Chiemgauer Berge
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| Innerhalb der
weitergefassten Chiemgauer Alpen werden die Chiemgauer Berge zwischen den Tälern der
Traun und Prien als eigenes Gebiet gesehen. Die Chiemseelandschaft ist von den Bergen Hochfelln,
Hochgern und Kampenwand geprägt. Aber auch die kleineren Gipfel, die mit
diesen markanten, weit ins Land hinaus sichtbaren Bergen zusammenstehen, und die
dahinterliegenden Bergstöcke des Geigelsteins und Einzelgipfel wie die Rachelspitze
und die Hochscharten zählen wir noch dazu. Die Chiemgauer Berge gelten seit
jeher in ihrem Kontrast zu den Seen als beispielhafte romantische Berglandschaft
Oberbayerns. Sie haben nicht nur Dichter, Maler und Bergsteiger, sondern seit 150 Jahren
immer auch Erholungsreisende in großen Scharen angezogen.
So sind die Chiemgauer Berge heute nicht nur eine der schönsten
Gegenden unserer bayerischen Voralpen, sondern auch eine der meistbesuchten. An sonnigen
Sommertagen sind die Hauptgipfel, insbesondere die bahnerschlossenen, überlaufen. Der
Bergsteiger aber findet in diesen Bergen im Frühjahr oder im Herbst, auch sommers zu
früher Stunde, immer noch einsame Bergwälder, rauschende Bachschluchten, anmutige
Bergwege und luftige Gipfel mit prächtigen Aussichten.
Als große Stützpunkte liegen die Stadt Traunstein und der Markt Prien
draußen im Land vor den Bergen. Stattliche Kirchen, Einkaufsstraßen, Theater, Kino,
AV-Veranstaltungen und Kunstausstellungen bieten Anziehungspunkte in der Landschaft der
Seen und Berge.
Als Symbol des Chiemgaus, als einstige Mitte und als schönster
landschaftlicher und kultureller Kontrast zu den Bergen liegen die Inseln im weiten
Chiemsee; die eine mit dem altehrwürdigen Frauenkloster, die andere mit den tristen
Rudimenten sowohl eines vergangenen Klosters und der verflossenen Macht der
Chiemseebischöfe als auch eines unfertigen Schloßtraums eines unwirklich romantischen
bayerischen Königs.

