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Berge bei Reichenhall
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| Staufengruppe - 10 km Felsgrat Der
Staufen streckt sich vielgipfelig und lang hin von Piding im Osten bis Inzell im Westen.
Dieses felsige Bergmassiv ist 10 km lang und ragt 1200 m hoch über Wiesen und Wälder des
Vorlandes auf.
Der Gipfelzug beginnt im Osten als steiler Waldrücken, dem 1317 m hohen Fuderheustein.
Geographisch heißt er Vorderstaufen. Von ihm zieht ein Felsgrat (Ostgrad) hinauf zum
Hohenstaufen, (1771 m), Vom Gipfel fällt ein undeutlich ausgeprägter Nordost-Grat hinab
in Richtung Steineralm. Ein Westgrat stuft mit einigen steilen Abbrüchen zu einer
Scharte. Von dieser schwingt der Fels ebenmäßig zum Heidelbergkopf (1657 m) auf und
hinüber zum Mittelstaufen (1618 m). (Diese beiden Gipfel haben touristisch keine
selbständige Bedeutung; sie werden nur von Bergsteigern überschritten, die vom Staufen
zum Zwiesel oder umgekehrt über die Grate gehen.) Ein kräftiger Einschnitt, die
Roßkarscharte, trennt die Staufen-Gipfel, Zennokopf (1756 m) und Zwiesel (1781 m). Diese
beiden nahbeieinander liegenden Gipfel heißen auch Hinterstaufen. Der Zwiesel ist die
höchste Erhebung der ganzen Gruppe. Mit einem schmalen Grat schließt sich der westliche
Eckpfeiler der 10km langen Bergkette, der Gamsknogl (1750 m) an. Seine Westflanke fällt
vom Sattel der Kohleralm (1450 m) ab. Von ihr setzt sich der Kamm dann umbiegend fort
über das Grubhörndl (1493 m) und endet mit dem Scharnkopf (1355 m), der steil und felsig
zum Weißbach abbricht.

Müllnerberg
Der Müllnerberg ist ein Märchengebirge zwischen der Saalach und dem Thumsee. Drei
Gipfel - Müllnerhörnl (1253 m), Pflasterbachhörnl (1270 m) und Rabensteinhorn (1373 m)
- fügen sich zu einem bewaldeten Bergzug aneinander. Ob ihrer geringen Höhe schreibt sie
der zünftige Bergsteiger nicht ins Tourenbuch. Alles unter 1500 m zählt ihm nicht. Aber
die drei Hörndl sind steil und lohnend. Ungeübte sollten nicht vom Weg abgehen.
An der Nordwest-Seite auf der Kugelbachalm liegt das Paul-Gruber-Haus der Naturfreunde.
(Von Kaitl 1 1/4 Stunden). Vom Haus führt in einer Stunde ein Steig auf den Kamm des
Müllnerberges zwischen Pflasterbachhörnl und Rabensteinhorn, eine romantische Wanderung.
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Der Staufen vom Predigtstuhl.

Vom Kienbergl auf Inzell und Teisenberg

Höglwörth vor den Bergen der Staufengruppe
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Hochstaufen
(1771 m)
Der Hochstaufen ist einer der Hausberge der Reichenhaller. Vom Süden
zeigt er sich als breiter, schrofiger Felsenrücken. Er ist der östliche Eckpfeiler der
Chiemgauer Alpen.
Vom Nordosten markiert seine eindrucksvolle Bergsilhouette den Anfang des Berglandes. Der
helle Wettersteinkalk seiner Nordwände leuchtet in der Morgen- oder Abendsonne weit ins
Land hinaus, Nah beim Gipfel sind die Reichenhaller AV-Hütte und eine kleine Kapelle. Das
eiserne Kreuz auf dem Gipfel wurde 1853 errichtet.
Am Staufen wurde im 17. Jahrhundert Bergbau betrieben. Es gab sechs Abbaustollen. Einer
davon, der Doktor-Oswald-Stollen, befand sich nur 60 Meter unter dem Gipfel. Die Vorräte
an Blei und Galmei (Zinkerz) waren allerdings bald erschöpft.
Es gibt eine grandiose Überschreitung der ganzen Staufenkammer von Mauthausen (Kapelle)
über die Steinernen Jäger. Bergsteig und leichte Schrofenkletterei. Nur für Geübte.
Schwindelfreiheit Voraussetzung.
4 Stunden auf den Staufen, 2 1/2 bis 3 Stunden Abstieg. Insgesamt also ein ganzer langer
Tag.
Wege auf den Staufen
Von Mauthausen (Piding) etwa beim Schloss Staufeneck beginnend über die Steineralm. 4
Stunden Wanderweg und guter abwechslungsreicher Bergsteig.
Von Reichenhall Padinger Alm über Bartlmahd, 3 Stunden. Wanderweg.
Von Inzell-Adlgaß über Steineralm, 3 1/2 Stunden. Wanderweg und guter Bergsteig. |

