Hochmoore bei Bernau

MoorwaldDas Bernauer Moor hat trotz umfangreicher Entwässerung und Kultivierung noch beträchtliche zusammenhängende Moosteile mit unverfälschtem Hochmoorcharakter. Weite Flächen sind ausschließlich mit äußerst genügsamen Torfmoospflanzen überzogen. Diese müssen ihren Bedarf an Mineralstoffen mit dem aus der Luft anfliegenden

Staub befriedigen. Für die Deckung ihres Stickstoffbedarfes steht ihnen lediglich der vom Wind verwehte Blütenstaub der sie umgebenden Waldbäume zur Verfügung. Sie haben nur wenige mit Blattgrün erfüllte Zellen; alles andere in ihnen ist Wasser. Ihre schöne sternförmige Gestalt haben ihnen die Namen Bleichmoose und Edelweißmoose eingetragen. Es gibt viele verschiedene, oft nur mit dem Mikroskop zu unterscheidende Torfmoosarten von wechselnder Farbe und Form. Neben den Moosen sind Hochmoore arm an Arten. Latschendickichte an den Randhängen, Rundblättriger Sonnentau, Rosmarinheide, Moosbeere, Scheidiges Wollgras, einige Laubmoose, Lebermoose und Flechten. Das ist schon fast alles.