Hochfellnstock
Der Hochfelln kann an kühner Form
dem Hochgern nicht die Waage halten. Aber er ist, wie auch der Hochgern, der höchste
nördliche Eckpfeiler eines eigenen Bergstocks mit einer Reihe von Graten, Schneiden,
Kämmen und Nebengipfeln.
Vom Gipfel des Hochfelln zieht die lange Strohnschneid (1484 m)
über die Poschinger Wand nach Osten hinab bis vor die
Häuser von Ruhpolding. Nach Süden senkt sich der Kamm über den Thoraukopf (1481
m) zu einer Scharte, von der er nochmals felsig aufsteilt zum Weißgrabenkopf (1578
m), weiterzieht über den grasigen Gröhrkopt (1562m), ohne viel Höhe zu
verlieren, bis zum Eck der Haaralmschneid (1577 m). Erst von da senkt er sich
endgültig mit steilen Gras- und Waldhängen nach Süden hinab ins Tal des
Eschelmoosbachs.
Von diesem Nord-Süd-Kamm laufen parallel zu der nördlichen
Strohschneid drei auffallende, den Bergsteiger lockende Schneiden: nördlichst, vom
Thoraukopf weg, die Thorauschneid (1470 m), dann nächst südlicher vom Gröhrkopf
aus die einsame Nesselauerschneid und als die südlichste die markante Haaralmschneid
und Kratzlschneid.
Alle diese Bergkämme senken sich von Westen nach Osten hinab. Zwischen
ihnen erstrecken sich die etwas öden Almmulden der Farnböden und der Thorau, die im Tal
des Thoraubachs zusammenmünden; zwischen der Nesselauer Schneid und der Haaralmschneid
liegt der eindrucksvolle Nesselauer Graben.
Nach Westen sendet der Hochfelln einen Sporn aus, scheinbar hinüber zum Hochgern, der
aber als Rötlwandkopf (1379 m) mit steilen, teils roten Wänden abbricht in das
Tal der Weißen Ache, die den Hochfellnstock vom Hochgernstock scheidet und die
hinausrauscht nach Maximilianshütte bei Bergen.
Weißgrabenkopf
Vom Urschallinger Kirchl oder auch von der Priener
Straße aus sieht man Spätnachmittags, wenn die Sonne schon im Südwesten steht, zwischen
Hochfelln und Hochgern ein blendend helles, mächtiges Dreieck, das nur am rechten Rand
dunkel begrünt ist, herüberleuchten. Das ist die Felspyramide des Weißgrabenkopfes. Von
Nordwesten eine markante Felsgestalt, von Südwesten nur eine grünbewachsene unbedeutende
Graterhebung. Die hellen, fast weißen Nordwestabstürze laufen zusammen in einem
riesigen, weißen Schottergraben, in dem sich, vor allem nach Regenfällen, die Wasser der
ganzen gewaltigen Wand sammeln zu einem Bach, der weiter unten sich um den Rötwandkopf
herumwendet und nordöstlich am Schipfel vorbei als Weiße Ache hinausfließt nach
Maxhütte, sich dort nach Nordwesten wendet und bei Hauzenbichel ganz nach Westen und
schließlich nahe bei Übersee in die Tiroler Achen mündet. Die weißen Felsabstürze und
ihr Bach geben also auch den Achen den Namen.
Rötwandkopf in der
Hochfellngruppe
Der nach Westen verlaufende Sporn des Hochfelln neigt sich
zunächst sanft, dann plötzlich steinig werdend hinab zu einem felsigen Doppelgipfel. Das
ist der Rötwandkopf (1368 m). Vom Thoraukopf aus hat er mit seinen etwa 100 Meter
hohen Südwänden eine markante Gestalt, die vor allem durch den Südwest-Grat gezeichnet
wird. Wer aber je das Tal der Weißen Ache vom Schipfel aus durchwandert ist, in Richtung
Hinteralm, kennt die andere, gewaltige, beängstigende Seite des Rötwandkopfes. Aus dem
Bachgrund erhebt er sich, zunächst karig und schrofig, aber steil und dräuend, und
türmt sich etwa 300 Meter hinauf zum Gipfel. Mitten in den sanften Bayerischen Voralpen
ein ungeheures Felsgebilde mit den Ausmaßen des großen Kalkgebirges. Rote,
marmorleuchtende Wandstellen schauen herab. Das gab dem Berg den Namen.
Hochgernstock
Im Süden des Chiemsees fällt eine schön
geformte Berggestalt auf: der Hochgern. Von Gstadt aus gesehen steht er direkt hinter der
Fraueninsel. Was vom Vorland betrachtet wie ein einzelner Berg aussieht, ist in
Wirklichkeit ein mehrgipfeliger Bergstock.
Engelstein und Bairerköpfe
Engelstein (972 m). Von Bergen-Maximilianshütte geht eine geteerte
Straße, die man auch befahren kann, durch schattigen Wald bis Pattenberg; Parkplatz beim
Gasthof Pattenberg. Der Weg zum Engelstein beginnt 50 Meter südlich des Gasthofes und
führt nach Westen erst an Viehweiden vorbei, später durch Mischwald, ½ Stunde.
Die Bairerköpfe (1287 m), unweit des Engelsteins, sind wie dieser wenig bedeutend. Von
Traunstein aus wurden diese Kletterzacken im Norden des Hochgern in den zwanziger Jahren
unseres Jahrhunderts viel besucht.
Die Wössener Berge
Südlich des Hochgern und westlich
des Hochkienberg wogt ein Alm- und Waldgebiet ohne große Gipfelnamen, in dem auch steile Flanken und felsige Akzente nicht fehlen:
Rechenberg, Rehwaldkopf, Lackenberg, Rachelspitz, Wolfslahner und Hochscharten.
Auf Karten nimmt sich der Rechenberg (1366 m) am auffälligsten aus. Er ist aber in
Wirklichkeit ein unbedeutender Rücken. Mehr versteckt, weniger herausgehoben und aber
doch interessanter sind die steile Rachelspitz [1415 m) und der felsige Hochscharten (1475
m). Ihre Gipfel sind jedoch den Einheimischen, den Förstern, Jägern und den wirklich
wegefindigen Bergsteigern vorbehalten. Ihre Flanken sind gefährlich abschüssig.
Rauhe Nadel
Zwischen Schleching und
Oberwössen breitet sich ein bewaldetes Hügelgebirge, die Rauhe Nadel aus. Es ist
im Westen von der Tiroler Achen begrenzt und ganz umschlossen vom Straßenzug Unterwössen
Oberwössen Reit im Winkl Kössen Schleching
Unterwössen. Zum höchsten Punkt, 1360 m, führt zwar kein Weg, aber das ausgebreitete
Niederbergland ist durch ein vielfältiges Wegenetz erschlossen.
Wege zum Taubensee
Der wohl meistbegangene, auch interessanteste Weg führt von Achberg (unweit Ettenhausen)
hinauf zum Taubensee und von hier entweder am Wirtshaus Taubensee vorbei südlich
über Mühlberg nach Kössen oder beim See weiter nach Osten und später südlich über
die Hutzenalm und Birnbach nach Reit im Winkl.
Achberg Taubensee 2 1/2 Stunden, Reit im Winkl Taubensee 3 Stunden.
Kössen Taubensee 2 Stunden.
Kampenwandmassiv
Ein 9km langer, in
Ost-West-Richtung verlaufender Bergkamm, der von Marquartstein mit einem grün bewachsenen
Kamm zum Hauptdolomitkegel der Hochplatte hinaufzieht. Dieser erhält mit einer Folge von
fünf Bergkegeln von Norden her Zulauf. Das sind der Breitenberg (1047 m), der Großstaffen
(1280 m), der Kleinstaffen (1250 m) und der Friedenrath (1432 m).
Zwischen Friedenrath und Hochplatte geht eine Verbindung zu der unbedeutenden Erhebung
Haberspitz nach Süden.
Von der Hochplatte schwingt ein zuerst bei den Piesenhausener Hochalmen
gras- und baumbewachsener Kamm hinüber zu den schroffen Felsen des Hochalpenkopfs (1494
m) und damit zum Hauptkamm der Kampenwand, die von Nordosten felsig aus dem Rottauer Tal
aufwächst. Über diesen vielgipfeligen Felskamm verläuft der Grat zu der mit Gras und
Latschen bestandenen Kampenhöhe und zu einer Einschartung, nochmals felsig hinauf
zur Scheibenwand (1598 m), hinüber zur düster nach Norden abstürzenden Sonnwendwand
(1512 m) und mit den Überhängenden Wänden, immer wieder abbrechend, ins
Priental.
Nordöstlich vorgelagert läuft parallel zum Hauptkamm der Felszug der Gederer
Wand. Die beiden aufragenden Wettersteinkalkzüge Kampenwand und Gederer Wand sind
geographisch miteinander verbunden, geologisch jedoch getrennt durch die
dazwischenliegende grünbewachsene, aus Hauptdolomit bestehende Pyramide des Sulten (1473
m).
Obwohl oft völlig überlaufen, bleibt die Kampenwand einer der reizvollsten Berge in
den Chiemgauer Alpen, mit manchen verschwiegenen Kesseln, Nebentälern und unbesuchten
Gipfelpunkten.
Kampenwand
Am schönsten ist dieser Berg wohl
von Nordosten, zum Beispiel wenn man auf der Autobahn fährt, etwa bei Übersee.
Von Norden ist der Hahnenkamm zwar einprägsam, aber eigentlich nur kleines Gezack auf
einem langweilig geformten Rücken. Von Süden gefällt der Berg schon mehr, da zeigt er
imposante Wände.
Von Westen, z. B. vom Laubenstein ist das langgestreckte Trumm bloß noch ein schmaler
Felsklotz.
Diese Vielfalt der Ansichten macht die Kampenwand zum alpinen Faszinosum. Mich können
nicht einmal die vielen Leute abhalten, immer wieder hinzugehen.
Wer durch die kalten Kaisersäle auf den großkreuzbestückten
Äußeren Ostgipfel steigt und es sind derer Legion und dabei aufpasst, der bekommt
schon viel von dem Wechselspiel mit, das dieser Berg bietet. Latschenfelder, Kare,
Steilwände, sogar ewiges Eis im Schneeloch, luftige Tiefblicke, malerische
