wann das nächste
stattfindet, dann ist das wohl ein gutes Zeichen."
Thema des diesjährigen Weiterbildungsseminars, das unter der Schirmherrschaft
der GOTS (Gesellschaft für orthopädische Traumatologie) und der Sektion
Sportorthopädie der DGOOC (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische
Traumatologie) stand, waren Gelenk- und Weichteilverletzungen im Sport. In
zahlreichen Fachvorträgen wurden die unterschiedlichsten Verletzungsarten und
deren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten dargestellt, analysiert und
diskutiert. Die Bandbreite reichte dabei von der Leistungsdiagnostik im
Leistungssport, so wie sie in den ambulanten Rehazentren der Simssee Klinik an
computer-gestützten Messgeräten erfolgreich durchgeführt wird, über die
3-D-Vermessung der Wirbelsäule (eine Spezialität der Simssee Klinik) bis hin
zu "exotischen" Behandlungsformen wie Magnetfeldtherapie oder
Akupunktur. Sogar ein Rhetorik-Schnellkurs für erfolgreiche
Arzt-Patienten-Gespräche stand auf der Tagesordnung.
Größter Beliebtheit erfreute sich auch diesmal das vielseitige sportliche
Begleitprogramm. Gemeinsam mit bekannten Spitzensportlern wie zum Beispiel
Wolfgang Kummer, Eishockey-Nationalspieler bei den Bietigheim Steelers, konnten
die Sportmediziner zeigen, ob sie auch in der sportlichen Praxis
erfolgreich sind. Angeboten wurden Biathlon, Beachvolleyball, Badminton,
Bogenschießen, Golf, Tennis, Mountainbiking, Schwimmen, Fußball, Tai-Bo,
Klettern, Kanu, Inline Skating, Inline Hockey und Ultimate Frisbee. Durch das
Sporttraining sollen die Sportmediziner am eigenen Leib ein Gefühl und
Verständnis für verschiedene Sportarten und deren Verletzungsrisiken bekommen.
"Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns auch dieses Jahr wieder tatkräftig
bei der Durchführung des fünftägigen Weiterbildungsseminars unterstützt
haben", so Dr. Dietolf Hämel. "Ein ganz besonderer Dank gebührt
dabei der benachbarten Sportschule Süd des Bundesgrenzschutzes." Das
bundesweit bekannte Zentrum zur Förderung des Leistungssports, in dem schon
sportliche Größen wie Uschi Disl, Martina Erdl und Claudia Pechstein
herangezogen wurden, hat auch in diesem Jahr wieder mit der Bereitstellung von
Referenten, Trainern und Sportausübungsplätzen einen wichtigen Beitrag zum
Kongress der Sportmediziner in Bad Endorf geleistet.
"Jetzt
red i" in Bad Endorf: Bayerisches Fernsehen zeichnet am 22. August
Sendung im Kursaal auf: Bad Endorf, 16.07.2002. "Jetzt red i" ist mit
30 Jahren Laufzeit die älteste Bürgersendung des Bayerischen Fernsehens. Am
Donnerstag, 22. August, wird nun eine weitere Folge im Kursaal von Bad Endorf
aufgezeichnet. Moderator ist Dietmar Gaiser.
Das Prinzip von "Jetzt red i" ist so einfach wie erfolgreich: Der große
Übertragungswagen fährt in eine Gemeinde, um dort einen Veranstaltungssaal zum
Fernsehstudio umzubauen. Etwa zwei Stunden lang kann sich dann jeder, der will,
zu Wort melden und sein Problem vortragen. Eine Auswahl dieser Wortmeldungen
wird etwa drei Wochen später im Münchner Studio den Verantwortlichen
vorgelegt. Sie sollen versuchen, die Probleme zu lösen oder
zu erklären, warum sie unlösbar sind.
Am 8. August werden in der Raiffeisenbank und Sparkasse in Bad Endorf Kästen
aufgestellt, in die jeder, der am 22. August reden will, sein Thema einwirft, um
dann einen Tag vor der Aufzeichnung sicher eine Eintrittskarte für die
Aufzeichnung im Kursaal zu bekommen. Die restlichen Karten werden am
Abend vor der Aufzeichnung öffentlich vergeben. Falls mehr Interessenten als
Sitzplätze vorhanden sind, werden sie verlost. Dieses System garantiert,
dass jeder die gleiche Chance hat.