Am Hochstaufen, nicht weit unter dem Gipfel, war im
"Dr-Oswald-Stollen" der höchstgelegene Bergbau |
Zwiesel (1781 m)
Der Zwiesel liefert den Namen, aber er ist, wenngleich die höchste
Erhebung des Hinterstaufens, so doch nur der langweilige Mittelgipfel. Der östliche, vom
Zwieselgipfel nur gute fünf Gehminuten entfernt, heißt Zennokopf. Er trägt ein Kreuz
und vermittelt einen schönen Ausblick über den langen Grat hinüber zum Hochstaufen und
hinab nach Bad Reichenhall. Der westliche Gipfel, eine knappe Gehstunde entfernt, ist der
Gamsknogl. Er gewährt den besten Blick nach Westen zu den Chiemgauer Bergen hinüber und
zum Chiemsee. Von weitem gesehen, vor allem von Westen, heben sich die drei Gipfel kaum
voneinander ab; sie scheinen den Kamm eines einzigen Berges zu bilden.
Wege auf den Zwiesel
Von Bad Reichenhall/Nonn über Zwieselalm (Kaiser-Wilhelm-Haus) (1386 m). 4 Stunden. Viel
begangener Wanderweg.
Von Inzell-Adlgaß. Wanderweg und Bergsteig. 3 Stunden.
Abstieg
Zunächst eine kurze Strecke südwestlich in Richtung Zennokopf (1756 m). Vor dessen
Gipfel nach Süden hinab zur Zwieselalm (1386 m). Ab hier nach Westen um den Hinterstaufen
herum zur Kohleralm (1456 m), von wo der Weg nordwärts hinab nach Einsiedl führt. Kurz
vor Einsiedl erreicht man einen Weg, der nach rechts zurück zum Forsthaus Adlgaß führt.
Von Weißbach-Jochberg, Wanderweg 2 1/2 Stunden. Über Berghof Rinnerauer und Zwieselalm. |