Aussichten. Die Farben des Steins wechseln. Immer wieder überraschen neue Formen. Ein
richtiges bayerisches Theater. Eines für jedermann. Man darf die Kampenwand jedoch nicht
überschätzen. Manche tun es und gehen in Sandalen und Bikini hinauf. Das ist sehr dumm.
So ein Berg kann sein Gesicht schnell wandeln.
Jeremias Endlmaier, ein alter Bayer und fleißiger Alleingeher, kam
einmal von Süden auf den Gipfel. Düstere Wolken waren mitten im heißen Sommertag
aufgezogen, und der erste Regen platschte schon auf den Fels. Er wollte schnell nach
Norden hinunter zur Steinlingalm. Da jammerte ein zurückgebliebenes Angstbündel im
Bikini. Alles war plötzlich rutschig und eiskalt. Es begann zu hageln. Die Schlossn kamen
fast waagrecht daher. Das schöne, nahezu blanke Kind kam nicht um, Jeremias hat geholfen,
aber mei, ausgeschaugt hods.
Die Kampenwand ist eigentlich eine Scheiben mehr als die
Scheibenwand eine lange dünne Felsplatte, die aus dem Berg herausschaut und wild
zerbrochen ist. Neun Gipfel schreibt ihr der Alpinist zu: Der hahnenkammartige Felsgrat
aus hellem Wettersteinkalk streckt sich von Ost nach West und bricht nach Süden in
prallen Wänden nieder. Von Norden gesehen zerfällt der Kamm in zwei Teile: der östliche
wird durch die tiefe Einsattelung der Schlechinger Scharte vom westlichen getrennt.
Die meisten Leute kommen von Westen, von der Seilbahnstation. Diese liegt im Sattel
zwischen Kampen und Scheibenwand.
Ganz im Osten schwingen Felsen vom Talkessel bei der Gedereralm hinauf zu den
Felsköpfen des äußersten Ostgipfels und stürzen nach Süden in das Kar vor dem
benachbarten Raffen steil ab. Der äußerste Ostgipfel wird durch die Hochplattenscharte
vom übrigen Kampenwandkamm getrennt. Gleich westlich der Hochplattenscharte steigt der
Kamm in zwei Felsaufschwüngen an zum äußeren Ostgipfel. Er wird meist einfach Ostgipfel
genannt. Das ist der vielbesuchte und am leichtesten zu erreichende Gipfel der Kampenwand.
Er trägt das große Chiemgaukreuz. Von diesem Ostgipfel an verdoppelt sich der
Bergkamm. Ein südlicher Verlauf ist durch kesselartige Geröllschluchten, dem östlichen
und dem westlichen Kaisersaal und eine tiefe, oft im Sommer noch schneegefüllte
Längsschlucht getrennt. Nördlich von diesen Schluchten stehen die Nordgipfel, südlich
der mittlere Ostgipfel und der innere Ostgipfel. Dieser wenig bestiegene Klotz ist die
höchste Erhebung des Kammes. Westlich der Schlechinger Scharte steigt der Kamm an zum
Vorgipfel und Hauptgipfel, dem mit einer tiefen Einschartung der Teufelsturm und der
kleine Zapfen des Gmelchturms folgen. Daran schließt sich der langgestreckte Westgipfel
an. Nordwestlich, etwas abgesetzt, steht isoliert der Staffelstein.
Wege zur KampenwandWege zur Kampenwand
Von Schleching-Mühlau über Steinbergalmen. Wanderweg mit schönem Aufstieg von Süden.
Bis zur Kampenhöhe 2 1/2 Stunden.
Von Schleching-Mühlau über Dalsenalm. Wanderweg, bis zur Kampenhöhe 3 Stunden.
Von Rottau über Gederer-Alm. Streckenweise schwierig zu findender Bergsteig zur
Steinlingalm, 3 Stunden.
(Achtung! Beim Abstieg über den hier beschriebenen Weg ist besondere Aufmerksamkeit
erforderlich: Aus dem Wiesengrund bei der Markierung in den Wald hinein und bald danach
deutlich rechts halten, bis man drüben am Wasser steht. Wer die Markierung verliert, muß
zurückgehen. Scheinbare andere Gehmöglichkeiten führen früher oder später fast alle
in steile und gefährliche Felsabstürze).
Von Rottau über Grassauer Hütte zur Steinlingalm. Schöner Wanderweg und am Ende
Bergsteig, 3½ Stunden
Von Rottau über die Maurer-Alm. Schöner und bequemer Wanderweg, am Ende Bergsteig oder
Kletterei. Bis Steinlingalm 2 1/2 bis 3 Stunden.
Von Bernau über Herren-Alm und Schmied-Alm. Teilweise Wanderung, teilweise Pfad, 3
Stunden. Am Hof Abling im Süden von Bernau beginnen.
Von Bernau über Hintergeschwendt und Schmied-Alm. Wanderweg. Vom Parkplatz zur
Steinlingalm 2 Stunden, bis zum Ostgipfel 2½ Stunden.
Von Bernau über Hintergeschwendt. Ein kurzer Anstieg, schattig und mit schönen
Ausblicken. Vom Parkplatz zur Steinlingalm 1½ Stunden.
Von Niederaschau über Maisalm und Steinlingalm. Bis Steinlingalm Wanderweg, dann
Bergsteig. Vom Parkplatz Steinlingalm 2 Stunden, bis Ostgipfel 3 Stunden.
Von Hohenaschau. Am meisten begangener, auch als Abstieg bequemer, selbst für Kinder
geeigneter Wandeweg. Bis Kampenhöhe 2½ Stunden.
Von Hainbach durch den Klausgraben. Wanderweg, bis Kampenhöhe 3 Stunden. Von Hohenaschau
im Tal der Prien in Richtung Sachrang. Bei der kleinen, 685 m hoch gelegenen
Ortschaft Hainbach, 4km südlich Hohenaschau Parkplatz.
Aufstieg zum Gipfel der Kampenwand, Äußerer Ostgipfel (mit
Kreuz): Felsiger Bergsteig, ½ Stunde. Von der Steinlingalm das herabziehende Kar hinauf
oder durch das Latschenfeld zur Schlechinger Scharte. Kurz vor der Scharte nach links
durch die Kaisersäle, das sind von senkrechten Wänden umschlossene Geröllschluchten, in
denen bis weit in den Sommer hinein, oft über das ganze Jahr alter Schnee liegt. Durch
diese kommt man zum steilen Gipfelaufschwung des äußeren Ostgipfels. Nun links um die
Kante, luftig an einem Drahtseil entlang (Vorsicht, der Fels ist glatt) zu einer
Steinrinne oder ein wenig weiter zu einer Grasrinne. Nach rechts hinauf auf den Grat,
über ein paar Zacken zur Eisenbrücke und auf den Gipfel zum großen Kreuz.
Abstieg zur Steinlingalm auf demselben Weg. Nicht vor den Kaisersälen
nach Norden hinab.
Geigelsteinstock
Zwischen dem Tal der Tiroler Ache
und dem Tal der Prien, zwischen den Orten Schleching im Osten und Sachrang im Westen,
liegt der mächtige Bergstock, der von dem im Norden gelegenen Kampenwandmassiv durch die
Dalsensenke getrennt ist. Nach Süden hin ebbt er bis zum Walchsee und dem Weißenbach in
Tirol aus. Seine höchste Erhebung ist mit 1808 m der Geigelstein.
Dieser zusammenhängende Bergstock beginnt im Nord-Osten mit der bis
1355 m hohen Haidenholzer Schneid und dem Weitlahnerkopf (1615 m), von dem
direkt ein Grat zu den Aschenthaler Wänden (1741
m) im Westen hinüberzieht. Südlich davon breitet sich die landschaftlich anmutige
Hochfläche des Roßalmplateaus (Tauron) aus. Noch weiter im Süden zieht wieder
ein Bergkamm von Osten nach Westen: Vom Ahornkopf (1540 m) zum Latschkogel (1589
m) weiter über mehrere Felsbildungen (Hinterer Raffen) zum Roßalpenkopf (auch
Roßkopf genannt, 1762 m), über die Wandspitz (1685 m) und die Mählhornwand (1658
m) zum Mühlhörndl (1518 m), das schon auf das Priental mit Sachrang hinabschaut.
Südlich des Roßalpenkopfs steigt eine ebenmäßige Pyramide an, der Geige/stein
(1808 m), an den sich südwärts, mit einem Joch verbunden, der Breitenstein (1661 m) anschließt.
Nach dem Breitenstein biegt der Kamm nach Osten über den Karkopf (1510
m) zur bewaldeten Sandspitz (1420 m) und nach einer Almsenke zur Rudersburg (1430 m), die wie ein mächtiger Burgberg
über dem Tal der Tiroler Achen steht und dieses abschließt.
Im Süden und Südosten erheben sich, durch deutliche Senken vom Hauptstock getrennt,
das Lochner Horn (1448 m) und der Wandberg (1454 m). |
Überschreitung
Weißgrabenkopf Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.
Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.
Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.
Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.
Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.
Gröhrkopf Haaralmschneid
Bergpfad und teilweise unschwierige Schrofenkletterei, 1 1/2
Stunden. Nur für Geübte. Ausgangspunkt ist die Scharte zwischen Thoraukopf und
Weißgrabenkopf, wo nach Osten der Weg über die Thoraualmen nach Ruhpolding und nach
Westen über Kohlstatt nach Maximilianshütte geht. Diese Scharte erreicht man am
schnellsten im Abstieg vom Hochfelln auf deutlichem Bergsteig.
Direkt aus der Scharte, wo die zwei Wege auseinandergehen, nach Süden
den schwach ausgeprägten Nord-Grat des Weißgrabenkopfs hinauf. Zuerst etwas links des
Grates steil durch Gras und Sand. Aber schon nach der ersten Schrofenstufe deutlich rechts
halten und möglichst an den oben hinaufziehenden Rücken. Zuletzt auf Wildwechseln oder
Pfadspuren durch die Latschen möglichst rechts, wo der Berg in die Runsen des
Weißgrabens abbricht.
Vom Gipfel findet man, etwas links gehend, bald den Pfad, der am Kamm
oben zum Gröhrkopf hinüberzieht.

