Frillensee bei Inzell

974 m über NN (Gemeinde Grainau)

Der See liegt reizvoll eingebettet am Nordfuß des Zwiesels oberhalb von Adlgaß (922 m). Er gilt als einer der kältesten Seen Mitteleuropas, so dass er bis zum Bau des Inzeller Eisstadions als Trainings- und Wettkampfstätte für Eisläufer verwendet wurde.

Der Frillensee ist ein wunderschöner Bergsee und sitzt direkt an den Abhängen des Zwiesels. Man kann vom Frillensee auch zum Zwiesel hochsteigen, muss jedoch vor Ende Juli mit Schnee auf den Wegen rechnen. Vor Ende Juni kann der hochführende Steig durchaus noch durch feste Schneekruste unpassierbar sein. Ich bitte darum, daran zu denken, dass der Steig auf der Nordseite im Schatten des Bergmassives hochführt.

Um den Frillensee ist ein Schneeloch, was zur Folge hatte, dass auf dem Frillensee in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts die erste Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf stattfand, bis dann das Inzeller Eislaufstadion im Tal erbaut wurde. Davon zeugt heute noch eine Tafel.

Die Wege selbst sind sehr gut ausgebaut und können durchaus als Straße bezeichnet werden. Es gibt eine lange Brücke ohne Geländer, welche im Süden direkt am See durch das Moor führt und den Rundweg abkürzt. Außerdem gibt es eine Hütte sowie einen Rastplatz.

Wer im Frühjahr zur richtigen Zeit kommt, der kann ein Schauspiel der Natur beobachten und Hunderte von jungen Fröschen quaken hören, welche gerade geschlüpft sind.

Ein Baden im See kann nicht empfohlen werden, da das Wasser teilweise recht moorig und kalt ist und zudem fast keine Liegefläche vorhanden ist (der See liegt größtenteils im Schatten der umgebenden Gebirge im Süden). Es handelt sich außerdem um Deutschlands kältesten See.