Einlass für "Jetzt red i" im Kursaal ist um 18.30 Uhr,
Aufzeichnungsbeginn ist um 19.00 Uhr. Bad Endorf darf sich schon jetzt auf einen
interessanten Diskussionsabend freuen.
Gemeinderatsfleiß
in Aschau: Aschau
(hö) 10.07.02 - Beratungsfleiß
zeigte der Aschauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Lesesaal. Das
Hauptinteresse der Erörterungen galt dabei der Haushalts- und
Finanz-Entwicklung der Gemeinde. Nur mit großer Vorsicht wollen Bürgermeiser
Kaspar Öttl, die Verwaltung und auch die Gesamtheit der Gemeinderäte neue
Investitionen tätigen. Aus diesem Anlass wurde Gemeindekämmerer Siegfried Loer
gebeten, einen Halbjahrsbericht vorzulegen, der den weiteren Beschlüssen
zugrunde liegen soll.
Das
Gewerbesteueraufkommen in Aschau ist mit rund 500.000 Euro im Jahr noch besser
als im Vergleich mit anderen Gemeinden. Damit und mit dem von Bürgermeister Öttl
als verlässlichen Partner bezeichneten Freistaat Bayern, der gerade in jüngster
Vergangenheit bei verschiedenen Groß-Baumaßnahmen in Aschau als Zuschussgeber
fungierte, kann beruhigt in die Zukunft marschiert werden. „Zum 30. Juni zeigt
sich eine erfreulich gute Haushalts-Entwicklung, so dass wir wieder einige Aufträge
vergeben können“, so der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass diese Aufträge
vor allem dem Straßenbau und der Wasserversorgung dienen werden. Sollte sich
diese Entwicklung fortsetzen, so wird im Herbst eine weitere Vergabe-Aktion
stattfinden. Aus diesem Grund vereinbarte man, dass sich der Gemeinderat im
Herbst mit den Haushalts-Zahlen zum 30. September erneut beschäftigen wird.
Sowohl die Ansätze und Zwischenstände zum Vermögens- und Verwaltungs-Haushalt
gaben Anlass zur Zufriedenheit. Die geplante Neuverschuldung von 466.000 Euro
machte bislang noch keine Extra-Kreditaufnahme erforderlich. Zum Thema
Zahlungsmoral gab es ein Lob für den Freistaat, aber auch ein Manko mit Blick
auf die Aschauer Bürgerschaft. „Von 87.000 Euro, die am Jahresanfang noch als
überfällige Beträge gegenüber der Gemeinde noch offen waren, wurden im
ersten Halbjahr lediglich 10.000 Euro von den Bürgern bezahlt“, so Bürgermeister
Öttl.
Viele
weitere Themen beschäftigten die Räte in dieser Sitzung noch. So zum Beispiel
die etwas rückläufigen Belegzahlen des Seniorenheimes Priental bei
gleichzeitig guter Wirtschafts- und Personalbilanz. Im übrigen wurde dabei den
Mitgliedern des Gemeinderates eine neue Broschüre zu Leistungen und Preisen des
Seniorenheimes ausgehändigt. Zahlen zu Übernachtungen und Gästen für den
Monat Juni werden nach der Umstellung auf eine neue Anlage von der Tourist-Info
nachgereicht. In jedem Fall geht man davon aus, dass in Aschau die
Tourismus-Bilanzen rückläufig sind, da einige Häuser nicht mehr verfügbar
sind. Erfreulich waren die Berichte aus der Personalabteilung. Während Carina
Scherr die Verwaltungsprüfung I mit Erfolg abgelegt hat schaffte Herbert Reiter
von der Tourist-Info die Prüfung zum Touristikfachwirt. Eine weitere
Personalangelegenheit war die Bekanntgabe der Personalratswahlen. Afra Krom,
ihre Stellvertreterin Carina Scherr sowie Wolfgang Grill (als Vertreter der
Angestellten) und Günther Habl und Christoph Bauer als Arbeitervertreter erklärten
sich nach der Wahl bereit, für ihre Kollegen ehrenamtlich tätig zu sein.