Der schöne, milde Saum des wilden
Alpengebirges, von Westen: vom Erlberg zu Hochgern und Hochfelln.

Übergang vom Hochgern zum Hochfelln
Wanderweg, 3 Stunden.
Der gelegentlich erwähnte Übergang von Marquartstein über den Hochgern und zum Hochfelln
und von diesem nach Ruhpolding ist ein Weg nur für ausdauernde Geher; 8 bis 9 Stunden,
mit 1700 Höhenmetern Anstiegen.

Taubensee im Wald zwischen
Kössen und Reit im Winkl
Übergang
Steinlingalm-Hochplatte
Schöner Gratübergang. Bergsteig, 1½ Stunden. Von der Steinlingalm
unterhalb des Kampenwandgipfels wandert man auf einem Weg den Hang schräg aufwärts nach
Osten zur Hochplattenscharte zwischen dem dreigipfeligen äußersten Ostgipfel und dem
Ostgipfel mit Kreuz. Der Weg führt ganz nah an
den Felsen des äußersten Ostgipfels vorbei. Jenseits der Scharte steigt man an Felsen
(am Steig bleiben!) hinab in eine kleine Mulde und geht hinüber zum grasigen
Verbindungskamm zwischen Kampenwand und Hochplatte.
Hier zweigt rechts ansteigend ein Weg zum Ostgipfel der Kampenwand ab.
Ein kleiner Pfad führt tiefer bleibend ebenfalls nach rechts zum Südwandsteig unter den
Südwänden der Kampenwand nach Westen. Von ihm kann man auch über die Schlechinger
Scharte zum Hauptgipfel der Kampenwand bzw. zurück zur Steinlingalm.
An diesem mehrfachen Wegabzweig auf dem deutlichsten Weg nach links.
Unter den Felsen des Raffen und unter dem Hochalpenkopf führt der Weg zum Kamm, der mit
einer gemütlichen Wanderung zur Grassauer Hütte und zur Piesenhausener Hochalm leitet.

Hochplatte im Winter

Der Zwillingstein oder wie die Einheimischen sagen: die Zwillingswand,
an der Südseite der Hochplatte

Zwölferturm an der Gedererwand

Die Kampenwand

An der Hangelplatte zwischen Vorgipfel und Hauptgipfel der Kampenwand

Im Schneeloch der Kampenwand

Geiglstein, links daneben Breítenstein, von Nordosten, vom Aufstieg zur
Gscheuerwand

Erholungslandschaft am Walchsee
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Hochfelln (1674
m)
Die Ruhpoldinger rechneten den Hochfelln zu ihren
Bergen. Die Siegsdorfer erhoben Anspruch auf ihn. Heute haben ihn die von Bergen fest in
Besitz genommen, seit von dort die Seilbahn zum Gipfel führt. Die langen Wanderkarawanen
von Ruhpolding über die Farnbödenalm oder über die Thoraualm und den Thoraukopf hinauf
zum Gipfel gibt es kaum mehr. Von dort her sind die Wanderer weniger geworden. Statt
dessen kommen die Sandalen-Bergfahrer gondelweise von Bergen herauf. Der Anstieg von der
Seilbahn zum Gipfel und ein fein gesandeter Rundweg oben sind auch für Leute mit
Asphaltschuhwerk gut zu schaffen. Das Hochfellnhaus ist ein Seilbahnfahrerwirtshaus
geworden, und die Kapelle am höchsten Gipfel, die nach Blitzschlag und Brand durch den
Architekten J. Wiedemann mit einer schattenspendenden Vorhalle wiederaufgebaut wurde, ist
von Hunderten umlagert. Man kann sich schier nicht mehr vorstellen, welche Wirkung einst
das schöne eiserne Gipfelkreuz hinter dem Wirtshaus, das 1886 zur Centenarfeier Ludwigs
des 1. von seinen Chiemgauern gestiftet wurde, ausstrahlte. So hat der Berg sein Gesicht verändert. Aber
oft nur zehn Minuten entfernt von diesem Gipfeltrubel wird es still, werden die Wege leer
und beginnen schönste Bergsteige zu den nächsten Kämmen und Schneiden, zu den
Nachbargipfeln und in die prächtigen Täler hinab.
Die Hochfellnfans
behaupten, ihr Berg hätte die schönste Voralpenaussicht überhaupt, zumindest die
schönste Chiemgauaussicht. Die Freunde des Hochgern leugnen dies. Hier ist schwer Recht
zu sprechen. Jedenfalls geht von beiden der Blick weit ins bayerische Land hinaus. Der
Rundblick ist überwältigend: Im Osten die Berge des Salzkammerguts, der nahe Staufen,
Rauschberg, Dachstein, die Berchtesgadener Alpen mit Reiteralm, das Sonntagshorn. die
Leoganger und Loferer Steinberge, die Hohen Tauern mit Glockner und Venediger,
Zillertaler, Stubaier und Ötztaler Alpen und dazu Karwendel und Wetterstein und dicht
davor die Zacken des Wilden und Zahmen Kaisers. Im Westen der Nachbar Hochgern.
Wege
Wege auf den Hochfelln
Von Ruhpolding über die Thoraualmen. Wanderweg, 3 Stunden. Ausgangspunkt Glockenschmiede,
1 km nordöstlich von Brand, Parkplatz.
Von Ruhpolding (Brand) über die Nesselauer Schneid. Bergsteig, 3½ Stunden.
Von Ruhpolding über die Farnböden-Almen. Wanderweg 3 Stunden. Ausgangspunkt
Glockenschmiede.
Von Ruhpolding über Hinterreit und Fellnalmen. Wanderweg, 3 Stunden. In Blicken, 1 1/2 km
südwestlich vom Bahnhof Ruhpolding, beginnt der Weg.
Von Ruhpolding über die Strohnschneid. Ein naturgegebener, selten begangener Bergsteig,
nur für Geübte, 3 Stunden.
Von Ruhpolding über Blickner Alm und Steinberg Alm. Wanderweg, 3½ Stunden. Von den
Ortsteilen Obergschwendt. 1 km östlich vom Bahnhof Ruhpolding, oder Blicken.
Von Eisenärzt, Ortsteil von Siegsdorf, 3km südlich vorn Ortskern nicht den Weg nach
Maria Eck, sondern die südlicher davon führende Forststraße zur Diesselbachstube.
Wanderweg, 3½ Stunden.
Von Siegsdorf über Maria Eck. Wanderweg, 3½ bis 4 Stunden. Von Siegsdorf Ortsmitte über
die Traun und entweder über den Venusberg oder Höpfling.
Von Bergen über Maria Eck. Wanderweg, 3½ bis 4 Stunden. Von der Talstation der Hochfellnseilbahn.
Von Bergen-Maximilianshütte. Wanderweg, 3 Stunden. Von der Talstation der
Hochfellnseilbahn die Straße in das Weißachental bis zur Mündung der Schwarzen Ache bei
Eifang.
Von Bergen-Maximilianshütte über Kohlstatt und Gleichenberg-Alm. Wanderweg, 3 Stunden.
Von Bergen, Ortsteil Maximilianshütte, der Weißen Ache entlang auf einer asphaltierten
Straße taleinwärts, bis zum Gehöft Kohlstatt. Gleich danach Parkplatz.
Von Bergen über Kohlstatt und Thoraukopf. Wanderweg und Bergsteig, 3½ Stunden. |

Aus den Wiesen bei Ruhpolding zu der Hochfellngruppe. Rechts außen der
Hochfellngipfel, links außen die Ausläufer der Haaralmschneid.

