Heimathaus des Rupertiwinkels

Burg TittmoningDer Historische Verein Tittmoning e. V. sammelte von 1889 bis heute Zeugnisse der Vergangenheit. Sie wurde erst in kleinen Zimmern des Tittmoninger Rathauses ausgestellt. Seit 1911 füllen sich die historischen Räume im Prälaten- und Kavalierstock (1615) und im Getreidekasten (1550) der Tittmoninger Burg.

Als Grenzbefestigung gegen Bayern wurde die Burg Tittmoning 1234 von Erzbischof Eberhard II. erbaut. Anfang des 17. Jahrhunderts zum Jagdschloß umgebaut, diente sie als Sommerresidenz der Salzburger Fürstbischöfe. 1816 kam die Burg zusammen mit dem Rupertiwinkel zu Bayern. Heute beherberg sie bedeutende Sammlungen aus dem bäuerlichen und bürgerlichen Leben.

Türkenofen um 1750Schützenscheiben:
130 Schützenscheiben, die größte Sammlung in Bayern aus der Zeit von 1600 bis 1930, ein einzigartiger Schwerpunkt des Museums.

Grabkreuze:
180 Schmiedeeiserne Grabkreuze des 17. bis 19. Jahrhunderts stammen aus dem Rupertiwinkel. Entwicklung und der Reichtum der Formen zeugen vom Können der Meister.

Landwirtschaft:
Das Model eines Vierseithofes und viele landwirtschaftlichen Geräte zeigen die Arbeitswelt des Bauern.

Handwerk:
Eine ganze Reihe von handwerklichen Berufen werden mit ihren Erzeugnissen vorgestellt. Viele dieser Berufe gibt es heute nicht mehr.

Keramik:
Irdenes Geschirr aus dem niederbayerischen Kröning, einheimische Hafnerware und Fayencen aus Salzburg.

Bauernmöbel:
Ein qualitätsvoller Querschnitt von volkstümlichen Möbeln: Truhen, Schränke, Kommoden, Tische, Stühle und Wirtschaftsmöbel mit und ohne Bemalung.

Öfen:
Prächtige Rockokoöfen, Eisenblechöfen, Klassizistische Kachelöfen und Eisengußöfen aus Pfarr- und Gasthöfen sowie aus Bauern- und Bürgerstuben.

Volkskunst:
Eine Fülle schöner Dinge: Hinterglasbilder, Lebzeltermodel, Reliquienkreuze, Fatschen- und Loretokindl, Petschaften, Sparstrümpfe, Wachsarbeiten, Schmalzlerglasl, Strohintarsien, Porezellanbierglasdeckel und und und...

Römisches Mosaik u. a.
Eine vorzüglich wissenschaftlich aufgearbeitete Sammlung aus der Vor- und Frühgeschichte mit hervorragenden Exponaten.

Schützenscheibe von 1660Burgkapelle:
Frühbarocker Altar aus Adneter und Untersberger Marmor mit dem Altarbild "Der Engelsturz des St. Michael" von Johann Michael Rottmayr (1697) und Skulpturen von Michael Bernhard Mandl. In den Fensternischen Vortragestangen der Bruderschaften.

Wehrgang:
Er führt um die halbe Burg. Durch Schießscharten geht der Blick hinaus in´s Salzachtal bis hin zu den Salzburger und Berchtesgadener Alpen.

Heimatstube der Sudetendeutschen:
Sie steht unter dem Leitwort "Wechselbeziehung Bayerns zum böhmisch-mährischen Raum". Mit vielen einschlägigen Ausstellungstücken.

Öffnungszeiten: Das Museum ist nur mit Führungen zu Besichtigen. Diese sind täglich (außer Donnerstag) um 14 Uhr vom 1.Mai bis 30.September.

Information und Anmeldung von Gruppenführungen beim Städt. Verkehrsamt in Tittmoning: Tel: 08683/700710 Fax: 08683/700730