Grundsätzliche
Zustimmung fand die Einladung der Firma MediaKom an den Gemeinderat. Wie Bürgermeister
Kaspar Öttl sagte, sollte man sich dem heimischen Betrieb mit 20 Arbeitsplätzen
und mit acht Millionen Post-Aussendungen im Jahr schon allein wegen seines
Wirtschaftsfaktors und seiner Werbeeffekte nicht verschließen. Ein
Besuchs-Termin wird demnächst vereinbart. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang
noch an die kommenden Orts-Besichtigungsfahrten des Gemeinderates am Dienstag,
16. Juli und am Dienstag, 23. Juli. Festhalten wollen die Gemeinderäte
am Jahresschlussessen. „Wir sind traditionell veranlagt und wir würden
uns freuen, auch zum heurigen Jahresende, eventuell am Montag, 30. Dezember den
Gemeinderat in einer der guten Aschauer Wirtschaften begrüßen zu dürfen“,
so Kaspar Öttl.
Einigkeit
herrschte auch bei der anstehenden Erneuerung des Sollinger-Steges, einem beschränkt-öffentlichen
Fuß- und Radweg, der als „Ledererstegweg“ von der Cramer-Klett-Straße bis
zur Kampenwandstraße führt. Der Sanierungsbeschluss grundsätzlicher Art
erfolgte einstimmig. Aber ehe die Arbeiten richtig los gehen, soll aufgrund
einiger Vorschläge aus den Reihen des Gemeinderates eine differenzierte
Ausschreibung erfolgen. Für Maler-, Holz- und Stahlarbeiten werden nunmehr vor
Ort die Angebote eingeholt. Auch wird geprüft, ob man anstatt des eigenen
Bauhof-Einsatzes nicht eine ortsansässige Handwerker-Firma beauftragen könnte.
Insgesamt werden die Brücken-Sanierungskosten um die 13.000 Euro betragen. Im
Zuge dieser Maßnahme kam es zu verschiedenen Anregungen für Verbesserungen zu
Aschauer Brückenwerken. Die Anregungen werden allesamt geprüft werden. Ebenso
wie zwei Vorschläge in der freien Aussprache. Einmal regte Werner Weyerer an,
den Schilderwald nach der Chiemgau-Bahn von Umrathshausen nach
Aschau-Schafelbach zu entzerren. Die frei werdenden
Geschwindigkeits-Begrenzungs-Schilder könnten eventuell auf der Strecke
zwischen Aschau und Sachrang eine neue Verwendung finden. Dort gibt es immer
wieder Tempo- und Straßen-Überquerungsprobleme laut Gemeinderat Dr. Alfons
Knapp. Aufklärung gab es noch zum abgerissenen Schornstein innerhalb des
Hohenaschauer Brauereigeländes. Der im Rahmen der Umbauarbeiten als
denkmalschutzbedürftige Kamin als örtliches Wahrzeichen wurde der Baufälligkeit
zugeordnet und deswegen ist der kurzfristig
vollzogene Abbruch gerechtfertigt.
Aschauer
Markt findet Unterstützung durch Gemeinderat: Aschau
(hö) 09.07.02 - Der Aschauer Markt
ist für die Gemeinde Aschau nicht nur eine ehrenhafte, jahrhundertealte
Veranstaltungs-Einrichtung, sondern auch ein unterstützungswürdiges
Kulturereignis. Dies war dem einstimmigen Wohlwollen der zum vierten Male in
vollzähliger Form erschienenen 20 Mitglieder des Gemeinderates zu entnehmen.
Zusätzlich zur vorgesehenen Tagesordnung wurde der Aschauer Markt aus Termingründen
noch behandelt. Heuer beginnt dieser am Donnerstag, 29. August mit dem
Bieranstich und mit einigen Einlagen. Am Freitag, 30. August ist ein
Musikfestival mit der Kapelle W@nted vorgesehen. Am
Samstag, 31. August gibt es mit einem tagsüber angebotenen Preisschafkopfen und
mit einer Abendveranstaltung mit Bayerns Innenminister Günter Beckstein als
Festredner gleich zwei Ereignisse. Dem Marktsonntag, 1. September folgt am
Montag, 2. September das abschließende und schon traditionelle
Kesselfleischessen. Einem vorliegenden Antrag des Festzelt-Veranstalters kam man
soweit möglich entgegen, um der Aschauer Markttradition und um der zufriedenen
Durchführung durch Werner Heinrichsberger von der Firma LVG-Landprodukte in den
letzten zehn Jahren gerecht zu werden. So wird am Freitagabend bei der
Jugendmusik-Veranstaltung die Sperrzeit auf 1 Uhr früh verkürzt. Ohne Musik
ist in dieser Nacht der Barbetrieb bis 2 Uhr erlaubt. Bei den Wasser- und
Abwasserkosten soll dem Zeltbetreiber wie in den letzten Jahren eine
Sonderkondition eingeräumt werden. Einem zusätzlichen Antrag zufolge, dass
sich die Gemeinde an der Hälfte der Wiesenpacht-Kosten beteiligt, wollte man
nicht zustimmen. „Hier handelt es sich um ein frei-wirtschaftliches
Unternehmen und wir wollen Präzedenz-Fälle vermeiden“, so die
einvernehmliche Meinung des Gemeinderates.