Gipfelkreuz auf dem Hochfelln

Gipfelkapelle auf dem Hochfelln |
Gröhrkopf
(1562 m)
Diese grasige Erhebung auf dem Verbindungskamm
zwischen Weißgrabenkopf und Haaralmschneid ist westlicher Endpunkt der Nesselauer
Schneid, die vom Ruhpoldinger Talkessel heraufzieht. |
 |
Haaralmschneid
(1577 m)
Touristisch müsste man sie zu den
Ruhpoldinger Bergen nehmen, weil sie, wenn überhaupt, von dort bestiegen wird.
Geographisch ist sie aber das südwestliche Eck des Hochfellnstocks und zählt daher mit
diesem zu den Chiemgauer Bergen.
Nach Süden hat sie sehr steile Grashänge. Nach Osten zieht sie, ohne
viel Höhe zu verlieren, zur Kratzlschneid hin und fällt dann zum Märchenwald bei Brand
zur Urschlauer Ache hin ab. Nach Norden ist sie die steile Begrenzung des
Nesselauer-Grabens. Im Westen und Nordwesten setzt sie sich als abgesenkter Kamm zum
Gröhrkopf, also in Richtung Hochfelln, fort.
Auf die Haaralmschneid kommt man gut von Urschlau. Teilweise wegloser Bergsteig 2
1/2 Stunden. Von Ruhpolding über Brand weiter südwestlich in das
Tal der Urschlauer Ache. In Urschlau (765 m) Parkplatz. |
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Hochgern (1744 m)
Er gilt zu Recht als einer der
besten Aussichtsberge im Chiemgau. Bei günstigem Wetter kann man im Norden die Umrisse
des Bayerischen Waldes erkennen. Nach Süden baut sich hinter den Kämmen und Gipfeln der
Chiemgauer Alpen die gesamte eindrucksvolle Szenerie von den Berchtesgadener Alpen über
die Loferer Steinberge bis hinüber zum Kaiser auf.
Wege auf den Hochgern
Von Ruhpolding über Urschlau. Wanderweg, 3/2 bis 4 Stunden.
Von Bergen über Hinteralm und Bischofsfellnalm. Wanderweg, 3½ Stunden.
Von Bergen über Vorderalm. Wanderweg, 3½ Stunden.
Von Staudach über die Staudacher Alm. Im oberen Abschnitt steiniger und steiler Wanderweg
3½ Stunden. In Staudach-Mühlwinkl Parkplatz beim Holzplatz.
Von Staudach über Schnappenberg. Im oberen Abschnitt steiniger und steiler W anderweg,
3 1/2 Stunden.
Von Marquartstein über Schnappenberg. Wanderweg. 3½ Stunden.
Von Marquartstein über Agergschwend. Wanderweg. Hauptanstieg 3 Stunden.
Von Unterwössen. Wanderweg, 3 Stunden. Etwa 1 km nach Osten zum Parkplatz Wiesen im
Kaltenbachtal. |

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Hasenpoint
(1587 m)
Vom Gipfel des Hochgern zieht nach Süden ein
grasiger Kamm herab. Von diesem strebt nach einer Einschartung bei 1500 Metern Fels zum
Gipfelpunkt Hasenpoint empor, von dem dann nach Süden, Südosten und Osten biegend der
grasige und leicht mit Fels durchsetzte Kamm zum Hochsattel und Mansurfer zieht.
Weg zum Hasenpoint
Ohne Schwierigkeiten, jedoch mühsam, von der Gernalrn. Diese Alm erreicht man von der auf
dem Weg von Marquartstein über Agergschwend. Bei den beiden letzten Almhütten geht man
nicht den Weg weiter, der zum Hochgern-Südgrat führt, sondern steigt direkt von den
Hütten nach Osten, das heißt rechts hinauf durch steile Wiesen zu dem sichtbaren Kamm.
Man versuche, den Kamm südlich der Felsen zu erreichen. Oben steht man sodann auf einem
steilen Wiesenrücken, über den man nach links zum Gipfel hinaufgeht. |
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Hochsattel
(1547 m)
Ein pyramidenförmiger Berg mit sehr steilen
Hängen nach Westen, Süden und Nordosten, dort wo der Kamm vorn Hasenpoint zum Mansurfer
mehr nach Osten führt.
Aufstieg zum Hasenpoint
Vom Hasenpoint kann der Grat zum Hochsattel nicht ohne größere Schwierigkeiten begangen
werden. Brüchige Felsbarrieren versperren den Weg. Am besten steigt man von der
Grundbachalm, die nordöstlich vom Hochsattel in etwa 1390m Höhe liegt, auf dem
bezeichneten Weg in die Einschartung zwischen Hochsattel und Mansurfer, also östlich vorn
Gipfel des Hochsattels. Diese sattelförmige Einschartung ist seit alters von Jägern,
Hirten und Sennern als Übergang benutzt worden. Wo der Weg über den Kamm geht, rechts ab
und immer am Grat bleibend durch Latschen und an Felsen vorbei zum Gipfel. |
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Mansurfer (1508
m)
Es ist der südöstlich vom
Hochsattel gelegene, in West-Ost-Richtung ziehende Ausläufer des vom Hochgern
herüberkommenden Gipfelkammes. Nach Norden in den Kessel der Grundbachalmen steil und
steinig, nach Süden flacher, grasig und mit Wald bestanden. Nach Osten schwingt dieser Kamm in das Tal des Eschlmoosbaches hinab.
Aufstieg zum Mansurfer
Von Westen steigt der grasige Kamm aus der Einschartung sanft zum Gipfel an. Von
dieser Einschartung weglos hinauf. |
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Hochscharten
(1474 m)
Westlich der Gurnwand, durch den
Röthelmoosbach getrennt, setzt sich der Wettersteinkalkzug, der den Hochkienberg bildet,
als eigenständiger Ost-West verlaufender Rücken mit steilem bewaldetem Südabhang und
felsigen Nordabstürzen fort.
Touristisch hat die Hochscharten (auch Hochschartenwand) keine
Bedeutung. Sie bietet auch keine große Fernsicht, im Norden stehen der Hochgernstock und
der Hochfelln davor, im Süden das höhere Dürrnbachhorn. Interessant ist lediglich der
Blick auf den Nachbarn Gurnwand und ins Röthelmoos. Aus den Tälern des kleinen
Wappbachs, des Weißgrabens, steht die Hochscharten als steiler Waldrücken da. Nur von
Röthelmoos und vom Tal des Gschwendbachs zeigen sich die schroffen Felsen. Neben der
nahen kühnen Hörndlwand oder der großen Gurnwand vermögen sie aber auch den Kletterer
nicht zu reizen.
Wege auf den Hochscharten
Vom Maserpaß führt ein wegloser Bergsteig, nur für geländeverständige Bergsteiger, in
2 1/2 Stunden auf den Gipfel.
Abstieg: Am besten über den gleichen Weg, denn nach Norden und Osten
unübersichtlich, teils mit Felswänden und gefährlich.
Der geübte Bergsteiger findet über das Nordostband, I, unschwierige Kletterei, 1/2
Stunde durch die Nordabstürze. |
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Rachelspitz (1415
m)
Parallel zur Hochscharten,
nordwestlich von dieser und ihr auch ähnlich geformt, erhebt sich der Rachelspitz. Im
Süden steiler Waldhang, im Norden bewachsene Felsabstürze und von Ost nach West eine
ausgeprägte Schneid, bei welcher der Bewuchs den Fels kaum zu verdecken vermag. Nach
Westen läuft der Kamm fort zum Lackenberg, der steil über Oberwössen steht.
Weg auf die Rache/spitz
Vom Maserpaß lässt sich ein wegloser Bergsteig wählen, der zum Ostgrat führt, 2
Stunden.
Vorsicht! Die in den Karten eingezeichneten Wege gibt es größtenteils nicht mehr.
Abstieg: am sichersten auf dem Aufstiegsweg zurück. Keinesfalls nach Norden. Auch über
den verlockenden Südhang direkt ist nicht ratsam, da auch dort steile Felsstufen sind. |
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Hochplatte
(1587 m)
Vom Chiemsee aus gesehen fällt
der rauhe Kamm der Kampenwand sanft nach links ab und schwingt sich dann in klarer Linie
auf zu einer ebenmäßigen Pyramide. Das ist die Hochplatte. Ein mit Wald, Gras und
zuletzt mit Latschen bewachsener und auf Wegen bzw. Steigen gut erreichbarer Gipfel.
Schöne Aussicht über das Achental nach Süden. Im Osten ist der
Hochgern, im Südwesten der Geigelstein, und im Westen stehen die schroffen Felsen der
Kampenwand.
Im Osten zeigt die Hochplatte einige mächtige Felsansätze. Die Bauern
zwischen Schleching und Marquartstein nennen diese wuchtigen Felsen »Zwillischwand«. Sie
schauen von gewissen Stellen aus wie gewaltige Zwillinge in das Tal herab.
Der Fels der Zwillingswand ist teilweise brüchig. Hier kann auf
verschiedenen Wegen und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden geklettert werden.
Wege auf die Hochplatte
Von Mühlau durch das Ramsental. Wanderweg, 3 Stunden.
Von Piesenhausen. Wanderweg, 3 Stunden.
Man kann auch von Niedernfels mit dem Sessellift bis zur Maieralm fahren und dann
auf einem Wanderweg etwa 100 Höhenmeter über der Forststraße nach Süden durch
die
Hänge des Friedenrath zur Haberspitz queren.
Von Grassau über Hefteralm und Grassauer Haus. Wanderweg, 2 1/2 bis 3 Stunden. Am
westlichen Ortsende von Grassau, bei Kucheln, auf der auch mit dem Pkw befahrenen Straße
bis Wirtshaus Strehtrumpf. Ein Schild an einem Wegweiserpfosten weist zu den Grassauer
Almen.
Von Rottau durch das Rottauer Tal und über Hinteralm. Wanderweg, 3½ Stunden.
Von Rottau durch das Rottauer Tal über Maieralm. Wanderweg. 4 Stunden. |


