Heuberg (1398 m)

Durch die Südwand der Wasserwand führt ein kurzer KlettersteigZwischen dem Hochriesgebiet und der Wendelsteingruppe ragt aus dem Inntal der Heuberg auf. Weitum reicht der Blick von diesem frei dastehenden Berg, vor allem weit hinaus in die Ebene. Wenn er auch nur 1389 m misst, so ist er aus dem tiefen Inntal heraus doch ein stattlicher Berg mit eindrucksvollen Formen. Vom Westen breit, vom Norden her, über den Samerberg gesehen, vielgipfelig und malerisch.

Heuberg heißt der mittlere pyramidenförmige kleine Grasgipfel (1338 m). Nordöstlich schließt sich die felsige Wasserwand (1358 m) an, nordwestlich ist die steil über Nußdorf auffelsende Kindlwand (1229 m), und im Süden leitet vom grasigen Heuberggipfel ein etwas zerrissener Waldgrat südwestlich zum Kitzstein (1398 m) hinüber, der mit den lotrechten Fluchten der Höllwand bis zu 200 m nach Süden abbricht. Im Westen ragen aus den steilen Schrofen-, Wald- und Wiesenhängen die kleinen Felstürme Kundl und Backofen auf.

Greinbach am Samerberg mit dem HeubergWege auf den Heuberg
Von Nußdorf über Kirchwald und Daffnerwaldalmen. Wanderweg (AV-Weg 223), 2 1/2 bis 3 Stunden. In der Dorfmitte bei der Pfarrkirche sind Wegweiser.
Von Nußdorf über Kirchwald und durch das Haidental. Wanderweg, 2 1/2 Stunden. Von Nußdorf über Kirchwald, jedoch nicht bis zu den Daffnerwaldalmen, sondern ehe der Weg um den Nord-Ost-Ausläufer der Wasserwand herumführt, auf einem Fahrweg scharf rechts ab und bald in den Wiesengrund des Haidentals, wo zwei einstige Almhütten und auch ein Forsthaus stehen. Über die Wiese hinauf.
Von Nußdorf über Bichleralm. Bergsteig (AV-Weg 224), 2 Stunden. Südöstlich von Nußdorf zieht am Rande eines Wiesendreiecks (Wieswinkl) ein deutlicher Feldweg gegen den Fuß des Heubergs hinauf. Dort beginnt der steile Steig zur Bichleralm.
Von Windshausen über Daffnerwaldalmen. Wanderweg (AV-Weg 223), 2 1/2 Stunden. Die Straße von Nußdorf nach Windshausen überwindet mit einer auffallenden kräftigen Steigung den kleinen Rieglberg. Knapp 1km danach zweigt beim Weiler Labach ein Sträßchen nach Osten ab und führt zum Weiler Haus, Parkplatz. Nur dem Sträßchen, das nicht mehr befahren werden darf, hinauf nach Buchberg.

Kletterführen Heuberg Wasserwand

Wasserwand
Die nördlich vom grasigen Mittelgipfel des Heubergs beginnende und nach Nord-Osten verlaufende Felsscheibe stürzt bis zu 150 Meter jäh und plattig nach Westen-Nord-West) und bis zu etwa 100 Meter teils senkrecht nach Osten (Ost-Süd-Ost) ab. Die Ost- und Westwand bieten Möglichkeiten für schwierigste Felstouren. Normaler Aufstieg. Für Bergsteiger unschwierig; Ungeübten ist große Vorsicht geraten. Vom Sattel zwischen dem grasigen Heuberggipfel und den Felsen der Wasserwand rechts hinauf, etwas östlich der Kante. Die Felsen des kurzen Klettersteigs sind durch die vielen Begehungen sehr glatt.

Kundl
Zugang: Am besten von der Bichleralm nach Süden zu den Türmen.
Normalweg (Südostkante), III-.
Abstieg: Am besten vom Gipfel nach Süd-Osten in die Scharte abseilen (am Gipfel Stumpf eines Holzkreuzes und Abseilblock).
Nordriß, V.
Westwand (Lückhart und Gef.), V+. A2.
Südwand, JV±.

Backofen

Normalweg (Ostgrat), III.
Nordwestkante. Vagabundenkante (Jörg Vogt, allein),
VL A2.
Nordwand. IV bis V+.
Durch die wenig hohe Nordwand (feucht und grasdurchsetzt) wurden mehrere Anstiege gelegt, die aber kaum begangen werden. Südverschneidung (Keill, Waker) V+, A2.
Sudwestkante (P Scetinin, G. Haider); erste Seillänge
VI-, A2.