Zu einer Heiterkeit kam es nach der Verlesung des Antrages als Gemeinderat Dr. Manfred Gerner anstatt dem Wort „Fehlbitte“ den Begriff „Fehltritte“ verstand. Doch schnell ließ sich aufklären, dass Werner Heinrichsberger hoffte, mit diesem Antrag keine Fehlbitte getan zu haben. Dies hatte er auch nicht, obgleich ihm angeraten wurde, die Auflagen insbesondere mit der Sperrzeit genauestens einzuhalten. Im übrigen wird heuer beim Aschauer Markt Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock nach dem Rechten schauen, da Kaspar Öttl in dieser Zeit einen Nordsee-Urlaub geplant hat.
Feriendorf-Pläne
von Sachrang finden nach Veränderung den Gefallen des Gemeinderates Aschau –
nach Musterhaus-Erfahrungen reduzierte Baukörper: Aschau
(hö) 09.07.02 - In Zeiten rückläufiger
Betten- und Tourismuszahlen ist die Gemeinde Aschau froh, dass sie im Bereich
Sachrang mit dem dortigen Feriendorf einen interessanten Partner mit
Erweiterungsmöglichkeiten hat. Dies zeigte die jüngste Sitzung des
Gemeinderates als die inzwischen 6. Änderung des Bebauungsplanes
„Feriendorf“ Sachrang auf die Tagesordnung kam.
Kernpunkt
der Änderungen ist die Absicht der Betreiber und Architekten, die ursprüngliche
Absicht zum Bau von 32 kleineren Wohngebäuden in Holzständerbauweise nicht zu
verwirklichen und eine reduzierte Form der Erweiterung anzustreben. Eine veränderte
Marktlage und Erkenntnisse aus den Erfahrungen mit einem Musterhaus haben die
Verantwortlichen umgestimmt.
Ursprünglich
waren im gesamten Feriendorf 129 Wohneinheiten genehmigt. Davon sind bislang in
drei Hauptgebäuden und mit dem Musterhaus lediglich 41 Wohneinheiten
realisiert. Die geplanten und noch möglichen 32 Ferienwohnhäuser sollen nicht
mehr in der ursprünglichen Form verwirklicht werden. Statt dessen sind 17
kleinere neue Wohngebäude und drei mittlere Ferienwohnhäuser vorgesehen. Damit
verringert sich die Anzahl der Gesamtbaukörper von 36 auf dann 24 Stück. Die
bisherige zulässige überbaute Fläche mit 2.079 Quadratmetern bleibt gleich.
Mit der Baukörperreduzierung soll es ermöglicht werden, die Vermarktung noch
individueller zu gestalten.
Das
Vorhaben stieß allgemein auf Zustimmung. Bürgermeister Kaspar Öttl zeigte
sich froh, dass in Sachrang mit der Entstehung neuer Gewerbe-Betten dem Rückgang
der Gesamtbetten in der Gemeinde entgegnet werden kann. „Die flexiblen
Unternehmer-Versuche sind begrüßenswert, denn auch wir sind an einer zeitgemäßen
und erfolgreichen Vermarktung interessiert. Immerhin erhoffen wir uns, dass im
Feriendorf Sachrang die bislang registrierten 15.000 Jahres-Übernachtungen auf
30.000 ansteigen könnten“, so der Bürgermeister. Benno Pertl, Dritter Bürgermeister
und Verkehrsvereinsvorsitzender von Sachrang machte sich ebenfalls für die Befürwortung
der neuen Pläne stark als er sagte: „Das Feriendorf hat einen Anteil von 20
Prozent an den gesamten Sachranger Übernachtungen und ist für uns insgesamt
eine sehr wichtige Einrichtung“. Letztlich beschloss der Gemeinderat nach
eingehender Debatte, die Planzeichnungen der Architekten Martin & Brenner
aus Füssen zu billigen. Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, das
vereinfachte Veränderungsverfahren durchzuführen. Der Beschluß fiel
einstimmig und bedeutet, dass die Betreiber und Architekten der Gemeinde nunmehr
entsprechende Bau-Pläne vorlegen werden.