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Friedenrath
(1432 m)
Bergkegel nördlich der Hochplatte
mit einer auffallenden Felsbildung am nördlichen Gipfelteil. Die plattige Nordost-Wand am
Gipfel bietet 1 1/2 Seillängen extreme Kletterei. Von Süden her ist der mit Latschen
bestandene Vorgipfel über einen kleinen Steig leicht zu begehen.
Wege auf den Friedenrath
Von Piesenhausen. Wanderweg, zuletzt Bergsteig und Kletterei I; 3 Stunden. Zum
Sattel zwischen Hochplatte und Haberspitz. Nun westlich der Haberspitz auf einem
kleinen
Steig nach Norden hinab und hinüber zum mit Wald bestandenen Südhang des Friedenraths.
Ein kleiner Steig führt links am Hang zum Kamm hinauf und über ihn oder östlich knapp
unter dem etwas felsigen und mit Latschen bestandenen Vorgipfel weiter nach Norden zum
kleinen, mit einem Kreuz geschmückten Felsgipfel.
Quert man von der Maieralm, die auch mit Sessellift von
Piesenhausen aus zu erreichen ist, unter den Hängen des Friedenraths in Richtung
Hochplatte, dann kommt man mit diesem Steig direkt in die grasige Einsattelung zwischen
Haberspitz und Friedenrath und kann gleich von da den deutlichen Steig zum Gipfel
hinaufgehen.
Von Grassau. Wanderweg, zuletzt Bergsteig und Kletterei. 2½
Stunden.
Von Rottau über Hinteralm. Wanderweg, zuletzt Bergsteig und Kletterei. |
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Gederer Wand
(1398 m)
Ein der Kampenwand als
nordöstlich niedrigerer Parallelkamm vorgelagerter, von Ost nach West gestreckter
Felszug, der nach Süden mit Tannen bewachsene Steilstufen zeigt und nach Norden in teils
lotrechten Wänden abstürzt. Von Osten zeigt der Kamm einen wilden Felsgipfel. Nach
Westen verliert er sich an den Sulten hin. Von der Straße bei Rottau erscheint die
Gederer Wand als mächtiger, breiter Felsberg. Von Gschwendt aus ist die Nordwand mit dem
markanten Zwölferturm in die Weide- und Waldberge eingebettet.
Wege auf die Gederer Wand:
Von Rottau durchs Rottauer Tal und über Hinteralm. Wanderweg und Bergsteig,
2½ bis 3 Stunden.
Als Abstieg ist dieser Weg nur für Wegekundige oder für den, der ihn auch
als Aufstieg gegangen ist, zu empfehlen.
Von Rottau über Maurer-Alm. Bergsteig, 3 Stunden.
Von Bernau über Hintergschwendt. Wanderweg, zuletzt Bergsteig 1 3/4 Stunden. Von Bernau
nach (etwa 4km südlich vom Ortszentrum) Hintergschwendt. Parkplatz (828 m).
Übergang Kampenhöhe Gederer Wand. Wanderweg und Bergsteig, 1 1/4 Stunden. Die
Kampenhöhe erreicht man auf mehreren Wegen, auch mit der von Aschau heraufführenden
Kampenwandseilbahn. Auf dem großen, vielbegangenen Weg von der Kampenhöhe nach Osten
unter den Nordwänden der Kampenwand zur Steinlingalm. An der Wasserlache vorbei und
nordöstlich (nicht östlich hinab zur Gederer-Alm!) am Sulten herum zum kleinen Sattel
zwischen Sulten und Gederer Wand. Wo der Weg nach links abbiegt und einen Graben
hinabführt, rechts vom Weg ab (nicht geradeaus hinauf, wo ein markierter Stein im Gras
liegt!), die Höhe haltend nach Osten. Nach den ersten Bäumen werden die schwachen
Pfadspuren zum Steig, der dann östlich hinauf und am Kamm hinüber zum Ostgipfel
der
Gederer Wand leitet.
An der Gederer Wand gibt es altgenannte Kletterführen von berühmten Bergsteigern
erstbegangen, z. B. Schmidkunzweg, III, 1 Stunde. |
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Scheibenwand
(1598 m)
Die Scheibenwand ist die höchste Erhebung des
östlichen Teils eines Bergstockes, der eigentlich eine Fortsetzung des Kampenwandzuges
ist.
Anstieg: Von der Bergstation der
Kampenwandseilbahn leicht zu erreichen. Wenige Schritte westlich der Seilbahnstation, zum
Ost-Fuß der Scheibenwand und durch Rinnen und Latschen und über kurze Felsstufen zum
Gipfel. |