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Gamsknogl (1750
m)
Der westliche der drei Gipfel des Hinterstaufens hat diesen komischen
Namen. Dieser Inzeller Hausberg gewährt prächtigen Ausblick in den Chiemgau. Er ist
allemal eine Bergtour wert. Aber 3 oder 4 Stunden hinauf, 1 Stunde schau ins Land und
nochmals 2 1/2 Stunden hinab, ja, das macht einen ganzen Bergwandertag. Der Gamsknogl ist
der erste (oder der letzte) Gipfel des großartigen Gratüberganges über den gesamten
Staufenkamm.
Wege auf den Gamsknogl
Von Inzell-Einsiedl über Kohleralm, Wanderweg 3 Stunden.
Von Weißbach an der Alpenstrasse über Eckharter Alm. Grubenhörndl und Kohleralm,
Wanderweg, 3 Stunden.
Von Weißbach-Jochberg/Kohlerhof über Kohleralm, Wanderweg, 3 Stunden.
Gamsknogl-Zwiesel, Gratübergang. Bergsteig für schwindelfreie Berggeher, für Ungeübte
nicht ratsam, 3/4 Stunde. Der gut markierte Weg führt fast immer direkt auf der oft
felsigen Gratschneide und ist nicht zu verfehlen.
Gratübergang, Zwiesel-Hochstaufen.
Klettersteig. Für schwindelfreie Bergsteiger unschwierig, keinesfalls für Ungeübte. 2
1/2 Stunden. Vom Zwiesel ostwärts zum Zennokopf (1756 m), von wo aus man den langen Grat
überblickt. Nun auf markierten, steilen Schrofensteig und mit einigen Sicherungen nach
Südosten hinab und dann, immer dem deutlichen Steig folgend, unter den Wänden hinüber
zur Roßkarscharte. Einige kühn aufragende Felstürme umgeht der Weg. Dann wieder
ansteigend auf den Mittelstaufen. Eine letzte leichte Kletterei (Drahtseil) führ hinab
auf die Scharte unter den Westgrat des Hochstaufens, dort, wo von Süden der Weg über die
Bartlmahd heraufkommt. Auf diesem in 20 Minuten zur Reichenhaller Hütte unterhalb des
Gipfels.
Zwiesel-Hochstaufen, über die Zwieselalm. Wanderweg, 2 1/2 Stunden. Vom Gipfel des
Zwiesels dem Wegweiser folgend zur Zwieselalm (Kaiser-Wilhelm-Haus). Bei Beginn des
Bergwaldes am untersten Wiesenrand links abzweigen.
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Frillensee und Gamsknogl

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Zennokopf (1756
m)
Der westliche der drei Gipfel des Hinterstaufens hat diesen komischen
Namen. Dieser Inzeller Hausberg gewährt prächtigen Ausblick in den Chiemgau. Er ist
allemal eine Bergtour wert. Aber 3 oder 4 Stunden hinauf, 1 Stunde schau ins Land und
nochmals 2 1/2 Stunden hinab, ja, das macht einen ganzen Bergwandertag. Der Gamsknogl ist
der erste (oder der letzte) Gipfel des großartigen Gratüberganges über den gesamten
Staufenkamm.
Wege auf den Gamsknogl
Von Inzell-Einsiedl über Kohleralm, Wanderweg 3 Stunden.
Von Weißbach an der Alpenstrasse über Eckharter Alm. Grubenhörndl und Kohleralm,
Wanderweg, 3 Stunden.
Von Weißbach-Jochberg/Kohlerhof über Kohleralm, Wanderweg, 3 Stunden.
Gamsknogl-Zwiesel, Gratübergang. Bergsteig für schwindelfreie Berggeher, für Ungeübte
nicht ratsam, 3/4 Stunde. Der gut markierte Weg führt fast immer direkt auf der oft
felsigen Gratschneide und ist nicht zu verfehlen.
Gratübergang, Zwiesel-Hochstaufen.
Klettersteig. Für schwindelfreie Bergsteiger unschwierig, keinesfalls für Ungeübte. 2
1/2 Stunden. Vom Zwiesel ostwärts zum Zennokopf (1756 m), von wo aus man den langen Grat
überblickt. Nun auf markierten, steilen Schrofensteig und mit einigen Sicherungen nach
Südosten hinab und dann, immer dem deutlichen Steig folgend, unter den Wänden hinüber
zur Roßkarscharte. Einige kühn aufragende Felstürme umgeht der Weg. Dann wieder
ansteigend auf den Mittelstaufen. Eine letzte leichte Kletterei (Drahtseil) führ hinab
auf die Scharte unter den Westgrat des Hochstaufens, dort, wo von Süden der Weg über die
Bartlmahd heraufkommt. Auf diesem in 20 Minuten zur Reichenhaller Hütte unterhalb des
Gipfels.
Zwiesel-Hochstaufen, über die Zwieselalm. Wanderweg, 2 1/2 Stunden. Vom Gipfel des
Zwiesels dem Wegweiser folgend zur Zwieselalm (Kaiser-Wilhelm-Haus). Bei Beginn des
Bergwaldes am untersten Wiesenrand links abzweigen.
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