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Sonnwendwand
(1512 m)
Vom südlichen Teil der
Scheibenwand zieht ein Bergkamm mit Grasrücken, Latschenwäldern, Felsabbrüchen und
Waldstücken nach Westen bis hinab ins Tal bei Hohenaschau. Eine gute Wegstunde westlich
der Scheibenwand bricht an einer leichten, grasigen Erhebung dieser Kamm nach Norden als
Sonnwendwand in die Tiefe. Sie liegt tagsüber im kalten Schatten. Abends aber leuchtet
sie in der Westsonne kalkgrau nach Prien zum Chiemsee hinaus.
Die geschlossenste, ernsteste und höchste Steilwand der Chiemgauer Alpen. Etwa 160
Meter hoch und 300 bis 400 Meter breit. Abweisend und auch für sehr gute Bergsteiger
gefährlich. |
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Weitlahnerkopf (1615
m)
Ein markanter Waldkamm, die
Haidenholzer Schneid, zieht von Schleching hinauf zu einem felsigen Eck, dem
Weitlahnerkopf. Von ihm schwenkt dieser Kamm weiter nach Westen zu den Aschenthaler
Wänden. Begrenzt wird dieser große, von Ost nach West verlaufende Berg im Nordosten vom
Dalsenbachtal, im Südosten vom Alpbachgraben, im Süden von der Hochregion des Tauron
Roßalmplateau), im Südwesten vom steilen Grattenbachtal und im Nordwesten vom wilden
Bletschgraben, der in den schönen Klausgraben mündet.
Wege zum Weitlahnerkopf
Von Schleching über die Haidenholzalm. Wanderweg, 3 1/2Stunden. In der Ortsmitte weisen
Schilder zur Blasialm und zum Geigelstein (rot-weiß-roter AV-Weg 207). Auf dieser Straße
ans westliche Ortsende, Parkplatz.
Von Schleching über die Haidenholzschneid. Teilweise wegloser Bergsteig, nur für
Wegefindige. 3 Stunden.
Von Hainbach durch den Klausgraben. Wanderweg, zum Schluss Bergsteig, 2½ Stunden. |
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Aschenthaler Wände (1741 m)
Sie sind die westliche Erhebung eines sich über
etwa 1 1/2 km weit erstreckenden Kammes, dessen östlichster Punkt der
Weitlahnerkopf ist. Zwischen diesem und den nach Norden felsigen Aschenthaler Wänden
steigt der Kamm von Ost nach West um etwa 130 Meter an.
Wege auf die Aschenthaler Wände:
Vom Weitlahnerkopf kommt man gut auf die Aschenthaler Wände. Bergsteig, 3/4 Stunde. Der
Weg geht vom Weitlahnerkopf südlich etwas unterhalb des Kammes nach Westen. Wo der Weg in
die Nähe der Roßalmen im rechten Winkel nach links zu den Roßalmen und weiter zum
Geigelstein abbiegt, geradeaus weitergehen. Am besten nicht ganz in der Senke, sondern
mehr rechts haltend durch den grasigen Hang hinauf zum höchsten Punkt.
Von Grattenbach durch das Grattenbachtal. Bergsteig für Wegekundige, 2½ bis 3 Stunden.
Grattenbach ist eine kleine Ortschaft zwischen Hohenaschau und Sachrang, an der Mündung
des Grattenbaches in die Prien, 695 m hoch gelegen.
Von Sachrang über die Priener Hütte und über die Roßalm. Zuletzt wegloser Wanderweg,
3½ Stunden. |
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Ahornkopf (1540
m)
Er ist eigentlich nur eine Schulter an dem
Bergrücken, der vom Geigelsteinstock direkt nach Ettenhausen herunterzieht. Aber vom Tal
aus erscheint er wie ein selbständiger Gipfel. Auf alten Karten ist der Ahornkopf
deutlich verzeichnet, während seine höheren östlichen Nachbarn. wie der Roßalpenkopf,
nicht zu finden sind.
Auch von der Haidenholzalm aus wirkt der Ahornkopf mit Felsfluchten recht stattlich.
Touristisch hat er keine Bedeutung. Er kann von der Haidenholzalm erstiegen werden. |
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Latschkogel
(1589 m)
Er ist eine Kammerhebung östlich vom Ahornkopf am
selben Bergrücken, nach Osten und Westen ein deutlicher Kamm. Nach Norden dicht mit
Latschen bewachsen, nach Süden steil und schrofig.
Zu besteigen ist er von der Haidenholzalm, weglos, ohne besondere Schwierigkeiten,
jedoch mühsam. |
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Roßalpenkopf
(1762 m)
Ein deutlicher, nach mehreren Seiten felsiger
Kopf, direkt nördlich neben dem Geigelstein. |
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Wandspitz (1687
m)
Vom Roßalpenkopf zieht nach Westen ein
Kammverlauf. Die erste schwach ausgeprägte Erhebung nach dem Roßalpenkopf ist die
Wandspitz. Vom Weg, der westlich am Roßalpenkopf vorbei vom Geigelstein zur Roßalm
führt, auf Spuren und einem kleinen Steig oben über den Kamm mühelos in 10 Minuten zu
erreichen. |
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Mühlhornwand
(1659 m)
Südwestlich der Wandspitz liegt die
Mühlhornwand. Ein kleiner Steig führt von der Wandspitz am Kamm entlang; zuerst
abwärts, zuletzt wieder ein wenig hinauf zur höchsten Stelle dieses Berges. Nach Süden
gelangt man durch Wiesen zu den Almen hinab. Man kann aber auch den Kamm bis zum
Mühlhörndl weiter verfolgen. |
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Mühlhörndl
(1518 m)
Vom Westen, insbesondere vom
Priental aus, steht das Mühlhörndl als deutlicher Gipfel da. In Wirklichkeit ist es aber
nur die Stelle, von der an der Kamm, der sich vom Roßalpenkopf mit den kleinen
Zwischenerhebungen Wandspitz und Mühlhornwand herübersenkt, nun hinabschwingt ins
Grattenbachtal, ins Priental und in den Talgraben. Touristisch ist es ohne Bedeutung.
Für den wegekundigen Kenner aber, für den Liebhaber der Pfade abseits der Wege, ist
der Aufstieg ein schöner Genussweg hinüber zum Roßalpenkopf. Allerdings muss
man
mühsam steigen, ohne genaue Wege, ohne Schilder und Markierungen. Der Ortsfremde
lässt es besser sein. |
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Geigelstein
(1808 m)
Philipp Apian gibt dem Geigelstein
noch gar keinen Namen, den Breitenstein hingegen benennt er und zeichnet ihn auch felsig.
Dem Geigelstein gibt er eine ungenaue Hutform. Trautmann meinte in der Erschließung der
Ostalpen: Apian nenne ihn Wechsel (das ist im bayerischalpinen Sprachgebrauch z. B.
auch eine Wasserscheide). Das stimmt aber nicht. Wenn man die Apian-Zeichnung genau
anschaut, erkennt man einen Zuordnungsstrich, der das Wort Wechsel etwa in die
Nähe des Roßalpenkopfs bezieht. Und das passt auch. Dort gibt es sogar zwei Stellen, die
den Namen verdienen (also wo man von einer Seite auf eine andere wechselt).
Der Geigelstein hat also 1569 noch keinen Namen. Ja, sogar im 19.
Jahrhundert gibt es Karten, in denen zwar der Ahornkopf, aber nicht der Geigelstein
ausgewiesen ist. Von den zuständigen Taldörfern Schleching und Ettenhausen und von Huben
in Priental aus sieht man ihn halt nicht. Erst die Bergsteiger haben seine bedeutende
Stellung gewürdigt, seine Form bewundert, ihn bestiegen und seine Aussicht gerühmt.
Er hat eine imposante Gipfelpyramide. Im Winter
lockt er den Skibergsteiger. Zu jeder Jahreszeit ist er ein prächtiger Aussichtsberg.
Wege auf den Geigelstein
Von Ettenhausen über Wuhrsteinalm. Wanderweg. 3 1/2 Stunden. Am südwestlichen Ortsende
von Ettenhausen. einem Ortsteil von Schleching, liegt die Seilbahn-Talstation (Parkplatz)
in einer Höhe von 630 Metern. Entweder mit Sessellift von hier bis zur 1102 m hoch
gelegenen Wuhrsteinalm oder zu Fuß auf breitem Fahrweg über Wirtshaus Breitenstein,
Wirtshaus Wuhrsteinalm und Wirtsalm. Dieser Aufstieg ist nur für die sehr frühen
Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu empfehlen, ansonsten als Abstieg.
Von Schleching über Haidenholzalm und Roßalm. Wanderweg, 3½ Stunden. In der Ortsmitte
von Schleching weisen Schilder zur Blasialm und zum Geigelstein, AV-Weg 207. Am westlichen
Ortsende Parkplatz.
Der Weg ist nicht so sehr der Sonne ausgesetzt wie der Normalweg von Ettenhausen. Er
führt länger durch Wald und ist landschaftlich abwechslungsreicher.
Von Ettenhausen über Haidenholzalm und Roßalm. Wanderweg, 4 Stunden. Von unterhalb der
Talstation der Geigelstein-Seilbahn in Ettenhausen nach Nordwesten gemütlich, aber etwas
langweilig auf der Forststraße zur Haidenholzalm und weiter auf AV-Weg 207.
Von Mühlau über Dalsenalm. Wanderweg, 4 Stunden. Ein sehr abwechslungsreicher und
landschaftlich schöner Anstieg ohne Schwierigkeiten.
Von Huben über die Priener Hütte. Wanderweg, 3½ Stunden. Dieser landschaftlich
abwechslungsreiche und in dem unteren Teil weithin schattige Weg ist wohl der bequemste
Aufstieg zum Geigelstein.
Vom Walchsee über den Brennkopf. Wenig begangener, sehr schöner Wanderweg, 4½ Stunden.
Von Walchsee über die Müllerbaueralm. Wanderweg. 4 Stunden.
Abstiege vom Geigelstein wie die Aufstiege. |

Die schroffe Südseite des Geigelsteins.

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Brennkopf (1353
m)
Eine im Süden vorgelagerte Kuppe
mit schöner Kaisersicht. Von Walchsee aus ein felsgerippter, wuchtiger Berg. Von
Walchsee, Ottenhof über Brennalm. Wanderweg, 2½ Stunden.
Als Abstieg kann man entweder denselben Weg zurückgehen oder den Güterweg wählen,
über den man in westlicher Richtung in ½ Stunde die Hitscher Alm erreicht, von wo ein
Güterweg über die Auffingeralm und Karalm nach Schwaigs und Walchsee in etwa 1½ Stunden
zurückführt. |
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Wandberg (1455 m)
Wie der Geigelsteinstock nach
Südosten über die Sandspitz zur Rudersburg ausläuft, so läuft er auch nach Südwesten
über das Hochköpfl zum Wandberg.
Von Walchsee über Brennalm Wanderweg und Bergsteig. 3½ Stunden. |
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Lochner Horn
(1448 m)
Das Lochner Horn ist der südliche
Abschluss des Bergkammes, der zwischen Baumgartenbach und Lochnergraben zieht und dessen
nördliche Erhebung das Hochköpfl ist.
Vom Lochner Horn überblickt man gegen Süden das ganze Tauernmassiv,
im Westen die Zillertaler und Stubaier Gletscher, gegen Osten das Steinerne Meer und die
Loferer Steinberge, im Norden das bayerische Voralpenland mit der Kampenwand.
Auf das Lochner Horn kommt man von Walchsee, Fuchsgrub. Wanderweg, 3
Stunden.
Den Rückweg kann man über die Lochneralm, Vordere Abendpointalm, Baumgartneralm nach
Walchsee nehmen, etwa 3 Stunden oder über das Wandberghaus und durch den Lochnergraben
wählen. |

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Hochköpfl
(1540 m)
Vom Wandberghaus wirkt das Hochköpfl noch am
ehesten als eigenständiger Gipfel. Von da steigt er 200 Meter auf. In Nachbarschaft zum
Breitenstein und Geigelstein macht er nichts her. Innerhalb des kleinen Bergkranzes um den
Lochnergraben ist er aber die höchste Erhebung. Man besteigt ihn von Walchsee, Fuchsgrub.
Wanderweg. 3½ Stunden. |
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Breitenstein
(1661 m)
Der breit hingelagerte, große und
felsige Brocken in der Geigelstein-Gruppe hat schon den Philipp Apian beeindruckt. Er sah
ihn als schier unbesteigbaren Felsen. Nach Osten zur Wuhrsteinalm gehen die Schrofen in
steile Wandstufen über. Vom Schlechinger Tal erscheint er zwar nicht so eindrucksvoll wie
der Geigelstein, aber den Bergwanderer verlockt er allemal. Und der Blick von seinem
Gipfel auf den Kaiser ist ebenso schön wie der vom Geigelstein oder vom Spitzstein.
Am besten besteigt man den Breitenstein von Ettenhausen. Wanderweg, 2½ bis 3 Stunden
über die Wuhrsteinalm (1102 m). |

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Karkopf (1510 m)
und Sandspitz (1420 m)
Vom Breitenstein zieht nach einem kleinen Sattel
im Süden anschließend ein Kamm nach Südosten. Gleich nach dem Sattel beginnt er mit
einer hübschen kleinen Spitze. Das ist der Karkopf. Er steht reizvoll über dem Karl. Ein
kleiner Steig führt vom Sattel, also vom oberen Ende des Karls hinauf. Nach Südosten
fällt der Kamm ab und hebt dann zum etwas breiteren Sandspitz an. Zu dieser mit Bäumen
bestandenen Kuppe kann man vom Karkopf hinübergehen, immer am Kamm bleibend, teils mit
Spuren, teils weglos oder aber auch von den Weiden der Baron-Almen weglos über Wiesen, am
Schluss durch Baumbestand aufsteigen. |
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Rudersburg
(1431 m)
Die Rudersburg ist der
südöstliche Eckpfeiler des Geigelsteinstocks. Ein trotziges Gebäu über der Tiroler
Ache. fichtenbestanden und fast ringsum mit abweisenden Felsmauern. Von Bayern aus scheint
die Rudersburg ein einsamer südlicher Gipfel zu sein. Für die Kössener Touristen ist er
aber eine Art Hausberg mit Verkehrsvereinsbank und Stempelstelle am Gipfel. Sein Blick
nach den beiden Talweiten der Tiroler Ache entschädigt für die gelegentlichen
Großauftriebe.
Wege zur Rudersburg
Von Kössen, Ortsteil Staffen, Normalanstieg. Markierter Wanderweg, zum Gipfel Bergsteig,
2½ Stunden.
Von Ettenhausen. Wanderweg und Bergsteig. 2½ Stunden.
Von Ettenhausen über Wuhrsteinalm, Karkopf und Kössener Almboden. Teilweise pfadloser
Bergsteig. Ab Bergstation der Geigelsteinseilbahn 2½ bis 3 Stunden. |

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